Museumsdienst der Stadt Köln erweitert mehrsprachige Führungen in Kölner Museen; 180 kostenfreie Führungen in Herkunftssprachen 2024 Beantwortung Dezernat, Dienststelle VII/4522 Vorlagen-Nummer 27.04.2026 0839/2026 Beantwortung einer mündlichen Anfrage aus einer früheren Sitzung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration 09.06.2026 Ausbau mehrsprachiges Angebot in Kölner Museen Mündliche Anfrage In der Sitzung des Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration vom 13.01.2026 er- innerte Anna Maria Klimaszewska-Golan daran, dass in der letzten Wahlperiode zunächst eine Anfrage und anschließend ein Antrag zu sieben neuen Sprachen in Kölner Museen gestellt worden sei. Dieser Antrag vom 12.12.2023 (2929/2023) sei beschlossen worden, und der Rat der Stadt Köln habe den Museumsdienst im Dezember 2023 beauftragt, die mehrsprachigen Angebote in den Museen auszubauen. Ziel sei gewesen, neben Deutsch und Englisch auch die meistgesprochenen Sprachen der Stadt zu berücksichtigen, um auf die wachsende Diversität zu reagieren und die Zugänglichkeit für alle Kölner*innen zu verbessern. Vorzusehen seien konkrete Maßnahmen auf Grundlage einer Analyse der sprachlichen Bedarfe sowie Projekte in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Mehrsprachigkeit und Integration. Da seit dem Ratsbeschluss rund drei Jahre vergangen seien, bittet sie die Verwaltung um Aus- kunft, welche Maßnahmen der Museumsdienst bislang umgesetzt habe und wie der aktuelle Sachstand sei. Antwort der Verwaltung Mit Mitteln der Kulturentwicklungsplanung (KEP) wurde gemäß dem Auftrag des Rates der Stadt Köln das mehrsprachige Vermittlungsangebot des Museumsdienstes erweitert. Das Pub- likum in Köln und Umgebung mit eigener oder familiärer Einwanderungsgeschichte sowie eige- ner Herkunftssprache ist für den Museumsdienst eine wichtige Zielgruppe. Mehrsprachigkeit dient hier sowohl dem Abbau von Barrieren, die eine aktive Teilnahme an Angeboten von Mu- seen erschweren, als auch als wertschätzende Einladung zur Begegnung im Museum. Ein Großteil der Mittel wurde dafür eingesetzt, Führungen mit Hilfe von freien Mitarbeiter*innen der Herkunftssprachen zu konzipieren und durchzuführen sowie Beziehungen in die jeweiligen Communities aufzubauen. 2024 wurden in den städtischen Museen 180 kostenfreie öffentliche Führungen in Herkunftssprachen durchgeführt. Das Portfolio umfasste insgesamt 10 Herkunfts- sprachen (englisch, französisch, italienisch, spanisch, türkisch, polnisch, ukrainisch, russisch, kurdisch, chinesisch) und deckte damit mit Ausnahme von Arabisch die meistgesprochenen Sprachen in Köln ab. Hinzu kamen digitale Angebote wie Übersetzungen von Audioguides oder virtuellen Ausstellungsrundgängen. Durch begleitende Community-Arbeit und weitere Kommunikationsmaßnahmen konnte ein treues Stammpublikum aufgebaut und das Angebot in der jeweiligen Zielgruppe bekannt ge- macht werden. Das Feedback war äußerst positiv. 2 Im Anschluss an die Anschubfinanzierung durch die KEP führt der Museumsdienst das mehr- sprachige Angebot nun mit eigenen Mitteln weiter. Aufgrund der prekären Haushaltslage gelingt dies nur durch Einsparungen an anderen Stellen im öffentlichen Programm und durch die nach- frageabhängige Ausdünnung des herkunftssprachlichen Portfolios in Frequenz und Umfang. Ziel ist, alle bisherigen Sprachen weiter zu bedienen und weiterhin in allen neun Museen her- kunftssprachliche Führungen anbieten zu können. Link: Museenkoeln – Führungen in verschie- denen Sprachen Neben den Angeboten in Herkunftssprachen baut der Museumsdienst weiter Kooperationen zum Thema Deutsch als Zweitsprache aus. In Kooperation mit der Kölner VHS, Arbeit und Le- ben NRW sowie dem ZMI – Zentrum für Mehrsprachigkeit und Integration werden Integrations- kursen der VHS kostenfreie Workshops in den Museen ermöglicht, die den Spracherwerb und Teilhabe fördern. Gez. Charles --- Source: https://ratsinformation.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=1091584&type=do sdDatePublished: 2026-04-27T14:23:00Z Topics: culture, library and museum, language, integration policy, diversity, equity and inclusion, immigration, local authority Locations: Köln