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title: "Stadt Köln – Masterplan Stadtgrün Porz; Zweistufige Beteiligung Bürgerwerkstatt 27. September 2025"
sdDatePublished: "2026-04-27T14:24:00Z"
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  - name: "environmental policy"
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  - "Köln"
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Stadt Köln – Masterplan Stadtgrün Porz; Zweistufige Beteiligung Bürgerwerkstatt 27. September 2025

Masterplan Stadtgrün Stadtbezirk Porz

Masterplan Stadtgrün
Stadtbezirk Porz
Begleitung und fachliche Auswertung der
Öffentlichkeitsbeteiligung im Stadtbezirk Porz

Kontakt
Projektverantwortliche
Stadt Köln
Amt für Landschaftspflege und Grünflächen
Willy-Brandt-Platz, 50679 Köln
Jonas Hage
Amt für Landschaftspflege und Grünflächen – Grünplanung und Projektsteuerung
67-MasterplanStadtgruen@stadt-koeln.de
Stadt- und Regionalplanung
Dr. Jansen GmbH
Neumarkt 49, 50667 Köln
T: 0221 94072-0, F: 0221 94072-18
info@stadtplanung-dr-jansen.de
www.stadtplanung-dr-jansen.de
Geschäftsführende Gesellschafter*innen:
Dipl.-Geogr. Ursula Mölders
Stadt- und Regionalplanerin SRL

Dipl.-Ing. Dominik Geyer
Stadtplaner AK NW, Bauassessor
Stadt- und Regionalplaner SRL
Wir verwenden in dem nachfolgenden Text den Leitfaden für gendergerechte Sprache
der Stadt Köln. Sollten keine genderneutralen Formulierungen verwendet werden können, wird das Gender-
Sternchen verwendet. Falls aus Versehen eine geschlechtsspezifische Formulierung in diesem Dokument
verwendet sein sollte, bitten wir um Nachsicht. Selbstverständlich sind für uns alle Geschlechter, männlich,
weiblich und divers gleichzeitig, gleichgestellt und chancengleich angesprochen. Dieses Gutachten unterliegt
dem Urheberrecht. Vervielfältigungen, Weitergabe oder Veröffentlichung des Gutachtens in Teilen oder als
Ganzes sind nur nach vorheriger Genehmigung und unter Angabe der Quelle erlaubt, soweit mit den
Auftraggebenden nichts anderes vereinbart ist.
Amt für Landschaftspflege und Grünflächen
Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Gestaltung
Zentrale Dienste der Stadt Köln
Bildnachweis
Alle Fotografien, Pläne und Skizzen, die nicht gesondert gekennzeichnet sind:
© Stadt- und Regionalplanung Dr. Jansen GmbH
13-JH/116-26/67/04.2026

3
Inhalt
1. Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
1.1 Hintergrund: Der Masterplan Stadtgrün . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
1.2 Verortung des Stadtbezirks Porz. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
1.3 Der Grünraum in Porz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
2. Die Beteiligung: Ein zweistufiger Prozess . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
2.1 Auswertung der Online-Beteiligung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
2.2 Bürger*innenwerkstatt am 27. September 2025 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
2.3 Zwei Formate: Ein Datensatz. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
3. Auswertung auf Bezirksebene . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
3.1 Mehr Grün . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
3.2 Mehr Vielfalt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
3.3 Weniger Konflikte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
3.4 Punktuelle Maßnahmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
3.5 Schwerpunktthemen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19
3.5.1 Entsiegelung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19
3.5.2 Pflege vorhandener Grünflächen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
3.5.3 Straßenbegleitgrün . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21
4. Auswertung auf Stadt­teilebene: Fokusgebiete . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23
4.1 Poll . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
4.2 Westhoven und Ensen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28
4.3 Gremberghoven, Finkenberg und Eil . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31
4.4 Porz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34
4.5 Urbach, Elsdorf und Grengel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38
4.6 Wahn, Wahnheide und Lind. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40
4.7 Zündorf, Langel und Libur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42
5. Fazit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44
5.1 Zusammenfassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44
5.2 Reflexion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45

4
1. Einleitung
1.1 Hintergrund: Der Masterplan Stadtgrün
Die Stadt Köln verfügt über ein einzigartiges und gesamtstädtisches Grün- und
Freiflächennetz. Dieses ist auf den in den 1920er Jahren erstellten Generalbebauungsplan,
welcher unter dem damaligen Oberbürgermeister Konrad Adenauer und dem Städtebauer
Fritz Schumacher erstellt wurde, zurückzuführen.
Heute kommen diesen städtischen Grünflächen vielfältige Aufgaben zu: Sie dienen den
Kölner*innen als Orte der Naherholung im städtischen Umfeld, bieten die Möglichkeit sich
körperlich zu betätigen und geben außerdem die Möglichkeit zur sozialen Interaktion an
der frischen Luft. Doch nicht nur für Menschen sind die städtischen Grünflächen wichtig.
Die Grünflächen fördern oft die biologische Vielfalt und unterschiedlichste Tiere können in
ihnen einen geschützten Lebensraum inmitten der Stadt finden. Zusätzlich tragen Grün­
flächen zu einer Verbesserung des Klimas bei. Bäume spenden Schatten an sonnigen Tagen
und Vegetation reduziert durch Kühlungseffekte die Hitzeentwicklung. Je nach Größe der
Grünfläche kann diese auch als Kaltluftschneise dienen und somit kühle Luft vom Stadtrand
in die Stadt tragen. Bei Starkregenereignissen dienen Wiesen als Retentionsflächen.
Zusammenfassend tragen Grünflächen zur Klimaregulierung bei, verbessern die Lebens­
qualität und fördern die biologische Vielfalt. Eine nachhaltige Weiterentwicklung und
Planung dieser Grünflächen sind also so wichtig wie nie zuvor.
Um die vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen in Bezug auf Grünflächen zu adres­
sieren, hat der Rat der Stadt Köln bereits im Jahr 2021 den Beschluss zur Erstellung eines
Masterplans Stadtgrün gefasst.
Der Masterplan Stadtgrün verfolgt das übergeordnete Ziel, die Kölner Grün- und Freiflächen
dauerhaft zu sichern, weiterzuentwickeln und gerecht über das gesamte Stadtgebiet zu
verteilen. Er dient als strategische Grundlage für eine zukunftsorientierte und nachhaltige
Grünflächenentwicklung in Köln. Dabei werden mehrere zentrale Zielsetzungen verfolgt:
	– die Entwicklung einer gesamtstädtischen Perspektive für das Kölner Stadtgrün,
	– die Berücksichtigung aktueller Herausforderungen wie insbesondere der Klimaanpassung,
	– die Förderung von Grünraumgerechtigkeit durch eine ausgewogene Versorgung mit
Freiräumen und die Entwicklung an den richtigen Stellen im Grünsystem der Stadt,
	– die Formulierung von Kenn- und Orientierungswerten für die zukünftige Freiraum­
entwicklung sowie
	– die Definition von räumlichen Entwicklungsschwerpunkten für eine gezielte Umsetzung.

5
Damit bildet der Masterplan Stadtgrün das zentrale Instrument, um den Erhalt, die Qualität und
die Verteilung von Grünflächen langfristig zu sichern und an die Anforderungen des Klimawan­
dels, des Bevölkerungswachstums und sich verändernde Nutzungsbedürfnisse anzupassen.
In der ersten Phase der Erarbeitung des Masterplans wurde eine Bestandsanalyse der
gesamtstädtischen grünen Infrastruktur durchgeführt.
In der zweiten Phase – dem „Programm Stadtgrün“ – wird es nun noch konkreter: Auf der
Ebene der neun Stadtbezirke werden die Kölner Bürger*innen nach ihren konkreten
Verbesserungsvorschlägen für die Versorgung, die Qualität und den Umgang mit den
Grünflächen in ihrem Bezirk gefragt. Gestartet wurde dieser partizipative Prozess im Jahr
2023 mit den Bezirken Ehrenfeld und Kalk. Weiter ging es 2024 mit den Stadtbezirken
Nippes und Mülheim. In der ersten Jahreshälfte 2025 folgte der Bezirk Chorweiler und nun,
in der zweiten Jahreshälfte der Bezirk Porz.
Die zweite Phase des Masterplan Stadtgrün endet 2027 mit der Öffentlichkeitsbeteiligung
der Innenstadt. Zuletzt erfolgt die Zusammenführung der Ergebnisse und die Konkretisie­
rung durch weitere Planungen. Bei diesem Bericht handelt es sich um die Auswertung des
Beteiligungsprozesses im Stadtbezirk Porz.
1.2 Verortung des Stadtbezirks Porz
Der Stadtbezirk Porz befindet sich rechtsrheinisch im Süden der Stadt Köln. Insgesamt
hat der Bezirk eine Größe von 78,80 Quadratkilometern und ist unterteilt in 16 Stadtteile.
Die Einwohnerzahl ist in den letzten Jahren gestiegen und betrug laut den Kölner Stadtteil­
informationen zur Bevölkerung im Jahr 2024 116.483 Einwohner*innen.
Bis 1975 noch als eigenständige Stadt bekannt, wurde Porz 1975 im Zuge der Gebiets­
reform nach Köln eingemeindet und ist seitdem ein Bezirk im Kölner Stadtgefüge. Gegrün­
det hatte sich Porz im Jahr 1929 als Zusammenschluss von 15 Gemeinden, welche Anfang
der 50er Jahre die Stadtrechte erhielten. Lediglich der Porzer Stadtteil Poll ist als ehemali­
ges Fischerdorf bereits seit 1888 Teil der Stadt Köln und wurde durch die Gebietsreform
zu einem Stadtteil des Bezirks Porz. Insgesamt besteht der Bezirk aus den Stadtteilen Eil,
Elsdorf, Ensen, Finkenberg, Gremberghoven, Grengel, Langel, Libur, Lind, Poll, Urbach,
Wahn, Wahnheide, Westhoven, Zündorf und dem gleichnamigen Stadtteil Porz.
Dieser ist mit 15.564 Einwohner ebenfalls der bevölkerungsreichste Stadtteil.
Der Bezirk ist sowohl industriell als auch sehr ländlich geprägt und verfügt über weitläufige
Wald- und Wiesenflächen. Bereits zu Zeiten der Industrialisierung siedelten sich Industrie­
unternehmen an. Dazu gehörte auch 1899 das Spiegelglaswerk Saint Gobain, damals
unter dem Namen „Germania“ mit der dazugehörigen und heute noch stadtbildprägenden
Germaniasiedlung. Heute ist der Flughafen Köln/Bonn einer der wichtigsten und wohl auch
bekanntesten Wirtschaftsfaktoren im Stadtbezirk. Auch Großeinrichtungen wie das
Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt haben ihren Sitz in Porz.

