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title: "Breite Berner Allianz sagt NEIN zur Chaos-Initiative im Kanton Bern; NEIN am 14. Juni"
sdDatePublished: "2026-04-27T14:05:00Z"
source: "https://www.bern-cci.ch/files/kantonalverband/medienmitteilungen/communiques-deutsch/2026-04-27_-Medienmitteilung_Breite-Berner-Allianz-sagt-NEIN-zur-Chaos-Initiative.pdf"
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  - "Switzerland"
  - "Bern-Mittelland"
  - "Bern"
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Breite Berner Allianz sagt NEIN zur Chaos-Initiative im Kanton Bern; NEIN am 14. Juni

Medienmitteilung 27. April 2026
Breite Berner Allianz sagt NEIN zur Chaos-Initiative
Eine breite Allianz mit Politikerinnen und Politikern auf kommunaler, kantonaler und
nationaler Ebene aus den Parteien FDP, Mitte, GLP, EVP, Grüne und SP stellt sich
geschlossen gegen die schädliche Chaos-Initiative der SVP. Dazu kommen die Verbände
und Vereinigungen: die Berner Arbeitgeber, der Handels- und Industrieverein des Kantons
Bern, die Tourismusallianz Kanton Bern, der Berner Baumeisterverband und die Spitex
Kanton Bern.
Denn auch im Kanton Bern wären die Folgen einer Annahme gravierend: ein verschärfter
Verteilkampf um dringend benötigte Fachkräfte, Unklare Beziehungen zu Europa
Abwanderung von Unternehmen, sinkende Steuereinnahmen, Gefährdung der
Sozialwerke sowie Wegfall der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit bei der
Kriminalitätsbekämpfung und im Asylwesen.
Arbeitskräftemangel für die Berner Wirtschaft
Daniel Arn, Präsident HIV Kanton Bern betont: «Die Chaos-Initiative gefährdet den
Wirtschaftsstandort Kanton Bern. Fehlende Arbeitskräfte, unsichere Beziehungen zur EU
und steigende Kosten bedrohen unsere Betriebe direkt und damit unseren Wohlstand als
Ganzes.» Denn eine arbeitsmarktorientierte Zuwanderung wäre nicht mehr möglich – mit
gravierenden Auswirkungen gerade auch auf den Kanton Bern, der in vielen Bereichen auf
Fachkräfte angewiesen ist. Besonders betroffen wäre der Tourismus. Nathalie
Hauenstein, Managing Director Hauenstein Hotels am Thunersee und Mitglied der
Tourismusallianz Kanton Bern: «Über 30 % der Arbeitskräfte in der Gastronomie und der
Hotellerie stammen aus dem EU/EFTA-Raum. Wir nutzen das inländische Potenzial, sind
aber gleichzeitig auf qualiﬁzierte Mitarbeitende aus dem Ausland angewiesen. Ohne sie
wird es für viele Betriebe schwierig, ihr Angebot und ihre Qualität aufrechtzuerhalten.»
Wartezeiten im Pﬂegebereich und auf der Baustelle
Für Ursula Zybach, Präsidentin SPITEX Verband Kanton Bern und Nationalrätin, ist weiter
klar: «Die Chaos-Initiative schwächt die Gesundheitsversorgung massiv. Kranke oder
verunfallte
Menschen
sind
auf
gute
Pﬂege
angewiesen.
Der
verschärfte
Fachkräftemangel führt dazu, dass diese schlechter oder gar nicht mehr gepﬂegt werden.
Das darf nicht sein!» Neben Spitälern und Pﬂegeeinrichtungen wären aber auch andere
Branchen betroffen. So etwa auch das Baugewerbe. Der Geschäftsführer der Berner
Baumeister, Peter Sommer sagt dazu: «Die 10-Millionen Initiative gefährdet den guten und
zuverlässigen Service der Baumeister. Aus diesem Grund ist die Initiative abzulehnen.»

Mehr Asylanträge und weniger Sicherheit
Was
in
der
Debatte
oft
vergessen
geht:
Mit
der
Kündigung
des
Personenfreizügigkeitsabkommens würden auch die Schengen-Dublin-Abkommen
in Frage gestellt. Der Burgdorfer Gemeinderat Elias Maier warnt: «Die Initiative führt zu
einer erheblichen Mehrbelastung für den Kanton und die Gemeinden: Personen, deren
Asylgesuch in der EU abgelehnt wurde, könnten bei uns erneut einen Antrag stellen. Dies
belastet die Verwaltungen und gefährdet unser Sozialsystem.» Ein durch den Wegfall von
Dublin überlastetes Asylsystem bindet nicht nur administrative Ressourcen, sondern
belastet auch die Polizeiarbeit auf kantonaler und kommunaler Ebene. Einsatzkräfte
fehlen in der Folge bei der allgemeinen Kriminalitätsprävention und der Aufrechterhaltung
der öffentlichen Sicherheit im Alltag.
Ein klares NEIN am 14. Juni
Aus all diesen Gründen setzt sich das Berner Komitee entschieden für ein deutliches
NEIN am 14. Juni ein.
NEIN zur Chaos-Initiative – Stimmen aus dem Komitee
Katharina Meyer, Gemeinderätin Ittigen, Grüne: «Die Chaos-Initiative verschärft den
Pflegenotstand, obwohl wir schon heute tausende Fachkräfte zu wenig haben. Wer
unsere Gesundheitsversorgung sichern will, darf sie nicht mit ideologischen
Experimenten gefährden.»
Oriana Pardini, Grossrätin SP: «Ohne Zuwanderung gäbe es weder eine stabile AHV noch
Wohlstand in der Schweiz. Deshalb: Nein zur Chaos-Initiative!»
Monika Stampfli, Grossrätin GLP: «Nein zur Chaos-Initiative. Weil nachhaltige und
verantwortungsvolle Lösungen anders aussehen.»
Peter Gerber, Grossrat und Fraktionspräsident Die Mitte sowie Geschäftsführer
Frienisberg – üses Dorf: «Die Chaos-Initiative ignoriert den steigenden Bedarf an
Gesundheitsleistungen. Das ist nicht zielführend.»
Christoph Zimmerli, Grossrat FDP und Geschäftsführer DIE BERNER ARBEITGEBER: «Die
Chaos-Initiative gefährdet bewährte Beziehungen zu Europa. Das kostet uns Wohlstand.»