Stadt Friedrichshafen genehmigt Erneuerung/Erweiterung Gasspeicher im Klärwerk Friedrichshafen; Investitionsvolumen 500.000 EUR
2026 / V 00080 Seite 1 von 5 Referent und Zeitdauer: Kübler, Wolfgang - 10 Min., davon 5 Min. Sachvortrag STADT FRIEDRICHSHAFEN Sitzungsvorlage Drucksache-Nr. 2026 / V 00080 Ausfertigungen: Tiefbau- und Grünamt, HGM, SBV, SPK, STP Dienststelle: Tiefbau- und Grünamt Aktenzeichen: TGA-KW Gro 08.04.2026, Unterschrift: Mitzeichnung (Datum, Kurzzeichen): BM Stauber
BM N. N.
EBM Hein
OB Blümcke
Betreff: Erneuerung / Erweiterung Gasspeicher im Klärwerk – Grundsatz- und Baubeschluss Anlage(n): Medien: Bitte ankreuzen. Alles, was präsentiert werden soll, muss mindestens 3 Arbeitstage vor den jeweiligen Sitzungen der Geschäftsstelle des Gemeinderates zugeleitet werden, damit die Präsentation gewährleistet werden kann. MS Office Dateien (inkl. ppt, .mpp) .pdf-, htm- Dateien DVD Gremium: Datum: Zuständigkeit: Öffentlichkeitsstatus: Ausschuss für Planen, Bauen und Umwelt / Betriebsausschuss SE 05.05.2026 Beschluss öffentlich Ggf. Hinweis auf frühere Behandlung des Beratungsgegenstandes (Gremium, Datum, Drucksache-Nr.): FINANZIELLE AUSWIRKUNGEN ja nein
2026 / V 00080 Seite 2 von 5 Kosten: einmalige Auszahlung (investiv) Betrag: 500.000 EUR MITTELBEREITSTELLUNG BEIM EIGENBETRIEB STADTENTWÄSSERUNG: Vermögensplan / Investitionsprogramm Investitionsauftrag I700000800153 (Erneuerung / Erweiterung Gasspeicher) Zur Verfügung stehende Mittel: Plan 2026: 500.000 EUR Noch bereitzustellen:
2026 / V 00080 Seite 3 von 5 Beschlussantrag: 1. Die Durchführung der Maßnahme zur Erneuerung und Erweiterung des Gasspeichers im Klärwerk mit Gesamtkosten in Höhe von 500.000 EUR wird genehmigt. 2. Die Verwaltung wird beauftragt, die weitere Planung durchzuführen, die Maßnahme entsprechend dem Planungsergebnis auszuschreiben, die erforderlichen Verträge abzuschließen und die Maßnahme umzusetzen. Begründung: 1. Allgemein Im Klärwerk Friedrichshafen soll der bestehende Gasspeicher aus dem Baujahr 1991 mit einem Volumen von 1.500 m³ ersetzt werden. Der vorhandene Speicher ist als druckloser Gasspeicher mit hängender Gasblase ausgeführt und entspricht nicht mehr dem Stand der Technik. Die Messgenauigkeit des Füllstandes ist unzureichend und lässt sich technisch nicht weiter verbessern. Dadurch reduziert sich das effektiv nutzbare Speichervolumen auf etwa 800 m³. FN!-CHECK wurde durchgeführt: ja (der FN!-Check liegt der DS als Anlage bei) Zusammenfassende Einschätzung und Hinweise zur weiteren Planung: nein Begründung: Check nicht erforderlich lt. Ausschlusskatalog
KLIMAWIRKUNG wurde geprüft: ja (der Klima-Check liegt der DS als Anlage bei): Zusammenfassende Einschätzung und Hinweise zur weiteren Planung: Die Erneuerung / Erweiterung des Gasspeichers im Klärwerk hat durch die Strom- Eigenerzeugung und Abwärmenutzung aus dem „Abfallprodukt“ Klärgas positive klimabezogene Auswirkungen. nein Begründung: Check nicht erforderlich lt. Ausschlusskatalog bzw. FN!-Check
