WIN-Initiative investierte 2,64 Milliarden Euro in Deutschland; 61 Prozent des Kapitals landeten in Deutschland

WIN-Initiative: Wachstumskapital in Höhe von 2,64 Milliarden Euro investiert - Bundesfinanzministerium - Presse

Erster Jahresreport derKfWin Kooperation mit der Bundesregierung: Guter Start bei der Umsetzung derWIN-Initiative für Wachstums- und Innovationskapital

2,64Mrd.EuroWIN-Commitmentswurden investiert; 61 Prozent des Kapitals landet in Deutschland – vorwiegend in Unternehmen in fortgeschrittenen Wachstumsphasen

Start-up- undScale-up-Standort Deutschland auch durch gezielteWIN-Maßnahmen gestärkt

Die WIN-Initiative – Wachstums- und Innovationskapital für Deutschland hat bei der Umsetzung einen guten Start hingelegt. Das geht aus dem ersten Jahresreport der Initiative hervor, den dieKfWin Kooperation mit der Bundesregierung erstellt hat. Seit der Gründung der Initiative durch das Bundesfinanzministerium und das Bundeswirtschaftsministerium, das Kanzleramt, dieKfW, Unternehmen und Verbände im September 2024 wurden bis Ende vorigen Jahres 2,64 MilliardenEuroim Markt investiert.

Hierzu zählen Beteiligungen an jungen Unternehmen – als direkte Investments, überVenture-Capital-Fondsoder -Dachfonds. Weitere Investitionen umfassen etwa Fremdkapital für diese Unternehmen. Das Ziel ist, bis 2030 Investitionen von zwölf Milliarden Euro zu erreichen. Im Auftrag der Bundesregierung koordiniert dieKfWdieWIN-Initiative.

Die Aufteilung der zugesagten Investitionen zeigt laut den verfügbaren Daten einen klaren Schwerpunkt auf dem deutschen und europäischen Markt (61 und 37 Prozent). Rund 67 Prozent der Milliardensumme flossen inScale-up-Unternehmen in fortgeschrittenen Wachstumsphasen. Demgegenüber gingen zehn Prozent anStart-ups, also jüngere Unternehmen, 18 Prozent landeten als Startkapital (Seed Capital) in der Gruppe der jüngsten Unternehmen.

Ein Großteil der Mittel fließt gemäß den vorliegenden Angaben in klassischeVenture-Capital-Fonds(51 Prozent). Direktinvestitionen in Unternehmen machen acht Prozent aus,Venture-Capital-Dachfondssechs Prozent. Bei den sonstigen Instrumenten spielt Fremdkapital (Venture Debt) eine übergeordnete Rolle (insgesamt 36 Prozent). Thematisch konzentrieren sich Investitionen in junge innovative Unternehmen lautVenture-Capital-DashboardvonKfWResearchauf künstliche Intelligenz, Klima- sowie Sicherheits- und Verteidigungstechnologien.

DieWIN-Initiative will die steuerlichen, rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen in Deutschland so verbessern, dass junge und innovative Unternehmen leichter an privates Kapital kommen. Im Rahmen derWIN-Initiative haben die Teilnehmer zugesagt, im Zusammenspiel mit der Politik dieStart-up-Landschaft in Deutschland und Europa durch zehn Maßnahmen strukturell zu stärken. Sechs dieser Maßnahmen sind bereits umgesetzt. Zwei befinden sich planmäßig in der Umsetzung, zwei weitere in Prüfung.

Aufbauend auf den bisherigen Erfolgen arbeitet die Initiative derzeit intensiv an einer Fortsetzung. Im Mittelpunkt steht dabei das Ziel aus dem Koalitionsvertrag, das mit derWIN-Initiative mobilisierte Kapital auf über 25 Milliarden Euro mehr als zu verdoppeln.

Vizekanzler und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil: „Wir arbeiten weiter daran, die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschafts- und Innovationsstandorts Deutschland zu stärken. Wir wollen in zentralen Bereichen Technologieführerschaft erreichen. DieWIN-Initiative ist ein wichtiger Baustein für Innovationen in Deutschland. Es ist eine sehr gute Nachricht, dass hierüber bereits 2,6 Milliarden Euro in Unternehmen investiert wurden. Mit dem Standortfördergesetz hat die Bundesregierung außerdem die Rahmenbedingungen für junge und innovative Unternehmen maßgeblich verbessert. Das schafft die Arbeitsplätze von morgen und stärkt unsere Souveränität.“

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche:„Wir brauchen in Deutschland mehr privates Wagniskapital, damit unsere Start- undScale-upsihre Ideen erfolgreich umsetzen können. Mit derWIN-Initiative haben wir bereits rund 2,6 Milliarden Euro für junge, innovative Unternehmen mobilisiert. Das ist ein starkes Signal für das deutscheStart-up-Ökosystem. Aber wir wollen und können noch mehr erreichen. Deshalb legen wir jetzt die nächste Generation von Programmen auf – für mehr Investitionen in Zukunftstechnologien und einen wettbewerbsfähigen Standort Deutschland.“

Stefan Wintels, Vorstandsvorsitzender derKfW:„Angesichts des beschleunigten technologischen und wirtschaftlichen Wandels ist ein kapitalstarkesVenture-Capital-Ökosystem heute mehr denn je Voraussetzung für nachhaltige Innovationskraft und internationale Wettbewerbsfähigkeit. Der Schulterschluss zwischen Unternehmen, Verbänden und politischen Akteuren unter derWIN-Initiative markiert einen Meilenstein für die Entwicklung desVenture-Capital-Ökosystems. Der Report zeigt: DieWIN-Initiative stärkt dasVenture-Capital-Ökosystem in Deutschland effektiv und nachhaltig. Dank gemeinsamer Anstrengungen und gezielter Reformen schaffen wir mehr Wachstum und Innovation, bringen frisches Kapital in den Markt und fördern zukunftsfähige Technologien. Das Ergebnis: bessere Finanzierungsbedingungen für junge Unternehmen, mehr Chancen für Investoren und ein starker Impuls für den Wirtschaftsstandort Deutschland.“