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title: "Anleger Swing Pricing zulässig für offene Immobilienfonds und offene Infrastrukturfonds; Kosten gehen künftig auf auslösende Anleger."
sdDatePublished: "2026-04-28T14:49:00Z"
source: "https://www.sparkasse-holstein.de/content/dam/myif/spk-holstein/work/dokumente/pdf/allgemein/einleger-basisinformationen-ueber-wertpapiere-und-weitere-kapitalanlagen.pdf?n=true"
topics:
  - name: "financial service"
    identifier: "medtop:20001370"
  - name: "stocks and securities"
    identifier: "medtop:20000396"
  - name: "financial advisory service"
    identifier: "medtop:20000280"
  - name: "banking"
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locations:
  - "Germany"
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Anleger Swing Pricing zulässig für offene Immobilienfonds und offene Infrastrukturfonds; Kosten gehen künftig auf auslösende Anleger.

Einleger zu den
Basisinformationen über Wertpapiere und weitere Kapitalanlagen
Dieses Dokument enthält Ergänzungen zu den Basisinformationen über Wertpapiere
und weitere Kapitalanlagen.
Es besteht aus Pflichtinformationen zu den Liquiditätsmanagementtools (LMTs) für
Investmentfonds, die diese zum 16. April 2026 einführen.
Zudem enthält das Dokument Informationen zu Exchange Traded Funds (ETFs),
Geldmarktfonds und Turbo-Zertifikaten, die hiermit ebenfalls Inhalt der
Basisinformationen über Wertpapiere und weitere Kapitalanlagen werden. Über diese
informieren wir Sie fakultativ.

Dieser Einleger ersetzt in den Basisinformationen über Wertpapiere und weitere
Kapitalanlagen:
•
Abschnitt E „Offene Investmentfonds“:
−
Punkt 2.2 komplett,
−
unter Punkt 3 den Abschnitt 3.1.1
−
unter Punkt 4 den Abschnitt 4.2
−
unter Punkt 6:
o den Titel und Abschnitt 6.11
o den Titel des Abschnitt 6.11.1
o den Titel und Abschnitt 6.11.2
o die Reihenfolge der Abschnitte 6.4 – 6.13.11
•
im Abschnitt H „Glossar“ den Begriff „Liquiditätsmanagementtools“
Anleger sollten berücksichtigen, dass entgegen der bisherigen Darstellung in den
Basisinformationen über Wertpapiere und weitere Kapitalanlagen sowohl bei Offene
Immobilienfonds (Abschnitt E 5.1) als auch Offene Infrastrukturfonds (Abschnitt E 5.2) nun
auch Swing Pricing (Abschnitt 2.2.1) zulässig ist.
Durch diesen Einleger werden in den Basisinformationen über Wertpapiere und weitere
Kapitalanlagen ergänzend aufgenommen:
•
In Abschnitt E „Offene Investmentfonds“:
−
Abschnitt 3.5 „Kosten im Rahmen von Liquiditätsmanagementtools“
−
Abschnitt 5.7 „Geldmarktfonds“
−
Abschnitte 6.4, 6.5, 6.9, 6.14.1, 6.14.2, 6.17 ff.
•
In Abschnitt F „Spezielle Risiken bei Optionsscheinen und weiteren spekulativen
Hebelprodukten“ wird am Ende des Abschnitts 5.3 „Risiko der Wertminderung und des
Totalverlusts“ ein Risikohinweis und Vertriebsbeschränkungen zu Turbo-Zertifikaten
aufgenommen.

