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title: "Rieger Immobilien GbR Förderantrag energetische Sanierung im Rahmen Häfler Klimafonds Schanzstraße 13 Friedrichshafen; positiv beschieden, 350.000 EUR Förderung"
sdDatePublished: "2026-04-28T21:12:00Z"
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  - name: "environmental policy"
    identifier: "medtop:20000423"
  - name: "sustainability"
    identifier: "medtop:20001374"
  - name: "climate change"
    identifier: "medtop:20000418"
  - name: "government policy"
    identifier: "medtop:20000621"
locations:
  - "Friedrichshafen"
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Rieger Immobilien GbR Förderantrag energetische Sanierung im Rahmen Häfler Klimafonds Schanzstraße 13 Friedrichshafen; positiv beschieden, 350.000 EUR Förderung

2026 / V 00088
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Referent und Zeitdauer:
Rosol, Adam, (20 min)
STADT FRIEDRICHSHAFEN
Sitzungsvorlage
Drucksache-Nr. 2026 / V 00088
Ausfertigungen:
Amt für Stadtplanung und Umwelt, HGM, SBV,
STP
Dienststelle: Amt für Stadtplanung und Umwelt
Aktenzeichen: SU-LU / Sc, Ur
10.04.2026, Unterschrift:
Mitzeichnung (Datum, Kurzzeichen):
BM Stauber
____________
BM N. N.
____________
EBM Hein
____________
OB Blümcke
_____________
Betreff: Häfler Klimafonds – Ergebnisse der zweiten Förderrunde
Anlage(n):
Anlage 1: Zusammenfassung
Anlage 2: Förderrichtlinie Häfler Klimafonds
Anlage 3: Förderantrag Rieger Immobilien GbR (vertraulich)
Medien: Bitte ankreuzen. Alles, was präsentiert werden soll, muss mindestens 3 Arbeitstage vor den
jeweiligen Sitzungen der Geschäftsstelle des Gemeinderates zugeleitet werden, damit die Präsentation
gewährleistet werden kann.
MS Office
Dateien (inkl. ppt,
.mpp)
.pdf-, htm-
Dateien
DVD
Gremium:
Datum:
Zuständigkeit:
Öffentlichkeitsstatus:
Ausschuss für Planen, Bauen und
Umwelt / Betriebsausschuss SE
05.05.2026
Beschluss
öffentlich
Ggf. Hinweis auf frühere Behandlung des Beratungsgegenstandes (Gremium, Datum, Drucksache-Nr.):
GR 18.03.2024, DS 2024 / V 00032 (Klimabudget: Aufstockung 2024 um 5 Mio. EUR aus Ergebnis
2022)
GR 17.07.2024, DS 2024 / V00134 (Häfler Klimafonds: neue Förderrichtlinie zur Förderung
gewichtiger oder innovativer Projekte des Klimaschutzes und der Klimaanpassung in Friedrichshafen
- Umsetzung des Maßnahmenplans FN klimaneutral 2040)

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FINANZIELLE AUSWIRKUNGEN
ja
nein
Kosten:
einmaliger Aufwand (konsumtiv)
Betrag:
EUR
einmalige Auszahlung (investiv)
Betrag:
749.327,50 EUR
(inkl. zu
bescheidender
Antrag Rieger
Immobilien GbR)
MITTELBEREITSTELLUNG IM HAUSHALT:
Stadt
Ergebnis-
HH
Finanz-HH
Kontierungen:
705610000302 / 78180000
Stiftung
Ergebnis-
HH
Finanz-HH
Kontierungen:
Zur Verfügung stehende Mittel
Ermächtigungsübertrag von 2025 nach 2026:
3.200.000 EUR
Davon gebunden aus Förderzusagen (erste
Förderrunde)
2.380.183,92 EUR
Planansatz 2026:
750.000 EUR

