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title: "Jugendparlament Friedrichshafen beantragt flächendeckende Einführung von Pfandringen an öffentlichen Mülleimern in Friedrichshafen; breites Bewusstsein für Pfandringe"
sdDatePublished: "2026-04-28T21:12:00Z"
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Jugendparlament Friedrichshafen beantragt flächendeckende Einführung von Pfandringen an öffentlichen Mülleimern in Friedrichshafen; breites Bewusstsein für Pfandringe

Microsoft Word - Antrag auf Satzungsänderung

Stadt Friedrichshafen · Postfach 2440 · 88014 Friedrichshafen
Stadt Friedrichshafen
Vorsitz des Jugendparlaments
Friedrichshafen
An das
Meistershofenerstr. 11
Büro des Oberbürgermeisters
88045 Friedrichshafen
Adenauerplatz 1

Ansprechpartner:
88045 Friedrichshafen
Viviane Vogel und Emre Yilmaz

jugendparlament.fn@gmail.com

Datum: 05.12.2024

Antrag auf flächendeckende Einführung von Pfandringen an öffentlichen Mülleimern im Stadtgebiet
Friedrichshafen

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Jugendparlament beantragt hiermit die Ausweitung der bisherigen Pfandringe auf alle möglichen
öffentlichen Mülleimer im Stadtgebiet Friedrichshafen.

Begründung

Vor einiger Zeit wurde im Rahmen eines Pilotprojekts an drei ausgewählten Standorten in Friedrichshafen
die Einführung sogenannter Pfandringe erprobt. Ziel dieses Projekts war es, eine konkrete Verbesserung
für Menschen zu schaffen, die auf das Sammeln von Pfandflaschen angewiesen sind. Diese Menschen
müssen nach wie vor häufig in Abfalleimer greifen, um verwertbare Flaschen zu erreichen. Das ist
entwürdigend, unhygienisch und mit Verletzungsgefahren verbunden.

Die Rückmeldung der Stadtverwaltung zu dem Pilotprojekt fiel positiv aus. Die installierten Pfandringe
wurden gut angenommen, die Handhabung im Rahmen der Müllentsorgung funktionierte reibungslos und
es traten keine nennenswerten Probleme auf. Dies bestätigt die Alltagstauglichkeit der Maßnahme und
zeigt, dass sie im öffentlichen Raum gut funktioniert.

In der Rückmeldung der Stadtverwaltung wurde zudem angemerkt, dass derzeit keine Orte bekannt seien,
an denen vermehrt Pfandflaschen abgestellt würden. Aus Sicht des Jugendparlaments greift dieser Hinweis
jedoch etwas zu kurz. Unser Anliegen zielt weniger auf die Identifikation von Sammelstellen mit besonders

hohem Flaschenaufkommen, sondern vielmehr darauf, Menschen, die Pfandflaschen sammeln, eine
niedrigschwellige und würdige Möglichkeit zu bieten, diese zu entnehmen. Da das Pfandsammeln in der
Regel diskret und eher unauffällig geschieht, ist ein fehlender sichtbarer Bedarf nicht gleichzusetzen mit
fehlender Notwendigkeit. Vielmehr zeigt die Alltagserfahrung, dass gerade durch eine verbreitete und
sichtbare Präsenz von Pfandringen im Stadtbild eine wirksame Unterstützung für Betroffene entstehen
kann.

Zudem wird durch eine flächendeckende Einführung der Zweck der Pfandringe im Stadtbild deutlich besser
erkennbar. Wenn nur vereinzelt Pfandringe vorhanden sind, kann ihre Funktion nicht überall verstanden
werden. Erst durch regelmäßige Sichtbarkeit an verschiedenen öffentlichen Mülleimern entsteht ein
breites Bewusstsein für ihre Nutzung. Die Bürger verstehen dann, wofür die Vorrichtungen gedacht sind,
und können sich entsprechend verhalten. Damit wird nicht nur den Sammlern geholfen, sondern auch das
Stadtbild im Sinne eines respektvollen und bewussten Umgangs mit Ressourcen und Mitmenschen
geprägt.

Mit freundlichen Grüßen

Emre Yilmaz

Vorstandsvorsitzender des Jugendparlaments der Stadt Friedrichshafen