6
1.3 Der Grünraum in Porz
Im Vergleich zu anderen Stadtbezirken ist Porz ein relativ grüner Bezirk. Bereiche der
grünen Infrastruktur sind unter anderem großräumigen landwirtschaftlichen Flächen im
Süden des Bezirks. Da Porz direkt am Rhein liegt, bestehen entlang des Flusses viele Grün­
flächen, die auch zur Naherholung dienen. Sehr bekannt im Kölner Stadtgebiet sind hierbei
die Poller Wiesen. Ein weiteres zentrales Element der Grünstruktur in Porz ist die Wahner
Heide, ein Waldgebiet im Osten des Bezirks sowie der Grünzug Zündorf, der eine wichtige
ungestaltete Grünvernetzung darstellt. Insgesamt sind noch zahlreiche Parks und
Sportanlagen Teil des bereits bestehenden Grünraums.
Abbildung 1: Der Grünraum im Bezirk Porz

7
2. Die Beteiligung:
Ein zweistufiger Prozess
Die Öffentlichkeitsbeteiligung im Stadtbezirk Porz war zweistufig aufgebaut: Zuerst erfolgte
eine Online-Beteiligung auf dem Meinungsportal ‚Meinung für Köln‘, anschließend eine
Bürger*innenwerkstatt vor Ort. Dieses kombinierte Format sollte sicherstellen, dass
möglichst viele Einwohnerinnen – unabhängig von Zeit, Ort oder Zugangsmöglichkeiten –
ihre Ideen und Anliegen einbringen konnten.
2.1 Auswertung der Online-Beteiligung
Im Zeitraum vom 30. Juni bis zum 14. Juli 2025 fand die erste Phase der Beteiligung in
Porz für den Masterplan Grün statt. Die Teilnehmenden konnten frei Anmerkungen und
Vorschläge auf einer Karte des Bezirks verorten. Dazu konnten sie aus insgesamt vier Kate­
gorien auswählen: Mehr Grün, Mehr Vielfalt, Weniger Konflikte und Punktuelle Maßnahmen.
Die Kategorie „Mehr Grün“ gab den Bürger*innen die Möglichkeit, Ideen zu neuen Grün­
flächen und Gestaltungsmaßnahmen abzugeben. Die Kategorie „Mehr Vielfalt“ bezog sich
auf die Verbesserung bestehender Grünflächen im Hinblick auf die Multicodierung dieser
Grünflächen, also zum Beispiel der Artenvielfalt oder der vorhandenen oder fehlenden
Angebote. In der Kategorie „Weniger Konflikte“ konnten die Bürger*innen Konfliktstellen
bei bestehenden Grünräumen angeben, welche Einschränkungen in Mobilität, Sicherheit,
Nutzungsinteressen, Lärm oder mangelnde Pflege betreffen. Unter „Punktuelle Maßnah­
men“ wurden kleine Maßnahmen gesammelt, die zu einer schnellen Aufwertung beitragen
können.
Insgesamt wurden 386 Beiträge und Kommentare im Zeitraum der Online-Beteiligung
abgegeben. Dabei haben die Kategorien „Punktuelle Maßnahmen“ mit 49 Beiträgen und
Kommentaren und die Kategorie „Weniger Konflikte“ mit 56 Beiträgen und Kommentaren
die wenigsten Einträge. Die Kategorie „Mehr Vielfalt“ zählt 92 Beiträge und Kommentare.
Mit Abstand am häufigsten genannt wurden Maßnahmen, welche der Kategorie „Mehr Grün“
zuzuordnen sind. Dort gab es insgesamt 187 Beiträge und Kommentaren der Beteiligten.
Besonders oft wurden sich Entsiegelungsmaßnahmen und eine grüne Gestaltung der jewei­
ligen Stadtteilzentren und Marktplätze gewünscht. Zudem sind straßenraumbegleitendes
Grün und die Vorbeugung von Hitze durch schattenspendende Bäume ein Thema. Auch
eine bessere Nutzbarkeit und Zugänglichkeit von Grünflächen wurden vielfach genannt.
Bei der Beteiligung sind einige räumliche Schwerpunkte zu erkennen. Diese beziehen sich
in erster Linie auf die jeweiligen zentralen Stellen der einzelnen Stadtteile. Dabei stechen vor

8
allem die Stadtteile Grengel, Ensen und Westhoven hervor. Auch die Stadtteilmitte in Porz
und der Bereich rund um den Marktplatz im Stadtteil Poll fallen hierbei auf. Insgesamt sind
die meisten Einträge im Stadtteil Poll zu verzeichnen. Dort besteht besonders im Bereich
des Marktplatzes ein Wunsch nach Veränderungen. Die Kategorien „Mehr Vielfalt“ und
„Mehr Grün“ sind hier besonders häufig vertreten. Auch im Stadtteil Porz gibt es eine Viel­
zahl an Einträgen, die sich primär auf die Kategorien „Mehr Grün“ und „Weniger Konflikte“
beziehen. Hier wünschen sich die Beteiligten hauptsächlich mehr Grünflächen und eine
entsprechende Bepflanzung der versiegelten Stadträume. Auch eine Müll- und Verkehrs­
problematik wird als Konfliktpunkt thematisiert.
Wenige Anmerkungen gibt es hingegen in reinen Wohngebieten. Vor allem in Siedlungen, in
denen sich viele Einfamilienhäuser befinden, gibt es wenige Einträge im Zusammenhang mit
der Online-Beteiligung. Auch in den meisten Gewerbe- und Industriegebieten gibt es eher
weniger Verbesserungsvorschläge. Lediglich im Stadtteil Poll finden sich mehrere Einträge
im Zusammenhang mit Industrie- und Gewerbegebieten und dort vermehrt entlang der
Poll-Vingster-Straße.
2.2 Bürger*innenwerkstatt am 27. September 2025
Die Bürger*innenwerkstatt als ergänzendes analoges Beteiligungsformat fand im Foyer
des Sitzungssaals im Bezirksrathaus Porz am Samstag, den 27. September 2025 von
11 bis 15 Uhr, statt. Durch einen Vortrag des Amts für Landschaftspflege und Grünflächen
wurde den Anwesenden zu Beginn der Veranstaltung zunächst der Hintergrund und die
Erarbeitung des Masterplans erläutert. Im Anschluss erfolgte die Beteiligungsphase an
einem Modell des Stadtbezirks. Hierfür wurde ein Luftbild des Bezirks auf drei Arbeitsinseln
aufgeteilt (Norden, Mitte und Süden). Auf dem Luftbild waren bereits die Ergebnisse aus
der Online-Beteiligung in den vier Kategorien aufgedruckt sowie einzelne Fähnchen mit
Online-Schwerpunkten vermerkt. Um Anmerkungen auf dem Modell anzubringen, konnten
die Besucher*innen vorbereitete Fähnchen in den vier Kategorien auf der Karte am exakten
Ort einstecken. Im Zuge der Beteiligung kamen zahlreiche Gespräche zur Entwicklung der
Grünflächen in Porz zustande.
Die Schwerpunkte aus der Online-Beteiligung wurden auch in der Bürger*innenwerkstatt
bestätigt: Eine Konzentration der Anmerkungen gab es erneut im Stadtteil Poll sowie in der
Porzer Mitte. Die Themen Entsiegelung, weitere Begrünung sowie Klimawandelanpassung
spielten dabei eine große Rolle. An der Beteiligung nahmen über den gesamten Zeitraum
ca. 50 Personen teil. Auf dem Modell wurden dabei insgesamt 173 Beiträge und Reaktionen
angebracht, unterteilt in die Kategorien „Mehr Grün“ (95 Beiträge), „Mehr Vielfalt“ (15 Beiträge),
„Weniger Konflikte“ (39 Beiträge) und „Punktuelle Maßnahmen“ (24 Beiträge).
Zusätzlich konnten die Besucher*innen mit roten oder grünen Klebepunkten zustimmend
oder ablehnend auf bereits vorhandene Beiträge reagieren. Diese Reaktionen sind ebenfalls
in der Anzahl der Beiträge mitgezählt. An einer offenen Stellwand wurden darüber hinaus freie
Anmerkungen gesammelt, die nicht an einem konkreten Ort lokalisiert werden konnten.

9
2.3 Zwei Formate: Ein Datensatz
Alle Anregungen aus der Bürger*innenwerkstatt wurden im Nachhinein digitalisiert und mit
den Daten aus der Online-Beteiligung in einen Datensatz zusammengeführt. Diese Daten
stehen der Stadt Köln nun langfristig sowohl tabellarisch als auch in Kartendarstellung mit
konkreter, georeferenzierter Verortung zur Verfügung. Für die vier Oberkategorien wurden
bereits in der Bearbeitung vorheriger Bezirke mehrere Unterkategorien definiert.
Alle Beiträge aus digitaler und analoger Beteiligung wurden in der Auswertung diesen
Unterkategorien zugeordnet.

10
3. Auswertung auf
Bezirksebene
Insgesamt wurden gemeinsam mit der
Online-Beteiligung und der Bürger*innen­
werkstatt 559 Beiträge, Kommentare
und Reaktionen für den Bezirk Porz
gesammelt. In der weiteren quantitativen
Analyse der Kategorien wurden nur die
tatsächlichen Einträge auf der Karte (digital
und analog) und nicht die Kommentare
beziehungsweise Reaktionen mit Klebe­
punkten gezählt. Dies liegt daran, dass die
Kommentare der Online-Beteiligung in der
Auswertung nicht mit den Klebepunkten
gleichgesetzt werden kann. Zudem weisen
einige Kommentare und Klebepunkte auch
eine ablehnende Haltung gegenüber dem
Beitrag auf und sollten somit nicht
quantitativ der Kategorie zugeordnet
werden. In der inhaltlichen Auswertung
werden die Kommentare und Zustimmung
aber selbstverständlich berücksichtigt.
Schon auf den ersten Blick werden
anhand der Verteilung und Verortung der
Kategorien thematische und räumliche
Schwerpunkte deutlich.
Für die Analyse der Beiträge der Bürger*in­
nen wird zunächst ein zusammenfassen­
der Überblick über alle Kategorien und
Unterkategorien und damit den Heraus­
forderungen auf Bezirksebene dargestellt.
Im Zuge der Auswertung wurden die drei
Schwerpunktthemen „Entsiegelung“,
„Pflege vorhandener Grünflächen“ sowie
„Straßenbegleitgrün“ herausgearbeitet. Im
letzten Schritt der Analyse werden konkret
für jeden Porzer Stadtteil die Beteiligungs­
ergebnisse dargestellt.
Poll
Westhoven
Langel
Poll
Gr
L
Westhoven
Ensen
Porz
Zündorf
Langel
Mehr Grün: 78
Mehr Grün: 11
Mehr Grün: 8
Mehr G
Mehr Grün: 7
Mehr Grün: 3
Mehr Vielfalt: 23
Mehr Vielfalt: 6
Mehr Vielfalt: 5
Mehr V
Mehr Vielfalt: 3
Mehr Vielfalt: 0
Punktuelle Maßnahmen: 21
Punktuelle Maßnahmen: 2
Punktuelle Maßnahmen: 4
Punktu
Punktuelle Maßnahmen: 5
Punktuelle Maßnahmen: 1
Weniger Konﬂikte: 34
Weniger Konﬂikte: 3
Weniger Konﬂikte: 2
Wenige
Weniger Konﬂikte: 7
Weniger Konﬂikte: 1
Abbildung 2: Übersicht der Kategorien für den Gesamtbezirk

