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title: "N-ERGIE AG beantragt 2D-Seismik in Nürnberg und SIGENA; Umwelt- und Sicherheitsauflagen"
sdDatePublished: "2026-04-28T15:58:00Z"
source: "https://www.regierung.oberfranken.bayern.de/mam/service/planfeststellungen/wirtschaft_landesentwicklung_verkehr/bergbau/hbp_seismik_nuernberg/260225_hauptbetriebsplan_seismik_nergie_geschw.pdf"
topics:
  - name: "regional authority"
    identifier: "medtop:20000618"
  - name: "energy industry"
    identifier: "medtop:20000261"
  - name: "geothermal power"
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  - name: "geology"
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  - name: "infrastructure projects"
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  - name: "environmental policy"
    identifier: "medtop:20000423"
locations:
  - "Bavaria"
  - "Erlangen-Höchstadt"
  - "Fürth"
  - "Nürnberger Land"
  - "Roth"
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N-ERGIE AG beantragt 2D-Seismik in Nürnberg und SIGENA; Umwelt- und Sicherheitsauflagen

Hauptbetriebsplan zur Aufsuchung von Erdwärme 2D Seismik im Erlaubnisfeld „NÜRNBERG“ und „SIGENA“ nach §§51 ff BBergG

Hauptbetriebsplan zur Aufsuchung von Erdwärme
2D Seismik im Erlaubnisfeld „NÜRNBERG“ und „SIGENA“
nach §§51 ﬀ BBergG

Antragsteller:
N-ERGIE Ak
engesellscha
Am Plärrer 43
90429 Nürnberg

Wissenscha-liche Begleitung
360plus Consult GmbH

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Inhaltsverzeichnis

1.
EINLEITUNG ......................................................................................................... 3
2.
ANTRAG ................................................................................................................ 3
3.
RECHTLICHE GRUNDLAGEN .............................................................................. 3
4.
UNTERNEHMEN ................................................................................................... 4
5.
VERANTWORTLICHKEITEN ................................................................................. 4
6.
MESSGEBIET........................................................................................................ 6
6.1
Lage des Messgebietes ..................................................................................... 7
6.2
Schutzgebiete .................................................................................................... 8
7.
DURCHFÜHRUNG DER ARBEITEN .................................................................... 11
8.
MESSVORBEREITUNG UND TECHNISCHE AUSFÜHRUNG .............................12
8.1
Einholung der Erlaubnisse (Pre-Permit und Permit) ..........................................12
8.2
Messmethoden .................................................................................................13
8.2.1
Vibroseis-Verfahren (Reflexionsseismik) ...........................................................15
8.2.2
Nahlinienmessung (Refraktionsseismik) ............................................................16
9.
SICHERHEIT ........................................................................................................18
9.1
Arbeitssicherheit................................................................................................18
9.1.1
Beachtung besonderer Objekte im Untersuchungsgebiet ..................................18
9.1.2
Areale mit Kampfmittelbelastung .......................................................................18
10.
MASSNAHMEN ZUR MINIMIERUNG UND VERMEIDUNG DER MÖGLICHEN
EINWIRKUNGEN AUF DIE UMWELT ...........................................................................19
10.1
Subjektive Wahrnehmung der Messung durch den Menschen ..........................21
10.2
Arbeiten in Waldgebieten ..................................................................................21
10.3
Wasserschutzgebiete ........................................................................................21
10.4
Angabe zu den eingesetzten Fahrzeugen (außer Pkw) .....................................21
10.5
Einfluss auf Gebäude, Bauwerke, Versorgungsleitungen und Maßnahmen der
Beweissicherung ...........................................................................................................21
10.6
Immissionsschutz ..............................................................................................22
10.7
Angaben zur Errichtung von vorübergehenden Arbeitsstätten ...........................22
10.8
Angaben zu den eingesetzten Betriebsstoffen und deren Lagern ......................22
10.9
Abfallwirtschaft ..................................................................................................23
11.
REKULTIVIERUNG UND ENTSCHÄDIGUNG ..................................................23
Anhang: LÖB-Karten .....................................................................................................23