E Offene Investmentfonds
2.2 Möglichkeiten zur Steuerung der Zu- und Abflüsse durch Ausgabe und Rücknahme
von Anteilen bei Investmentfonds (Liquiditätsmanagementtools)
Investmentfonds (ausgenommen Geldmarktfonds, Details siehe Abschnitt 5.7) müssen über
mindestens zwei sogenannte Liquiditätsmanagementtools (LMTs) verfügen, die Zu- und
Abflüsse von Mitteln bei Ausgaben und Rücknahmen steuern sollen. Die von der
Kapitalverwaltungsgesellschaft des jeweiligen Investmentfonds ausgewählten LMTs können
dem Verkaufsprospekt, dem jeweiligen Basisinformationsblatt und den Anlagebedingungen
entnommen werden. Ziel des Einsatzes dieser LMTs ist es, dass Investmentfonds besser auf
verstärkte Ausgabe- oder Rückgabeverlangen sowie besondere Marktbedingungen
reagieren können. Diese Maßnahmen sollen dem Anlegerschutz dienen.
Neben den von der Kapitalverwaltungsgesellschaft eines Investmentfonds verpflichtend zu
wählenden zwei LMTs können die Anlagebedingungen eines Investmentfonds auch die
Möglichkeit der Verwendung weiterer Maßnahmen zur Steuerung der Liquidität vorsehen. In
den Anlagebedingungen eines Investmentfonds kann vorgesehen werden, dass die
Kapitalverwaltungsgesellschaft die Ausgabe und/oder Rücknahme von Anteilen aussetzen
kann, wenn außergewöhnliche Umstände vorliegen. Ebenfalls kann in den
Anlagebedingungen vorgesehen werden, illiquide Anlagen mittels sogenannter Side
Pockets abzuspalten
Einzelheiten zur Anwendung, zur Methode und zu den Auswirkungen des jeweiligen LMTs
ergeben sich aus den Anlagebedingungen und dem Verkaufsprospekt des jeweiligen
Investmentfonds.
2.2.1 Möglichkeit des Swing Pricings
Die Anlagebedingungen eines Investmentfonds können vorsehen, dass bei der Ermittlung
des Rücknahme- oder Ausgabepreises für Fondsanteile ein sogenanntes „Swing Pricing“ zur
Anwendung kommt. Dabei handelt es sich um eine Methode, bei der der Nettoinventarwert
je Anteil oder je Aktie einer Investmentaktiengesellschaft (im Folgenden einheitlich Anteil
genannt) angepasst wird.
Diese Anpassung erfolgt, um sicherzustellen, dass die durch Zeichnungs- oder
Rückgabeverlangen ausgelösten Transaktionskosten (Liquiditätskosten, wie etwa
Marktspreads, Abwicklungskosten oder Handelsgebühren) nicht von den
verbleibenden/bereits existierenden Anlegern, sondern von den verursachenden Anlegern
getragen werden.
Ein Investmentfonds kann Swing Pricing anwenden, wenn eine Differenz zwischen den
Rücknahmeaufträgen und den Zeichnungsaufträgen besteht („Full Swing“) oder wenn die
Differenz einen vorab festgelegten Schwellenwert für die Aktivierung überschreitet („Partial
Swing“). In jedem Falle gilt Folgendes:
a) Ergibt die Differenz zwischen den Rücknahmeaufträgen und den Zeichnungsaufträgen für
einen bestimmten Handelstag Netto-Rücknahmen, so wird der Swing-Faktor vom
Nettoinventarwert der Anteile des Investmentfonds abgezogen.
b) Ergibt die Differenz zwischen den Rücknahmeaufträgen und den Zeichnungsaufträgen für
einen bestimmten Handelstag Netto-Zeichnungen, so wird der Swing-Faktor zum
Nettoinventarwert der Anteile des Investmentfonds hinzugerechnet.

Der Swing-Faktor wird als Prozentsatz des Nettoinventarwerts pro Fondsanteil ausgedrückt.
Investmentfonds können für das Swing Pricing verschiedene Swing-Faktoren vorsehen, die
unterschiedlichen Schwellenwerten für die Aktivierung entsprechen.
Anleger müssen berücksichtigen, dass ein Investmentfonds Swing Pricing anwenden kann.