11
Gremberghoven
Ensen
Finkenberg
Eil
Porz
Urbach
Wahnheide
Elsdorf
Wahn
Lind
Libur
Zündorf
Grengel
remberghoven
Eil
Wahnheide
Lind
Wahn
Urbach
Grengel
Libur
Elsdorf
Finkenberg
Mehr Grün: 6
Mehr Grün: 7
Mehr Grün: 6
Mehr Grün: 1
Mehr Grün: 4
Mehr Grün: 6
Mehr Grün: 5
Mehr Grün: 1
Mehr Grün: 1
Mehr Grün: 8
Grün: 34
Mehr Vielfalt: 4
Mehr Vielfalt: 3
Mehr Vielfalt: 0
Mehr Vielfalt: 0
Mehr Vielfalt: 3
Mehr Vielfalt: 4
Mehr Vielfalt: 4
Mehr Vielfalt: 1
Mehr Vielfalt: 3
Mehr Vielfalt: 1
Vielfalt: 11
Punktuelle Maßnahmen: 2
Punktuelle Maßnahmen: 3
Punktuelle Maßnahmen: 0
Punktuelle Maßnahmen: 0
Punktuelle Maßnahmen: 1
Punktuelle Maßnahmen: 0
Punktuelle Maßnahmen: 5
Punktuelle Maßnahmen: 0
Punktuelle Maßnahmen: 1
Punktuelle Maßnahmen: 0
uelle Maßnahmen: 8
Weniger Konﬂikte: 1
Weniger Konﬂikte: 2
Weniger Konﬂikte: 1
Weniger Konﬂikte: 2
Weniger Konﬂikte: 1
Weniger Konﬂikte: 3
Weniger Konﬂikte: 4
Weniger Konﬂikte: 2
Weniger Konﬂikte: 2
Weniger Konﬂikte: 1
er Konﬂikte: 11

12
3.1 Mehr Grün
Abbildung 3: Die Beiträge in der Kategorie „Mehr Grün“
Mit 186 Beiträgen war die Kategorie „Mehr Grün“ das am stärksten diskutierte Themenfeld.
Die meisten Rückmeldungen betrafen die Begrünung von Straßen (65 Nennungen), aber
den Wunsch nach mehr Begrünung auf öffentlichen Flächen (37 Nennungen), mehr Grün in
bestehenden Parks (27 Nennungen). Mehr Grün auf privaten Grünflächen (18 Nennungen)
betrifft vor allem eine Dachbegrünung oder das Entsiegeln von Parkplatzflächen. Hinzu
kamen zahlreiche Stimmen im Bereich Klimaanpassung (39 Nennungen).
Die Bürgerinnen und Bürger machten deutlich, dass die Entwicklung der Grünflächen und
der Klimaschutz höchste Priorität in der Stadtentwicklung haben sollte. Häufig wurde ein
Mangel an Bäumen und schattenspendenden Strukturen geäußert, insbesondere entlang
stark befahrener Straßen oder auf Plätzen und Schulhöfen. Gewünscht werden Baum­
pflanzungen, Maßnahmen zur Entsiegelung, Dach- und Fassadenbegrünungen sowie eine
stärkere Vernetzung vorhandener Grünzüge.
Viele Beiträge kritisierten die zunehmende Versiegelung durch Parkplätze, Gewerbeflächen
oder Neubauten. Diese Entwicklungen verschärften die Hitzebelastung, verschlechtern die
Aufenthaltsqualität und verringern die Artenvielfalt. Ein weiterer Kritikpunkt ist die fehlende
Zugänglichkeit bzw. Durchlässigkeit von Kleingärten und Grünflächen.
Im Hinblick auf den Klimawandel wurden Vorschläge für Schwammstadt-Konzepte, Regen­
wasserversickerung, Mikro-Wälder und Blühflächen eingebracht. Die zentrale Botschaft:
Die Bevölkerung wünscht sich eine deutlich stärkere Begrünung des Stadtteils als Grund­
lage für Lebensqualität, Gesundheit und Klimaresilienz.
Auf bestehenden
Parks und Grünflächen
Mehr Grün
186
27
Auf öffentlichen Flächen
37
Maßnahmen zur
Klimaanpassung
39
Auf privaten Flächen
18
Auf öffentlichen Straßen
65

13
3.2 Mehr Vielfalt
Abbildung 4: Die Beiträge in der Kategorie „Mehr Vielfalt“
In der Kategorie „Mehr Vielfalt“ wurden 70 Beiträge erstellt. Diese verteilen sich auf
Maßnahmen zur Förderung bestehender Artenvielfalt (12 Nennungen), zur Neuschaffung
artenreicher Flächen (6 Nennungen), zur Aufwertung oder Neugestaltung von Quartiers­
plätzen (13 Nennungen), auf Sport- und Bewegungsangebote (17 Nennungen) sowie auf
neue Fuß- und Radwege (9 Nennungen). Auch „Essbare Stadt“-Konzepte fanden Zuspruch
(12 Nennungen).
Die Rückmeldungen zeigen, dass die Bevölkerung sich eine größere Vielfalt in der Nutzung
und Gestaltung öffentlicher Räume wünscht. Neben mehr Biodiversität – etwa durch arten­
reiche Wiesen, Hecken und Nährgehölze – wurde auch auf die Bedeutung von lebendigen
Quartiersplätzen hingewiesen. Plätze sollen nicht nur funktional, sondern auch grün, attrak­
tiv und multifunktional gestaltet werden, mit Angeboten für unterschiedliche Altersgruppen.
Einige Beiträge betonten die Gefährdung bestehender Biotope und Grünflächen durch Bau-
und Infrastrukturmaßnahmen, insbesondere im Zusammenhang mit Autobahnausbauten.
Hier fordern die Bürgerinnen und Bürger klaren Schutz, etwa für das Gremberger Wäldchen
oder den Campingplatz Stadt Köln am Rhein mit seinem alten Baumbestand.
Darüber hinaus gibt es zahlreiche Vorschläge zur sozialen und gemeinschaftlichen Nutzung
von Flächen: Gemeinschaftsgärten, essbare Landschaften und inklusive Gartenprojekte
sollen die Stadt ökologisch und sozial bereichern. Auch Sport- und Bewegungsangebote
im öffentlichen Raum – von Bolzplätzen bis zu Radwegen – werden als wichtige Ergänzung
genannt, um die Vielfalt der Nutzungsmöglichkeiten zu erhöhen.
Mehr Vielfalt
70
Artenvielfalt – bestand fördern
12
Artenvielfalt –
Neu herstellen
6
Quartiersplatz –
Neu herstellen
2
Quartiersplatz – Bestand aufwerten
11
Hundeflächen – neu herstellen
1
Sport – Bestand aufwerten
8
Sport –
Neu herstellen
9
Fuß-/Radwege –
Bestand fördern
3
Fuß-/Radwege –
Neu herstellen
6
Essbares –
Bestand aufwerten
2
Essbares –
Neu herstellen
10

14
3.3 Weniger Konflikte
Abbildung 5: Die Beiträge in der Kategorie „Weniger Konflikte“
Im Themenfeld „Weniger Konflikte“ wurden insgesamt 77 Beiträge eingebracht. Besonders
häufig genannt wurden Einschränkungen der Mobilität (27 Nennungen), mangelnde Pflege
(18 Nennungen) sowie Konflikte rund um den ruhenden Verkehr (12 Nennungen). Weitere
Beiträge bezogen sich auf mangelnde Erreichbarkeit (12 Nennungen) und Lärmbelastungen
(8 Nennungen).
Die Kommentare verdeutlichen, dass Konflikte vor allem in den Bereichen Verkehr, Park­
situation und der Pflege des öffentlichen Raumes auftreten. Immer wieder wurde über wild
parkende Autos berichtet, die nicht nur Grünflächen und Baumscheiben beschädigen,
sondern auch Gefahrensituationen für Fußgänger und Radfahrer schaffen. In vielen Rück­
meldungen werden daher bauliche Schutzmaßnahmen wie Poller oder Quartiersparkhäuser
vorgeschlagen. Auch die Sicherheit an Kreuzungen und Straßen wurde mehrfach themati­
siert: Unübersichtliche Übergänge, fehlende Zebrastreifen und zu hohe Geschwindigkeiten
stellen laut den Teilnehmenden ein erhebliches Risiko dar.
Darüber hinaus beklagten viele Anwohner die unzureichende Pflege von Sträuchern, Wegen
und Sitzmöglichkeiten. Dies wirke sich nicht nur auf die Sicherheit, sondern auch auf die
Aufenthaltsqualität aus. Gewünscht werden gezielte Schnittmaßnahmen, mehr Mülleimer
und eine regelmäßigere Instandhaltung. Insgesamt zeigt sich, dass mit klaren Regeln,
stärkerer Kontrolle und besserer Pflege viele Konflikte entschärft und die Lebensqualität
spürbar gesteigert werden könnte.
Konflikt ruhender Verkehr
12
Einschränkung
Mobilität
27
Mangelnde
Erreichbarkeit
12
Lärmbelästigung
8
Mangelnde Pflege
18
Weniger Konflikte
77

15
3.4 Punktuelle Maßnahmen
Abbildung 6: Die Beiträge der Kategorie „Punktuelle Maßnahmen“
Die Kategorie „Punktuelle Maßnahmen“ umfasste 53 Beiträge. Im Vordergrund standen
der Wunsch nach mehr Mülleimern (14 Nennungen), Aufenthaltsmöglichkeiten wie Bänken
(10 Nennungen) sowie Trinkbrunnen (7 Nennungen). Auch Beleuchtung (3 Nennungen),
WC-Anlagen (3 Nennungen) und sonstige Ausstattungselemente (16 Nennungen) wurden
genannt.
Die Kommentare machen deutlich, dass die Bevölkerung sich vor allem eine Aufwertung des
alltäglichen Aufenthaltsraums wünscht. Fehlende oder schlecht platzierte Sitzmöglichkeiten
sowie eine unzureichende Sauberkeit werden als störend empfunden. Viele Anregungen
zielen auf praktische Lösungen: zusätzliche Abfallbehälter, Hundekotbeutelspender, bessere
Beleuchtung von Wegen, aber auch Grillkohlen- oder Aschebehälter, um Schäden an
Bäumen zu vermeiden.
Besonders betont wurde zudem die Bedeutung von Wasserversorgung: Angesichts zuneh­
mender Hitzeperioden wünschen sich viele Bürger öffentliche Trinkbrunnen, insbesondere
auf Plätzen, in Parks und an Spielplätzen. Ergänzend dazu wurden sanitäre Einrichtungen
gefordert, um Grün- und Erholungsflächen für alle nutzbarer zu machen. Mit vergleichs­
weise kleinen Maßnahmen ließe sich so die Alltagsqualität deutlich verbessern.
Mülleimer
Mülleimer
14
3
Trinkbrunnen
WCs
7
3
Aufenthaltsmöglichkeiten
Sonstige
Ausstattungsmerkmale
10
10
Punktuelle Maßnahmen
53

