Land.Wirtschaft.Leben veranstaltet vier Abende in Sachsen-Anhalt; Vier Landkreise, Perspektiven auf Landwirtschaft seit 1945
16.04.2026 Börde-Museum Burg Ummendorf 05.06.2026 Dorfgemeinschaftshaus Tanne 18.09.2026 Grenzmuseum Böckwitz-Zicherie 12.11.2026 Stiftung Schulpforta
Rahmenprogramm jeweils ab 16:30 Uhr Podiumsdiskussionen jeweils 18:00 Uhr Eintritt frei 16.04.2026 – Börde-Museum Burg Ummendorf „Wer die Bäuerin nicht ehrt“ Frauen in der Landwirtschaft seit 1945
05.06.2026 – Dorfgemeinschaftshaus Tanne Wie halten wir das Tier? Fleisch- und Milchproduktion im Wandel der Systeme
18.09.2026 – Grenzmuseum Böckwitz-Zicherie Die Grenze beackern – Landwirtschaft an der ehemaligen innerdeutschen Grenze
12.11.2026 – Stiftung Schulpforta Land gewinnen – Kulturlandschaft vs. Landwirtschaft im Raum Naumburg seit 1945 Denn jeder Boden ist historisch. Auch ein Acker hat seine Geschichte. Uta Ruge „Bauern, Land“ (2024)
Seit 1945 hat sich das Leben auf dem Land grundlegend verändert. Bodenreform, Kollektivierung, staatliche Steuerung zu DDR-Zeiten und die Umbrüche nach 1989/90 haben Landwirtschaft, Eigentum und Familiengeschichten in Sachsen-Anhalt nachhaltig geprägt. Die Veranstaltungsreihe Land.Wirtschaft.Leben bringt diese Erfahrungen mit heutigen Herausforderungen in der regionalen Landwirtschaft zusammen. In Podiumsdiskussionen kommen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie Gäste aus Landwirtschaft, Politik und Wissenschaft ins Gespräch. Die Reihe schafft Raum, über Geschichte, Verantwortung und Zukunft der Landwirtschaft zu sprechen – dort, wo sie gelebt wird. Vier Abende, vier Landkreise, vier Perspektiven auf Land, Wirtschaft und Leben. Diskutieren Sie mit. Eintritt frei. Gestaltung: Jörn Bensch - triagonale.de Fotos: Titelbild: Misten, Schneidlingen bei Magdeburg, 1963. Bundesstiftung Aufarbeitung, Peter Leske, 6488-7A-TH92-LEA-VorAw LPG-Getreideernte. Bundesstiftung Aufarbeitung, Peter Leske, 4810-5A-TH67-LEA Sozialistisches Dorf Dedelow. Bundesstiftung Aufarbeitung, eastblockworld, EBW_PH_1222492 Innerdeutsche Grenze. Bundesstiftung Aufarbeitung, eastblockworld, EBW_PH_1337125 LPG Golzow bei Getreideernte. Bundesstiftung Aufarbeitung, Klaus Mehner, 87_0902_WIF_LPG-Ernte_24 Land.Wirtschaft.Leben. Wer bestellt das Feld? Landwirtschaftliches Leben in Sachsen-Anhalt von 1945 bis heute Land.Wirtschaft.Leben. Wer bestellt das Feld? Landwirtschaftliches Leben in Sachsen-Anhalt von 1945 bis heute Allgemeine Informationen zu allen Veranstaltungen erhalten Sie über E-Mail: veranstaltung@lza.lt.sachsen-anhalt.de oder Telefon: 0391 . 560 15 19 landesheimatbund.de/veranstaltung/ veranstaltungsreihe-land-wirtschaft-leben/ Eine Kooperation von Gefördert mit Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt und in Kooperation mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Börde-Museum Burg Ummendorf Dorfgemeinschaftshaus Tanne Grenzmuseum Böckwitz-Zicherie Stiftung Schulpforta Beauftragter des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Schleinufer 12 39104 Magdeburg aufarbeitung.sachsen-anhalt.de Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Kronenstraße 5 10117 Berlin www.bundesstiftung-aufarbeitung.de
Landesheimatbund Sachsen-Anhalt e. V. Magdeburger Straße 21 06112 Halle (Saale) landesheimatbund.de
Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. Politisches Bildungsforum Sachsen-Anhalt Franckestraße 1 39104 Magdeburg www.kas.de/de/web/sachsen-anhalt
12.11.2026 Stiftung Schulpforta Schulstraße 22, Naumburg, OT Schulpforte Über Jahrhunderte blieb die hochmittelalterliche Kulturlandschaft an Saale und Unstrut nahezu unverändert. Die Bodenreform ab 1945, Kollektivierung und Gründung der Volkseigenen Güter und LPGs ab 1952 und die folgende (sozialis tische) Industrialisierung veränderten Landschaft, Arbeits- und Alltagsleben gravierend. Mittels Kartenmaterialien, Ortschroniken, Nachlässen und Zeitzeugen- Interviews arbeitet das LEADER-Projekt Historische Kulturlandschaft und sozialistische Industrialisierung der Landwirtschaft an Saale und Unstrut diese Entwicklungen auf. Bei der Veranstaltung stellt der Förderverein Welterbe an Saale und Unstrut e. V. seine Forschungsergebnisse vor und kommt darüber mit Zeitzeuginnen, Zeitzeugen und weiteren Gästen ins Gespräch.
