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title: "Stadt Friedrichshafen Vorstudie zur Umgestaltung des Romanshorner Platzes; Gesamtkosten 1,9 Mio EUR genehmigt"
sdDatePublished: "2026-04-28T21:12:00Z"
source: "https://friedrichshafen-sitzungsdienst.komm.one/bi/getfile.asp?id=233331\u0026type=do"
topics:
  - name: "construction and property"
    identifier: "medtop:20000235"
  - name: "infrastructure projects"
    identifier: "medtop:20001245"
  - name: "public transport"
    identifier: "medtop:20001362"
  - name: "environmental policy"
    identifier: "medtop:20000423"
locations:
  - "Friedrichshafen"
  - "Bodenseekreis"
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Stadt Friedrichshafen Vorstudie zur Umgestaltung des Romanshorner Platzes; Gesamtkosten 1,9 Mio EUR genehmigt

2026 / V 00071
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Referent und Zeitdauer:
Adam Rosol und Sascha Deißler, freiraumwerkstadt (20 Minuten)
STADT FRIEDRICHSHAFEN
Sitzungsvorlage
Drucksache-Nr. 2026 / V 00071
Ausfertigungen:
Amt für Stadtplanung und Umwelt, AST, BSO,
SBV, STP, TGA
Dienststelle: Amt für Stadtplanung und Umwelt
Aktenzeichen: SU/Ur Si-TGA/FSt
02.04.2026, Unterschrift:
Mitzeichnung (Datum, Kurzzeichen):
BM Stauber
____________
BM N. N.
____________
EBM Hein
____________
OB Blümcke
_____________
Betreff: Umgestaltung Romanshorner Platz - Ergebnis der konzeptionellen
Vorstudie
Anlage(n):
Anlage 1 Entwurf Romanshorner Platz freiraumwerkstadt
Anlage 2 Baumgutachten Klug vom 21.01.2026
Medien: Bitte ankreuzen. Alles, was präsentiert werden soll, muss mindestens 3 Arbeitstage vor den
jeweiligen Sitzungen der Geschäftsstelle des Gemeinderates zugeleitet werden, damit die Präsentation
gewährleistet werden kann.
MS Office
Dateien (inkl. ppt,
.mpp)
.pdf-, htm-
Dateien
DVD
Gremium:
Datum:
Zuständigkeit:
Öffentlichkeitsstatus:
Ausschuss für Planen, Bauen und
Umwelt / Betriebsausschuss SE
05.05.2026
Vorberatung
öffentlich
Gemeinderat
18.05.2026
Beschluss
öffentlich
Ggf. Hinweis auf frühere Behandlung des Beratungsgegenstandes (Gremium, Datum, Drucksache-Nr.):

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FINANZIELLE AUSWIRKUNGEN
ja
nein
Kosten:
einmaliger Aufwand (konsumtiv)
Betrag:
EUR
einmalige Auszahlung (investiv)
Betrag:
1.900.000 EUR
jährlicher Folgeaufwand:
Personalkosten
Betrag:
EUR
Sachkosten
Betrag:
EUR
Zuschüsse
einmalige Einzahlung
Betrag:
EUR
bzw.
Beiträge:
laufende Einzahlungen
Betrag:
EUR
MITTELBEREITSTELLUNG IM HAUSHALT:
Stadt
Ergebnis-
HH
Finanz-HH
Kontierungen:
7.54100000G0004 /
78730000
Stiftung
Ergebnis-
HH
Finanz-HH
Kontierungen:
Zur Verfügung stehende Mittel
Ermächtigungsübertrag 2025 nach 2026:
750.000 EUR
Bereitgestellte Mittel 2026:
650.000 EUR
Noch bereitzustellen in DHH 2027/2028 (in 2027):
500.000 EUR