16
Sauberkeit und Müllmanagement
	– Zusätzliche Mülleimer und häufige­
res Leeren an stark frequentierten
Orten (Mülleimer mit Klappen oder
unterirdischen Systemen einsetzen,
um Müllverteilung durch Krähen zu
verhindern.
	– Feuerfeste Behälter für Grillkohle
auf den Sportwiesen, um Baum­
schäden und Brände zu vermeiden.
	– Regelmäßige Kontrolle und Nachfül­
lung der Hundekotbeutel-Spender
an den Poller Wiesen.
	– Müllbeutelspender und Tonnen an
Ein- und Ausgängen stark genutzter
Wege (zum Beispiel Wirtschaftsweg)
	– Verstärkte Kontrolle illegaler Müll­
ablagerungen an Schrebergärten,
Parkplätzen und Rheinwiesen
Ordnung und Kontrolle
	– Maßnahmen gegen dauerhaft
abgestellte Wohnmobile (zum
Beispiel Parkbeschränkung auf
Pkw).
Verkehr und Sicherheit
	– Zusätzliche Schilder in
Spielstraßen, Bodenmarkie­
rungen oder Geschwindigkeits­
anzeigen zur Durchsetzung der
Schrittgeschwindigkeit.
	– Beleuchtung stark genutzter Wege
im Winter
	– Tempolimits für Radfahrer*innen
und E-Scooter auf gemeinsamen
Fußwegen klar ausweisen.
Infrastruktur und Ausstattung
	– Öffentliche, geruchsfreie Toiletten
auf Spielplätzen und an stark
frequentierten Plätzen aufstellen.
	– Bessere Ausschilderung und
Nutzungsmöglichkeit der Toiletten
im Bezirksrathaus.
	– Stadtweite Aufstellung von Trink­
wasserbrunnen – auch als Beitrag
zur Klimaanpassung
	– Fahrradservicestationen zur
Förderung des Radverkehrs, zum
Beispiel am Porzer Rheinboulevard
	– Beleuchtung für Abendnutzung von
Sport- und Aufenthaltsflächen.
Abbildung 7: Ideenspeicher aus der Kategorie „Punktuelle Maßnahmen“

17
3.5 Schwerpunktthemen

Die Kategorienübersicht verdeutlicht, dass sich bestimmte Einträge der Teilnehmenden
über den gesamten Bezirk oftmals wiederholen. In der Analyse der Beiträge wurden hieraus
die Schwerpunktthemen Entsiegelung, Pflege vorhandener Grünflächen und Straßen­
begleitgrün für den gesamten Bezirk Porz herausgearbeitet. Dass diese Themen vielerorts
angemerkt wurden, wird auch im späteren Kapitel zu den Fokusgebieten mit Maßnahmen­
karten deutlich. Zunächst sollen aber die Beiträge der Teilnehmenden zu den Schwerpunkt­
themen auf Bezirksebene beschrieben und dargestellt werden.
3.5.1 Entsiegelung
Ein durchgängiges und stark vertretenes Anliegen vieler Teilnehmender betrifft die Entsie­
gelung von Flächen im gesamten Bezirk Porz. Zahlreiche Bürger*innen kritisieren, dass
in den vergangenen Jahrzehnten immer mehr Flächen – von Straßenräumen und Park­
plätzen bis hin zu Schulhöfen, Sportplätzen und Marktplätzen – versiegelt wurden, wodurch
wertvolle Bodenfunktionen verloren gingen. Dies führt zu einer Verstärkung von Hitzeinseln
im Sommer, erschwert die Versickerung von Regenwasser bei Starkregenereignissen und
mindert insgesamt die Lebensqualität in den Stadtteilen.
Besonders häufig genannt wurden großflächige versiegelte Parkplätze und Verkehrsflächen,
die als ungenutztes Potenzial für eine ökologische Aufwertung gesehen werden.
Bürger*innen fordern hier konsequent die Reduzierung überdimensionierter Stellplatz­
flächen und die Schaffung von Grünstreifen, Baumpflanzungen, wasserdurchlässigen
Belägen und weitere Begrünungselementen.
Auch in Wohnquartieren und Gewerbegebieten wird ein hoher Handlungsbedarf gesehen:
Zahlreiche Vorgärten wurden in den letzten Jahren zu Schottergärten oder Parkplatzflächen
umgestaltet, wodurch Verdunstungskälte und Lebensraum für Insekten verloren ging. Hier
wurden klare Vorgaben und Anreize zur Entsiegelung gefordert, wie Zuschüsse zur Umge­
staltung privater Flächen in bepflanzte Gärten oder das Verbot von Schottergärten. In den
Gewerbegebieten sehen die Teilnehmenden weiteres Potenzial für die Kombination von
wirtschaftlicher Nutzung mit klimaangepasster Gestaltung, zum Beispiel durch begrünte
Dächer und Fassaden, Versickerungsmulden, Baumreihen und naturnahe Hecken.
Mehrfach wurde auch auf die Schulhöfe und Spielflächen im Bezirk hingewiesen, die häufig
noch weitgehend aus Asphaltflächen bestehen und im Sommer stark aufheizen. Bürger*in­
nen fordern, diese Flächen zu entsiegeln und mit Grünflächen, Bäumen, Wiesen und auch
wassersensiblen Elementen wie Versickerungsmulden und Wasserspielen neu zu gestalten.
Dies würde nicht nur das Mikroklima verbessern, sondern auch die Aufenthaltsqualität und
die kindgerechte Nutzung fördern.
Die Beiträge verdeutlichen, dass Entsiegelung nicht nur als punktuelle Maßnahme, sondern
als zentrales Instrument der klimaangepassten Stadtentwicklung verstanden werden muss.

18
Sie trägt zur Reduktion von Hitzeinseln, zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität, zur
Förderung der Biodiversität und zur Anpassung an Starkregenereignisse bei. Bürger*innen
erwarten, dass bestehende Flächenpotenziale konsequent genutzt und verbindliche
Vorgaben für Neubau- und Umbauprojekte gemacht werden, sodass Entsiegelung als
Leitprinzip in allen Stadtteilen verankert wird.
Insgesamt zeigt sich ein klarer Konsens in der Beteiligung: Neue Grünflächen allein reichen
nicht aus, sondern es braucht ein strategisches Programm zur schrittweisen Entsiegelung
bestehender Flächen im gesamten Bezirk. Hierfür sind ausreichende finanzielle und
personelle Ressourcen notwendig sowie eine klare Priorisierung in der Stadtplanung.
Darüber hinaus spielt eine enge Abstimmung mit privaten Eigentümer*innen eine wichtige
Rolle.
3.5.2 Pflege vorhandener Grünflächen
Ein zentrales Anliegen vieler Teilnehmender betrifft nicht nur die Schaffung neuer Grün- und
Freiflächen, sondern insbesondere auch die verbesserte Pflege und den Erhalt bereits
vorhandener Grünflächen, Parks und naturnaher Areale. Bezirksübergreifend wurde darauf
hingewiesen, dass bestehende Grünräume durch fehlende oder unzureichende Pflege an
Qualität verlieren und damit ihren ökologischen und sozialen Wert einbüßen.
Häufig thematisiert wurde zudem der Pflegezustand von Grünflächen in Parks und an Spiel­
plätzen. In vielen Beiträgen berichten Bürger*innen von ungemähten oder überwucherten
Flächen, die entweder in ihrer ökologischen Funktion beeinträchtigt sind oder – etwa
durch Dornen und Brombeeren – die Nutzung als Aufenthalts- oder Spielfläche verhindern.
Gleichzeitig wird kritisiert, dass an anderen Stellen zu häufig und zu intensiv gemäht werde,
wodurch Blühpflanzen und Wiesenbiotope verschwinden und die Biodiversität leidet. Hier
wird eine differenzierte, an den Standort angepasste Pflege gefordert, die Biodiversität, Auf­
enthaltsqualität und Klimaresilienz berücksichtigt.
Ein weiterer Aspekt betrifft die Grünpflege an Wegen, Straßen und in den Wohnquartieren.
Viele Teilnehmende bemängelten den schlechten Zustand von Baumscheiben, mangelnde
Nachpflanzungen gefällter und abgestorbener Straßenbäume oder vernachlässigte Grün­
streifen. Wiederholt wurde vorgeschlagen, Anwohner*innen stärker in Pflegepatenschaften
einzubinden, gleichzeitig aber die Verantwortung der Stadt klar zu benennen und personell
zu stärken, da Pflege aus einer Hand effektiver sei. Auch die unklare Zuständigkeit für
bestimmte Flächen – etwa zwischen Stadt, Wohnungsbaugesellschaften und privaten

19
Eigentümern – wurde als Problem identifiziert und sollte künftig klar geregelt werden.
Darüber hinaus wurde auf den Müll und den Vandalismus in Grünanlagen hingewiesen, die
deren Qualität stark beeinträchtigen. Genannt wurden etwa unzureichend geleerte Müll­
eimer in der Westhovener Aue und auf den Poller Wiesen oder der Müll in Parks und an den
Rändern von Schrebergärten und Parkplätzen. Gefordert wurden hier häufigere Kontrollen
sowie mehr Mülleimer mit Klappdeckeln gegen Krähen.
Insgesamt machen die Beiträge deutlich, dass das Potenzial vieler vorhandener Grün­
flächen derzeit nicht ausgeschöpft wird. Bevor neue Parks und Grünräume geschaffen
werden, muss sichergestellt werden, dass ausreichende personelle und finanzielle Ressour­
cen für die fachgerechte Pflege, Instandhaltung und ökologische Entwicklung der bereits
bestehenden Grünflächen vorhanden sind. Dies umfasst neben regelmäßiger Pflege auch
den behutsamen Umgang mit alten Bäumen und Strauchbeständen, ein standortgerechtes
Mäh- und Schnittmanagement, die Bekämpfung von invasiven Arten sowie den Schutz vor
unsachgemäßer Nutzung.
3.5.3 Straßenbegleitgrün
Die Aufwertung und Instandsetzung des Straßenbegleitgrüns entlang der großen Verkehrs­
achsen in Porz wurde vielfach in beiden Beteiligungsaktionen an unterschiedlichen Punkten
markiert. Zahlreiche Bürger*innen betonten, dass stark versiegelte (Haupt)Straßen dringend
mehr Begrünung benötigen. Fehlende oder unterbrochene Baumreihen, unzureichend
gepflegte Baumscheiben und weitgehend versiegelte Seiten- und Mittelstreifen tragen nach
Ansicht der Teilnehmenden zu Hitzeinseln und einer geringen Aufenthaltsqualität bei.
Als wichtigste Maßnahme wurde die Schaffung zusammenhängender Baumalleen genannt,
um Schatten zu spenden, das Stadtklima zu verbessern und die Straßenräume attraktiver zu
gestalten. Ergänzend wird der Schutz bestehender Baumscheiben gefordert, beispielsweise
durch Poller oder andere Barrieren, um Beschädigungen durch das Parken zu verhindern.
Viele Teilnehmende schlugen außerdem vor, breitere Straßenräume und Mittelstreifen durch
Begrünungen und versickerungsfähige Beläge aufzuwerten.
Die Rückmeldungen aus der Beteiligung machen deutlich, dass ein konsequentes Straßen­
begleitgrün entlang der Hauptachsen von Porz nicht nur einen Beitrag zur Klimaanpassung
leistet, sondern auch die Aufenthaltsqualität und das Stadtbild insgesamt deutlich verbes­
sern könnte.

