N-ERGIE AG beantragt 2D-Seismik in Nürnberg und SIGENA; Umwelt- und Sicherheitsauflagen

Hauptbetriebsplan zur Aufsuchung von Erdwärme 2D Seismik im Erlaubnisfeld „NÜRNBERG“ und „SIGENA“ nach §§51 ff BBergG

Hauptbetriebsplan zur Aufsuchung von Erdwärme 2D Seismik im Erlaubnisfeld „NÜRNBERG“ und „SIGENA“ nach §§51 ff BBergG

Antragsteller: N-ERGIE Ak engesellscha Am Plärrer 43 90429 Nürnberg

Wissenscha-liche Begleitung 360plus Consult GmbH

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Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG …………………………………………………………………………………………… 3 2. ANTRAG …………………………………………………………………………………………………. 3 3. RECHTLICHE GRUNDLAGEN …………………………………………………………………… 3 4. UNTERNEHMEN ……………………………………………………………………………………… 4 5. VERANTWORTLICHKEITEN ……………………………………………………………………… 4 6. MESSGEBIET………………………………………………………………………………………….. 6 6.1 Lage des Messgebietes …………………………………………………………………………. 7 6.2 Schutzgebiete ………………………………………………………………………………………. 8 7. DURCHFÜHRUNG DER ARBEITEN ………………………………………………………….. 11 8. MESSVORBEREITUNG UND TECHNISCHE AUSFÜHRUNG ………………………..12 8.1 Einholung der Erlaubnisse (Pre-Permit und Permit) ……………………………………12 8.2 Messmethoden …………………………………………………………………………………….13 8.2.1 Vibroseis-Verfahren (Reflexionsseismik) …………………………………………………..15 8.2.2 Nahlinienmessung (Refraktionsseismik) ……………………………………………………16 9. SICHERHEIT …………………………………………………………………………………………..18 9.1 Arbeitssicherheit……………………………………………………………………………………18 9.1.1 Beachtung besonderer Objekte im Untersuchungsgebiet …………………………….18 9.1.2 Areale mit Kampfmittelbelastung ……………………………………………………………..18 10. MASSNAHMEN ZUR MINIMIERUNG UND VERMEIDUNG DER MÖGLICHEN EINWIRKUNGEN AUF DIE UMWELT …………………………………………………………………19 10.1 Subjektive Wahrnehmung der Messung durch den Menschen ……………………..21 10.2 Arbeiten in Waldgebieten ……………………………………………………………………….21 10.3 Wasserschutzgebiete …………………………………………………………………………….21 10.4 Angabe zu den eingesetzten Fahrzeugen (außer Pkw) ……………………………….21 10.5 Einfluss auf Gebäude, Bauwerke, Versorgungsleitungen und Maßnahmen der Beweissicherung ……………………………………………………………………………………………..21 10.6 Immissionsschutz ………………………………………………………………………………….22 10.7 Angaben zur Errichtung von vorübergehenden Arbeitsstätten ………………………22 10.8 Angaben zu den eingesetzten Betriebsstoffen und deren Lagern ………………….22 10.9 Abfallwirtschaft ……………………………………………………………………………………..23 11. REKULTIVIERUNG UND ENTSCHÄDIGUNG …………………………………………..23 Anhang: LÖB-Karten ………………………………………………………………………………………..23

