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title: "DEAS-Daten (DZA) berichten über Seniorensport in Deutschland und Teilhabe; 54,9% ab 43 Jahren, 34,6% ab 76 Jahren."
sdDatePublished: "2026-04-28T10:09:00Z"
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DEAS-Daten (DZA) berichten über Seniorensport in Deutschland und Teilhabe; 54,9% ab 43 Jahren, 34,6% ab 76 Jahren.

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Schriftliche Stellungnahme zur Sitzung des Ausschusses für
Sport und Ehrenamt am 06. Mai 2026
Thema: „Seniorensport: Bedeutung von Bewegung für
Gesundheit und Teilhabe in einer alternden Gesellschaft“
Sonja Nowossadeck, Deutsches Zentrum für Altersfragen (DZA) Berlin

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Ausschussdrucksache

Ausschuss für Sport und Ehrenamt
21(5)97
Deutscher Bundestag

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Warum ist regelmäßiger Sport auch im Alter wichtig?
Körperliche Aktivität und Sport sind von grundlegender Bedeutung für Gesundheit und
Wohlbefinden und spielen eine zentrale Rolle in der Prävention chronischer Erkrankungen.
Dies gilt auch für ältere Menschen: Körperlich aktive Personen über 65 Jahre haben im
Vergleich zu inaktiven Gleichaltrigen eine geringere Sterblichkeit, insbesondere durch Herz-
Kreislauf-Erkrankungen, sowie ein stärkeres Immunsystem. Zudem bestehen
Zusammenhänge mit einem niedrigeren Risiko für Insulinresistenz, Typ-2-Diabetes,
bestimmte Krebsarten, neurodegenerative Erkrankungen und Stürze (Barengo et al., 2017;
Weyh et al., 2020; Xu et al., 2023). Auch ein erholsamerer Schlaf wird durch körperliche
Aktivität begünstigt (Alnawwar et al., 2023; Jakicic et al., 2019). Darüber hinaus gibt es
Hinweise auf positive Effekte auf kognitive Leistungsfähigkeit (Carvalho et al., 2014) und
Wohlbefinden (Marquez et al., 2020).
Seniorensport als Teil von körperlicher Aktivität im Alter leistet darüber hinaus einen
wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Teilhabe im Alter, da er weit über gesundheitliche
Effekte hinaus soziale Funktionen erfüllt. Gemeinsame Bewegungsangebote schaffen
Begegnungsräume, fördern soziale Kontakte und können Einsamkeit entgegenwirken. Sie
unterstützen zudem den Erhalt von Alltagskompetenzen und Mobilität, was eine
selbstständige Lebensführung und die Teilnahme am öffentlichen Leben erleichtert. Gerade
für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen oder nach biographischen Übergängen
wie dem Renteneintritt bieten solche Angebote strukturierte Möglichkeiten zur Integration
in soziale Netzwerke. Nicht zuletzt stärken sie das Gefühl von Zugehörigkeit und
Selbstwirksamkeit, das für aktive Teilhabe zentral ist.
Was wissen wir zum regelmäßigen Sport im Alter aus den Daten des
Deutschen Alterssurveys (DEAS)?

Informationen zum Deutschen Alterssurvey (DEAS)
Der Deutsche Alterssurvey (DEAS) des Deutschen Zentrums für Altersfragen (DZA) ist eine
repräsentative Quer- und Längsschnittstudie zur Lebenssituation von Menschen in der
zweiten Lebenshälfte in Deutschland. Seit über 20 Jahren werden Frauen und Männer ab 40
Jahren wiederholt befragt, sodass Entwicklungen des Älterwerdens über einen langen
Zeitraum hinweg nachvollzogen werden können. Die Stichprobe basiert auf einer nach Alter,
Geschlecht und Region geschichteten Zufallsauswahl aus Einwohnermelderegistern und ist
repräsentativ für die in Privathaushalten lebende Bevölkerung. Die hier ausgewertete
Erhebung fand von Dezember 2022 bis Juni 2023 statt und umfasste 4.992 Personen ab 43
Jahren. Im Mittelpunkt standen Fragen zur aktuellen Lebenssituation, etwa zu sozialen
Beziehungen, Wohlbefinden, Gesundheit, Erwerbstätigkeit und Freizeitbeschäftigungen, u.a.
zu Sport. Der DEAS wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und
Jugend gefördert und stellt eine zentrale Datengrundlage für die Forschung zum
Älterwerden in Deutschland dar. Die folgenden Befunde stellen einen Auszug einer
Publikation des DZA zur körperlichen Aktivität dar (Nowossadeck & Spuling, 2025).