20
Die folgende Abbildung hebt einige Straßen im Bezirk Porz hervor, bei denen die meisten
Anmerkungen zu den Themen Entsiegelung, Pflege und Straßenbegleitgrün verfasst wurden:
Abbildung 8: Beiträge für Entsiegelung und Beupflanzungen im Porzer Norden
Abbildung 9: Beiträge für Entsiegelung und Neupflanzungen im Porzer Süden

21
4. Auswertung auf Stadt­
teilebene: Fokusgebiete
Um die Beiträge aus den Beteiligungsaktionen konkreter verortet vorzustellen, wurden die
16 Stadtteile des Bezirks Porz in sieben Fokusgebieten zusammengefasst. Für jedes Fokus­
gebiet wurde eine Maßnahmenkarte erstellt. Die Maßnahmenkarten fassen zentrale Forde­
rungen, Anregungen und Wünsche der Bürger*innen in Maßnahmenbündeln zusammen.
Sie dienen der Veranschaulichung und thematischen Bündelung. Sämtliche Beiträge aus
der Online-Beteiligung und der Bürger*innenwerkstatt sind systematisch nach den Unter­
kategorien des Beteiligungsprozesses erfasst und im vollständigen Datensatz dokumen­
tiert. Dieser Datensatz steht der Stadt Köln zukünftig als Grundlage für weiterführende
Planungen und Entscheidungen zur Verfügung. Kleinere vorgeschlagene Maßnahmen
könnten darüber hinaus von der Bezirksvertretung Porz im Rahmen von Stadtverschöne­
rungsmaßnahmen beschlossen werden. Zusätzlich werden für jedes Fokusgebiet die
Beiträge textlich zusammengefasst.
Abbildung 10: Zusammenfassung der Beiträge im Plenum der Bürger*innenwerkstatt

22
4.1 Poll
4.1.1 Verortung der Beiträge
Abbildung 11: Verortung der Beiträge in Poll
Poll ist mit 156 Beiträgen der Stadtteil mit den meisten Rückmeldungen aus beiden
Beteiligungsformaten. Die Teilnehmenden sehen insbesondere für den Poller Marktplatz
dringenden Handlungsbedarf. Auch die Siegburger Straße und die Müllergasse werden
in einem Beitrag als Hitzeschneisen genannt und sollten zu grünen Achsen umgestaltet
werden. Dabei wird mehrfach der Wiederaufbau von verlorenen Baumreihen (zum Beispiel
durch Sturmereignisse oder Straßenumbauten) gefordert. Die Poller Wiesen und angren­
zende Rheinflächen werden häufig als wertvolle Freiräume bezeichnet, deren Pflege verbes­
sert und deren Zugänglichkeit geschützt werden müsse (zum Beispiel vor wild parkenden
Autos und Müllbelastung). Einige Beiträge beziehen sich auch auf ökologische Aspekte, wie
das Anlegen von Blühwiesen, Insektenhabitaten und das Vermeiden weiterer Versiegelung.

23
4.1.2 Maßnahmenbündelung für Poll
Besonders in der Bürger*innenwerkstatt wurde verstärkt über die Schaffung von Grün­
verbindungen in das Poller Zentrum diskutiert. Die Beiträge in Poll lassen sich zu mehreren
Maßnamenbündel zusammenfassen. In der Maßnahmenkarte für den Stadtteil sind die
Maßnahmenbündel zur Verdeutlichung mit den jeweils am besten passenden Icons aus den
Kategorien der Beteiligung dargestellt:
	– M1: Schaffung von Grünverbindungen
	› Zum Beispiel durch Entsiegelungen und Baumpflanzungen in den zum Zentrum des
Stadtteils führenden Straßen
	– M2: Verbesserung der Pflege
	› Besonders im Gebiet der Poller Wiesen, zum Beispiel durch größere Mülleimer und
häufigere Reinigungen
	– M3: Verbesserung der ökologischen Vielfalt
	› Besonders an den Grünflächen am Rhein, wie zum Beispiel durch das Anlegen von
Blühwiesen
	– M4: Umgestaltung von Hitzeinseln zu grünen Achsen
	› Zum Beispiel in der Siegburger Straße und Müllergasse. Konkret geht es bei diesen
Maßnahmen um Stadträume, die bereits jetzt im Sommer sehr aufgeheizt sind.
	– M5: Aufwertung des Poller Marktplatz
	› Für den Poller Marktplatz werden verschiedene Maßnahmenbündel vorgeschlagen
(siehe Abbildung 13)
	– M6: Stadtteileingang Poll als Baumallee
	› Hervorhebung des Stadtteileingangs durch Neupflanzung und den Erhalt von Bäumen
Abbildung 12: Maßnahmenkarte Poll

24
Poller Marktplatz
Der Poller Marktplatz gilt als das Herz des Stadtteils, wird aber als überwiegend versiegelte
und wenig einladende Fläche kritisiert. Viele Beiträge betonen den dringenden Bedarf
an Begrünung und Entsiegelung, um das Mikroklima zu verbessern und den Platz als
Hitze-Hotspot zu entschärfen. Gefordert werden vor allem schattenspendende Bäume,
Blühflächen und grüne Inseln, ergänzt um Sitzgelegenheiten im Schatten, einen Trink­
wasserbrunnen, eine öffentliche Toilette sowie ein Wasserspiel oder eine flache Plansche
für die Abkühlung im Sommer. Die Teilnehmenden sehen großes Potenzial, den Marktplatz
zu einem lebendigen, klimafreundlichen Treffpunkt zu entwickeln. Trotz mehr Grün soll der
Platz seine Funktion für den Wochenmarkt und weitere Veranstaltungen behalten. Selbst
bei einer Entsiegelung von 50 % bliebe genug versiegelte Fläche für Markt- und Festbetrieb,
während für die übrige Zeit ein öffentlicher Aufenthaltsraum entstünde. Auch eine bessere
Pflege des Brunnens und die Umwandlung des Sandkastens in eine kleine grüne Oase
wurden vorgeschlagen. Zur Belebung des Platzes werden temporäre Außengastronomie,
ein Feierabendmarkt und eine mobile Insel mit Sitzgelegenheiten und Marktangeboten
empfohlen. Ein viel diskutierter Vorschlag ist zudem die Anlage eines naturnah gestalteten
Skateparks auf einem Teil der versiegelten Fläche, eingebettet in Begrünung und ökologi­
sche Elemente wie Blühinseln und Insektenhotels. Die Initiative opdemmaat.de, die sich
seit Jahren für den Platz engagiert, wird vielfach als geeigneter Partner für die Umsetzung
genannt. Insgesamt soll der Poller Marktplatz zu einer grünen, klimaangepassten und multi­
funktionalen Stadtteilmitte werden, die soziale Begegnung, Erholung und Veranstaltungen
vereint und zugleich das Stadtklima verbessert.
Die Maßnahme M5 zur Aufwertung des Poller Marktplatzes lassen sich in folgende
Maßnahmenbündel unterscheiden:
	– M5.1: Ökologische Aufwertung des Marktplatzes
	› Zum Beispiel zur Teilentsiegelungen, Begrünungen zur Schaffung eines kühlen
Quartiersplatzes
	– M5.2: Belebung des Poller Marktplatzes
	› Zum Beispiel durch beschattete Sitzgelegenheiten, Trinkwasserbrunnen, eine
öffentliche Toilette, Ausbau des Spielplatzes und eines Skateparks
	– M5.3: Verbesserung der Verkehrssituation
	› Zum Beispiel durch eine Querungshilfe auf der Siegburger Straße, Verbreiterung der
Radwege und eine Verlegung des Taxistandes

25
Abbildung 13: Maßnahmenkarte für den Poller Marktplatz

26
4.2 Westhoven und Ensen
4.2.1 Verortung der Beiträge
Abbildung 14: Verortung der Beiträge in Westhoven und Ensen
In den 22 Beiträgen für Westhoven liegt der Schwerpunkt auf der Kölner Straße, die aktuell
als überdimensionierte, stark versiegelte Verkehrsachse wahrgenommen wird.
Die Bürger*innen fordern eine stärkere Begrünung mit Straßenbäumen, um das Aufheizen
der Umgebung zu verringern und den Straßenraum attraktiver zu machen. Die gleichen
Anliegen betreffen die Gartenstraße und die Oberstraße, wo die Belastung durch den
ruhenden Verkehr und der Wunsch nach mehr Begrünung geäußert werden.
Darüber hinaus wird auf die Aufwertung der bestehenden Grünflächen hingewiesen, etwa
auf die Pflege der Baumscheiben, die Bepflanzung mit Stauden und Sträuchern und die
bessere Ausstattung von Haltestellen und Aufenthaltsorten mit Schatten spendenden
Bäumen.

27
Zudem wurde insbesondere der Schutz und die Förderung der Artenvielfalt in der Westho­
vener Aue thematisiert, welche als wichtige Grünfläche in Westhoven gilt, auch im Hinblick
auf den Ausbau der A 4.
Mehrere Beiträge fordern eine Aufwertung öffentlicher Räume durch zusätzliche
Spiel- und Sportangebote, zum Beispiel am Rheinufer oder auf der Wiese entlang der
André-Citroën-Straße.
Auch die Sauberkeit der öffentlichen Räume und bei frequentierten Grünflächen,
insbesondere entlang der Rheinpromenade, der Robertstraße und entlang des Leinpfads,
wird wiederholt als wichtiges Thema genannt.
Die 19 Beiträge für Ensen konzentrieren sich stark auf die geplante Neugestaltung des
Ensener Marktplatzes. Wichtig ist den Bürger*innen, dass kein Baum gefällt wird und
stattdessen zusätzliche Begrünung und eine wassersensible Gestaltung mit Regenwasser­
speichern erfolgen. Die Bürger*innen weisen darauf hin, dass die Zahl der Hitzetage in Köln
zunehme und daher brauche es schattenspendende Bäume, begrünte Flächen und
schattige Sitzgelegenheiten.
Ein zentrales Thema ist zudem die Begrünung öffentlicher Räume und Straßen, ins­
besondere entlang der Kölner Straße und der Gilgaustraße werden mehr Straßenbäume,
Schattenplätze und ein sicherer Radweg gefordert. Auch an Haltestellen wird zusätzlicher
Sonnenschutz gewünscht.
Zudem werden auch die Sichtachsen zum Rhein angesprochen, die durch zu dichten oder
ungepflegten Baumbestand beeinträchtigt seien. Hier wünschen sich die Bürger*innen eine
ausgewogenere Pflege, die sowohl den ökologischen Wert des Baumbestands erhält als
auch attraktive Aufenthaltsorte schafft.
Auf mehreren Flächen besteht der Wunsch nach einem inklusiven Gemeinschaftsgarten in
Trägerschaft des Sozialpsychiatrischen Zentrums Porz.

