BAFA veröffentlicht Handreichung zur Planung und Genehmigung von Großwärmepumpen in Niedersachsen; reduziert Unsicherheiten im Genehmigungsprozess

Neue BAFA-Handreichung zur Planung und Genehmigung von Großwärmepumpen - Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen

Neue BAFA-Handreichung zur Planung und Genehmigung von Großwärmepumpen

Mit einer neuen Handreichung gibt das BAFA nun praxisnahe Orientierung zur Planung und Genehmigung von Großwärmepumpen in der Fernwärme. Für Projekte mit Flusswasserwärme ist das ein wichtiger Schritt, denn Fragen zu Wasserrecht, Naturschutz, Bau- und Immissionsschutzrecht spielen bei der Umsetzung eine zentrale Rolle.

Flüsse wie Ihme, Leine und Co. könnten nach Studien rechnerisch einen Großteil der Gebäudewärme in Niedersachsen bereitstellen – vorausgesetzt, die Planung und Genehmigung von Großwärmepumpen gelingt. Auf unserer Themenseite „Umweltwärme aus Gewässern“ haben wir bereits erläutert, wie Flusswärme im Prinzip funktioniert, wo sie sich anbietet und welche Herausforderungen Wasser-, Fisch- und Naturschutz mit sich bringen.

Die neue „Handreichung zur Planung und Genehmigung“ von Großwärmepumpen des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beleuchtet Planung und Genehmigung von Großwärmepumpen in der Fernwärme auf Basis konkreten Projekterfahrungen. Typische Anwendungsfälle in Niedersachsen sind etwa Wärmepumpen an Abläufen bestehender Kläranlagen oder an Entnahmebauwerken bestehender oder ehemaliger fossiler Kraftwerke an größeren Flüssen. Die Handreichung skizziert, wie solche Projekte im Rahmen der Fernwärme umgesetzt werden können.

Ein zentraler Mehrwert: Die Handreichung ordnet auch rechtliche Fragestellungen ein. Deutlich wird dabei: An der „Ressource Fluss“ haben verschiedene Fachbereiche berechtigte Interessen – beispielweise der Naturschutz und der Gewässerschutz. Der Regulatorik und Genehmigung solcher Anlagen kommt daher eine besondere Stellung zu, insbesondere da auch baurechtliche Fragestellungen für die Genehmigung solcher Anlagen von zentraler Bedeutung sein können.

Die Handreichung fokussiert daher auch auf Imissionschutz-, Bau-, Wasser- und Naturschutzrecht und gibt für jeden rechtlichen Teilbereich eine strukturierte Checkliste. Zudem umreißt sie pragmatische Lösungsansätze im Sinne dieser Fachbelange. Aus Sicht der KEAN ist das ein wichtiger Beitrag, um Unsicherheiten im Genehmigungsprozess zu reduzieren und ein gemeinsames Fachverständnis zu schaffen.

Für wen lohnt sich das Lesen?

Kommunen und kommunale Energie- und Wärmeversorger, die prüfen, ob Fluss- oder Kläranlagenwasser als Wärmequelle für Fernwärmenetze geeignet ist.

Planer und Ingenieurbüros, die Großwärmepumpen-Projekte begleiten und die rechtlichen sowie naturschutzrechtlichen Anforderungen einordnen müssen.

Genehmigungsbehörden, die einen schnellen und praxisnahen Überblick über typische Anforderungen und Anwendungsfälle suchen.

Zur „Handreichung zur Planung und Genehmigung“ von Großwärmepumpen des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

0151 526 324 75georg.schuchardt [at] klimaschutz-niedersachsen.de

Veröffentlicht am: 28. April 2026