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title: "Land.Wirtschaft.Leben veranstaltet vier Abende in Sachsen-Anhalt; Vier Landkreise, Perspektiven auf Landwirtschaft seit 1945"
sdDatePublished: "2026-04-28T16:48:00Z"
source: "https://jtc.uni-halle.de/wp-content/uploads/2026/04/LWL-Faltblatt.pdf"
topics:
  - name: "agriculture"
    identifier: "medtop:20000210"
  - name: "history"
    identifier: "medtop:20000747"
  - name: "politics and government"
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  - name: "culture"
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locations:
  - "Klötze"
  - "Altmarkkreis Salzwedel"
  - "Hohe Börde"
  - "Ummendorf"
  - "Burgenlandkreis"
  - "Harz"
  - "Berlin"
  - "Halle (Saale)"
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Land.Wirtschaft.Leben veranstaltet vier Abende in Sachsen-Anhalt; Vier Landkreise, Perspektiven auf Landwirtschaft seit 1945

16.04.2026
Börde-Museum Burg Ummendorf
05.06.2026
Dorfgemeinschaftshaus Tanne
18.09.2026
Grenzmuseum Böckwitz-Zicherie
12.11.2026
Stiftung Schulpforta

Rahmenprogramm jeweils ab 16:30 Uhr
Podiumsdiskussionen jeweils 18:00 Uhr
Eintritt frei
16.04.2026 – Börde-Museum Burg Ummendorf
„Wer die Bäuerin nicht ehrt“
Frauen in der Landwirtschaft seit 1945

05.06.2026 – Dorfgemeinschaftshaus Tanne
Wie halten wir das Tier?
Fleisch- und Milchproduktion im Wandel der Systeme

18.09.2026 – Grenzmuseum Böckwitz-Zicherie
Die Grenze beackern –
Landwirtschaft an der ehemaligen innerdeutschen Grenze

12.11.2026 – Stiftung Schulpforta
Land gewinnen –
Kulturlandschaft vs. Landwirtschaft im Raum Naumburg
seit 1945
Denn jeder Boden ist historisch.
Auch ein Acker hat seine Geschichte.
Uta Ruge „Bauern, Land“ (2024)

Seit 1945 hat sich das Leben auf dem Land grundlegend verändert.
Bodenreform, Kollektivierung, staatliche Steuerung zu DDR-Zeiten
und die Umbrüche nach 1989/90 haben Landwirtschaft, Eigentum
und Familiengeschichten in Sachsen-Anhalt nachhaltig geprägt.
Die Veranstaltungsreihe Land.Wirtschaft.Leben bringt diese
Erfahrungen mit heutigen Herausforderungen in der regionalen
Landwirtschaft zusammen. In Podiumsdiskussionen kommen
Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie Gäste aus Landwirtschaft,
Politik und Wissenschaft ins Gespräch. Die Reihe schafft Raum,
über Geschichte, Verantwortung und Zukunft der Landwirtschaft
zu sprechen – dort, wo sie gelebt wird.
Vier Abende, vier Landkreise, vier Perspektiven auf Land, Wirtschaft
und Leben. Diskutieren Sie mit.
Eintritt frei.
Gestaltung: Jörn Bensch - triagonale.de
Fotos:
Titelbild: Misten, Schneidlingen bei Magdeburg, 1963. Bundesstiftung
Aufarbeitung, Peter Leske, 6488-7A-TH92-LEA-VorAw
LPG-Getreideernte. Bundesstiftung Aufarbeitung, Peter Leske,
4810-5A-TH67-LEA
Sozialistisches Dorf Dedelow. Bundesstiftung Aufarbeitung, eastblockworld,
EBW_PH_1222492
Innerdeutsche Grenze. Bundesstiftung Aufarbeitung, eastblockworld,
EBW_PH_1337125
LPG Golzow bei Getreideernte. Bundesstiftung Aufarbeitung, Klaus Mehner,
87_0902_WIF_LPG-Ernte_24
Land.Wirtschaft.Leben.
Wer bestellt das Feld?
Landwirtschaftliches Leben in Sachsen-Anhalt
von 1945 bis heute
Land.Wirtschaft.Leben.
Wer bestellt das Feld?
Landwirtschaftliches Leben in Sachsen-Anhalt
von 1945 bis heute
Allgemeine Informationen zu allen Veranstaltungen
erhalten Sie über E-Mail: veranstaltung@lza.lt.sachsen-anhalt.de
oder Telefon: 0391 . 560 15 19
landesheimatbund.de/veranstaltung/
veranstaltungsreihe-land-wirtschaft-leben/
Eine Kooperation von
Gefördert mit Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt und
in Kooperation mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
Börde-Museum
Burg Ummendorf
Dorfgemeinschaftshaus
Tanne
Grenzmuseum
Böckwitz-Zicherie
Stiftung
Schulpforta
Beauftragter des Landes
Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung
der SED-Diktatur
Schleinufer 12
39104 Magdeburg
aufarbeitung.sachsen-anhalt.de
Bundesstiftung zur Aufarbeitung
der SED-Diktatur
Kronenstraße 5
10117 Berlin
www.bundesstiftung-aufarbeitung.de