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Beschlussantrag:
1.
Die konzeptionelle Vorstudie wird zur Kenntnis genommen und der Umgestaltung des Romanshorner
Platzes mit erwarteten Gesamtkosten von 1.900.000 EUR wird zugestimmt.
2.
Die Verwaltung wird beauftragt, aufbauend auf der Vorstudie die Platzgestaltung zu detaillieren, die
Maßnahmen auszuschreiben und umzusetzen.
FN!-CHECK wurde durchgeführt:
ja (der FN!-Check liegt der DS als Anlage bei)
Zusammenfassende Einschätzung und Hinweise zur weiteren Planung:
nein
Begründung:
Check nicht erforderlich lt. Ausschlusskatalog
_____________________________________________________________________________
KLIMAWIRKUNG wurde geprüft:
ja (der Klima-Check liegt der DS als Anlage bei):
Zusammenfassende Einschätzung und Hinweise zur weiteren Planung:
Die Umgestaltung hat eine fördernde Wirkung v.a. für die ökologische Tragfähigkeit und Soziales
und Gesellschaft. Durch die die Umgestaltung sind keine hervorzuhebenden Wirkungen auf die
Rahmenbedingung und die Fernwirkung zu erwarten.
nein
Begründung:
Eine CO2-Einsparung ist nicht quantifizierbar. Grundsätzlich wirkt sich die Umgestaltung durch
Baumpflanzungen, Entsiegelung und Förderung des Umweltverbundes positiv auf das Klima
aus.
Check nicht erforderlich lt. Ausschlusskatalog bzw. FN!-Check

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Begründung:
1.
Hintergrund
Hintergrund der Neugestaltung des Romanshorner Platzes ist das 2022 vom Gemeinderat beschlossene
Gesamtkonzept zur Gestalterischen Aufwertung der Innenstadt, bei dem der Romanshorner Platz als erste
Priorität nach dem Adenauerplatz festgelegt wurde.
Entsprechend der damals festgelegten Reihenfolge folgt nun, nach Fertigstellung des Adenauerplatzes Ende
2023, die Umgestaltung des Romanshorner Platzes.
Der Romanshorner Platz ist mit seiner Lage am Parkhaus „Altstadt“, Busbahnhof und im Bereich der
Fähranlegestelle des Bodensees ein wichtiges Eingangstor in die Innenstadt und städtisches Drehkreuz der
Mobilität im Umweltverbund. Auf dem Platz bestehen vielfältige Interessen und Nutzungen wie z.B. der
Zugang zum Parkhaus und einem großen Lebensmittelmarkt sowie die Bespielung durch das Seehasenfest und
den Weihnachtsmarkt. Zudem bietet der Romanshorner Platz die einzige größere befahrbare Aktionsfläche für
Sonderveranstaltungen in der Innenstadt. Des Weiteren läuft über den Romanshorner Platz die fuß- und
radläufige Verbindung von Osten kommend in die Innenstadt.
Im Bestand ist der Romanshorner Platz stark versiegelt. Aufgrund der unzureichenden Beschattung, der
Versiegelung und der Reflexion des Gebäudes heizt sich der Bereich im Sommer stark auf. Das vorhandene
Baumquartier ist mit Blauglockenbäumen (Paulownien) bestanden und bietet aufgrund der Umrandung der
Bäume mit Fahrradstellplätzen und fehlenden Sitzmöglichkeiten keine Möglichkeit den hier entstehenden
Schatten zu nutzen. Das im südlichen Randbereich des Platzes befindliche Wasserspiel ist klein dimensioniert
und trägt aufgrund der fehlenden Beschattung nur bedingt zur Abkühlung bei. Durch die Anordnung der
vorhandenen Elemente wirkt der Platz teilweise unübersichtlich. Verbunden mit unzureichender Beleuchtung
entwickelten sich hier zunehmend Angsträume.
Infolgedessen sind entsprechend der vorhandenen Konzepte die wesentlichen Ziele zur gestalterischen
Bearbeitung des Platzes u.a.:
-
Aufwertung des Platzes als identitätsstiftender Ort
-
Förderung der Aufenthaltsqualität
-
Verbesserung der Begrünung u. Hitzevorsorge
-
klimaangepasstes Regenwassermanagement
-
Förderung einer nachhaltigen Mobilität
-
nachhaltiger Umgang mit vorhandenen Materialien
-
Stärkung des ansässigen Einzelhandels durch attraktives Umfeld
Aufwertung des Platzes als identitätsstiftender Ort
Der zum großen Teil versiegelte Vorplatz des Edeka ist ein wichtiges Drehkreuz und wird sowohl im Sommer
als auch im Winter durch verschiedene Aktionen und Veranstaltungen bespielt. Die thermische Belastung im
Sommer ist hoch, der Platz bietet wenig Grün und schattige Sitzgelegenheiten und die Aufenthaltsqualität ist
entsprechend gering. Trotz seiner innerstädtischen Lage und wichtigen Funktion wird der Romanshorner Platz
seiner Aufgabe nicht gerecht und soll daher entsprechend aufgewertet werden, um seiner zentralen
Bedeutung gerecht zu werden.

