Hermann Pröhl hält Vortrag in Braunschweig, Okerburg; Flucht 1968 über Bahndamm nach Schöningen Auftakt mit Wirkung: Ein Abend, der nachhallt - Reservistenverband Auftakt mit Wirkung: Ein Abend, der nachhallt Hermann Pröhl - Ein Zeitzeuge Deutsch-deutscher Geschichte Am 7. März eröffnete die Reservistenkameradschaft Braunschweig ihre diesjährige Vortragsreihe – und schon der erste Abend machte deutlich, welche Kraft persönliche Geschichten entfalten können. Der Saal der Okerburg war bis auf den letzten Platz gefüllt, die Atmosphäre geprägt von gespannter Erwartung und großem Interesse. Eine Geschichte, die unter die Haut geht Der Referent Hermann Pröhl (Jahrgang 1947) nahm die Anwesenden mit auf eine eindrucksvolle Reise in die Vergangenheit. Unter dem Titel„Das Leben der Grenzsoldaten von Hötensleben und meine Flucht am 12. Juli 1968 in die Bundesrepublik“gelang es ihm, Geschichte nicht nur zu erzählen, sondern erlebbar zu machen. Seine persönlichen Erinnerungen verliehen dem Vortrag eine Tiefe, die weit über reine Fakten hinausging. Bereits zu Beginn beeindruckte eine sorgfältig gestaltete Präsentation der Grenzanlagen in Hötensleben. Zahlreiche private Fotografien sorgten für eine unmittelbare Verbindung zu einem Ort, der für Pröhl zunächst Alltag und später Schicksal bedeutete. Die Zuhörerinnen und Zuhörer konnten sich so ein eindrückliches Bild von den damaligen Gegebenheiten machen. Der Weg zur Sehnsucht nach Freiheit Im weiteren Verlauf führte Pröhl sein Publikum durch prägende Stationen seines Lebens: seine Schulzeit, die Jahre bei den Jungen Pionieren und der FDJ. Besonders bewegend war die Schilderung eines Besuchs bei seiner Tante in West-Berlin. Dieser kurze Aufenthalt wurde zum Wendepunkt – er weckte in ihm eine Sehnsucht nach Freiheit, die ihn fortan begleitete und schließlich zu mutigen Entscheidungen führte. 1967 wurde Pröhl als Grenzsoldat eingezogen, in Halberstadt ausgebildet und nach Hötensleben versetzt. Dort erkannte er während seiner Einsätze eine Möglichkeit: eine rund 200 Meter lange, nicht verminte Grauzone. Ein möglicher Fluchtweg – aber auch ein enormes Risiko. Zwei Fluchtversuche scheiterten. Doch am 12. Juli 1968 gelang ihm gemeinsam mit einem Kameraden die Flucht über einen stillgelegten Bahndamm nach Schöningen. Ein Moment, der sein Leben grundlegend veränderte – und der das Publikum tief bewegte. Mit einem Satz, der lange nachwirkte, beendete Hermann Pröhl seinen Vortrag: „Lass deine Ziele nie aus den Augen – glaub daran, und sie werden sich erfüllen.“ Ein Gedanke, der Mut macht und inspiriert – weit über diesen Abend hinaus. Die Kreisgruppe Braunschweig sprach Marc-André Alsleben ihren herzlichen Dank für die hervorragende Organisation dieser gelungenen Veranstaltung aus. Ebenso wurde Mareike Alsleben für die liebevolle Verpflegung der Gäste gewürdigt, die den Abend in angenehmer Atmosphäre ausklingen ließ. Mit diesem starken Auftakt wächst die Vorfreude auf die nächste Veranstaltung am16. Mai– ein Termin, den man sich bereits jetzt vormerken sollte. folgende Termine stehen in den nächsten Wochen im Kalender der RKK Roßbach Am 25. April 2026 führte die Landesgruppe Hessen am bewährten Standort in Stadtallendorf den diesjährigen Auftakt zur Abnahme der Individuellen... 16K3-Gedenkmarsch in Starzhausen am 28.03.2026 Zum dritten Mal veranstaltete die Kreisgruppe Oberbayern-Nord einen K3-Gedenkmarsch im Ilmtal als VVag mit UTE . Am Karfreitag, dem 02.... --- Source: https://www.reservistenverband.de/niedersachsen/aktuelles/auftakt-mit-wirkung-ein-abend-der-nachhallt/ sdDatePublished: 2026-04-28T05:25:00Z Topics: society, history, politics and government, armed forces Locations: Munich, Marburg-Biedenkopf, Hötensleben, Braunschweig, Berlin, Halberstadt, Goslar