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title: "Nitratinformationsdienst NID beendet Saison 2026 in Baden-Württemberg; Nur noch Nitratgehalt späterer Proben berichtet"
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Nitratinformationsdienst NID beendet Saison 2026 in Baden-Württemberg; Nur noch Nitratgehalt späterer Proben berichtet

Nitratinformationsdienst:
NID-Artikel vom 27.04.2026
zur Veröffentlichung in den Landwirtschaftlichen Wochenblättern Ausgabe KW 18
Letzter NID-Artikel für die Saison 2026
Nitratinformationsdienst (Teil 10 und Abschluss 2026)
Die Anzahl der beprobten Standorte ist in den vergangenen Wochen stark gesunken, daher wird mit
diesem NID-Artikel die Saison 2026 beendet.
Diese Woche werden bei den Ackerbaukulturen nur noch Kartoffel und Mais berichtet. Auf den mit
Kartoffeln bestellten Flächen fanden sich in einer Tiefe von 0-60 cm 39 kg N je ha. Der Wert liegt
damit fast unverändert im Vergleich zur Vorwoche. Auf Flächen, die für den Anbau von Körner- bzw.
Silomais (erneut starke regionale Unterschiede, siehe Tabellenwerte!) vorgesehen sind, fanden sich
49 kg N/ha bzw. 54 kg N/ha jeweils in einer Bodentiefe bis 90 cm. Auch hier haben sich die Werte im
Vergleich zur letzten Auswertung kaum verändert.
Diese Woche bestehen bei den Reb- und Silomaisflächen zwischen den einzelnen NID-Regionen
deutliche Unterschiede in der Höhe und der Verteilung der Nitratgehalte (s. Tabelle 1).

Für folgende Kulturen endet in den nächsten Wochen der Beprobungszeitraum:
•
Frühkartoffeln und Durchwachsene Silphie 15.05.
•
Zuckerrüben 31.05.
•
Kartoffeln und Sonnenblumen 15.06.
•
Mais und Reben 30.06.
•
Junganlagen von Reben und Spargel 31.07.
Für später gezogene Proben wird von den Laboren nur noch der Nitratgehalt mitgeteilt.

Hinweise zur Beprobung in Wasserschutzgebieten
In Wasserschutzgebieten der Nitratklasse II oder III (Problem- oder Sanierungsgebiete) ist nach
baden-württembergischer SchALVO (Schutzgebiets- und Ausgleichsverordnung) bei bestimmten
Kulturen die Bemessung der Stickstoffdüngung nach der Nmin-Messmethode erforderlich.
Zur Maisdüngung ist die „späte Nmin-Messmethode“ vorgeschrieben, d.h. die Nmin-Beprobung darf
frühestens im 4-Blatt Stadium erfolgen. Der ermittelte N-Düngebedarf kann ab dem 6-Blattstadium
ausgebracht werden (die SchALVO-Beschränkungen zu Einmalgaben gelten dabei nicht); der hierbei
ermittelte N-Düngebedarf darf unter Berücksichtigung der Startgabe den zur Startdüngung

Nitratinformationsdienst

NID-Artikel vom 27.04.2026

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ermittelten ersten N-Düngebedarf (ggf. im Nitratgebiet minus 20 %) nicht überschreiten.
Die Startdüngung (bei vorher ermitteltem N-Düngebedarf, i.d.R. mit Referenzwert) darf bei
mineralischer Düngung nur als Reihen- oder Unterfußdüngung erfolgen; dabei sind höchstens 40 kg
anrechenbarer Stickstoff je ha zulässig (dies entspricht gem. DüV einer Ausnutzung von 100 %),
außerdem sind langsam wirkende Dünger zu verwenden. Werden für die Startdüngung anstatt
Mineraldüngern ganz oder teilweise organische Dünger eingesetzt sind ebenfalls höchstens 40 kg
anrechenbarer Stickstoff je ha zulässig; werden Gülle mit Nitrifikationshemmstoff oder feste
separierte Gärrückstände eingesetzt dürfen höchstens 60 kg anrechenbarer Stickstoff je ha
aufgebracht werden (dies entspricht der Ausnutzung gem. DüV, Anlage 3, mindestens jedoch des
Ammoniumgehaltes). Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Wasserschutzberatung der
zuständigen unteren Landwirtschaftsbehörde.

Tabelle 1: Nitratgehalte in 0 - 90 cm Bodentiefe Anfang bis Ende April 2026

Kulturen
NID-Region
kg N/ha
Körnermais
Mittel Baden-Württemberg
49 (20- 16- 13)
Rheinebene
47 (20- 15- 12)
Unterland/Gäulandschaften
50 (19- 18- 13)
Silomais
Mittel Baden-Württemberg
54 (24- 17- 13)
Bessere Alb, Donau/Iller, Hohenlohe
70 (29- 24- 17)
Oberland/Bodensee
34 (16- 10- 8)
Unterland/Gäulandschaften
64 (28- 20- 16)
Kartoffeln (0-60 cm) Mittel Baden-Württemberg
39 (21- 18)
Reben (0-60 cm)
Mittel Baden-Württemberg
14 (7- 7)
Rheinebene
17 (9- 8)
Unterland/Gäulandschaften
8 (4- 4)
Stand 27.04.2026 Zeitraum: KW 15 - 17

Impressum
Herausgeber: Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg (LTZ), Außenstelle Rheinstetten-Forchheim
Kutschenweg 20, 76287 Rheinstetten
Telefon 0721/9518-30, Fax: 0721/9518-202, E-Mail: poststelle-fo@ltz.bwl.de, www.ltz-augustenberg.de
Bearbeitung und Redaktion:
Anja Heckelmann (Referat 11: Pflanzenbau)