Landesheimatbund
Sachsen-Anhalt e. V.
Magdeburger Straße 21
06112 Halle (Saale)
landesheimatbund.de

Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.
Politisches Bildungsforum
Sachsen-Anhalt
Franckestraße 1
39104 Magdeburg
www.kas.de/de/web/sachsen-anhalt

12.11.2026 Stiftung Schulpforta
Schulstraße 22, Naumburg, OT Schulpforte
Über Jahrhunderte blieb die hochmittelalterliche Kulturlandschaft an Saale und
Unstrut nahezu unverändert. Die Bodenreform ab 1945, Kollektivierung und
Gründung der Volkseigenen Güter und LPGs ab 1952 und die folgende (sozialis­
tische) Industrialisierung veränderten Landschaft, Arbeits- und Alltagsleben
gravierend. Mittels Kartenmaterialien, Ortschroniken, Nachlässen und Zeitzeugen-
Interviews arbeitet das LEADER-Projekt Historische Kulturlandschaft und
sozialistische Industrialisierung der Landwirtschaft an Saale und Unstrut diese
Entwicklungen auf. Bei der Veranstaltung stellt der Förderverein Welterbe an
Saale und Unstrut e. V. seine Forschungsergebnisse vor und kommt darüber mit
Zeitzeuginnen, Zeitzeugen und weiteren Gästen ins Gespräch.

Moderation: John Palatini (Geschäftsführer Landesheimatbund Sachsen-Anhalt)
Podium: Dr. Henrik Schwanitz (Historiker), Dr. Birgit Wolf (Historikerin,
Fördervein Welterbe an Saale und Unstrut e. V.) u.a.
Programm:
16:30 Uhr Führung im und um das Kloster Schulpforta
18:00 Uhr Podiumsdiskussion
Wie halten wir das Tier?
Fleisch- und Milchproduktion im Wandel
der Systeme
05.06.2026 im Dorfgemeinschaftshaus Tanne
Pilzgrund 1, 38875 Tanne
Mitte des 20. Jahrhundert setzt auch in der Tierhaltung die Industrialisierung ein.
In der DDR geschieht dies unter sozialistischem Vorzeichen: Große Stallanlagen
werden gebaut. Bauern werden dazu gebracht, ihr Vieh möglichst in die Bestände
der LPG einzugliedern. Tier- und Pflanzenproduktion werden getrennt. Alte
Haustierrassen verschwinden und besonders Rinder werden für einen hohen
Milchkonsum gezüchtet, um die Ernährung einer wachsenden Bevölkerung zu sichern
und zugleich den jungen Staat wirtschaftlich autark zu machen. Doch fordert
etwa die Zucht in der DDR-Mangelwirtschaft andere Strategien als beim westlichen
Nachbarn. Gleichzeitig führen diese Prozesse zu erheblichen Umweltproblemen.
Welche Auswirkungen hatte die Massentierhaltung in der DDR für Mensch und Tier?
Wie veränderte sich die Tierhaltung in der Region mit Wiedervereinigung und
Systemwechsel? Und wie steht es heute um Tierwohl sowie die Fleisch- und Milch­
produktion?

