Landkreis Unterallgäu Bevölkerungswachstum in Schwaben; 8,6% Zuwachs im Landkreis Unterallgäu bis 2044

Regionalisierte Bevölerungsvorausberechnung Schwaben

Ergebnisse für Schwaben – Regionalisierte Bevölkerungs- vorausberechnung bis 2044 für den Freistaat, die Regierungs- bezirke und die kreisfreien Städte und Landkreise Schwaben mit deutlichem Bevölkerungswachstum

In Schwaben wird vor allem im Landkreis Unterallgäu und in der Stadt Kaufbeuren ein starkes Bevölkerungswachstum vorausberechnet. Auch für den Regierungsbezirk ins- gesamt werden deutlich steigende Bevölkerungszahlen erwartet. Nach der aktuellen Vorausberechnung steigt die Bevölkerungszahl Schwabens bis zum Jahr 2044 um etwa 100 000 Personen auf 2,03 Millionen Einwohner an. Ausgehend von 1,93 Millionen Personen Ende 2024 entspricht das einem Plus von 5,2 Prozent. Der deutliche Anstieg der Einwohnerzahlen ist auf die voraussichtlich an- haltend hohen Wanderungsgewinne Schwabens zurückzuführen. Starke Zuwächse werden für den Landkreis Unterallgäu (+8,6 Prozent) und die Städte Kaufbeuren (+8,0 Prozent) und Memmingen (+7,5 Prozent) vorausberechnet. Die Stadt und der Landkreis Augsburg werden mit 3,8 bzw. 6,7 Prozent bis zum Jahr 2044 ebenfalls deutlich an Bevölkerung gewinnen. Eine weitgehend konstante Entwicklung können zum Beispiel die Landkreise Lindau (Bodensee) und Donau-Ries erwarten (jeweils +2,2 Prozent). Durchschnittsalter erhöht sich bis zum Jahr 2044 um eineinhalb Jahre

Veränderungen gibt es nicht nur bei den Einwohnerzahlen, sondern auch bei der al- tersstrukturellen Zusammensetzung der Bevölkerung. So steigt das Durchschnittsalter in Schwaben um 1,5 Jahre auf 45,7 Jahre im Jahr 2044 an. Es reicht dann von 44,5 Jahren in der Stadt Augsburg (+1,7 Jahre) bis zu 47,4 Jahren im Landkreis Lindau am Bodensee (+1,7 Jahre). Von einem tendenziell steigenden Durchschnittsalter sind alle kreisfreien Städte und Landkreise betroffen, auch die, die in den kommenden Jah- ren mit deutlicheren Bevölkerungszuwächsen rechnen können.

Seite 2 von 2 Ergebnisse für Schwaben – Demographie-Spiegel bis 2038 für alle bayerischen Gemeinden Bereits bis 2038 wird in Schwaben ein deutliches Bevölkerungswachstum unter ande- rem in den Städten Kaufbeuren (+6,1 Prozent) und Memmingen (+5,5 Prozent) erwar- tet. Insgesamt wird die Bevölkerungszahl des Regierungsbezirks bis zum Jahr 2038 um etwa 77 000 Personen auf 2,01 Millionen Einwohner ansteigen (+4,0 Prozent). Für die Bezirkshauptstadt Augsburg wird bis 2038 ein leichtes Plus der Bevölkerungs- zahl von 2,4 Prozent erwartet, Bayern insgesamt wächst bis 2038 um 1,7 Prozent. Mehr als zwei Drittel (231) der 340 schwäbischen Gemeinden können laut den Ergeb- nissen des Demographie-Spiegels bis zum Jahr 2038 ein deutliches Bevölkerungs- wachstum von mindestens 2,5 Prozent erwarten. Das reicht bis zu einem Zuwachs von 17,0 Prozent in der Gemeinde Rückholz im Landkreis Ostallgäu. Gut ein Viertel (91) der Gemeinden weisen eine eher konstante Bevölkerungsentwicklung auf. Insgesamt 18 Gemeinden werden voraussichtlich einen Bevölkerungsrückgang um mindestens 2,5 Prozent zeigen. Die im Durchschnitt jüngste Gemeinde findet sich im Jahr 2038 mit 40,5 Jahren in der Gemeinde Niederschönenfeld im Landkreis Donau-Ries (+0,7 Jahre). Mit durchschnitt- lich 50,3 Jahren wird die Bevölkerung der Gemeinde Wasserburg (Bodensee) im Land- kreis Lindau (Bodensee) die älteste in Schwaben sein (+1,4 Jahre). In Schwaben ins- gesamt steigt das Durchschnittsalter bis 2038 auf 45,4 Jahre an (+1,2 Jahre).

Hinweise: Die jährlich aktualisierte Regionalisierte Bevölkerungsvorausberechnung liefert Ergebnisse für Bayerns kreisfreie Städte und Landkreise, die Regierungsbezirke und den Freistaat insgesamt. Der ca. alle drei Jahre berechnete Demo- graphie-Spiegel stellt Ergebnisse für Bayerns 2056 Gemeinden zur Verfügung. Weitere Ergebnisse sowie die Methodik, die Datengrundlage und die Annahmen der beiden Bevölkerungsvorausbe- rechnungen enthält der Begleitartikel in der Monatszeitschrift „Bayern in Zahlen“, Ausgabe 04/2026.

In unserer Datenbank GENESIS-Online finden Sie Ergebnisse zu beiden Bevölkerungsvorausberechnungen.