Stadt Köln beteiligt sich am Projekt Cyberdome in Deutschland; einzige Kommune, die teilnehmen darf
Mitteilung
Dezernat, Dienststelle IX/12
Vorlagen-Nummer 27.04.2026
1125/2026 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss für Wirtschaft und Digitalisierung 30.04.2026
Teilnahme der Stadt Köln am Projekt „Cyberdome„ des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik und der DCSO Deutsche Cyber-Sicherheitsorganisation GmbH Die Stadt Köln beteiligt sich am Projekt „Cyberdome“, einer gemeinsamen Initiative des Bun- desamt für Sicherheit in der Informationstechnik und der DCSO Deutsche Cyber-Sicherheits- organisation GmbH. Ziel des Projekts ist es, die Cyber-Sicherheitslage in Deutschland durch einen strukturierten Austausch von Informationen über aktuelle Bedrohungen, Angriffsmuster und Schwachstellen nachhaltig zu verbessern. Den teilnehmenden Organisationen werden hierzu aktuelle Lageinformationen, Frühwarnmeldungen sowie vertiefte Analysen zur Verfü- gung gestellt, die eine frühzeitige Erkennung und Abwehr von Cyberangriffen ermöglichen. Er- gänzend kommen technische Komponenten zum Einsatz, die sicherheitsrelevante Ereignisse automatisiert erkennen und auswerten, sodass potenzielle Angriffe frühzeitig identifiziert und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können.
Hervorzuheben ist, dass die Stadt Köln derzeit die einzige Kommune ist, die an dem Projekt „Cyberdome“ teilnehmen kann. Die Initiative zur Beteiligung ging dabei sowohl vom Bundes- amt für Sicherheit in der Informationstechnik als auch von GovDigital aus, die die Stadt Köln gezielt zur Mitwirkung eingeladen haben. Diese Auswahl steht im Zusammenhang mit der be- reits etablierten organisatorischen und fachlichen Aufstellung der Stadt im Bereich der Infor- mationssicherheit. Aus Sicht der beteiligten Partner verfügt die Stadt Köln über geeignete Strukturen und Erfahrungen, um einen aktiven Beitrag im Projekt zu leisten und gleichzeitig von den bereitgestellten Leistungen zu profitieren. Die Teilnahme kann somit auch als Bestäti- gung der bisherigen Weiterentwicklung der Informationssicherheit bei der Stadt Köln verstan- den werden.
Für die Stadt Köln ergeben sich aus der Teilnahme wesentliche Vorteile. Durch den direkten Zugang zu hochwertigen und aktuellen Informationen über Bedrohungslagen wird die Reakti- onsfähigkeit der städtischen IT deutlich gestärkt. Sicherheitsrelevante Ereignisse können früh- zeitig erkannt, bewertet und geeignete Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Darüber hinaus erhält die Verwaltung Zugang zu fundiertem Expertenwissen sowie zu Best-Practice-Ansätzen im Bereich der Informationssicherheit. Dies unterstützt den kontinuierlichen Ausbau der beste- henden Sicherheitsstrukturen und trägt zur weiteren Professionalisierung der IT-Sicherheitsor- ganisation bei.
Ein besonderer Mehrwert ergibt sich aus der Einbindung in ein Netzwerk ausgewählter Teil- nehmer aus Wirtschaft und Bundesverwaltung. Der Austausch von Erfahrungen und Erkennt- nissen ermöglicht es, aus konkreten Vorfällen anderer Organisationen zu lernen und die eige- nen Schutzmaßnahmen gezielt weiterzuentwickeln. Dadurch wird die Resilienz der städti- schen IT-Infrastruktur nachhaltig erhöht. Dies ist insbesondere im Hinblick auf die Sicherstel- lung der Handlungsfähigkeit der Stadt Köln von großer Bedeutung.
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Die Teilnahme am Projekt ist für die Stadt Köln kostenfrei. Gleichzeitig ermöglicht sie den Zu- gang zu Leistungen und Informationen, die üblicherweise nur mit erheblichem finanziellem Aufwand verfügbar wären. Insgesamt stellt die Beteiligung an „Cyberdome“ daher eine wirt- schaftlich sinnvolle und strategisch bedeutsame Maßnahme zur weiteren Stärkung der Cyber- Resilienz der Stadt Köln dar.
Gez. Molitor