Moderation: John Palatini (Geschäftsführer Landesheimatbund Sachsen-Anhalt) Podium: Dr. Henrik Schwanitz (Historiker), Dr. Birgit Wolf (Historikerin, Fördervein Welterbe an Saale und Unstrut e. V.) u.a. Programm: 16:30 Uhr Führung im und um das Kloster Schulpforta 18:00 Uhr Podiumsdiskussion Wie halten wir das Tier? Fleisch- und Milchproduktion im Wandel der Systeme 05.06.2026 im Dorfgemeinschaftshaus Tanne Pilzgrund 1, 38875 Tanne Mitte des 20. Jahrhundert setzt auch in der Tierhaltung die Industrialisierung ein. In der DDR geschieht dies unter sozialistischem Vorzeichen: Große Stallanlagen werden gebaut. Bauern werden dazu gebracht, ihr Vieh möglichst in die Bestände der LPG einzugliedern. Tier- und Pflanzenproduktion werden getrennt. Alte Haustierrassen verschwinden und besonders Rinder werden für einen hohen Milchkonsum gezüchtet, um die Ernährung einer wachsenden Bevölkerung zu sichern und zugleich den jungen Staat wirtschaftlich autark zu machen. Doch fordert etwa die Zucht in der DDR-Mangelwirtschaft andere Strategien als beim westlichen Nachbarn. Gleichzeitig führen diese Prozesse zu erheblichen Umweltproblemen. Welche Auswirkungen hatte die Massentierhaltung in der DDR für Mensch und Tier? Wie veränderte sich die Tierhaltung in der Region mit Wiedervereinigung und Systemwechsel? Und wie steht es heute um Tierwohl sowie die Fleisch- und Milch produktion?
Moderation: Dr. Larissa Fleischmann (Just Transition Center, Halle) Podium: Prof. Dr. Arnd Bauerkämper (Historiker), Susann Thielecke (Landwirtin und Züchterin von Rotem Höhenvieh), Dr. Matthias Löber (ehem. Geschäftsführer RinderAllianz, Beratung NTK – Nutztierkonzepte)
Programm: 16:30 Uhr Führung zu den Weidewiesen bei Brockenbauer Thielecke
(Schierker Weg 13, 38875 Tanne) 18:00 Uhr Podiumsdiskussion „Wer die Bäuerin nicht ehrt“ Frauen in der Landwirtschaft seit 1945 16.04.2026 im Börde-Museum Burg Ummendorf Meyendorffstraße 4, 39365 Ummendorf Anlässlich des UN-Jahres der Frauen in der Land- und Forstwirtschaft beleuchtet die Veranstaltung die Lebens- und Arbeitsrealitäten von Frauen in der DDR-Landwirt- schaft. Zwischen LPG, Familie und staatlichen Vorgaben sicherten sie Produktion und Versorgung – häufig unter engen politischen und persönlichen Rahmen bedingungen. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Gleichberechtigung, Selbstbe- stimmung und individuellen Handlungsspielräumen. Zugleich richtet sich der Blick auf die Zeit nach 1989/90 bis in die Gegenwart: Welche Erfahrungen wirken bis heute fort und was hat sich verändert?
Moderation: Dr. Jessica Bock (Historikerin) Podium: Steffi Trittel (Agrar-Ingenieurin, ehem. Bürgermeisterin Hohe Börde), Uta Ruge (freie Autorin), Dr. Christel Panzig (Historikerin)
Begrüßung durch Dr. Franziska Kersten (Mitglied des Bundestags, Wahlkreis Börde-Salzlandkreis), Dr. Robert Grünbaum (stellvertretender Direktor der Bundes- stiftung Aufarbeitung), Johannes Beleites (Aufarbeitungsbeauftragter des Landes Sachsen-Anhalt) Programm: 16:30 Uhr Kurzführung durch das Börde-Museum 18:00 Uhr Podiumsdiskussion Die Grenze beackern Landwirtschaft an der ehemaligen innerdeutschen Grenze 18.09.2026 im Grenzmuseum Böckwitz-Zicherie Im Rundling 2, 38486 Klötze Landwirte im Grenzgebiet waren zu DDR-Zeiten häufig von Enteignungen und Zwangskollektivierung betroffen, viele wurden zwangsumgesiedelt. Die Folgen für die stark heimatverbundenen Familien waren oft dramatisch. Es folgten Umbrüche nach der Wiedervereinigung und Ende der 2010er Jahren wurde das Gebiet im Kontext des Grüne-Band-Gesetzes erneut zu einem Feld der Ausein andersetzungen. Im Gespräch soll die Frage gestellt werden, wie die historischen Enteignungs- erfahrungen und Zwangsmaßnahmen bis heute nachwirken. Was waren und sind die Besonderheiten für die Landwirtschaft entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze? Wie stehen die Chancen für ein gutes Zusammenspiel von Landwirtschaft, Naturschutz und Erinnerungskultur am Grünen Band? Moderation: Ines Godazgar (Autorin und Journalistin)
Podium: Jens Winter (Heimatforscher), Inge Jakobs (Zeitzeugin), Christian Wiegmann (Landwirt und Leiter Grünes Band, SUNK) u.a. Programm: 16:30 Uhr Führung im Grenzmuseum Böckwitz-Zicherie 18:00 Uhr Podiumsdiskussion Land gewinnen Kulturlandschaft vs. Landwirtschaft im Raum Naumburg seit 1945