2026 / V 00080 Seite 4 von 5 Ergänzend ist festzustellen, dass die Membran des bestehenden Gasspeichers altersbedingt erneuerungsbedürftig ist. Eine Vergrößerung des bestehenden Speichers ist konstruktionsbedingt nicht möglich. Vor diesem Hintergrund stellt eine vollständige Neuerrichtung die einzig sinnvolle und wirtschaftliche Lösung dar. Im Klärwerk fallen täglich 3.000 bis 4.000 m³ Klärgas an. Dieses wird zwischengespeichert und anschließend in Blockheizkraftwerken (BHKW) zur Stromerzeugung genutzt. Die BHKW werden mittlerweile stromgeführt betrieben, mit dem Ziel, den Eigenstrombedarf möglichst optimal zu decken sowie Einspeisungen und Fremdbezug zu minimieren. Für einen wirtschaftlichen und stabilen Betrieb ist ein ausreichend großes Gasspeichervolumen erforderlich, um Schwankungen in der Gasproduktion sowie im Strombedarf ausgleichen zu können. Ein Gasspeicher stellt hierbei die wirtschaftlichste und zugleich einfachste Form der Energiespeicherung dar. Ein Kubikmeter Klärgas besitzt einen Energiegehalt von etwa 6,0 kWh. Daraus können in den Blockheizkraftwerken (BHKW) rund 2,4 kWh elektrische Energie erzeugt werden. Die verbleibende Energie fällt als thermische Energie an und wird zur Beheizung der Faulbehälter sowie der Gebäude genutzt. Zur zukunftsfähigen Ausrichtung des Klärwerks und zur optimalen Abstimmung mit weiteren Energiekomponenten (z. B. Photovoltaikanlagen) ist daher ein Gasspeichervolumen von etwa 4.500 bis 5.500 m³ vorgesehen. Geplant ist die Errichtung eines Doppelmembran-Gasspeichers mit Stützluftgebläse. Diese Bauweise stellt sowohl technisch, als auch wirtschaftlich die optimale Lösung dar und entspricht dem Stand der Technik. Die Maßnahme umfasst im Wesentlichen den Rückbau des bestehenden Gasspeichers, die Herstellung der erforderlichen Gründung sowie den Neubau eines Doppelmembran- Gasspeichers. Darüber hinaus erfolgt die Installation eines Stützluftgebläses sowie die Erweiterung der Mess-, Steuer- und Regelungstechnik. Ergänzend werden – soweit erforderlich – Anpassungen bzw. Erneuerungen der technischen Peripherie vorgenommen. 2. Kosten Gemäß Kostenschätzung ist für die Maßnahme mit folgenden Brutto-Gesamtkosten zu rechnen: Erneuerung Gasspeicher inklusive Peripherie: 300.000 EUR Weitere Kosten *: 150.000 EUR Risikozuschlag / Unvorhergesehenes: 50.000 EUR Gesamt: 500.000 EUR
- Die weiteren Kosten beinhalten insbesondere: Baunebenkosten Rückbau des bestehenden Gasspeichers Gründungsarbeiten für den neuen Gasspeicher (Herstellung neues Fundament)
2026 / V 00080 Seite 5 von 5 Anpassung Infrastruktur (u. a. Neuordnung Straßenführung) Planungskosten (Genehmigungsplanung, LV-Erstellung etc.) 3. Finanzierung / Förderung Beim Eigenbetrieb Stadtentwässerung stehen im Investitionsprogramm des Wirtschaftsplans in 2026 für diese Maßnahme 500.000 EUR zur Verfügung. Die Finanzierung der Maßnahme ist somit gesichert. Die Maßnahme ist nicht förderfähig. 4. Termine Bauantrag: Juni 2026 Baufreigabe: September 2026 Ausschreibung: Oktober 2026 Vergabe / Baubeginn: November 2026 Fertigstellung: Februar 2027 Um Beratung und Beschlussfassung wird gebeten.