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Förderung der Aufenthaltsqualität
Der Platz bietet aktuell wenig Aufenthaltsmöglichkeiten und -qualität. Infolge der angrenzenden Mauer des
Hafenbahnhofs und der Fahrradabstellanlage entstehen dunkle Räume, die den Aufenthalt einer bestimmten
Klientel fördern und Angsträume bilden. Durch die Umgestaltung soll die Aufenthaltsqualität des Platzes in
den Vordergrund gestellt werden. Die Schaffung von mehr Sitzgelegenheiten, begrünten und beschatteten
Bereichen in Verbindung mit Wasserelementen, welche zusammen das Mikroklima fördern, dienen der
Belebung des Platzes. Durch offene Bereiche und bessere Sichtbeziehungen sollen Angsträume aufgelöst
werden.
Verbesserung der Begrünung u. Hitzevorsorge
Die Verbesserung der Hitzevorsorge geht mit der Begrünung einher. Großflächige Entsiegelungen und die
Schaffung größerer, beschatteter Grünräume führt zu einer Verbesserung der messbaren und gefühlten
Temperatur. Zudem kann durch eine Baumpflanzung entlang der Südfassade die Reflexion der Strahlung und
damit die Hitzeentwicklung reduziert werden. Auch die Integration von Wasserelementen trägt zur
Hitzevorsorge bei.
Klimaangepasstes Regenwassermanagement
Auf dem Platz anfallendes Regenwasser soll zur Bewässerung der Grünflächen und der Bäume genutzt
werden. Ziel ist es möglichst viel Wasser in der Fläche zu halten, um neben der Erhöhung der
Verdunstungsrate, zum einen den Frischwasserbedarf der Grünflächen zu verringern und zum anderen, im
Falle eines Starkregenereignisses, eine Überflutung der Unterführung zum Buchhornplatz abzupuffern.
Förderung einer nachhaltigen Mobilität
Als
Drehkreuz
des
Umweltverbundes
bietet
der
Romanshorner
Platz
zukünftig
eine
gesteigerte
Aufenthaltsqualität für auf Bus und Bahn wartende Gäste und Einwohnende. Zur Förderung der Erreichbarkeit
werden insgesamt 86 Fahrradstellplätze installiert. Diese sind zukünftig in der Nähe zu den Gebäudeeingängen
und der Bushaltestelle orientiert. Zudem bietet eine Abstellzone für Leih-E-Pedelecs und -E-Roller ein
ergänzendes Angebot zur Fortbewegung. Im Rahmen der Förderung des Fuß- und Radverkehrs Richtung
Hinter Hafen ist in zukünftigen Planungen, in Abstimmung mit dem Landratsamt Bodenseekreis, auch die
Querungshilfe der Straße zu betrachten und zu berücksichtigen.
Nachhaltiger Umgang mit vorhandenen Materialien
Auch die Nachhaltigkeit im Umgang mit vorhandenen Materialien und strukturgebenden Elementen liegt im
Fokus der Umgestaltung des Platzes. Daher soll die vorhandene Baumgruppe sinnvoll in die Planung integriert
und, durch die Entfernung der Fahrradabstellmöglichkeiten an dieser Stelle, zugänglich gemacht werden.
Darüber hinaus sollen Materialien, wie der das gesamten innerstädtische Gebiet verbindende Pflasterstein,
weitestgehend belassen bzw. wieder integriert werden.
Stärkung des ansässigen Einzelhandels durch attraktives Umfeld
Durch die Umgestaltung sollen Besuchende und Einwohnende den Platz stärker als Teil der Innenstadt nutzen.
Infolge der höheren Frequentierung soll so auch der ansässige Einzelhandel gestärkt werden.
2.
Vorgehen und Ergebnis der konzeptionellen Vorstudie
Basierend auf dem 2019 beschlossenen Konzept zur gestalterischen Aufwertung der Innenstadt wurden die
Bedarfe und Möglichkeiten des Romanshorner Platzes ermittelt und infolge eines iterativen Prozesses ein
Entwurf mit hoher Aufenthaltsqualität, einer Verbesserung der Begrünung und Hitzeentwicklung und einem