1. EINLEITUNG
Die N-ERGIE Aktiengesellschaft in Nürnberg versorgt große Gebiete Nordbayerns mit Strom,
Erdgas, Wasser, Fernwärme und Energie-Dienstleistungen. 2024 setzten die rund 2.400
Beschäftigten im N-ERGIE Konzern mehr als 5,5 Mrd. Euro um. Die Netzregion der N-ERGIE
erstreckt sich auf einer Fläche von 8.400 Quadratkilometern über große Teile Mittelfrankens
sowie angrenzende Gebiete. Die N-ERGIE AG gewährleistet ein hohes Maß an
Versorgungssicherheit und zählt sicherlich zu den großen Investoren in der Region. Von der
Städtische Werke Nürnberg GmbH (StWN) und der Thüga AG im März 2000 gegründet, ging
die N-ERGIE AG aus dem Fusionsprozess der regionalen Traditionsunternehmen EWAG
Energie und Wasserversorgung AG, Fränkisches Überlandwerk AG (FÜW) und MEG
Mittelfränkische Erdgas GmbH hervor.
Die N ERGIE bekennt sich zur Energiewende und einem konsequent dezentralen Ansatz für
deren Umsetzung. Sie kooperiert eng mit Hochschulen und wissenschaftlichen Instituten, um
Strategien zu ermitteln, die Energieversorgung auf einer möglichst niedrigen Ebene zu
organisieren. Dies wurde ebenfalls im Rahmen der Ausarbeitung eines Transformationsplanes
zur Dekarbonisierung des Nürnberger Fernwärmenetzes festgehalten. Dabei soll die
Geothermie einen zentralen Baustein zur nachhaltigen Versorgung der Stadt mit Wärme
liefern.
Die N-ERGIE hat sich daher für die Ausarbeitung der Machbarkeit zur Nutzbarmachung
geothermischer Potentiale entschieden. Bei der Durchführung dieser Aufsuchungstätigkeiten
wird die N-ERGIE AG von Enex Power Germany GmbH und 360Plus Consult GmbH (beide -
mit Sitz in Nürnberg) beraten. Für geophysikalische oder geologische Spezialarbeiten werden
entsprechend qualifizierte Fachunternehmen ausgewählt und beauftragt.
2. ANTRAG
Hiermit beantragt die N-ERGIE die Zulassung dieses Hauptbetriebsplans zur Durchführung
seismischer Messungen in den bergrechlichen Erlaubnisfeldern „Nürnberg“ (gewerbliche
Aufsuchungserlaubnis) und im Erlaubnisfeld „SIGENA“ (großräumige Aufsuchungserlaubnis).
3. RECHTLICHE GRUNDLAGEN
Die N-ERGIE AG besitzt eine bergrechtliche Aufsuchungserlaubnis „Nürnberg“ zur
Aufsuchung von Erdwärme zu gewerblichen Zwecken über eine Fläche von 184.454.100 m²
für den Zeitraum vom 01.08.2023 bis zum 31.07.2027 unter dem Aktenzeichen StMW-FstB-
81148/766/3. Diese Fläche wurde für die Durchführung einer Seismik-Kampagne durch die
großräumige Aufsuchungserlaubnis „SIGENA“ am 17.10.2025 erweitert. Aufgrund der
erforderlichen Länge der 2D-Seismiklinien, welche die Grenzen der ursprünglichen
Aufsuchungserlaubnis überschreiten, wurde die gewerbliche Aufsuchungserlaubnis für die
Seimik durch die zweite, großflächigere Aufsuchungserlaubis erweitert.
Das Messgebiet der geplanten seismischen Messungen befindet sich innerhalb der
Landesfläche des Freistaates Bayern, im Bezirk des Bergamtes Nordbayern mit Sitz in
Bayreuth. Die Profile liegen im Regierungsbezirk Mittelfranken.

Die seismischen Messungen erfolgen auf der Grundlage des Bundesberggesetzes (BBergG),
der bayerische Bergverordnung (BayBergV) und der Allgemeinen Bundesbergverordnung
(ABBergV), sowie in Anlehnung an die Bergverordnung über seismische Arbeiten
(SeismikBergVO) des Oberbergamtes Clausthal-Zellerfeld vom 25.07.1986 und den
Richtlinien für seismische Arbeiten des Oberbergamtes Clausthal-Zellerfeld vom 22.12.1995.
Zusätzlich beachtet wird die WEG-Richtlinie für Vibratoren „Zulässige Kontaktflächendrücke
bei seismischen Feldarbeiten“. Außerdem finden die DIN 4150-3 zu Erschütterungen im
Bauwesen sowie die Unfallverhütungsvorschriften der zuständigen Berufsgenossenschaft in
ihren jeweils aktuellen Fassungen Anwendung.
4. UNTERNEHMEN

N-ERGIE Aktiengesellschaft
Am Plärrer 43
90429 Nürnberg
HRB HR B 17412, Amtsgericht Nürnberg

Vertreten durch die Vorstandsvorsitzenden Maik Render und Magdalena Weigl.

