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title: "Fraktion Freie Wähler / FDP Friedrichshafen beantragt Interimsnutzung leerstehender Markthallenflächen Friedrichshafen, Markthalle Charlottenstraße 14; Mittelfristig Gesamtvermietung der Markthalle"
sdDatePublished: "2026-04-28T21:11:00Z"
source: "https://friedrichshafen-sitzungsdienst.komm.one/bi/getfile.asp?id=233114\u0026type=do"
topics:
  - name: "construction and property"
    identifier: "medtop:20000235"
  - name: "real estate"
    identifier: "medtop:20000241"
  - name: "commercial real estate"
    identifier: "medtop:20001367"
  - name: "public housing"
    identifier: "medtop:20001290"
locations:
  - "Ravensburg"
  - "Überlingen"
  - "Friedrichshafen"
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Fraktion Freie Wähler / FDP Friedrichshafen beantragt Interimsnutzung leerstehender Markthallenflächen Friedrichshafen, Markthalle Charlottenstraße 14; Mittelfristig Gesamtvermietung der Markthalle

2026 / V 00065
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Referent und Zeitdauer:
Frank Kahle, 10 Min., davon 5 Min. Sachvortrag
STADT FRIEDRICHSHAFEN
Sitzungsvorlage
Drucksache-Nr. 2026 / V 00065
Ausfertigungen:
Städtische Bauverwaltung, AST, HGM, STP
Dienststelle: Städtische Bauverwaltung
Aktenzeichen: SBV-WW Ka-Di
30.03.2026, Unterschrift:
Mitzeichnung (Datum, Kurzzeichen):
BM Stauber
____________
BM N.N.
____________
EBM Hein
____________
OB Blümcke
_____________
Betreff: Markthalle Friedrichshafen - Pop-Up-Nutzungen
Anlage(n):
Antrag der Fraktion Freie Wähler / FDP
Medien: Bitte ankreuzen. Alles, was präsentiert werden soll, muss mindestens 3 Arbeitstage vor den
jeweiligen Sitzungen der Geschäftsstelle des Gemeinderates zugeleitet werden, damit die Präsentation
gewährleistet werden kann.
MS Office
Dateien (inkl. ppt,
.mpp)
.pdf-, htm-Dateien
DVD
Gremium:
Datum:
Zuständigkeit:
Öffentlichkeitsstatus:
Ausschuss für Planen, Bauen und
Umwelt / Betriebsausschuss SE
05.05.2026
Beschluss
öffentlich
Ggf. Hinweis auf frühere Behandlung des Beratungsgegenstandes (Gremium, Datum, Drucksache-Nr.):
PBU vom 12.03.2019 (DS-Nr. 2019 / V 00016)

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FINANZIELLE AUSWIRKUNGEN
ja
nein
Kosten:
einmaliger Aufwendungen (Haustechnik)
Betrag:
rd. 120.000
EUR
Einnahmen
einmalige Einzahlung
Betrag:
0 EUR
MITTELBEREITSTELLUNG IM HAUSHALT:
Stadt
Ergebnis-HH
Finanz-HH
Kontierung:
SBE4ZS42110010
(einmalige
Bauunterhaltungsmaßnahmen)
Zur Verfügung stehende Mittel:
Ermächtigungsübertrag 2025 nach 2026:
0 EUR
Plan 2026:
0 EUR
Noch bereitzustellen (bei Haustechnik-Sanierungen):
120.000 EUR
Deckung:
einmalige Bauunterhaltungsmaßnahmen Budgeteinheit SBE42S42110010
FN!-CHECK wurde durchgeführt:
ja (der FN!-Check liegt der DS als Anlage bei)
Zusammenfassende Einschätzung und Hinweise zur weiteren Planung:
nein
Begründung:
Check nicht erforderlich lt. Ausschlusskatalog
_____________________________________________________________________________
KLIMAWIRKUNG wurde geprüft:
ja (der Klima-Check liegt der DS als Anlage bei):
Zusammenfassende Einschätzung und Hinweise zur weiteren Planung:
nein
Begründung:
Check nicht erforderlich lt. Ausschlusskatalog bzw. FN!-Check