Ob dies an einem konkreten Handelstag der Fall ist, ist nur ersichtlich, wenn der
Investmentfonds ein dauerhaftes Swing Pricing („Full Swing“) vorsieht. Auch hier erhält der
Anleger aber keine Information, welcher Swing-Faktor dem Nettoinventarwert je Anteil
hinzugerechnet oder abgezogen wurde.
Sofern der Investmentfonds ein teilweises Swing Pricing („Partial Swing“) nutzt, erhält der
Anleger keine Information, wenn der Investmentfonds dieses Instrument aktiv nutzt.
Sofern ein Investmentfonds Swing Pricing verwendet, darf er nicht zeitgleich Dual Pricing
(2.2.6) nutzen.
2.2.2. Möglichkeit einer Rücknahmebeschränkung
Die Anlagebedingungen eines Investmentfonds können vorsehen, dass die
Kapitalverwaltungsgesellschaft die Rückgabe von Anteilen vorübergehend und teilweise
einschränken kann, wenn außergewöhnlich hohe Rückgabeaufträge bei der
Kapitalverwaltungsgesellschaft eingehen und dies im Interesse der Gesamtheit der Anleger
erforderlich ist.
Bei einer Rücknahmebeschränkung werden Rückgabeaufträge der Anleger nur anteilig
ausgeführt. Nicht ausgeführte Teile der Rückgabeorder können unterschiedlich behandelt
werden:
•
Investmentfonds können in ihren Anlagebedingungen vorsehen, dass nicht
ausgeführte Teile einer Rückgabeorder verfallen. Dann müssen Anleger, die weiter
an einer Rückgabe interessiert sind, eine erneute Rückgabeorder für die nicht
zurückgenommenen Fondsanteile aufgeben.
•
Die Anlagebedingungen eines Investmentfonds können jedoch auch vorsehen, dass
der nicht ausgeführte Teil der Rückgabeorder auf den nächsten Rückgabetermin
übertragen wird.
−
Dabei kann – je nach Ausgestaltung der Anlagebedingungen – diesen Orders
Vorrang vor anderen erst mit Wirkung für diesen Tag aufgegebenen
Rückgabeorders gewährt werden.
−
Oder sie werden behandelt, als seien sie zu diesem nächsten Rückgabetermin
aufgegeben worden.
Auch für den nächsten Rückgabetermin kann dann wieder eine Rücknahmebeschränkung
vorliegen, also kann es sein, dass auch an diesem Rückgabetermin nur ein Teil der
verbleibenden Rückgabeorder ausgeführt wird.
Anleger müssen berücksichtigen, dass die Kapitalverwaltungsgesellschaft zu jedem
Rückgabetermin beschließen kann, die Rücknahme einzuschränken. Die Voraussetzungen
dafür enthalten die Anlagebedingungen und der Verkaufsprospekt des jeweiligen
Investmentfonds.
Gilt eine Rücknahmebeschränkung, sind Rückgaben nur eingeschränkt möglich. Dies kann
dazu führen, dass der Rücknahmepreis der zunächst nicht zurückgenommenen
Fondsanteile – unter Umständen deutlich – unter dem Anteilwert liegt, den die Fondsanteile
zu dem Zeitpunkt aufwiesen, als der Anleger die Rückgabe veranlasst hat. Bis zur

tatsächlichen Rücknahme tragen Anleger das Risiko von Wertveränderungen der
Fondsanteile.
Die Kapitalverwaltungsgesellschaft informiert über die Aktivierung dieses LMTs (z.B. über
deren Internetseite).
2.2.3 Möglichkeit der Rücknahmeaussetzung und Aussetzung von Zeichnungen
In den Anlagebedingungen eines Investmentfonds kann vorgesehen werden, dass die
Rückgabe von Anteilen durch Anleger sowie die Ausgabe neuer Anteile durch die
Kapitalverwaltungsgesellschaft vorübergehend ausgesetzt werden kann. Eine derartige
Aussetzung darf erfolgen, wenn außergewöhnliche Umstände vorliegen, die eine
Aussetzung unter Berücksichtigung der Interessen der Anleger erforderlich erscheinen
lassen.