Ansprechpartner:
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Vertreter:
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5. VERANTWORTLICHKEITEN

Als Verantwortliche Person i.S.v. § 58 Abs. 1 Nr. 2 BBergG ist Herr Norman Villnow,
Geschäftsführer N-ERGIE Kraftwerke GmbH bestellt.

Mit der Planung und Ausführung der 2D-Seismik sind folgende Unternehmen beauftragt:

Planung
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Einholung der Genehmigungen (Permitting):
Mit der Einholung der Erlaubnisse vor Ort wurde folgendes Unternehmen beauftragt:
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Ausführung 2D-Seismik (Vibroseis-Verfahren, Nahlinienmessungen):
Ein Kontraktor für die Ausführung der Untersuchungen ist noch nicht spezifiziert. Dieser wird
nachgereicht, sobald die europaweite Ausschreibung abgeschlossen und die Vergabe erfolgt
ist.

Arten- und naturschutzfachliche Beiträge:
Um die Ausarbeitung der artenschutzrechtlichen Begleitgutachten und der naturkundlichen
Projektleitung vor Ort kümmert sich
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Kampfmittelsondierung:
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Rekultivierung:
Firmen zur Rekultivierung werden im Bedarfsfall akquiriert. Die N-ERGIE arbeitet in diesem
Zuge mit mehreren Garten- und Landschaftsbaufirmen zusammen. Zudem ist geplant in
Waldgebieten mit den Forstämtern zusammen zu arbeiten.

6. MESSGEBIET

Feldesname und Lage des Erlaubnisfeldes
Erlaubnisfeld
„SIGENA“
Art der Berechtigung
Großräumige Erlaubnis zur Aufsuchung
Bodenschatz

Erdwärme
Feldesgröße
577.325.500 m²
Bundesland
Bayern
Regierungsbezirk
Mittelfranken

Landkreise
Erlangen-Höchstadt, Fürth, Nürnberger Land, Roth
Gemeinden
Cadolzburg,
Erlangen,
Feucht,
Fürth,
Heroldsberg,
Kammerstein,
Lauf
a.d.Pegnitz,
Nürnberg,
Oberasbach,
Obermichelbach, Rohr, Roßtal, Röthenbach a.d. Pegnitz,
Rückersdorf, Stein b. Nürnberg, Schwabach, Schwaig b.
Nürnberg,
Schwanstetten,
Schwarzenbruck,
Seukendorf,
Veitsbronn, Wendelstein, Zirndorf

Gemeindefreie Gebiete
Forst Kleinschwarzenlohe, Forsthof, Zerzabelhofer Forst,
Behringerdorfer Forst, Erlenstegener Forst, Kraftshofer Forst,
Neuenhofer Forst, Geschaidt, Günthersbühler Forst,
Rückersdorfer Forst, Haimendorfer Forst, Laufamholzer Forst,
Brunn, Fischbach, Feuchter Forst, Kalchreuther Forst

Das beantragte großräumige Erlaubnisfeld mit dem Namen "SIGENA" (Abbildung 1) liegt am
Südrand des Fränkischen Beckens, im Norden Bayerns. Das Feld ist durch die
Feldeseckpunkte Nr. 1 bis Nr. 4 definiert.

Tabelle 1: Koordinaten in UTM Zone 32U, GRS80 Ellipsoid, ETRS89 Datum der Feldeseckpunkte
Feld "SIGENA".
Feldeseckpunkt Nr.
East
North
1

638600
5488900
2

662600
5488900
3

662700
5465000
4

638400
5465000

Das Erlaubnisfeld erstreckt sich über ca. 577 km² und überdeckt das Stadtgebiet von Nürnberg
sowie teilweise die angrenzenden Städte und Landkreise. Die Nordgrenze des Feldes zieht in
West - Ost-Richtung entlang einer Linie Obermichelbach – Heroldsberg – Günthersbühl. Die
Ostgrenze verläuft in Nord-Süd-Richtung entlang einer Linie von östlich Günthersbühl über
Rückersdorf, Schwarzenbruck nach südöstlich Sperberslohe. Die südliche Feldesgrenze
verläuft von diesem Punkt nach Westen über Schwanstetten und Schwabach nach Prünst. Die
Westgrenze erstreckt sich von Prünst im Süden über Bronnamberg nach Obermichelbach im
Norden.

Im Rahmen der Beantragung des Erlaubnisfeldes SIGENA wurden 4 Messlinien
angenommen. Hierbei gab es im Rahmen der Projektentwicklung aber eine Erweiterung.
6.1 Lage des Messgebietes
Die in den Karten dargestellten geraden Linien stellen die geplante Auslage der Messkabel
und Geophone dar. Sie entsprechen nicht der Fahrstrecke der