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Beschlussantrag:
1.
Der Antrag der Fraktion Freie Wähler / FDP Friedrichshafen wird grundsätzlich angenommen.
2.
Die Verwaltung wird beauftragt, die Nachfrage für eine niederschwellige Interimsnutzung von
aktuell leerstehenden Markthallenflächen abzufragen. Sofern eine Nachfrage gegeben ist, soll
eine Nutzung kurzfristig ermöglicht werden.
3.
Als mittelfristiges Ziel soll eine Gesamtvermietung der Einheit „Markthalle“ angestrebt werden.
Begründung:
Mit
dem
Antrag
der
Fraktion
der
Freien
Wähler
/
FDP
Friedrichshafen
wird
erneut
die
Vermietungssituation der Markthalle Friedrichshafen, Charlottenstraße 14 aufgegriffen.
Die Markthalle leidet bereits seit vielen Jahren an einer geringen Nachfrage. Viele Betreiber haben
die Halle aus unterschiedlichsten Gründen verlassen. Eine Metzgerei war von dem geänderten
Konsumverhalten betroffen. Eine Bäckerei musste aus betrieblichen Gründen die Filiale aufgeben.
Andere Betreiber haben sowohl aus persönlichen, als auch wirtschaftlichen Gründen den Standort
verlassen.
Insgesamt lebt das Konzept einer Markthalle von deren Angebotsvielfalt, aber auch von der
Kundennachfrage. Mit den Angeboten in der Nordstadt ist die Nahversorgung grundsätzlich
abgedeckt und eine Reduktion auf das Mittagsgeschäft hat sich als nicht wirtschaftlich herausgestellt.
Zudem hat sich die Anzahl der Hofläden mit Direktvermarktung und Automatenverkäufe gesteigert,
sodass dieser Bedarf regelmäßig gedeckt ist.
Die Hauptkundenfrequenz der Markthalle beschränkt sich auf die Mittagszeit. Hierfür ausreichend
Personal zu finden hat sich in der Vergangenheit als sehr schwierig erwiesen und hat z.B. zur
Schließung der Bäckerei geführt.
Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude hat einen erheblichen Renovierungsbedarf. Neben
einer neuen Dacheindeckung und dem Austausch des Bodens ist insbesondere eine Erneuerung der
Haustechnik (Elektro, Heizung) erforderlich. Das Amt für Hochbau und Gebäudemanagement geht
von Kosten in Höhe von rd. 1,05 Mio. EUR aus.
Selbst eine Interimsnutzung von aktuell leerstehenden Ständen erfordert zumindest die Erneuerung
der Haustechnik. Hierfür sind rd. 120.000 EUR erforderlich.
In den letzten Jahren haben diverse Gespräche mit Mietinteressenten stattgefunden. Die Bandbreite
erstreckte sich vom kleinen Stand bis hin zu einer Gesamtanmietung für unterschiedlichste
Nutzungen. Gescheitert sind diese Anfragen entweder an der mangelnden Kundenfrequenz (bei
kleinen Standbetreibern) und/oder der Umsetzung von Renovierungen. Im Haushalt der Stadt
konnten bis dato aufgrund der Finanzlage hierfür keine Mittel bereitgestellt werden.

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Markthallenkonzeptionen mit einer Summe aus Einzelbetreibern werden auch in anderen Städten
(Ravensburg und Überlingen) nicht mehr ausreichend angenommen. Mittelfristig sollte daher eine
grundlegende Sanierung der Einheit und anschließende Vermietung an einen Gesamtmieter
angestrebt werden.
Die von der Fraktion Freie Wähler / FDP Friedrichshafen beantragte Pop-Up-Nutzung setzt ein
Mindestmaß an Infrastruktur voraus. Je nach Art der Nutzung benötigt ein Betreiber Strom, ggf.
Wasser/Abwasser, Telekomunikation für Kassensysteme und eine Absicherung der Waren.
Für eine sehr niederschwellige Nutzung (Tisch und Handkasse) wie z.B. einen Ernteverkauf wären
die Flächen grundsätzlich geeignet. Um eine diesbezügliche Nachfrage zu erheben, würde die
Verwaltung einen medialen Aufruf starten / eine Anzeige schalten und mit Interessierten hinsichtlich
einer niedrigschwelligen Nutzung ins Gespräch gehen.