Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg fördert Reallabor für KI und Robotik am KI-Fortschrittszentrum; rund zwei Millionen Euro bis Februar 2028

Rund zwei Millionen Euro für Innovationen in KI und Robotik: Beteiligungsportal Baden-Württemberg

Rund zwei Millionen Euro für Innovationen in KI und Robotik

Das Land fördert das „Reallabor für rechtskonforme KI und Robotik am KI-Fortschrittszentrum“ mit rund zwei Millionen Euro. Mit dem Reallabor werden Mittelstand und Start-ups bei ambitionierten KI-Projekten unterstützt.

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus fördert das„Reallabor für rechtskonforme KI und Robotik am KI-Fortschrittszentrum“bis Februar 2028 mit rund zwei Millionen Euro. Ziel des Reallabors ist es, gemeinsam mit Unternehmen technische, organisatorische und rechtliche Herausforderungen von konkreten Innovationsprojekten in den BereichenKünstliche Intelligenz (KI)undRobotikzu analysieren und erfolgreiche Lösungen dafür zu entwickeln.

„KI und Robotik sind Schlüsseltechnologien für die baden-württembergischeWirtschaft. Mit dem Reallabor unterstützen wir Mittelstand undStart-upsbei ambitionierten KI-Projekten und sorgen dafür, dass dieeuropäische KI-Regulierungnicht zum Bremsklotz fürInnovationenwird“, sagt Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus zum Projektstart.

Zudem soll das Reallabor im Sinne des „regulatorischen Lernens“ Empfehlungen für eine innovationsfreundliche Durchführung und Weiterentwicklung des gesetzlichen Rahmens für KI erarbeiten. Neben der KI-Verordnung stehen dabei auch weitere Gesetze wie dieMaschinenverordnung der Europäischen Union (EU)und dieDatenschutz-Grundverordnungim Fokus, da das Zusammenspiel der verschiedenen Regulierungen in der Praxis zusätzliche Fragen für die Unternehmen aufwirft.

Das Reallabor wird gemeinsam von demFraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA), demFraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO)und derUniversität Stuttgartbetrieben. Die Forschungseinrichtungen stellen im Rahmen des Reallabors fachliche Kompetenz, technische Infrastrukturen und ein breites Ökosystem von Partnerinnen und Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft bereit.

Dem Projekt war eine Pilotphase vorausgegangen, die bereits kurz nach Inkrafttreten derEU-KI-Verordnungim November 2024 begann und im Dezember 2025 erfolgreich abgeschlossen wurde. In diesem Zeitraum wurden 15 konkrete KI-Projekte aus baden-württembergischen Unternehmen im Rahmen von sogenannten „Legal Quick Checks“ bearbeitet. Der Schwerpunkt lag dabei auf Anwendungen in Industrie und Robotik.

In einem nächsten Schritt wird das Reallabor nun in das„KI-Fortschrittszentrum Lernende Systeme und Kognitive Robotik“integriert und weiter ausgebaut. Das 2019 mit Förderung des Landes gestartete KI-Fortschrittszentrum ist auf den Technologietransfer aus der KI-Spitzenforschung in kleine und mittlere Unternehmen sowie den Mittelstand spezialisiert. Es hat bereits mit über 300 Unternehmen an konkreten KI-Innovationsprojekten zusammengearbeitet.

Bisher konzentrierte sich das KI-Fortschrittszentrum dabei auf technologische Aspekte von KI-Innovationen. Mit dem neuen Reallabor werden zukünftig auch gezielt die wachsenden regulatorischen Anforderungen und Herausforderungen berücksichtigt. Durch diesen breiteren Ansatz soll der Weg für mehr KI- und Robotik-Innovationen made in Baden-Württemberg geebnet und der Technologietransfer von der Forschung in eine erfolgreiche Kommerzialisierung noch besser unterstützt werden.

Interessierte Unternehmen aus Baden-Württemberg können sich bis 21. Mai mit ihren konkreten KI- und Robotik-Innovationsvorhaben auf einen der vom Land geförderten„Quick Checks“ im Reallabor bewerben.

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus

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