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klimaangepasstem Regenwassermanagement entwickelt.
Als Teil der Bedarfs- und Möglichkeitenermittlung erfolgte auch die Erstellung eines Baumgutachten zur
Beurteilung des Erhaltungspotenzials und der Funktion der Blauglockenbäume durch einen externen
Gutachter.
Gemäß Baumgutachten des Sachverständigenbüro Klug vom 21.01.2026 (s. Anlage 2) haben die hier
stehenden Paulownien eine mittlere Funktion; trotzdem kann ihr Erhaltenspotential als langfristig
eingeschätzt werden. Eine leichte Optimierung des Standorts könnte ihr Wachstum und damit ihre Funktion
verbessern.
Der vorliegende Entwurf (siehe Abb. 1 und Anlage 1) zeigt eine große Klimainsel mit Baumneupflanzungen
und einem neuen kühlenden Wasserspiel als neues Zentrum des Romanshorner Platz. Die Insel liegt als
eingebettetes Mosaik im bestehenden Pflasterbelag und bietet in den Zwischenräumen Platz für Aufenthalt
und saisonale Nutzungen. Der Pflasterbelag außerhalb der umzugestaltenden Bereiche soll weitestgehend
erhalten bleiben. Die Baumneupflanzungen fungieren mit Verschattung und Verdunstungskühlung als
Klimahaine, und beeinflussen das Mikroklima des Platzes positiv. Die vorhandene Bauminsel mit den
Blauglockenbäumen bleibt erhalten und wird in die Gestaltung integriert. Durch Vergrößerung des
Wurzelraumes, Belüftung und Düngung werden die Standortbedingungen der Blauglockenbäume verbessert,
so dass dieser Baumbestand langfristig erhalten bleibt.
Das am südlichen Rand des Platzes geplante Wasserspiel bildet einen Geräuschvorhang hin zur Bushaltestelle
Hafenbahnhof
und
fungiert
als
überfahrbarer,
multifunktionaler
Bereich
für
Feste,
so
dass
Bodenseeweihnacht und Seehasenfest weiterhin dort platziert werden können; das Seehasenfest jedoch in
anderer Form (ohne Fahrgeschäfte).
Entlang des EDEKA entsteht ein Baumvorhang mit Aufenthaltsbereich zum Platz hin, welcher sich räumlich
vom Transit- und Bewegungsbereich absetzt. Hier und im Hain selbst werden zahlreiche Sitzmöglichkeiten die
Funktionen
des
Platzes
verbinden
–
Cafébesuchende
und
Wartende
des
ÖPNV
finden
hier
Aufenthaltsmöglichkeiten. Durch die Installation von 43 Fahrradbügeln ist auch die Erreichbarkeit und
Förderung des Umweltverbundes berücksichtigt.

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Abbildung 1: Ergebnis der konzeptionellen Vorstudie zur Umgestaltung des Romanshorner Platzes
Für neu zu pflanzende Bäume und Besta