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Beschlussantrag:
1. Die Zusammenfassung der zweiten Förderrunde des Häfler Klimafonds wird zur Kenntnis
genommen.
2. Der
Förderantrag
der
Rieger
Immobilien
GbR
zur
energetischen
Sanierung
inkl.
Berücksichtigung klimaangepasster Aspekte des Gebäudes Schanzstraße 13 wird mit einer
Förderung von 350.000 EUR positiv beschieden
FN!-CHECK wurde durchgeführt:
ja (der FN!-Check liegt der DS als Anlage bei)
Zusammenfassende Einschätzung und Hinweise zur weiteren Planung:
nein
Begründung:
Förderprogramme haben in der Regel eng fokussierte Zielsetzungen, die sich für eine breite
Nachhaltigkeitsabschätzung nicht eignen. Zudem werden die Nachhaltigkeitswirkungen erst mit
der Durchführung der geförderten Maßnahmen erzielt. Die Umsetzung der Maßnahme erfolgt
jedoch extern, sodass hier keine Beurteilung durch die Stadtverwaltung, über die im Rahmen
der Förderrichtlinie gestellten Anforderungen hinaus, erfolgt.
Check nicht erforderlich lt. Ausschlusskatalog
_____________________________________________________________________________
KLIMAWIRKUNG wurde geprüft:
ja (der Klima-Check liegt der DS als Anlage bei):
Zusammenfassende Einschätzung und Hinweise zur weiteren Planung:
nein
Begründung:
Es handelt sich um ein Förderprogramm, bei dem die Wirkung nicht quantifizierbar ist.
Gefördert werden Maßnahmen die einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz und zur
Klimaanpassung beitragen. Im Bereich des Klimaschutzes sind Maßnahmen zum Ausbau
erneuerbarer Energien, Sanierung, Wärme- und Verkehrswende förderfähig, sodass hier ein
Beitrag zum Klimaschutz zu erwarten ist.
Check nicht erforderlich lt. Ausschlusskatalog bzw. FN!-Check

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Begründung:
1.
Hintergrund
Der „Häfler Klimafonds“ ist ein im Jahr 2024 vom Gemeinderat beschlossener Fördertopf, dessen
Mittel
mithilfe
einer
offen
gehaltenen
Förderrichtlinie
die
Umsetzung
des
Maßnahmenplans
Klimaneutralität 2040 beschleunigen soll. Des Weiteren sollen sie auch die Möglichkeit bieten im
Bereich der Klimaanpassung innovative Projekte zu unterstützen. Die Förderrichtlinie ist zum
01.09.2024 in Kraft getreten (s. Anlage 2).
Über die Vorauswahl der zu fördernden Projekte entscheidet das Beratungskomitee. Dieses Komitee
bestand, infolge der Vorgaben der Förderrichtlinie, zum Zeitpunkt der Beurteilung aus folgenden
Mitgliedern:
a.
Dirk Herrmann, Beauftragter für Klimaschutz in der Stadtentwicklung, Amt für Stadtplanung und
Umwelt
Janek Steuer, Beauftragter für Nachhaltige Mobilität, Amt für Bürgerservice, Sicherheit und Ordnung
(jetzt: Amt für Stadtplanung und Umwelt)
Kira Urban, Beauftragte für klimaangepasste Stadtentwicklung, Amt für Stadtplanung und Umwelt
b.
Dominik Gröber, kommunales Energiemanagement, Stadtbauamt
Markus Labor, Abteilungsleitung Hochbau, Stadtbauamt
c.
Prof. Dr.-Ing. Roland Koenigsdorff, Institut für Gebäude- und Energiesysteme (IGE) der Hochschule
Biberach (HBC), Fachgebiete Simulationstechnik, Energiekonzepte und Geothermie
Die finale Entscheidung über die Zuwendungen aus dem Häfler Klimafonds erfolgt in Abhängigkeit
von der Höhe der Fördersumme anhand folgender Wertgrenzen laut Richtlinie:
-
bis einschließl. 250.000 EUR durch die Verwaltung,
-
bis einschließl. 500.000 EUR durch den Ausschuss für Planen, Bauen und Umwelt,
-
darüber hinaus durch den Gemeinderat.
2.
Ablauf und Ergebnis der zweiten Förderrunde (15.08. – 28.09.2025)
In der zweiten Förderrunde standen aus Haushaltsmitteln und Restmitteln aus dem vorherigen Jahr
gesamt 818.000 Euro zur Verfügung. Im Bewerbungszeitraum sind sechs Anträge mit einer
Gesamtfördersumme von rund 1.000.000 Euro eingegangen (siehe Abb. 1). Die geplanten
Maßnahmen fokussieren sich auf die Förderung von Maßnahmen zur Wärmeplanung/energetischen
Gebäudesanierung, zur Erzeugung erneuerbare Energien, Unterstützung der Mobilitätswende und
zur Anpassung an die Klimawandelfolgen.
Abb. 1: Verteilung der beantragten Fördermittel aufgeteilt nach Förderschwerpunkt mit einer Gesamthöhe von 1 Mio. EUR
Das Beratungskomitee hat am 05.11.2025 allen Antragsstellenden die Möglichkeit gegeben ihr
Projekt vorzustellen. Infolgedessen erfolgte die Empfehlung, alle Projekte vollständig oder anteilig mit
einer
Gesamtfördersumme
von
759.327,50
Euro
zu
fördern.
Das
zugrunde
liegende
Gesamtinvestitionsvolumen
der
Projekte
beträgt
4.073.630,42
EUR.
Demzufolge
liegt
die
durchschnittliche Förderquote bei etwa 24 %.
Die beantragten Fördersummen liegen hierbei grundsätzlich unter 250.000 EUR, bis auf den
vorliegenden Antrag der Rieger Immobilien GbR. Die Zusammenfassung der Anträge ist in Anlage 1
dargestellt.
Die Umsetzung der eingereichten Maßnahmen erfolgt bei allen empfohlenen Projekten nur mit einer
49 9 %
39 3 %
10,8 %

