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title: "Stadt Friedrichshafen genehmigt Erneuerung/Erweiterung Gasspeicher im Klärwerk Friedrichshafen; Investitionsvolumen 500.000 EUR"
sdDatePublished: "2026-04-28T21:12:00Z"
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locations:
  - "Friedrichshafen"
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Stadt Friedrichshafen genehmigt Erneuerung/Erweiterung Gasspeicher im Klärwerk Friedrichshafen; Investitionsvolumen 500.000 EUR

2026 / V 00080
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Referent und Zeitdauer:
Kübler, Wolfgang - 10 Min., davon 5 Min. Sachvortrag
STADT FRIEDRICHSHAFEN
Sitzungsvorlage
Drucksache-Nr. 2026 / V 00080
Ausfertigungen:
Tiefbau- und Grünamt, HGM, SBV, SPK, STP
Dienststelle: Tiefbau- und Grünamt
Aktenzeichen: TGA-KW Gro
08.04.2026, Unterschrift:
Mitzeichnung (Datum, Kurzzeichen):
BM Stauber
____________
BM N. N.
____________
EBM Hein
____________
OB Blümcke
_____________
Betreff: Erneuerung / Erweiterung Gasspeicher im Klärwerk – Grundsatz-
und Baubeschluss
Anlage(n):
Medien: Bitte ankreuzen. Alles, was präsentiert werden soll, muss mindestens 3 Arbeitstage vor den
jeweiligen Sitzungen der Geschäftsstelle des Gemeinderates zugeleitet werden, damit die Präsentation
gewährleistet werden kann.
MS Office
Dateien (inkl. ppt,
.mpp)
.pdf-, htm-
Dateien
DVD
Gremium:
Datum:
Zuständigkeit:
Öffentlichkeitsstatus:
Ausschuss für Planen, Bauen und
Umwelt / Betriebsausschuss SE
05.05.2026
Beschluss
öffentlich
Ggf. Hinweis auf frühere Behandlung des Beratungsgegenstandes (Gremium, Datum, Drucksache-Nr.):
FINANZIELLE AUSWIRKUNGEN
ja
nein

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Kosten:
einmalige Auszahlung (investiv)
Betrag:
500.000 EUR
MITTELBEREITSTELLUNG BEIM EIGENBETRIEB STADTENTWÄSSERUNG:
Vermögensplan / Investitionsprogramm
Investitionsauftrag I700000800153
(Erneuerung / Erweiterung Gasspeicher)
Zur Verfügung stehende Mittel:
Plan 2026:
500.000 EUR
Noch bereitzustellen:

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Beschlussantrag:
1.
Die Durchführung der Maßnahme zur Erneuerung und Erweiterung des Gasspeichers im
Klärwerk mit Gesamtkosten in Höhe von 500.000 EUR wird genehmigt.
2.
Die Verwaltung wird beauftragt, die weitere Planung durchzuführen, die Maßnahme entsprechend
dem Planungsergebnis auszuschreiben, die erforderlichen Verträge abzuschließen und die
Maßnahme umzusetzen.
Begründung:
1.
Allgemein
Im Klärwerk Friedrichshafen soll der bestehende Gasspeicher aus dem Baujahr 1991 mit einem
Volumen von 1.500 m³ ersetzt werden. Der vorhandene Speicher ist als druckloser Gasspeicher
mit hängender Gasblase ausgeführt und entspricht nicht mehr dem Stand der Technik.
Die Messgenauigkeit des Füllstandes ist unzureichend und lässt sich technisch nicht weiter
verbessern. Dadurch reduziert sich das effektiv nutzbare Speichervolumen auf etwa 800 m³.
FN!-CHECK wurde durchgeführt:
ja (der FN!-Check liegt der DS als Anlage bei)
Zusammenfassende Einschätzung und Hinweise zur weiteren Planung:
nein
Begründung:
Check nicht erforderlich lt. Ausschlusskatalog
_____________________________________________________________________________
KLIMAWIRKUNG wurde geprüft:
ja (der Klima-Check liegt der DS als Anlage bei):
Zusammenfassende Einschätzung und Hinweise zur weiteren Planung:
Die
Erneuerung
/
Erweiterung
des
Gasspeichers
im
Klärwerk
hat
durch
die
Strom-
Eigenerzeugung und Abwärmenutzung aus dem „Abfallprodukt“ Klärgas positive klimabezogene
Auswirkungen.
nein
Begründung:
Check nicht erforderlich lt. Ausschlusskatalog bzw. FN!-Check