  1. EINLEITUNG Die N-ERGIE Aktiengesellschaft in Nürnberg versorgt große Gebiete Nordbayerns mit Strom, Erdgas, Wasser, Fernwärme und Energie-Dienstleistungen. 2024 setzten die rund 2.400 Beschäftigten im N-ERGIE Konzern mehr als 5,5 Mrd. Euro um. Die Netzregion der N-ERGIE erstreckt sich auf einer Fläche von 8.400 Quadratkilometern über große Teile Mittelfrankens sowie angrenzende Gebiete. Die N-ERGIE AG gewährleistet ein hohes Maß an Versorgungssicherheit und zählt sicherlich zu den großen Investoren in der Region. Von der Städtische Werke Nürnberg GmbH (StWN) und der Thüga AG im März 2000 gegründet, ging die N-ERGIE AG aus dem Fusionsprozess der regionalen Traditionsunternehmen EWAG Energie und Wasserversorgung AG, Fränkisches Überlandwerk AG (FÜW) und MEG Mittelfränkische Erdgas GmbH hervor. Die N ERGIE bekennt sich zur Energiewende und einem konsequent dezentralen Ansatz für deren Umsetzung. Sie kooperiert eng mit Hochschulen und wissenschaftlichen Instituten, um Strategien zu ermitteln, die Energieversorgung auf einer möglichst niedrigen Ebene zu organisieren. Dies wurde ebenfalls im Rahmen der Ausarbeitung eines Transformationsplanes zur Dekarbonisierung des Nürnberger Fernwärmenetzes festgehalten. Dabei soll die Geothermie einen zentralen Baustein zur nachhaltigen Versorgung der Stadt mit Wärme liefern. Die N-ERGIE hat sich daher für die Ausarbeitung der Machbarkeit zur Nutzbarmachung geothermischer Potentiale entschieden. Bei der Durchführung dieser Aufsuchungstätigkeiten wird die N-ERGIE AG von Enex Power Germany GmbH und 360Plus Consult GmbH (beide - mit Sitz in Nürnberg) beraten. Für geophysikalische oder geologische Spezialarbeiten werden entsprechend qualifizierte Fachunternehmen ausgewählt und beauftragt.
  2. ANTRAG Hiermit beantragt die N-ERGIE die Zulassung dieses Hauptbetriebsplans zur Durchführung seismischer Messungen in den bergrechlichen Erlaubnisfeldern „Nürnberg“ (gewerbliche Aufsuchungserlaubnis) und im Erlaubnisfeld „SIGENA“ (großräumige Aufsuchungserlaubnis).
  3. RECHTLICHE GRUNDLAGEN Die N-ERGIE AG besitzt eine bergrechtliche Aufsuchungserlaubnis „Nürnberg“ zur Aufsuchung von Erdwärme zu gewerblichen Zwecken über eine Fläche von 184.454.100 m² für den Zeitraum vom 01.08.2023 bis zum 31.07.2027 unter dem Aktenzeichen StMW-FstB- 81148/766/3. Diese Fläche wurde für die Durchführung einer Seismik-Kampagne durch die großräumige Aufsuchungserlaubnis „SIGENA“ am 17.10.2025 erweitert. Aufgrund der erforderlichen Länge der 2D-Seismiklinien, welche die Grenzen der ursprünglichen Aufsuchungserlaubnis überschreiten, wurde die gewerbliche Aufsuchungserlaubnis für die Seimik durch die zweite, großflächigere Aufsuchungserlaubis erweitert. Das Messgebiet der geplanten seismischen Messungen befindet sich innerhalb der Landesfläche des Freistaates Bayern, im Bezirk des Bergamtes Nordbayern mit Sitz in Bayreuth. Die Profile liegen im Regierungsbezirk Mittelfranken.

Die seismischen Messungen erfolgen auf der Grundlage des Bundesberggesetzes (BBergG), der bayerische Bergverordnung (BayBergV) und der Allgemeinen Bundesbergverordnung (ABBergV), sowie in Anlehnung an die Bergverordnung über seismische Arbeiten (SeismikBergVO) des Oberbergamtes Clausthal-Zellerfeld vom 25.07.1986 und den Richtlinien für seismische Arbeiten des Oberbergamtes Clausthal-Zellerfeld vom 22.12.1995. Zusätzlich beachtet wird die WEG-Richtlinie für Vibratoren „Zulässige Kontaktflächendrücke bei seismischen Feldarbeiten“. Außerdem finden die DIN 4150-3 zu Erschütterungen im Bauwesen sowie die Unfallverhütungsvorschriften der zuständigen Berufsgenossenschaft in ihren jeweils aktuellen Fassungen Anwendung. 4. UNTERNEHMEN

N-ERGIE Aktiengesellschaft Am Plärrer 43 90429 Nürnberg HRB HR B 17412, Amtsgericht Nürnberg

Vertreten durch die Vorstandsvorsitzenden Maik Render und Magdalena Weigl.

Ansprechpartner: XXXXXXXXXXXXXXXXXXX XXXXXXXXXXXXXXXXXXX XXXXXXXXXXXXXXXXXXX XXXXXXXXXXXXXXXXXXX

Vertreter: XXXXXXXXXXXXXXXXXXX XXXXXXXXXXXXXXXXXXX XXXXXXXXXXXXXXXXXXX XXXXXXXXXXXXXXXXXXX

  1. VERANTWORTLICHKEITEN

Als Verantwortliche Person i.S.v. § 58 Abs. 1 Nr. 2 BBergG ist Herr Norman Villnow, Geschäftsführer N-ERGIE Kraftwerke GmbH bestellt.