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Bezuschussung, da aufgrund von innovativer Herangehensweise oder Wirtschaftlichkeit, das
Investitionsrisiko zu hoch wäre. Die einzelnen Projekte weisen dabei unterschiedliche Förderquoten
(je nach Finanzierungslücke), Laufzeiten und Wirkungsbereiche auf. Neben quantifizierbaren
Effekten wie CO₂-Einsparungen und zusätzlicher Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien
werden auch qualitative Wirkungen erzielt, insbesondere im Bereich der Klimaanpassung und des
Bevölkerungsschutzes.
3.
Förderantrag Rieger Immobilien GbR (beantragte Fördersumme: 350.000 EUR, vgl.
Anlage 3 (vertraulich))
Das Gebäude Schanzstraße 13 in unmittelbarer Nachbarschaft zum Hotel City Krone wird umfassend
energetisch kernsaniert und mit dem Bestandsgebäude Schanzstraße 11 verbunden. Nach der
Sanierung entstehen auf rund 1.000 m² Nutzfläche moderne, energieeffiziente Räume über vier
Geschosse.
Geplante Maßnahmen

Aufstockung in Holzbauweise, Dämmung nach Effizienzhaus-Standard EEG 40

Vollständige Gebäudehüllensanierung (Fenster, Türen, Dachflächen, Wände, Kellerdecken,
Böden)

Erneuerung der Heizungs- und Lüftungsanlage, Integration einer Wärmepumpe

Installation einer Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher

Begrünung des neuen Flachdaches (Substrat mind. 15 cm)

Nachhaltige Freiraumgestaltung: wasserdurchlässige Stellplätze (mind. 30 % begrünt),
Pflanzung von drei Kugelahornen, Entsiegelung von Böschungsflächen
Beitrag zu Klimaschutz & Klimaanpassung

Nutzung modernster Dämmstandards, Wärmepumpe, PV und Batteriespeicher

Begrünung und Entsiegelung wirken gegen Hitzeinseln und fördern Regenwasserrückhalt
Wirtschaftlichkeit & Machbarkeit

Investitionssumme: ca. 3 Mio. Euro netto, davon förderfähige Projektkosten gem. Richtlinie:
700.000 Euro

Beantragte Förderhöhe: 500.000 Euro

Empfohlener Zuschuss des Häfler Klimafonds: 350.000 Euro
Detaillierte Informationen zur Finanzierung liegen dem Gremium zur Entscheidungsfindung
vertraulich vor.
Förderbedarf
Die Förderung aus dem Häfler Klimafonds ist entscheidend, um die Finanzierungslücke zu
schließen und die Maßnahme in der geplanten Qualität umzusetzen. Sie leistet nicht nur einen
erheblichen Beitrag zur CO₂-Reduktion und Klimaanpassung, sondern sichert zugleich die
Wettbewerbsfähigkeit und den Standort eines zentralen Hotelbetriebs in Friedrichshafen.
Da die Höhe der beantragten Förderung über 250.000 EUR liegt, obliegt die Entscheidung der
Bewilligung oder Ablehnung dem Ausschuss für Bauen, Planen und Umwelt. Daher wird hier um
Beschlussfassung gebeten.

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4.
Rückblick erste Förderrunde 2024
Aus der ersten Förderrunde sind bereits erste Projekte fertiggestellt. Neben der energetischen
Sanierung des Bürogebäudes und der Einrichtung eines Showrooms der Firma Wenzler GmbH, hat
auch die Messe Friedrichshafen GmbH die Installation des geförderten Stromspeichers, als
Ergänzung zu vorhandenen großflächigen Dach-PV-Anlage, fertiggestellt.
Auch die zweite Förderrunde zeigt den Bedarf an und den Einfluss von Förderprogrammen wie dem
Häfler Klimafonds. Er fördert in starkem Maß die Beteiligung der Stadtgesellschaft an der Umsetzung
der Klimaziele. Daher ist das Interesse groß und es wurden bereits für 2026 Anfragen zu weiteren
Förderrunden gestellt.