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Ergänzend ist festzustellen, dass die Membran des bestehenden Gasspeichers altersbedingt
erneuerungsbedürftig ist. Eine Vergrößerung des bestehenden Speichers ist konstruktionsbedingt
nicht möglich. Vor diesem Hintergrund stellt eine vollständige Neuerrichtung die einzig sinnvolle
und wirtschaftliche Lösung dar.
Im Klärwerk fallen täglich 3.000 bis 4.000 m³ Klärgas an. Dieses wird zwischengespeichert und
anschließend in Blockheizkraftwerken (BHKW) zur Stromerzeugung genutzt. Die BHKW werden
mittlerweile stromgeführt betrieben, mit dem Ziel, den Eigenstrombedarf möglichst optimal zu
decken sowie Einspeisungen und Fremdbezug zu minimieren.
Für einen wirtschaftlichen und stabilen Betrieb ist ein ausreichend großes Gasspeichervolumen
erforderlich, um Schwankungen in der Gasproduktion sowie im Strombedarf ausgleichen zu
können. Ein Gasspeicher stellt hierbei die wirtschaftlichste und zugleich einfachste Form der
Energiespeicherung dar.
Ein Kubikmeter Klärgas besitzt einen Energiegehalt von etwa 6,0 kWh. Daraus können in den
Blockheizkraftwerken
(BHKW)
rund
2,4 kWh
elektrische
Energie
erzeugt
werden.
Die
verbleibende Energie fällt als thermische Energie an und wird zur Beheizung der Faulbehälter
sowie der Gebäude genutzt.
Zur zukunftsfähigen Ausrichtung des Klärwerks und zur optimalen Abstimmung mit weiteren
Energiekomponenten (z. B. Photovoltaikanlagen) ist daher ein Gasspeichervolumen von etwa
4.500 bis 5.500 m³ vorgesehen.
Geplant ist die Errichtung eines Doppelmembran-Gasspeichers mit Stützluftgebläse. Diese
Bauweise stellt sowohl technisch, als auch wirtschaftlich die optimale Lösung dar und entspricht
dem Stand der Technik.
Die Maßnahme umfasst im Wesentlichen den Rückbau des bestehenden Gasspeichers, die
Herstellung
der
erforderlichen
Gründung
sowie
den
Neubau
eines
Doppelmembran-
Gasspeichers.
Darüber
hinaus
erfolgt
die
Installation
eines
Stützluftgebläses
sowie
die
Erweiterung der Mess-, Steuer- und Regelungstechnik. Ergänzend werden – soweit erforderlich –
Anpassungen bzw. Erneuerungen der technischen Peripherie vorgenommen.
2.
Kosten
Gemäß Kostenschätzung ist für die Maßnahme mit folgenden Brutto-Gesamtkosten zu rechnen:
Erneuerung Gasspeicher inklusive Peripherie:
300.000 EUR
Weitere Kosten *:
150.000 EUR
Risikozuschlag / Unvorhergesehenes:
50.000 EUR
Gesamt:
500.000 EUR
* Die weiteren Kosten beinhalten insbesondere:

Baunebenkosten

Rückbau des bestehenden Gasspeichers

Gründungsarbeiten für den neuen Gasspeicher (Herstellung neues Fundament)

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
Anpassung Infrastruktur (u. a. Neuordnung Straßenführung)

Planungskosten (Genehmigungsplanung, LV-Erstellung etc.)
3.
Finanzierung / Förderung
Beim Eigenbetrieb Stadtentwässerung stehen im Investitionsprogramm des Wirtschaftsplans in
2026 für diese Maßnahme 500.000 EUR zur Verfügung. Die Finanzierung der Maßnahme ist
somit gesichert. Die Maßnahme ist nicht förderfähig.
4.
Termine
Bauantrag: Juni 2026
Baufreigabe: September 2026
Ausschreibung: Oktober 2026
Vergabe / Baubeginn: November 2026
Fertigstellung: Februar 2027
Um Beratung und Beschlussfassung wird gebeten.