---
title: "Bund und Kantone ziehen Bilanz der Roadmap gegen häusliche und sexuelle Gewalt in Bern; nationale Opferhilfenummer 142 24/7 erreichbar"
sdDatePublished: "2026-04-28T05:20:00Z"
source: "https://diakonie.ch/fortschritte-im-kampf-gegen-haeusliche-gewalt-bund-und-kantone-ziehen-bilanz/"
topics:
  - name: "society"
    identifier: "medtop:14000000"
  - name: "crime, law and justice"
    identifier: "medtop:02000000"
  - name: "politics and government"
    identifier: "medtop:11000000"
  - name: "human interest"
    identifier: "medtop:08000000"
locations:
  - "Switzerland"
  - "Bern-Mittelland"
---


Bund und Kantone ziehen Bilanz der Roadmap gegen häusliche und sexuelle Gewalt in Bern; nationale Opferhilfenummer 142 24/7 erreichbar

Fortschritte im Kampf gegen häusliche Gewalt – Bund und Kantone ziehen Bilanz - Diakonie Schweiz

ThemenKirche unterwegs mit älteren MenschenCaring CommunitiesDiakonie in Zeiten von CoronaFreiwilligenarbeitPalliative Care und Spiritual CareSozialdiakonie in der SchweizStudien zur kirchlichen Leistungsmessung

Kirche unterwegs mit älteren Menschen

Diakonie in Zeiten von Corona

Palliative Care und Spiritual Care

Aus- und WeiterbildungAus- und WeiterbildungWeiterbildungsempfehlungen DiakonieDiakonie und KI

Diakonie SchweizDiakonie SchweizKollektenliste DiakonieNetzwerk und LinksImpressum und Datenschutzerklärung

Fortschritte im Kampf gegen häusliche Gewalt – Bund und Kantone ziehen Bilanz

Bund, Kantone und zivilgesellschaftliche Akteurinnen und Akteure sehen die gemeinsame Roadmap gegen häusliche und sexuelle Gewalt auf einem guten Weg, betonen aber zugleich die Notwendigkeit zusätzlicher Massnahmen. Anlässlich einer Veranstaltung in Bern wurde am 27. April 2026 eine Bilanz der bisherigen Umsetzung gezogen und ein umfassender Bericht vorgestellt.

Die Roadmap, die 2021 aus einem strategischen Dialog hervorging und 2023 um den Bereich der sexuellen Gewalt erweitert wurde, habe sich insgesamt bewährt. „Bei der Bekämpfung von Gewalt innerhalb der Familie und namentlich gegen Frauen wurden wichtige Fortschritte erzielt“, heisst es in der Mitteilung. Gleichzeitig hielten die politischen Akteurinnen und Akteure fest, „dass es unbedingt weitere Instrumente braucht“, die sich bereits in Ausarbeitung befinden.

Zu den zentralen Ergebnissen zählt die Einführung der nationalen Opferhilfenummer 142, die ab dem 1. Mai 2026 rund um die Uhr erreichbar ist. Sie soll Betroffenen und Angehörigen einen niederschwelligen Zugang zu Beratung und Unterstützung ermöglichen. Auch im Bereich des Bedrohungsmanagements wurden laut Bericht einheitliche Qualitätsstandards geschaffen, um Risiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Massnahmen einzuleiten.

Fortschritte zeigen sich zudem beim Einsatz technischer Mittel: Pilotprojekte zur elektronischen Überwachung hätten belegt, dass diese den Opferschutz wirksam verbessern kann. Gemäss Bericht sei ein koordiniertes Vorgehen der Kantone entscheidend, um diese Instrumente flächendeckend einzusetzen.

Der ausführliche Bericht des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements zeigt darüber hinaus, dass zahlreiche Massnahmen bereits umgesetzt oder in dauerhafte Strukturen überführt wurden. Viele Projekte befinden sich weiterhin in Umsetzung, etwa in der Prävention, der Opferbetreuung oder der Arbeit mit gewaltausübenden Personen.

Trotz der erzielten Fortschritte sehen Bund und Kantone weiterhin Handlungsbedarf. Insbesondere die Zunahme von Femiziden sowie häuslicher und sexueller Gewalt erfordere zusätzliche Anstrengungen. Deshalb arbeiten die beteiligten Akteurinnen und Akteure bereits an einer neuen nationalen Strategie, die voraussichtlich 2027 verabschiedet werden soll.

Ziel bleibt es, den Schutz von Betroffenen weiter zu verbessern, Prävention zu stärken und die Zusammenarbeit zwischen staatlichen Ebenen und Zivilgesellschaft nachhaltig zu sichern.

Die Roadmap gegen häusliche und sexuelle Gewalt des Bundes zeigt laut Bericht Wirkung – doch weiterer Handlungsbedarf bleibt bestehen.