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Im höheren Alter wird seltener regelmäßig Sport getrieben
Bewegung leistet einen wesentlichen Beitrag zur Gesundheitsförderung auch im höheren
Erwachsenenalter. Dennoch zeigen sich mit zunehmendem Alter deutliche Veränderungen
im körperlichen Aktivitätsverhalten. Studien belegen, dass das Ausmaß körperlicher Aktivität
im Alter signifikant abnimmt (Cunningham et al., 2020). Ältere Menschen beteiligen sich
deutlich seltener an sportlichen Aktivitäten als Personen im mittleren Alter (Manz et al.,
2018; Spuling et al., 2017). Unsere Ergebnisse zeigen, dass nur rund die Hälfte der Personen
ab 43 Jahren (54,9 %) mindestens einmal pro Woche Sport treibt. Während in der Gruppe 43
bis 55 Jahre noch 67,5 Prozent regelmäßig Sport machten, waren es ab 76 Jahren nur 34,6
Prozent.
Geschlechterspezifische Unterschiede im Bewegungsverhalten sind seit Langem Gegenstand
der Gesundheitsforschung. In vielen Studien zeigt sich: Männer sind insgesamt körperlich
aktiver als Frauen (Rütten et al., 2005; World Health Organization (WHO), 2022, 2023). Auch
im Bereich Sport beteiligen sich Männer häufiger und intensiver als Frauen (Owen et al.,
2025). In den Daten des Deutschen Alterssurveys (DEAS) hingegen konnten solche
Geschlechterunterschiede bislang nicht festgestellt werden (Spuling et al., 2017) und auch in
unseren Analysen mit den Daten von 2023 zeigen sich bei den Anteilen regelmäßig sportlich
aktiver Personen keine signifikanten Unterschiede zwischen Männern und Frauen.
Finanziell schlechter gestellte Personen treiben seltener Sport
Neben dem Alter und Geschlecht gehört der sozioökonomische Status zu den zentralen
Einflussfaktoren körperlicher Aktivität. Studien mit älteren Menschen zeigen, dass
verschiedene Indikatoren des sozioökonomischen Status, darunter auch das Einkommen,
positiv mit der Häufigkeit von Freizeitsport assoziiert sind (Kheifets et al., 2022). Das heißt,
dass Personen mit höheren Einkommen häufiger regelmäßig Freizeitsport treiben. Das zeigt
sich auch in unseren Befunden: Nur ein Drittel der armutsgefährdeten Personen (31,1 %)
machte mindestens wöchentlich Sport, während dies bei gut der Hälfte der Personen mit
mittlerem Einkommen (56,7 %) und sogar bei 67,7 Prozent der Personen mit höherem
Einkommen der Fall war.
Körperliche Aktivität ist mehr als Sport
Körperliche Aktivität umfasst mehr als Sport. Sie bezieht sich als Oberbegriff auf jede
körperliche Bewegung, die durch die Skelettmuskulatur produziert wird und den
Energieverbrauch des Körpers über den Grundumsatz hinaus erhöht (Caspersen et al., 1985).
Damit sind auch Aktivitäten wie Gehen, Radfahren, Haus- und Gartenarbeit oder körperlich
anstrengende Tätigkeiten im Beruf eingeschlossen. Sport ist eine spezifische Form
körperlicher Aktivität: Er ist geplant, strukturiert, wiederholend und zielgerichtet, häufig mit
dem Ziel, körperliche Fitness zu verbessern oder zu erhalten. Internationale Vergleiche
zeigen, dass Alltagsaktivitäten – insbesondere körperliche Tätigkeiten im Beruf, im Haushalt
sowie aktive Mobilität – den Großteil der gesamten körperlichen Aktivität Erwachsener
ausmachen, während Freizeitaktivitäten wie Sport im Durchschnitt nur einen kleineren
Anteil beitragen. Die Unterscheidung zwischen körperlicher Aktivität als Gesamt- und Sport
