Deutscher Städtetag und Allianz Kommunaler Großkrankenhäuser laden nach Berlin zur Veranstaltung ‘Kommunales Krankenhaus – quo vadis?’; Bundeskabinett berät Gesetzentwurf zur GKV-Beitragssatzstabilisierung
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Kommunales Krankenhaus – quo vadis?
DerDeutsche Städtetag, dieAllianz Kommunaler Großkrankenhäuser (AKG-Kliniken), dieEinkaufsgemeinschaft Kommunaler Krankenhäuser (EKK plus)sowie dieHC&S AGhaben in Berlin gemeinsam zurVeranstaltung “Kommunales Krankenhaus – quo vadis?“eingeladen.Es ist nach 2024 die zweite Veranstaltung der vier Organisationen, die einen Blick speziell auf die Zukunft von Krankenhäusern in kommunaler Trägerschaft wirft und damit einen Beitrag zu einer zukunftsfähigen Aufstellung dieser Säule der öffentlichen Daseinsvorsorge leistet
Mit Gästen aus der Bundes- und Landespolitik, der Kommunalpolitik sowie mit Vertretern von Kliniken werden auf der Veranstaltung die Umsetzung der Krankenhausreform sowie aktuelle gesundheitspolitische Weichenstellungen diskutiert. Denn: Die Lage der stationären Versorgung spitzt sich zu. Dabei stehen sowohl die Entwicklungen in Bund und Ländern als auch die Auswirkungen der Reform und der strukturellen Unterfinanzierung der Krankenhäuser im Fokus. Beleuchtet wird auch die Frage der Nachfolgenutzung von Krankenhäusern, die ihren Betrieb aufgeben werden.
An der Veranstaltung nehmen unter anderem Katja Kohfeld, Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit, Matthias Heidmeier, Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen sowie Dr. Janosch Dahmen, MdB, Bündnis 90
Für die Zukunft kommunaler Kliniken sind auch aktuelle Entwicklungen auf Bundesebene relevant. Am Tag nach der Veranstaltung wird das Bundeskabinett voraussichtlich über den Entwurf des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes beraten, aus dem sich auch weitere Belastungen für die Krankenhäuser ergeben. Es besteht die Sorge, dass den kommunalen Krankenhäusern angesichts der Sparvorschläge aus dem Bundesgesundheitsministerium finanziell schneller die Puste ausgeht, als die Krankenhausreform greift.
Stefan Hahn, Beigeordneterfür Arbeit, Jugend, Gesundheit und Soziales desDeutschen Städtetagessagte anlässlich der Veranstaltung:
“Kommunale Krankenhäuser sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Daseinsvorsorge. Gerade in Zeiten tiefgreifender Reformen und wachsender finanzieller Belastungen brauchen die Kommunen Planungssicherheit, verlässliche Finanzierung und Gestaltungsspielräume, um die stationäre Versorgung vor Ort dauerhaft zu sichern. Die Veranstaltung bietet eine wichtige Plattform, um gemeinsam mit Politik, Trägern und Praktikern über tragfähige Perspektiven für kommunale Kliniken zu diskutieren.”
Nils Dehne, GeschäftsführerderAllianz Kommunaler Großkrankenhäusersagte: “Die kommunalen Großkrankenhäuser sehen sich in der Verantwortung für eine nachhaltig tragfähige Gesundheitsversorgung für alle Menschen. Voraussetzung dafür ist allerdings ein regulatorisches Umfeld, dass Versorgungsrollen klar adressiert und stabile Anreize für eine nachhaltige Versorgung setzt. Auf dieser Basis können wir die vielen guten Initiativen für eine zukunftsfähige Krankenhäusern verstetigen und für alle zugänglich machen. Hierfür bringen wir Politik und Praxis mit unserer Veranstaltung in den Dialog.”
Sonja Rüger, GeschäftsführerinderEinkaufsgemeinschaft Kommunaler Krankenhäusersagte: “Die aktuellen Rahmenbedingungen erfordern von den Krankenhäusern neue Formen der Zusammenarbeit und Netzwerke mit echten wirtschaftlichen Vorteilen. Die technologischen Voraussetzungen sind längst vorhanden. Es braucht Planbarkeit und Vertrauen, um die damit verbundenen Möglichkeiten im Sinne einer zukunftsfähigen Versorgung zu realisieren. Wir wollen mit unserer gemeinsamen Veranstaltung auch zeigen, dass es für kommunale Krankenhäuser zukunftsfähige Konzepte auch in einem schwierigen regulativen Umfeld gibt.”
Dr. Nicolas Krämer, VorstandsvorsitzenderderHC&S AG, sagte: “Gefordert ist nicht nur die Politik, sondern auch entschlossenes Management vor Ort. Im Krankenhauswesen haben wir kein Erkenntnisproblem, sondern ein Umsetzungsproblem. Wer kommunale Kliniken retten will, braucht jetzt konsequentes Handeln.”