Während der Dauer der Aussetzung können Anleger keine Anteile am jeweiligen
Investmentfonds zurückgeben oder neu erwerben. Dies bedeutet, dass Anleger in dieser
Zeit nicht auf ihr investiertes Kapital zugreifen können und kein neues Kapital in den
Investmentfonds investieren können.
Anleger müssen berücksichtigen, dass die Aussetzung kurzfristig und ohne vorherige
Ankündigung erfolgen kann. Die Entscheidung über die Aussetzung sowie deren Aufhebung
wird von der Kapitalverwaltungsgesellschaft getroffen. Die Kapitalverwaltungsgesellschaft
hat die Aussetzung und die Wiederaufnahme der Rücknahme der Anteile im
Bundesanzeiger und darüber hinaus in einer hinreichend verbreiteten Wirtschafts- oder
Tageszeitung oder in den in dem Verkaufsprospekt bezeichneten elektronischen
Informationsmedien bekannt zu machen.
Solange eine Aussetzung besteht, kann sich das Marktumfeld verändern. Der spätere
Ausgabepreis, wenn die Ausgabe von Anteilen wieder aufgenommen wird, sowie der spätere
Rücknahmepreis, wenn die Rückgabe wieder möglich ist, können sich im Vergleich zum
letzten vor Aussetzung der Ausgabe und Rücknahme, jeweils festgestellten Preis deutlich
negativ entwickelt haben.
Kapitalverwaltungsgesellschaften können zudem auch nur die Ausgabe von Anteilen
aussetzen oder nur die Rückgabe von Anteilen. Einzelheiten ergeben sich aus den
jeweiligen Anlagebedingungen bzw. dem Verkaufsprospekt des Investmentfonds. Hierbei
handelt es sich nicht um ein Liquiditätsmanagementtool. Es handelt sich um eine
zusätzliche Maßnahme zur Steuerung der Liquidität.
Davon unberührt bleibt die Möglichkeit der vollständigen Aussetzung nur der Rücknahme
oder nur der Zeichnung unter den schon bisher bestehenden Voraussetzungen.
2.2.4 Möglichkeit der Verlängerung von Rückgabefristen
Die Anlagebedingungen eines Investmentfonds können vorsehen, dass Anleger die
Rückgabe ihrer Anteile nicht sofort, sondern nur unter Einhaltung einer bestimmten
Rückgabefrist wirksam erklären können. Eine solche Rückgabefrist bedeutet, dass Anleger
der Kapitalverwaltungsgesellschaft eine Rückgabe ihrer Fondsanteile mit einer bestimmten
Vorlaufzeit ankündigen müssen, bevor diese tatsächlich erfolgt. Je nach Anlageziel und
Rücknahmepolitik des Investmentfonds kann dieses LMT eine bestimmte Anzahl von Tagen,
Wochen oder Monaten betragen oder auf einen konkreten Termin vor dem
Rücknahmedatum festgelegt sein.
Im Verkaufsprospekt des Investmentfonds wird dabei auch festgelegt, ob die Verlängerung
der Rückgabefrist auch bereits erteilte und noch nicht ausgeführte Rückgabeorders betrifft.

Die Rückgabeorder des Anlegers ist unwiderruflich. Ein Widerruf oder eine Änderung der
Rückgabeorder ist dann nicht möglich. Anleger können in dieser Zeit auch nicht anderweitig
über die betroffenen Fondsanteile verfügen.
Anleger müssen berücksichtigen, dass sie den Rücknahmewert ihrer Fondsanteile nicht
sofort ausgezahlt erhalten, sondern erst nach Ablauf der Rückgabefrist. Maßgeblich für die
Bewertung der Anteile ist dabei nicht der Rücknahmewert zum Zeitpunkt der
Rückgabeerklärung, sondern der Rücknahmewert am Tag der tatsächlichen Rücknahme.
Dieser k