als Unterkategorie ist bedeutsam, da verschiedene Formen körperlicher Aktivität
unterschiedliche gesundheitliche Effekte und gesellschaftliche Zugangsbarrieren mit sich
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bringen können. Für die Förderung von Bewegung im Alter folgt daraus, dass Sportangebote
zwar wichtig sind, aber nicht ausreichen. Ebenso bedeutsam sind Bedingungen, die
körperliche Aktivität im Alltag ermöglichen – etwa Wege zu Fuß, Radfahren, Einkaufen,
Gartenarbeit oder die selbstständige Nutzung öffentlicher Räume. Damit rückt neben dem
individuellen Bewegungsverhalten auch die Frage in den Blick, welche strukturellen
Rahmenbedingungen ein aktives Leben im Alter unterstützen oder erschweren.
Für die Förderung von Bewegung und Sport im höheren Lebensalter ist die Unterscheidung
zwischen Verhaltens- und Verhältnisprävention zentral. Verhaltensprävention setzt am
Individuum an und zielt darauf ab, Wissen, Motivation und Kompetenzen für ein aktives
Leben zu stärken. Dazu zählen etwa Bewegungsprogramme, Beratung oder Maßnahmen zur
Förderung von Alltagsaktivität. Verhältnisprävention hingegen richtet den Blick auf die
strukturellen Rahmenbedingungen, unter denen Bewegung stattfindet. Sie umfasst
beispielsweise barrierefreie und sichere Bewegungsräume, wohnortnahe Angebote sowie
finanzielle Zugänglichkeit. Gerade im höheren Alter wird deutlich, dass individuelles
Verhalten stark von solchen Kontextfaktoren abhängt. Gesundheitliche Einschränkungen,
Mobilitätsbarrieren oder fehlende Infrastruktur können die Umsetzung eines aktiven
Lebensstils erheblich erschweren. Gleichzeitig zeigen Studien, dass reine Verhaltensansätze
häufig sozial selektiv wirken und insbesondere benachteiligte Gruppen weniger erreichen.
Eine wirksame Bewegungsförderung sollte daher beide Ebenen systematisch miteinander
verbinden. Ziel ist es, Menschen nicht nur zur Bewegung zu motivieren, sondern ihnen diese
auch im Alltag realistisch zu ermöglichen. Nur durch dieses Zusammenspiel lassen sich
gesundheitliche Ressourcen stärken, funktionale Selbstständigkeit erhalten und soziale
Teilhabe im Alter nachhaltig fördern.
Sportangebote bleiben dabei ein wichtiger Baustein, insbesondere wenn sie altersgerecht,
niedrigschwellig und sozial zugänglich gestaltet sind. Zugleich sollte Bewegungsförderung im
Alter nicht auf Sportangebote verengt werden. Gute Bedingungen für körperliche
Alltagsaktivität sind mindestens ebenso bedeutsam. Dazu gehören sichere und gut
beleuchtete Wege, intakte Gehwege, abgesenkte Bordsteine, gepflegte Grünflächen,
(beschattete) Sitzmöglichkeiten im öffentlichen Raum, barrierearme Zugänge sowie
wohnortnahe Einkaufsmöglichkeiten und eine gut erreichbare Anbindung an den
öffentlichen Nahverkehr. Auch jahreszeitliche Aspekte wie verlässliches Schneeräumen oder
sichere Wege bei Dunkelheit können darüber entscheiden, ob ältere Menschen das Haus
verlassen und Wege selbstständig zurücklegen. Solche Rahmenbedingungen fördern nicht
nur Bewegung, sondern auch Selbstständigkeit, soziale Teilhabe und alltägliche Präsenz im
öffentlichen Raum. Davon profitieren ältere Menschen in besonderer Weise – zugleich
handelt es sich um eine altersfreundliche Infrastruktur, die allen Generationen
zugutekommt.

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Literatur
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