AstraZeneca: FDA erteilt Zulassung für Saphnelo in den USA; US-Zulassung stärkt Umsatzpotenzial
Update Aktien International
Börsennews 27. April 2026
Aktien International – Update
Täglicher Marktkommentar aus dem BEKB-Handelsraum
Übersicht European Futures
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DAX 24'481
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CAC 40 8'131
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FTSE 100 10'418
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US-Futures
Dow Jones Industrial 49'347
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Nasdaq 100 27'487
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S&P 500 7'197
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News Europa
AstraZeneca: FDA erteilt Zulassung für Saphnelo Der britsich-schwedische Pharmakonzern gab bekannt, dass Saphnelo in den USA zur einmal wöchentlichen Selbstverabreichung als Autoinjektor (Saphnelo Pen) für die Behandlung von erwachsenen Patienten mit systemischem Lupus erythematodes zusätzlich zur Standardtherapie zugelassen wurde. Die Zulassung basiert auf den Ergebnissen der Phase-III-Studie TULIP- SC. Die subkutane Verabreichung von Saphnelo ist in der EU und Japan zugelassen und befindet sich in mehreren anderen Ländern im Zulassungsverfahren. AstraZeneca erwarb 2004 die weltweiten Rechte an Saphnelo durch einen exklusiven Lizenz- und Kooperationsvertrag mit Medarex. Die Option für Medarex zur gemeinsamen Vermarktung des Produkts erlosch mit der Übernahme durch Bristol-Myers Squibb im Jahr 2009. Gemäss der 2025 aktualisierten Vereinbarung zahlt AstraZeneca an Bristol-Myers Squibb eine Lizenzgebühr im mittleren zweistelligen Prozentbereich für Umsätze in den USA.
BASF: erhöht Preise für Kunststoffadditive erneut Wegen der erheblich gestiegenen Kosten für Rohstoffe sowie Energie und Logistik infolge des Iran-Konflikts hebt BASF die Preise für Kunststoff-Additive abermals an. Antioxidantien, Prozessstabilisatoren und Lichtstabilisatoren für Kunststoffanwendungen werden per sofort um bis zu 25 Prozent teurer, teilte der Chemiekonzern mit. Schon im März hatte BASF die Preise erhöht.
www.bekb.ch | Börsennews | 27. April 2026 2
Hannover Rück: rüstet sich für raueres Geschäftsumfeld Der weltweit drittgrösste Rückversicherer, der 2026 auf einen weiteren Rekordgewinn zusteuert, spürt einen intensiveren Preiswettbewerb. Das Unternehmen erwägt, 2026 erneut Verluste aus der Veräusserung von Zinstiteln im Kapitalanlagebestand zu realisieren und die Mittel aus den alten Papieren in höher rentierliche Anlagen zu investieren. Der Verlauf des Geschäftsjahres müsse abgewartet werden, er wolle das aber nicht ausschliessen, sagt Finanzvorstand Christian Hermelingmeier im Interview der Börsen- Zeitung. Der Schritt soll sich positiv auf künftige Kapitalanlageergebnisse auswirken. „Auch dadurch sichern wir über den Preiszyklus hinaus kontinuierliches Ergebniswachstum.“ Da sich die zugrunde liegende Profitabilität 2025 günstig entwickelt habe, hatte sich der mehrheitlich zum Talanx-Konzern gehörende Rückversicherer entschieden, stille Lasten von fast 600 Mill. Euro aus dem Portfolio festverzinslicher Wertpapiere zu heben. Die Erlöse daraus wurden zu besseren Konditionen wieder angelegt. „Wir erleben derzeit einen weicher werdenden Markt, wir befinden uns aber nicht in einem weichen Markt.“ Die Marge sei nicht mehr so hoch wie vor ein oder zwei Jahren. „Wir sind aber weiterhin noch sehr gut in der Lage, unsere Kapitalkosten zu verdienen.“ Hermelingmeier verweist auf starke Disziplin bei den Vertragsbedingungen. Es gebe wenig Veränderungen und Unterbietungswettbewerb.
Nordex: mit solidem Q1 - bestätigte Prognose Der in Hamburg ansässige Windkraftanlagenhersteller meldete für die drei Monate bis zum 31. März einen Nettogewinn von 53,6 Millionen Euro gegenüber 7,9 Millionen Euro im Vorjahr. Der Umsatz stieg um rund 11% auf 1,59 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,44 Milliarden Euro), während das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 64% auf 130,7 Millionen Euro (Vorjahr: 79,6 Millionen Euro) zulegte. Die EBITDA- Marge lag bei rund 8,2% (Vorjahr: 5,5%). Der Auftragseingang im Geschäftsbereich Projekte ging um 9,7% auf 1,71 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,89 Milliarden Euro) zurück, während der Auftragseingang im Segment Service um 74% auf 683,0 Millionen Euro (Vorjahr: 393,4 Millionen Euro) stieg. Nordex produzierte im ersten Quartal Turbinen mit einer Gesamtleistung von 1'494 Megawatt, ein Plus von 24% gegenüber 1'210 MW im Vorjahr, und installierte Turbinen mit einer Gesamtleistung von 1.155 MW, gegenüber 1'046 MW im Vorjahr. Das Unternehmen peilt für 2026 einen Umsatz zwischen 8,2 Milliarden und 9,0 Milliarden Euro sowie eine EBITDA-Marge von 8,0 bis 11,0% an, verglichen mit 7,55 Milliarden Euro bzw. 8,4% im Jahr 2025.