28
4.2.2 Maßnahmenbündelung für Westhoven und Ensen
Die Beiträge der beiden Stadtteile lassen sich in folgende Maßnahmen bündeln:
	– M1: Schaffung von Grünverbindungen
	› Zum Beispiel entlang der Kölner Straße. Zudem wurde entlang der Kölner Straße
eine Verbesserung der Fuß- und Radwege angemerkt.
	– M2: Verbesserung der Pflege und Sauberkeit
	› Der öffentlichen Räume und der frequentierten Grünflächen, insbesondere
entlang der Rheinpromenade, der Robertstraße und entlang des Leinpfads
	– M3: Verbesserung der ökologischen Vielfalt
	› Zum Beispiel in der Westhovener Aue und auf versiegelten Parkplätzen und
Schulhöfen
	– M4: Umgestaltung von Hitzeinseln zu grünen Achsen
	› Vor allem auf der Kölner Straße und in den Wohnvierteln von Ensen
	– M5: Aufwertung öffentlicher Räume
	› Beispielsweise durch die Schaffung von mehr Sportangeboten innerhalb der
Westhovener Aue am Rhein oder auf der Freifläche am Gremberger Weg oder durch
Öffnung der bestehenden Sportanlagen für die Öffentlichkeit
	› Durch Entwicklung von Urban Gardening Angeboten beispielsweise auf den
bestehenden Grün- und Freiflächen im Südosten von Ensen
Abbildung 15: Maßnahmenkarte Westhoven und Ensen

29
4.3 Gremberghoven, Finkenberg und Eil
4.3.1 Verortung der Beiträge
Abbildung 16: Verortung der Beiträge in Gremberghoven, Finkenberg und Eil
Bei den 13 Beiträgen für Gremberghoven steht der Erhalt und Schutz des Gremberger
Wäldchens im Vordergrund. Viele Beiträge sehen dieses Waldgebiet als wichtigen Klima­
korridor und Naherholungsraum, der besonders im Zuge des geplanten Autobahnausbaus
gefährdet ist. Es wird gefordert, die Zerschneidung und Abholzung zu verhindern, den Wald
als Frischluftschneise und artenreiches Biotop zu bewahren und ihn besser mit den
angrenzenden Stadtteilen durch Grünverbindungen zu verbinden.
Der Kiesgrubensee solle geschützt und als Naturbad oder öffentlich zugänglicher Badesee
weiterentwickelt werden.
Außerdem wünschen sich die Bürger*innen mehr Begrünung und Schatten an den
Hauptverkehrsachsen und rund um die großen Gewerbeflächen.
In Finkenberg drehen sich die insgesamt zehn Beiträge hauptsächlich um die Aufwertung
des öffentlichen Grüns sowie um eine Wiedernutzbarmachung der Spiel- und Sportflächen
in den verdichteten Wohnquartieren. Hier befinden sich einige (oftmals private) Flächen, wie

30
zum Beispiel Bereiche des Roten Platzes in kaputtem Zustand, sodass diese aktuell nicht
genutzt werden können.
Mehr Bäume in den Straßen, Begrünung von Plätzen und Innenhöfen sowie bessere Pflege
der bestehenden Grünflächen und Baumscheiben stehen im Mittelpunkt.
Weitere Vorschläge beinhalten die Einrichtung von gemeinschaftlich genutzten Garten­
flächen und Urban Gardening-Angeboten.
In den 15 Beiträgen für Eil geht es vor allem um die Begrünung der Hauptverkehrsachsen
und Platzbereiche. Häufig genannt werden der zentrale Platz und das Umfeld der Einkaufs­
bereiche, die stärker begrünt und mit Sitzgelegenheiten sowie Trinkwasserstellen aus­
gestattet werden sollen. Ein Wunsch ist, den rechtsrheinischen Äußeren Grüngürtel weiter
auszubauen, um städtische Grünflächen zu vernetzen.
Auch die Gestaltung von Parkplätzen – insbesondere deren Teil-Entsiegelung und
Begrünung – ist ein wiederkehrendes Thema. Nicht genutzte Industrieflächen wie zum
Beispiel im Norden des Stadtteils zwischen Rudolf-Diesel-Straße und Frankfurter Straße
sollten als Grünfläche weiterentwickelt und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Weitere benannte Maßnahmen sind, die Umnutzung des ehemaligen Autokinos (Rudolf-
Diesel-Straße) als Bürgerpark mit Fitnessparcours und essbaren Pflanzen/Urban
Gardening. Zudem werden inklusive Gemeinschaftsgärten an der Theodor-Heuss-Straße
und Neue Eiler Straße in Trägerschaft des sozialpsychiatrischen Zentrums vorgeschlagen.
Entlang der Frankfurter Straße wird sich die Aufwertung von öffentlichen Plätzen zu
Quartiersplätzen als Zentrum von Eil gewünscht.
4.3.2 Maßnahmenbündelung für Gremberghoven, Finkenberg und Eil
Die Beiträge der drei Stadtteile lassen sich in folgende Maßnahmen bündeln:
	– M1: Umgestaltung von Hitzeinseln zu grünen Achsen
	› Beispielsweise Baumpflanzungen und Begrünungen innerhalb der Gewerbe­gebiete
	› in Gremberghoven und Eil sowie auf den Hauptverkehrsachsen
	› Schattenspendende Bäume beispielsweise in der Wohnsiedlung Finkenberg sowie
die Begrünung des Platzes der Kulturen
	› Teil-Entsiegelung von Parkplätzen beispielsweise in Finkenberg oder nicht
genutzter Gewerbeflächen
	– M2: Erhalt und Aufwertung bestehender Grünstrukturen
	› Das Gremberger Wäldchens soll als wichtiger Klimakorridor und Naherholungsraum
geschützt und die Artenvielfalt gefördert werden.
	› Zugänglichkeit und Entwicklung des Kiesgrubensees beispielsweise als Badesee

31
	– M3: Aufwertung öffentlicher und privater Räume
	› Beispielsweise die Wiedernutzbarmachung der Spiel- und Sportflächen und die
Errichtung von Trinkbrunnen in der Wohnsiedlung von Finkenberg
	› Umgestaltung des ehemaligen Autokinos zu einem Bürgerpark mit Sport­angeboten
und Urban Gardening
	› Inklusive Gemeinschaftsgärten an der Theodor-Heuss-Straße und Neue Eiler Straße
	› Aufwertung der bestehenden öffentlichen Plätze entlang der Frankfurter Straße
zu Quartiersplätzen mit Aufenthaltsqualität.
Abbildung 17: Maßnahmenkarte Gremberhoven, Finkenberg und Eil

32
4.4 Porz
4.4.1 Verortung der Beiträge
Abbildung 18: Verortung der Beiträge in Porz
Die insgesamt 64 Beiträge der Bürger*innen für den Stadtteil Porz zeigen ein deutliches
Bedürfnis nach mehr Grünflächen und naturnahen Aufenthaltsbereichen, insbesondere
in stark versiegelten Bereichen wie der Neuen Mitte Porz, der Siemensstraße, der
Bensberger Straße, der Konrad-Adenauer-Straße, der Gustav-Heinemann-Straße und
der Wilhelmstraße.
Die Gestaltung von Straßen, Fuß- und Radwegen soll nicht nur sicherer und barrierefreier,
sondern auch attraktiver werden, etwa durch Pflanzungen neuer Bäume und grüne Aufent­
haltsbereiche entlang der Hauptstraßen. Gleichzeitig bestehe der Wunsch nach einer
Reduzierung von Konflikten zwischen Fußgängern, Autos und Fahrrädern sowie nach
besserer Pflege und Reinigung öffentlicher Flächen.
Mehrfach wird die Forderung laut, bei allen zukünftigen Umgestaltungen konsequent eine
wassersensible Gestaltung (Schwammstadt-Prinzip) zu berücksichtigen.

33
Insgesamt spiegeln die Rückmeldungen der Beteiligung folgende zentrale Leitgedanken wider:
	– Schaffung von Kühlung und Schatten insbesondere für vulnerable Gruppen wie ältere
Menschen und Kinder.
	– Erhalt und Entwicklung bestehender Grünstrukturen, vor allem auf dem Gelände des
ehemaligen Berufskollegs.
	– Aufwertung zentraler Straßen und Plätze wie der Karlstraße und der Bahnhofstraße durch
Begrünung und klimaangepasste Gestaltung.
	– Integration grüner und blauer Infrastruktur sowie Entsiegelung und Fassadenbegrünung
zur Verbesserung des Stadtklimas und der Lebensqualität.
In Porz-Mitte befindet sich eine hohe Konzentration mit Vorschlägen und Wünschen der
Bürgerschaft. Hier dominiert das Thema der Kühlung von stark versiegelten Innenstadt­
bereichen. Kritisch gesehen wird die Gestaltung der Neuen Mitte Porz, die als steinerne, im
Sommer überhitzte Fläche wahrgenommen wird.
Die Teilnehmenden machen deutlich, dass in der Porzer Mitte ein erheblicher Bedarf an
zusätzlichem Grün besteht. Viele Teilnehmende wünschen sich eine Begrünung durch
Pflanzenkübel, Sträucher, Beete und vor allem Bäume, um das stark versiegelte Stadtzen­
trum ökologisch und klimatisch zu verbessern. Insbesondere angesichts immer heißerer
Sommer wird betont, dass vor allem für ältere Menschen und Kinder ausreichend schattige
und kühle Aufenthaltsbereiche geschaffen werden müssen. Die heutige Gestaltung der
Neuen Mitte Porz wird als stark versiegelt und überhitzt wahrgenommen.
Die Aufenthaltsqualität soll durch beschattete Fuß- und Radwege, Sitzgelegenheiten,
Wasserelemente und grüne Plätze verbessert werden. Am Friedrich-Ebert-Platz fehle es
an Begrünung und Artenvielfalt sowie Aufenthaltsqualität. Dabei solle ökologische Vielfalt
gefördert werden, zum Beispiel durch Blühwiesen, Wildsträucher und Nistmöglichkeiten
für Vögel und Insekten. Die Josefstraße und Hermannstraße seien stark vermüllt und durch
Taubenkotbelastet. Auch die Bahnhofstraße und die angrenzenden Plätze sollen mit Bäu­
men, Wasser- und Schattenspendern sowie Sitzgelegenheiten aufgewertet werden.
Die Karlstraße wird als überdimensionierte Verkehrsfläche wahrgenommen und gilt als unter­
genutzter Stadtraum. Viele Anregungen sehen hier großes Potenzial für eine Umgestaltung
zu einer grünen Achse mit Inseln, Bäumen und Sitzgelegenheiten, die eine hohe Aufenthalts­
qualität bietet. Diese soll vorzugsweise im Schatten des bestehenden alten Baumbestandes
entstehen und Räume für Kommunikation und Begegnung schaffen. Perspektivisch wird die
Karlstraße als wichtige Verbindung zwischen der Porzer Mitte und dem künftigen Stadtpark am
Berufskolleg verstanden. Ihre Umgestaltung soll eine barrierefreie und sichere Querung ermög­
lichen und damit die Vernetzung von Zentrum und Grünflächen stärken.
Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Vorschläge, um das Stadtzentrum klimaangepasst
und lebensfreundlich zu gestalten. Dazu gehören die Begrünung von Fassaden und die
Entsiegelung versiegelter Flächen ebenso wie die Integration wassersensibler Elemente.
Auch die Gleisanlagen sollen in der Porzer Mitte als Rasengleise ausgeführt werden, um
die städtische Hitzeentwicklung zu reduzieren und das Stadtbild aufzuwerten. Kritisiert

