TU Hamburg (TUHH) öffnet Labore und Forschungswerkstätten in Hamburg; 170 Hamburgerinnen nehmen an praxisnahen Workshops teil

TUHH: Girls’ Day: Wissenschaft ist keine Männerdomäne

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Girls’ Day: Wissenschaft ist keine Männerdomäne

MINT im Aufwind: Mehr als ein Drittel aller Studienanfänger in Mathematik, Informatik sowie den Natur- und Ingenieurswissenschaften waren 2024 laut statistischem Bundesamt Frauen. Ein Höchststand, der aber immer noch Luft nach oben lässt. Zum Girls’ Day 2026 öffnete die Technische Universität Hamburg (TUHH) deshalb erneut ihre Labore und Forschungswerkstätten für rund 170 Hamburger Schülerinnen. Praxisnahe Workshops gaben den jungen Teilnehmerinnen zwischen 10 und 16 Jahren dabei Einblick in die verschiedenen Forschungsbereiche der Universität und boten die Möglichkeit, selbst tätig zu werden.

Erste Schritte in die Wissenschaft

„Technologie ist keine Männerdomäne“, stellte Prof. Irina Smirnova, Vizepräsidentin für Forschung an der TU Hamburg, bei ihrer Begrüßung im Audimax I klar. „Wissenschaft wird auch von Frauen gemacht. Deshalb brauchen wir euch, um die Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Alles beginnt mit einem ersten Schritt – und euer erster Schritt ist heute.“ Mit Blick auf ihre eigene Wissenschaftskarriere merkte sie außerdem an: „Vielleicht steht eine von euch in 20 Jahren hier in meiner Funktion und begrüßt die nächste Generation junger Mädchen.“

Auch Prof. Anna-Lena Heins, Leiterin des Instituts für Bioprozess- und Biosystemtechnik, gewährte persönliche Einblicke in ihre Wissenschaftskarriere und gab zugleich eine kurze Einführung in Biotechnologien. Im Anschluss teilte Elnaz Hadjiloo, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geotechnik und Baubetrieb, ihre Begeisterung für das Bauingenieurwesen mit den Schülerinnen. Abschließend stellte Studentin Sandra Ohlhäuser anhand eines ausgestellten Tretboots das Schiffbau-Studium vor.

Im Rahmen einer Campusführung gab es für die Teilnehmerinnen außerdem die Gelegenheit, Fragen rund um das Studium und den Wissenschaftsalltag direkt an TU-Studierende zu richten. In Gruppen ging es anschließend zu den quer über den Campus verteilten Workshops, für die sich die Mädchen im Vorfeld auf der Seite des Girls Day anmelden konnten.

Hier erlebten die Teilnehmerinnen hautnah das ganze Spektrum wissenschaftlicher Forschung an der TUHH: vom Start einer Rakete mit Luft- und Wasserantrieb über die Mathematik hinter Wettervorhersagen und Suchmaschinen bis hin zur Konstruktion solarbetriebener Boote. Die Mischung aus Theorie und Praxis zeigte eindrucksvoll, wie abwechslungsreich technische Berufe sein können – sogar an ungewöhnlichen Orten wie dem Nordpol, wie es der Schiffbau-Workshop demonstrierte.

Die Nachfrage nach den 14 Workshops war enorm. Nina Schulte, Koordinatorin Nachwuchsförderung an der TUHH, freute sich über den großen Andrang: „Ich bin begeistert, wie viele tolle Workshops jedes Jahr zustande kommen und dass wir auch dieses Jahr wieder so schnell ausgebucht waren. Es ist eine Freude, so viele junge Mädchen für die TUHH und die Forschung begeistern zu können.“

Der Girls’ Day wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Nach Angaben der Veranstalter standen seit 2001 mehr als 2,5 Millionen Plätze für Kinder- und Jugendliche zur Verfügung.

Arbeiten an der TU Hamburg

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Von Raketenstarts bis zu solarbetriebenen Booten: 170 Schülerinnen entdecken TU-Campus

Prof. Irina Smirnova, Vizepräsidentin für Forschung an der TUHH, teilt mit den Schülerinnen ihre Begeisterung für MINT-Fächer - und erzählt dabei auch von ihrem eigenen wissenschaftlichen Lebensweg

Rund 170 Mädchen hören im Audimax I dem Vortrag von Prof. Irina Smirnova zu

Studentin Sandra Ohlhäuser stellt anhand eines Tretboots das Schiffbau-Studium an der TUHH vor

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Ready for Take-off: die selbstgebastelten Raketen vor dem Start

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