Mit der Planung und Ausführung der 2D-Seismik sind folgende Unternehmen beauftragt:

Planung XXXXXXXXXXXXXXXXXXX XXXXXXXXXXXXXXXXXXX XXXXXXXXXXXXXXXXXXX XXXXXXXXXXXXXXXXXXX

Einholung der Genehmigungen (Permitting): Mit der Einholung der Erlaubnisse vor Ort wurde folgendes Unternehmen beauftragt: XXXXXXXXXXXXXXXXXXX XXXXXXXXXXXXXXXXXXX XXXXXXXXXXXXXXXXXXX XXXXXXXXXXXXXXXXXXX

Ausführung 2D-Seismik (Vibroseis-Verfahren, Nahlinienmessungen): Ein Kontraktor für die Ausführung der Untersuchungen ist noch nicht spezifiziert. Dieser wird nachgereicht, sobald die europaweite Ausschreibung abgeschlossen und die Vergabe erfolgt ist.

Arten- und naturschutzfachliche Beiträge: Um die Ausarbeitung der artenschutzrechtlichen Begleitgutachten und der naturkundlichen Projektleitung vor Ort kümmert sich XXXXXXXXXXXXXXXXXXX XXXXXXXXXXXXXXXXXXX XXXXXXXXXXXXXXXXXXX XXXXXXXXXXXXXXXXXXX

Kampfmittelsondierung: XXXXXXXXXXXXXXXXXXX XXXXXXXXXXXXXXXXXXX XXXXXXXXXXXXXXXXXXX XXXXXXXXXXXXXXXXXXX

Rekultivierung: Firmen zur Rekultivierung werden im Bedarfsfall akquiriert. Die N-ERGIE arbeitet in diesem Zuge mit mehreren Garten- und Landschaftsbaufirmen zusammen. Zudem ist geplant in Waldgebieten mit den Forstämtern zusammen zu arbeiten.

  1. MESSGEBIET

Feldesname und Lage des Erlaubnisfeldes Erlaubnisfeld „SIGENA“ Art der Berechtigung Großräumige Erlaubnis zur Aufsuchung Bodenschatz

Erdwärme Feldesgröße 577.325.500 m² Bundesland Bayern Regierungsbezirk Mittelfranken

Landkreise Erlangen-Höchstadt, Fürth, Nürnberger Land, Roth Gemeinden Cadolzburg, Erlangen, Feucht, Fürth, Heroldsberg, Kammerstein, Lauf a.d.Pegnitz, Nürnberg, Oberasbach, Obermichelbach, Rohr, Roßtal, Röthenbach a.d. Pegnitz, Rückersdorf, Stein b. Nürnberg, Schwabach, Schwaig b. Nürnberg, Schwanstetten, Schwarzenbruck, Seukendorf, Veitsbronn, Wendelstein, Zirndorf

Gemeindefreie Gebiete Forst Kleinschwarzenlohe, Forsthof, Zerzabelhofer Forst, Behringerdorfer Forst, Erlenstegener Forst, Kraftshofer Forst, Neuenhofer Forst, Geschaidt, Günthersbühler Forst, Rückersdorfer Forst, Haimendorfer Forst, Laufamholzer Forst, Brunn, Fischbach, Feuchter Forst, Kalchreuther Forst

Das beantragte großräumige Erlaubnisfeld mit dem Namen “SIGENA” (Abbildung 1) liegt am Südrand des Fränkischen Beckens, im Norden Bayerns. Das Feld ist durch die Feldeseckpunkte Nr. 1 bis Nr. 4 definiert.

Tabelle 1: Koordinaten in UTM Zone 32U, GRS80 Ellipsoid, ETRS89 Datum der Feldeseckpunkte Feld “SIGENA”. Feldeseckpunkt Nr. East North 1

638600 5488900 2

662600 5488900 3

662700 5465000 4

638400 5465000

Das Erlaubnisfeld erstreckt sich über ca. 577 km² und überdeckt das Stadtgebiet von Nürnberg sowie teilweise die angrenzenden Städte und Landkreise. Die Nordgrenze des Feldes zieht in West - Ost-Richtung entlang einer Linie Obermichelbach – Heroldsberg – Günthersbühl. Die Ostgrenze verläuft in Nord-Süd-Richtung entlang einer Linie von östlich Günthersbühl über Rückersdorf, Schwarzenbruck nach südöstlich Sperberslohe. Die südliche Feldesgrenze verläuft von diesem Punkt nach Westen über Schwanstetten und Schwabach nach Prünst. Die Westgrenze erstreckt sich von Prünst im Süden über Bronnamberg nach Obermichelbach im Norden.

Im Rahmen der Beantragung des Erlaubnisfeldes SIGENA wurden 4 Messlinien angenommen. Hierbei gab es im Rahmen der Projektentwicklung aber eine Erweiterung. 6.1 Lage des Messgebietes Die in den Karten dargestellten geraden Linien stellen die geplante Auslage der Messkabel und Geophone dar. Sie entsprechen nicht der Fahrstrecke der