Ryanair: will zum Winter die Hälfte des Flugangebots am deutschen Hauptstadtflughafen BER reduzieren Der irische Billigflieger Ryanair will zum Winter die Hälfte des Flugangebots am Hauptstadtflughafen BER reduzieren, seine Basis schliessen und die sieben stationierten Flugzeuge abziehen. Er begründete die Entscheidung als direkte Folge der jüngsten Ankündigung des Berliner Flughafens, die Gebühren von 2027 bis 2029 erneut, um weitere zehn Prozent zu erhöhen. Die Flughafengesellschaft Berlin- Brandenburg (FBB) wies dies jedoch zurück und erklärte, beide Seiten verhandelten derzeit über die Entgelte. Thales: 750 Millionen australische Dollar Auftrag Der französische Luft- und Raumfahrtkonzern teilte am Montag mit, dass die australische Regierung die Investition für die Lieferung von 268 zusätzlichen Bushmaster Protected Mobility Vehicles zugesagt hat. Die Investition, die mehr als 290 Arbeitsplätze sichern wird, ermöglicht es Thales Australia und den australischen Streitkräften, gemeinsam eine neue Generation des Bushmaster mit erweiterten Fähigkeiten zu entwickeln, so das Unternehmen. Die Fahrzeuge werden im Thales-Werk in Bendigo, Australien, gefertigt.
Veolia: unterstützt Amazon Web Services bei der Reduzierung des Wasserverbrauchs in Rechenzentren Veolia Environnement wird Amazon Web Services bei der Reduzierung des Wasserverbrauchs in den Rechenzentren unterstützen, indem das französische Unternehmen die Wasserwiederverwendung in seinen Anlagen in Mississippi, USA, ausbaut. Veolia Environnement wird Abwasser in Kühlwasser für die Rechenzentren des Technologiekonzerns umwandeln. Die erste Anlage soll laut einer Pressemitteilung vom Montag im Jahr 2027 in Betrieb gehen.
www.bekb.ch | Börsennews | 27. April 2026 3
News Übersee
Domino’s Pizza: Gewinn im ersten Geschäftsquartal gesunken - Umsatz gestiegen - Aktienrückkauf Der Fastfoodkonzern aus Ann Arbor, Michigan (ca. meldete am Montag einen Gewinn von 4,13 US-Dollar je Aktie für das erste Geschäftsquartal, ein Rückgang gegenüber 4,33 US-Dollar im Vorjahr. Von FactSet befragte Analysten hatten 4,28 US-Dollar erwartet. Der Umsatz für das am 22. März beendete Quartal betrug 1,15 Milliarden US-Dollar, gegenüber 1,11 Milliarden US-Dollar im Vorjahr. Von FactSet befragte Analysten hatten 1,16 Milliarden US-Dollar erwartet. Das Unternehmen gab bekannt, dass der Vorstand kürzlich ein zusätzliches Programm zum Rückkauf eigener Aktien im Wert von bis zu 1 Milliarde US-Dollar genehmigt hat. Damit erhöht sich das Gesamtvolumen für zukünftige Aktienrückkäufe auf 1,29 Milliarden US- Dollar. Der Vorstand beschloss zudem eine Quartalsdividende von 1,99 US-Dollar je Aktie, zahlbar am 30. Juni an die am 15. Juni eingetragenen Aktionäre. Die Aktien gaben im vorbörslichen Handel um 3,9% nach.
Qualcomm: Aktie legte im vorbörslichen Handel um 14 Prozent zu Der Chiphersteller profitierte von einem Bericht, demzufolge er gemeinsam mit dem ChatGPT- Entwickler OpenAI an einem Smartphone arbeitet. Laut Ming-Chi Kuo, Analyst bei TF International Securities und Experte für Technologie-Lieferketten, kooperiert OpenAI mit Qualcomm und weiteren Unternehmen bei der Entwicklung von Prozessoren für ein Smartphone. Die Massenproduktion soll voraussichtlich 2028 anlaufen. OpenAI und Qualcomm reagierten am frühen Montag zunächst nicht auf Anfragen von Barron’s. Im vergangenen Jahr hatte OpenAI die Übernahme des von Jony Ive, dem ehemaligen Designchef von Apple, gegründeten Start-ups für 6,4 Milliarden US-Dollar angekündigt. Bisher wurden jedoch keine Hardwareprodukte vorgestellt.
Verizon: Gewinn in Q1 über und Umsatz leicht unter den Erwartungen Der Telekommunikationskonzern mit Hauptsitz in New York City (ca. 90'000 MA) meldete am Montag einen bereinigten Gewinn von 1,28 US-Dollar je Aktie (verwässert) für das erste Quartal, gegenüber 1,19 US- Dollar im Vorjahr. Von FactSet befragte Analysten hatten mit 1,21 US-Dollar gerechnet. Der operative Umsatz für das am 31. März beendete Quartal betrug 34,44 Milliarden US-Dollar, gegenüber 33,49 Milliarden US- Dollar im Vorjahr. Von FactSet befragte Analysten hatten mit 34,82 Milliarden US-Dollar gerechnet. Für 2026 erwartet das Unternehmen nun einen bereinigten Gewinn je Aktie (EPS) zwischen 4,95 und 4,99 US- Dollar, gegenüber der vorherigen Prognose. Von FactSet befragte Analysten hatten mit 4,90 US-Dollar gerechnet. Die Verizon-Aktie legte im vorbörslichen Handel um 3,8% zu.
www.bekb.ch | Börsennews | 27. April 2026 4
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