mevido HZV GmbH Betrieb der medizinischen Versorgungszentren in Berlin (Pankow, Tempelhof); Löhne gesichert über Insolvenzgeld

mevido HZV GmbH: Betrieb der medizinischen Versorgungszentren gesichert

Betrieb der medizinischen Versorgungszentren gesichert 27. April 2026 Gerichtliche Sanierung bei der mevido HZV GmbH: Betrieb der medizinischen Versorgungszentren gesichert (Berlin, 27. April 2026) Das Amtsgericht Charlottenburg hat mit Beschluss vom 7. April 2026 ein… weiterlesen Interview zur Insolvenzwelle: Frühes Handeln schafft Perspektiven 24. April 2026 In Anbetracht der aktuellen Situation vieler Unternehmen gehen unsere Experten im Interview für eine Sonderpublikation des Handelsblatts auf Krisenursachen und Lösungswege ein. Die Zahl der… weiterlesen Insolvenz: PORKY Gröden Schweinezucht und MAST GmbH eröffnet 21. April 2026 Insolvenzverfahren der PORKY Gröden Schweinezucht und MAST GmbH eröffnet: Landwirtschaftlicher Betrieb will sich mithilfe eines Investors neu aufstellen (Jessen, 15. April 2026) Am 1. April 2026… weiterlesen alle Nachrichten

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TeamJoachim Voigt-SalusOliver SietzDr. Daria SalusThomas EllrichLothar BoelsenDr. Franz ZilkensPeter HoubenMichael SietzStephanie HotoppJana SeifertJakob KrischerMichael PfüllerSimone SchumacherLars DrenckhanEmil Eminov

Gerichtliche Sanierung bei der mevido HZV GmbH: Betrieb der medizinischen Versorgungszentren gesichert

(Berlin, 27. April 2026) Das Amtsgericht Charlottenburg hat mit Beschluss vom 7. April 2026 ein vorläufiges Insolvenzverfahren über das Vermögen der mevido HZV GmbH angeordnet. Der Betrieb des medizinischen Versorgungszentrums mit zwei allgemeinmedizinischen Praxen in Berlin läuft uneingeschränkt weiter.

Ziel ist es nun, den Praxisbetrieb der beiden Standorte in Pankow und Tempelhof zu stabilisieren und eine geeignete Fortführungslösung für mevido zu finden.

Nach Einschätzung des vorläufigen Insolvenzverwalters, Rechtsanwalt Joachim Voigt-Salus, sind die Voraussetzungen hierfür gegeben. „mevido hat eine hohe Bedeutung für die medizinische Versorgung der Menschen in den beiden Stadtteilen. Erste Sanierungsmaßnahmen konnten bereits umgesetzt werden. So sind die Löhne und Gehälter der Ärzte und medizinischen Fachangestellten über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit für die Monate März, April und Mai gesichert. Ich bin daher zuversichtlich, dass das Versorgungszentrum aus dieser schwierigen Situation herausgeführt werden kann und wir gemeinsam mit einem geeigneten Betreiber eine tragfähige Lösung für eine langfristige Perspektive des Unternehmens finden werden“, erklärt Rechtsanwalt Joachim Voigt-Salus.

Der Betrieb wird auch während des gerichtlichen Sanierungsverfahrens uneingeschränkt fortgeführt. Die Versorgung der Patienten an beiden Standorten ist damit weiterhin sichergestellt. „Für unsere Patienten ändert sich nichts. Unsere Öffnungszeiten bleiben bestehen und unsere Ärzte stehen weiterhin unter anderem für die hausärztliche Versorgung, Videosprechstunden sowie bei Fragen zu Herzgesundheit, Innere Medizin und Diabetologie zur Verfügung. Niemand muss sich Sorgen machen, dass es im Zuge des Verfahrens zu Einschränkungen kommt“, ist sich Geschäftsführer Dr. Edoardo Viviano sicher.

Zur Abstützung der Geschäftsleitung bei verschiedenen operativen, strategischen und kaufmännischen Themenkreisen sowie zur Umsetzung des Sanierungskonzepts wurden Unternehmensberater Simon Leopold und sein Kollege Sascha Platen gemeinsam mit ihrem Team von ABG Consulting-Partner eingebunden. „Im Rahmen dieses Konzepts verantworten wir auch den Investorenprozess. Ziel ist es, einen leistungsstarken und passenden Partner zu gewinnen, der eine langfristige Fortführung von mevido ermöglicht. Die Investorensuche hat begonnen und mit ersten Interessenten sind wir bereits im Gespräch“, so Simon Leopold.

Zu schnelle Expansion und verzögerte Zulassungen verursachten Engpässe

Zur wirtschaftlichen Krise kam es insbesondere infolge eines zu rasch vorangetriebenen Expansionsvorhabens. Nach derzeitiger Einschätzung wurde der Wachstumskurs in zu kurzer Zeit und somit einer zu hohen Dynamik umgesetzt. Hinzu kam, dass es bei den erforderlichen Zulassungen für den operativen Ausbau durch die Kassenärztliche Vereinigung und weiteren zuständige Stellen zu zeitlichen Verzögerungen kam. Diese langwierigen Verfahren führten dazu, dass mevido geplante Schritte nicht im vorgesehenen Zeitrahmen umsetzen konnte und sich die wirtschaftlichen Belastungen weiter verschärften. Da sich die angespannte Liquiditätssituation im außergerichtlichen Rahmen nicht mehr nachhaltig stabilisieren ließ, meldete der Geschäftsführer pflichtgemäß und folgerichtig eine gerichtliche Sanierung an. Der vorläufige Insolvenzverwalter geht derzeit davon aus, dass das aktuell vorläufige Verfahren Anfang Juni eröffnet werden kann.

Die mevido HZV GmbH ist ein ärztlich geführtes medizinisches Versorgungszentrum mit Sitz in Berlin und zwei Standorten in Tempelhof und Pankow. Am Standort Tempelhof umfasst das Leistungsspektrum insbesondere die hausärztliche Versorgung, Innere Medizin und Kardiologie. Der Standort Pankow ist auf diabetologische Leistungen ausgerichtet. Beide Praxen stehen für eine evidenzbasierte, patientenorientierte ambulante Versorgung, die durch moderne Diagnostik und digitale Praxisprozesse unterstützt wird. Ziel ist eine ganzheitliche Betreuung der Patienten und die Entlastung nachgelagerter Versorgungsstrukturen.