34
wird zudem das illegale Parken in der Innenstadt, das Aufenthaltsqualität und Sicherheit für
Fußgänger*innen beeinträchtigt. Gestalterisch wird ein naturnahes Grünkonzept gefordert,
das sich an Böschungen mit Blühhecken und Sträuchern sowie an beschatteten Bänken
unter Linden oder Alleebäumen orientiert und nicht an stark versiegelten Flächen wie dem
Deutzer Rheinboulevard.
Berufskolleg
Ein zentraler Vorschlag ist die zukünftige Umwandlung des Geländes des Berufskollegs in
einen innenstadtnahen Stadtpark. Vor allem der vorhandene alte Baumbestand solle als
wertvolle Ressource geschützt werden, welcher nicht nur zur Verbesserung des Mikroklimas
beiträgt, sondern auch eine natürliche Kühlung schafft. Besonders für die vielen älteren
Menschen und Familien dienen der Baumbestand und das Gelände als kühle Oase in der
dicht bebauten Umgebung. Auch wurde vorgeschlagen, eine wassersensible Gestaltung
vorzusehen sowie ergänzende Elemente wie beispielsweise einen Teich mit einer Fontäne,
um das Mikroklima zusätzlich zu verbessern. Durch die geforderte Begrünung solle zudem
eine Kaltluftschneise in die Porzer Mitte hinein entstehen, die für ein insgesamt angenehme­
res Stadtklima sorgt. Eine weitere punktuelle Maßnahme ist die Errichtung einer Toilette.
4.4.2 Maßnahmenbündelung für Porz
Die Beiträge für den Stadtteil Porz lassen sich in folgende Maßnahmenbündel
zusammenfassen:
	– M1: Schaffung von Grünverbindungen
	› Zum Beispiel durch die Entsiegelungen in der Neuen Mitte Porz, Begrünung der
KVB-Gleise oder Erhalt sowie zusätzliche Neupflanzungen von Bäumen in der
gesamten Porzer-Mitte. Zusätzlich wurden Begrünungen an Gebäuden
vorgeschlagen.
	– M2: Verbesserung der Pflege
	› Zum Beispiel durch bessere Reinigung von Taubenkot in der Josefstraße und
Hermannstraße sowie einer häufigeren Reinigung am Rheinboulevard
	– M3: Verbesserung der ökologischen Vielfalt
	› Unter anderem am Rheinboulevard oder im Falle einer Umnutzung der Fläche des
Berufskollegs, beispielsweise durch Blühwiesen und Wildsträucher
	– M4: Verbesserung der Verkehrssituation
	› Zum Beispiel durch eine stärkere Ahndung von illegalem Autoverkehr in der Porzer
Mitte sowie eine Überprüfung der Fußgängerführung zwischen der Haltestelle
Porz-Markt und dem Park an der Glashüttenstraße
	– M5: Umnutzung der Fläche des Berufskollegs
	› Zusätzlich zu der Verbesserung des Mikroklimas durch Wunsch des Erhalts des
	› Baumbestandes auf der Fläche des Berufskollegs wurde vorgeschlagen, diese zu
einem Park mit Aufenthaltsqualität weiterzuentwickeln.

35
Abbildung 19: Maßnahmenkarte Porz-Mitte

36
4.5 Urbach, Elsdorf und Grengel
4.5.1 Verortung der Beiträge
Abbildung 20: Verortung der Beiträge in Urbach, Elsdorf und Grengel
Die 13 Beiträge aus Urbach betonen die Bedeutung von Straßenbegleitgrün und Begrünung an
zentralen Plätzen und Straßen sowie einer besseren Pflege der bestehenden Grünflächen.
Die Breslauer Straße weise bei Starkregen regelmäßig Probleme auf – hier wird die Teil-
Entsiegelung und eine bessere Versickerung vorgeschlagen, ergänzt durch Bäume und
Grüninseln. Auf dem Urbacher Marktplatz werden Maßnahmen zur Teilentsiegelung und
Begrünung als wichtige Schritte zur Klimaanpassung und Verbesserung der Aufenthalts­
qualität gesehen. Auch die Aufwertung von Spielplätzen beispielsweise entlang der Josef-
Broicher-Straße wird als wünschenswert angesehen.
Die sieben Beiträge aus Elsdorf konzentrieren sich auf die Begrünung der Straßenräume
und die Aufwertung der öffentlichen Grünflächen bspw. entlang der Gilsonstraße oder dem
Elisabeth-Moses-Weg. Hier wird vor allem die Pflanzung zusätzlicher Bäume und Sträucher
genannt, um Aufenthaltsqualität und Kühlung zu verbessern. Ein weiteres Thema sind die
Schottergärten am Georg-Falck-Weg. Zudem werden Verkehrskonflikte und der Wunsch nach
Fahrradwegen entlang der Frankfurter Straße und der Hermann-Löns-Straße genannt. Die
Diskussion in den 18 Beiträgen für Grengel bezieht sich überwiegend auf die Verbesserung der
Straßenbegleitbegrünung in Wohnstraßen und die Aufwertung der öffentlichen Grünflächen.
Dabei wird der Hitze- und Trockenstress betont, der im Sommer zunimmt und durch zusätz­
liche Bäume und Sträucher gemindert werden soll. Mehrere Beiträge sprechen sich für den
Erhalt und die Aufwertung des Bieselwalds und der angrenzenden Naherholungsfläche aus.

37
4.5.2 Maßnahmenbündelung für Urbach, Elsdorf und Grengel
Die Beiträge der drei Stadtteile lassen sich in folgende Maßnahmen bündeln:

	– M1: Schaffung von Grünverbindungen
	› Der Wunsch nach mehr Grünverbindungen durch eine Aufwertung des Straßen­
begleitgrüns oder Entsiegelung von Schottergärten wurde für mehrere Straßen in
allen drei Stadtteilen genannt.
Auf der Maßnahmenkarte ist diese Maßnahme daher exemplarisch am Urbacher Marktplatz
und der Gilsonstraße in Elsdorf abgebildet.
	– M2: Maßnahmen zur Starkregenvorsorge
	› Hier wird insbesondere die Breslauer Straße als Risikobereich genannt und
Schutzmaßnahmen für Starkregenereignisse gewünscht, (beispielsweise durch
eine Entsiegelung des Urbacher Marktplatzes
	– M3: Verbesserung der Verkehrssituation
	› Unter anderem durch das Anlegen von Fahrradwegen entlang der Frankfurter
Straße und der Hermann-Löns-Straße
	– M4: Aufwertung des Bieselwalds
	› Für den Bieselwald werden verschiedene Maßnahmen vorgeschlagen, die sich
wiederum in folgende Bündel untergliedern lassen:
	– M4.1: Verbesserung der Pflege
	– M4.2: Ökologische Aufwertung
	– M4.3: Schaffung von Angeboten für mehr Aufenthaltsqualität
Abbildung 21: Maßnahmenkarte Urbach, Elsdorf und Grengel

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4.6 Wahn, Wahnheide und Lind
4.6.1 Verortung der Beiträge
Abbildung 22: Verortung der Beiträge in Wahn, Wahnheide und Lind
In den insgesamt neun Beiträgen für Wahn wird unter anderem der Wunsch nach bes­
serer Begrünung entlang der Hauptstraßen und an zentralen Plätzen betont. Der Schutz
bestehender Grünstrukturen wird ebenfalls als wichtig erachtet. Einige Beiträge sprechen
sich für die Pflanzung zusätzlicher Straßenbäume und Sträucher aus, um das Mikroklima zu
verbessern und attraktive Aufenthaltsbereiche zu schaffen. Zur Aufwertung und Entstehung
eines Quartiersplatzes bzw. Sport- und Spielanlagen werden als potenzielle Flächen die
bestehenden Grünflächen entlang der Frankfurter Straße Ecke Heidestraße genannt sowie
die Grünfläche entlang der Straße Im Bodesfeld. Ein weiterer Beitrag äußert den Wunsch,
das Wäldchen zwischen der Max-Reichpietsch-Straße und Nibelungenstraße zu entwickeln.
Am S-Bahnhof Porz-Wahn fehle eine Toilette und Trinkwasser.
In Wahnheide liegt in den 12 Beiträgen der Schwerpunkt auf der Begrünung und Kühlung
der versiegelten Straßenräume, insbesondere im südlichen Wohngebiet rund um die Straße
Alte Heide und entlang des Grengeler Mauspfad. Mehrere Beiträge fordern die Ergänzung
von Baumreihen, Sträuchern und begrünten Aufenthaltsbereichen.
In den drei Beiträgen für Lind wurden Forderungen geäußert, bei neuen gewerblichen Bau­
projekten auf eine ausreichende Begrünung zu achten und bestehende Grünstrukturen zu
schützen. Ein weiterer Beitrag betrifft den Wunsch, die A 59 nicht auszubauen.