Moderation: Dr. Larissa Fleischmann (Just Transition Center, Halle)
Podium: Prof. Dr. Arnd Bauerkämper (Historiker), Susann Thielecke (Landwirtin
und Züchterin von Rotem Höhenvieh), Dr. Matthias Löber (ehem. Geschäftsführer
RinderAllianz, Beratung NTK – Nutztierkonzepte)

Programm:
16:30 Uhr Führung zu den Weidewiesen bei Brockenbauer Thielecke

(Schierker Weg 13, 38875 Tanne)
18:00 Uhr Podiumsdiskussion
„Wer die Bäuerin nicht ehrt“
Frauen in der Landwirtschaft
seit 1945
16.04.2026 im Börde-Museum Burg Ummendorf
Meyendorffstraße 4, 39365 Ummendorf
Anlässlich des UN-Jahres der Frauen in der Land- und Forstwirtschaft beleuchtet die
Veranstaltung die Lebens- und Arbeitsrealitäten von Frauen in der DDR-Landwirt-
schaft. Zwischen LPG, Familie und staatlichen Vorgaben sicherten sie Produktion
und Versorgung – häufig unter engen politischen und persönlichen Rahmen­
bedingungen. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Gleichberechtigung, Selbstbe-
stimmung und individuellen Handlungsspielräumen.
Zugleich richtet sich der Blick auf die Zeit nach 1989/90 bis in die Gegenwart:
Welche Erfahrungen wirken bis heute fort und was hat sich verändert?

Moderation: Dr. Jessica Bock (Historikerin)
Podium: Steffi Trittel (Agrar-Ingenieurin, ehem. Bürgermeisterin Hohe Börde),
Uta Ruge (freie Autorin), Dr. Christel Panzig (Historikerin)

Begrüßung durch Dr. Franziska Kersten (Mitglied des Bundestags, Wahlkreis
Börde-Salzlandkreis), Dr. Robert Grünbaum (stellvertretender Direktor der Bundes-
stiftung Aufarbeitung), Johannes Beleites (Aufarbeitungsbeauftragter des
Landes Sachsen-Anhalt)
Programm:
16:30 Uhr Kurzführung durch das Börde-Museum
18:00 Uhr Podiumsdiskussion
Die Grenze beackern
Landwirtschaft an der ehemaligen
innerdeutschen Grenze
18.09.2026 im Grenzmuseum Böckwitz-Zicherie
Im Rundling 2, 38486 Klötze
Landwirte im Grenzgebiet waren zu DDR-Zeiten häufig von Enteignungen und
Zwangskollektivierung betroffen, viele wurden zwangsumgesiedelt. Die Folgen für
die stark heimatverbundenen Familien waren oft dramatisch. Es folgten
Umbrüche nach der Wiedervereinigung und Ende der 2010er Jahren wurde das
Gebiet im Kontext des Grüne-Band-Gesetzes erneut zu einem Feld der Ausein­
andersetzungen.
Im Gespräch soll die Frage gestellt werden, wie die historischen Enteignungs-
erfahrungen und Zwangsmaßnahmen bis heute nachwirken. Was waren und sind
die Besonderheiten für die Landwirtschaft entlang der ehemaligen innerdeutschen
Grenze? Wie stehen die Chancen für ein gutes Zusammenspiel von Landwirtschaft,
Naturschutz und Erinnerungskultur am Grünen Band?
Moderation: Ines Godazgar (Autorin und Journalistin)

Podium: Jens Winter (Heimatforscher), Inge Jakobs (Zeitzeugin),
Christian Wiegmann (Landwirt und Leiter Grünes Band, SUNK) u.a.
Programm:
16:30 Uhr Führung im Grenzmuseum Böckwitz-Zicherie
18:00 Uhr Podiumsdiskussion
Land gewinnen
Kulturlandschaft vs. Landwirtschaft im Raum
Naumburg seit 1945