39
4.6.2 Maßnahmenbündelung für Wahn, Wahnheide und Lind
Die Beiträge der drei Stadtteile lassen sich in folgenden Maßnahmen bündeln:
	– M1: Schaffung von Grünverbindungen
	› Unter anderem durch Begrünungen entlang der Hauptstraßen und entlang von
zentralen Plätzen sowie aktuell noch versiegelten Straßenzügen
	– M2: Verbesserung der ökologischen Vielfalt
	› Zum Beispiel durch die Entwicklung des Wäldchens zwischen der Max-
Reichpietsch-Straße und Nibelungenstraße als zusätzliche Grünfläche. Ebenso
wurde geäußert, dass neue Grünverbindungen neben einem Kühlungseffekt auch
positive ökologische Effekte für die Stadtteile erreichen, wie zum Beispiel
schattenspendende Bäume auf Parkplätzen entlang der Guntherstraße.
	– M3: Aufwertung von Grünflächen
	› Unter anderem durch die Errichtung von Sport- und Spielanlagen auf bestehenden
Grünflächen, wie zum Beispiel entlang der Frankfurter Straße/Ecke Heidestraße
oder an der Straße Im Bodesfeld sowie Bänke und Mülleimer zwischen Poststraße,
Bahnhofstraße und Frankfurter Straße
Abbildung 23: Maßnahmenkarte Wahn, Wahnheide und Lind

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4.7 Zündorf, Langel und Libur

4.7.1 Verortung der Beiträge
Abbildung 24: Verortung der Beiträge in Zündorf, Langel und Libur
Die 22 Beiträge aus Zündorf beziehen sich vor allem auf den Erhalt und Ausbau der grünen
Achsen entlang der Rheinaue sowie auf mehr Begrünung im Siedlungsbereich. Die Grün­
flächen am Rhein sollten besser gepflegt werden sowie mehr Bäume und Obstbäume
gepflanzt werden. Zudem bestehe hier der Bedarf nach mehr und größeren Mülleimern.
Der Leinpfad zwischen Yachthafen und Markt bedarf mehr Pflege und sollte freigeschnitten
werden, um den Blick auf das Wasser wieder zu öffnen. Auch im Siedlungsbereich bei­
spielsweise an der Houdainer Straße, der Schmittgasse, in der Alten Gasse, am Gartenweg,
in der Nähe von Am Markt sowie an Spielplätzen wird eine stärkere Begrünung gefordert
– unter anderem durch Baumpflanzungen, der Entsiegelung von Flächen und Aufwertung
bestehender Grünräume. Auf den Grünflächen entlang des Gartenwegs wird ein Potenzial
für einen inklusiven Gemeinschaftsgarten gesehen.
Zudem wird die Aufwertung öffentlicher Wege mit Blühwiesen und Sitzmöglichkeiten
mehrfach geäußert. Einige Beiträge thematisieren auch die nachhaltige Entwicklung der
Grünflächen im Umfeld der Freizeit- und Sportangebote.
Die fünf Beiträge in Langel beziehen sich vor allem auf den Wunsch nach mehr Grün
auf öffentlichen Straßen bzw. den Ersatz der weggefallenen Bäume Am Weingartsberg.
Zudem wird die Qualität der Gehwege Auf dem Damm kritisiert und die Erweiterung der
Straßenbahnlinie 7 wurde thematisiert. An der Kirche in der Heinrich-Klein-Straße besteht
zudem der Wunsch nach einem Trinkbrunnen. In den vier Beiträgen für Libur wird vor
allem der Erhalt der umgebenden Feld- und Grünflächen betont, die für das Klima und die

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Naherholung vor Ort wichtig sind. In einem Beitrag wird gefordert, die Bebauung weiter ein­
zuschränken und den vorhandenen Grünflächen mehr Schutz zu gewähren.
Des Weiteren ist Infrastruktur ein Thema: Der Ausbau der A 59 wird kritisiert und es fehle ein
Radweg von Wahn nach Zündorf entlang der Liburer Straße.
4.7.2 Maßnahmenbündelung für Zündorf, Langel und Libur
Die Beiträge der drei Stadtteile lassen sich in folgenden Maßnahmenbündel
zusammenfassen:
	– M1: Schaffung von Grünverbindungen
	› Insbesondere entlang der Rheinaue und in den Siedlungsbereichen
	– M2: Verbesserung der Pflege
	› Zum Beispiel durch Wiederbepflanzung von Straßengrün in Langel und der
Freiflächen in der Groov durch größere Mülleimer, Freischnitt des Blicks auf den
Rhein am Leinpfad
	– M3: Verbesserung der ökologischen Vielfalt
	› Zum Beispiel in der Groov durch Blühwiesen an öffentlichen Wegen sowie Erhalt
der Feld- und Grünflächen in Libur
	– M4: Verbesserung der Verkehrssituation
	› Zum Beispiel der Sicherung des Schulwegs in Zündorf sowie der Schaffung eines
Radweges von Wahn nach Zündorf entlang der Liburer Straße
Abbildung 25: Maßnahmenkarte Zündorf, Langel und Libur

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5. Fazit
5.1 Zusammenfassung
Die Ergebnisse der Beteiligung im Stadtbezirk Porz zeigen deutlich, dass Grünflächen,
Klimaresilienz und Aufenthaltsqualität zentrale Anliegen der Bevölkerung sind. Insgesamt
wurden über 550 Beiträge und Kommentare eingereicht – ein Beleg für das große
Engagement der Bürger*innen. Das wichtigste Themenfeld war mit Abstand „Mehr Grün“:
187 Beiträge befassten sich mit zusätzlicher Bepflanzung, Entsiegelung und Maßnahmen
zur Klimaanpassung. Besonders häufig wurden Baumpflanzungen, Dach- und Fassaden­
begrünungen sowie grüne Gestaltung von Straßen und Plätzen gefordert. Die Teilnehmen­
den verknüpften diese Forderungen eng mit dem Ziel, Hitzeinseln zu vermeiden und die
Lebensqualität in den dicht bebauten Stadtteilen zu erhöhen.
Auch im Bereich „Mehr Vielfalt“ wurde ein breites Spektrum an Wünschen formuliert. Neben
dem Schutz bestehender Biotope und Grünräume (zum Beispiel Gremberger Wäldchen,
Rheinaue) stehen neue Ideen im Vordergrund, die ökologische und soziale Aspekte ver­
binden – etwa Gemeinschaftsgärten, essbare Landschaften oder multifunktional gestaltete
Quartiersplätze. Damit wird deutlich, dass Grünräume zunehmend als Orte sozialer
Begegnung und lokaler Identität verstanden werden.
Das Themenfeld „Weniger Konflikte“ zeigt, dass Sauberkeit, Verkehrssicherheit und
Pflegequalität entscheidende Faktoren für die Nutzbarkeit öffentlicher Räume sind.
Defizite in der Pflege, fehlende Nachpflanzungen, unübersichtliche Verkehrsräume und
wild parkende Autos wurden vielfach kritisiert. Eine gezieltere Pflege und eine bessere
Organisation von Verantwortung zwischen Stadt, Wohnungsbaugesellschaften und
Bürger*innen gilt als Voraussetzung für dauerhafte Qualitätssteigerung.
Ergänzend dazu verdeutlichen die Beiträge zu „Punktuellen Maßnahmen“, dass kleine
Eingriffe – wie zusätzliche Mülleimer, Sitzgelegenheiten, Trinkbrunnen oder Beleuchtung –
bereits große Wirkung auf die alltägliche Aufenthaltsqualität entfalten können.
Übergreifend wurden drei Schwerpunktthemen identifiziert: Entsiegelung, Pflege vorhan­
dener Grünflächen und Straßenbegleitgrün. Die Entsiegelung wird als zentrales Instrument
zur Klimaanpassung gesehen – nicht nur für Neubauprojekte, sondern vor allem im Bestand.
Bürger*innen fordern verbindliche Vorgaben, finanzielle Anreize und ein klares stadtweites
Programm, um Asphaltflächen in lebendige, grüne Räume zu verwandeln. Ebenso groß ist
der Wunsch nach einer systematischen und ökologisch orientierten Pflege der bestehenden
Grünflächen, insbesondere in Parks, an Straßenrändern und Spielplätzen. Die Aufwertung
des Straßenbegleitgrüns entlang der Hauptachsen – etwa Siegburger Straße, Kölner Straße
oder Laurenz-Kiesgen-Straße – wird als Schlüsselmaßnahme zur Verbesserung des Stadt­
klimas genannt.

43
5.2 Reflexion
Insgesamt spiegeln die Rückmeldungen eine klare Haltung wider: Porz soll grüner, klima­
freundlicher und lebenswerter werden. Die Bevölkerung erwartet, dass die Stadt Köln den
Masterplan Stadtgrün nutzt, um die Ergebnisse der Beteiligung in konkrete Maßnahmen
umzusetzen – von der strategischen Entsiegelung über die Pflegeoffensive bis zur klima­
festen Gestaltung zentraler Plätze wie dem Poller Marktplatz oder der Neuen Mitte Porz.
Der Masterplan bietet damit die Grundlage, im Bezirk Porz langfristig eine klimaangepasste
Stadtentwicklung und bürgerschaftlich getragene Grünplanung zu etablieren.
Abbildung 26: Abschlusskarte

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Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Der Grünraum im Bezirk Porz. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
Abbildung 2: Übersicht der Kategorien für den Gesamtbezirk . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
Abbildung 3: Die beiträge in der Kategorie „Mehr Grün“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
Abbildung 4: Die Beiträge in der Kategorie „Mehr Vielfalt“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13
Abbildung 5: Die Beiträge in der Kategorie „Weniger Konflikte“ . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
Abbildung 6: Die Beiträge der Kategorie „Punktuelle Maßnahmen“. . . . . . . . . . . . . . . 15
Abbildung 7: Ideenspeicher aus der Kategorie „Punktuelle Maßnahmen“ . . . . . . . . . . . 16
Abbildung 8: Beiträge für Entsiegelung und Neupflanzungen im Porzer Norden . . . . . . . 20
Abbildung 9: Beiträge für Entsiegelung und Neupflanzungen im Porzer Süden . . . . . . . 20
Abbildung 10: Zusammenfassung der Beiträge im Plenum der Bürger*innenwerkstatt . . . 21
Abbildung 11: Verortung der Beiträge in Poll . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22
Abbildung 12: Maßnahmenkarte Poll. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23
Abbildung 13: Maßnahmenkarte für den Poller Marktplatz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
Abbildung 14: Verortung der Beiträge in Westhoven und Ensen . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
Abbildung 15: Maßnahmenkarte Westhoven und Ensen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28
Abbildung 16: Verortung der Beiträge in Gremberghoven, Finkenberg und Eil . . . . . . . . 29
Abbildung 17: Maßnahmenkarte Gremberghoven, Finkenberg und Eil . . . . . . . . . . . . . 31
Abbildung 18: Verortung der Beiträge in Porz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32
Abbildung 19: Maßnahmenkarte Porz-Mitte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35
Abbildung 20: Verortung der Beiträge in Urbach, Elsdorf und Grengel . . . . . . . . . . . . . 36
Abbildung 21: Maßnahmenkarte Urbach, Elsdorf und Grengel . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37
Abbildung 22: Verortung der Beiträge in Wahn, Wahnheide und Lind. . . . . . . . . . . . . . 38
Abbildung 23: Maßnahmenkarte Wahn, Wahnheide und Lind . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39
Abbildung 24: Verortung der Beiträge in Zündorf, Langel und Libur. . . . . . . . . . . . . . . 40
Abbildung 25: Maßnahmenkarte Zündorf, Langel und Libur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41
Abbildung 26: Abschlusskarte. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43