66 Gärten und Parks öffnen ihre Tore am westlichen Bodensee; drei neue Gärten bereichern das Angebot
Zwischen See und Vulkanen: GartenRendezvous am westlichen Bodensee - Reisenews vom 29.04.2026 - Tambiente - Ihr Urlaubsmagazin
Grenzenlose Begegnung mit Blüten, Bäumen und Bodenseeluft
Zuerst veröffentlicht am29.04.2026 um 14:07 Uhr
Beim „Grenzenlosen GartenRendezvous” amwestlichen Bodenseepräsentiert sich die regionale Gartenkultur von ihrer facettenreichen Seite: 66 Gärten und Parks auf deutscher und Schweizer Seite öffnen ihre Tore, darunter viele private Rückzugsorte, die sonst verborgen bleiben. Im Jahr 2026 setzen drei neue Anlagen frische Impulse. Das Jahresthema „Bäume am Bodensee” des Netzwerks Bodenseegärten wird außerdem durch die stillen Riesen in vielen Gärten und auf blühenden Streuobstwiesen sichtbar. Veranstaltungen, Führungen und Workshops ermöglichen darüber hinaus intensive Einblicke. So schafft das GartenRendezvous beim Spaziergang entlang duftender Beete oder im Austausch mit den Gartenbesitzer:innen Räume für die Begegnung mit der Natur und Gleichgesinnten.
Fast das ganze Jahr über erblüht die westliche Bodenseeregion in einem Mosaik aus Farben, Düften und lebendiger Gartenkultur. Diese inspirierende Vielfalt macht das „Grenzenlose GartenRendezvous” zwischen malerischem Seeufer und den Vulkankegeln des Hegaus erfahrbar. Drei neue Gärten bereichern das Angebot: der verspielte Privatgarten Hein in Stockach-Wahlwies, der altersgerecht angelegte Garten Meßmer in Engen und der Slowflower-Garten BioToPhilie in Singen-Friedingen, in dem regionale Schnittblumen angebaut werden. Sie stehen exemplarisch für das, was das GartenRendezvous ausmacht: die lebendige Mischung aus privaten Rückzugsorten, Schaugärten, Parks und Lehrpfaden, die Einblicke in unterschiedliche Gartenwelten ermöglichen – oft verbunden mit persönlichen Geschichten und viel Leidenschaft.
Zwischen Streuobstwiesen und imposanten Baumriesen
Das „Grenzenlose GartenRendezvous“ ist Teil des Netzwerks Bodenseegärten, dessen Jahresthema 2026 den „Bäumen am Bodensee“ gewidmet ist. Die stillen Riesen prägen das Bild der Region seit Jahrhunderten. Etwa durch die hier so typischen Streuobstwiesen: Im Frühjahr verwandeln Apfel-, Birn- und Kirschbäume die Landschaft in ein weiß-rosafarbenes Blütenmeer, im Herbst tragen sie üppig Früchte. Streuobstlehrpfade und Sortengärten in Moos, Gaienhofen, Radolfzell, Gailingen und Stockach machen diese Kulturlandschaft erlebbar. Sie sind ökologisch wertvoll und zugleich identitätsstiftend für die Region, da sie als Lebensraum für viele Vogel- und Insektenarten dienen und alte Obstsorten bewahren.
Auch markante Einzelbäume und charakteristische Baumgruppen lenken den Blick nach oben. Beispielsweise führt die Allee zur Insel Reichenau wie ein grünes Band auf die UNESCO-Welterbeinsel. Die Allee zwischenRadolfzellund Moos verläuft durch das Naturschutzgebiet der Radolfzeller Aachmündung zur paradiesischen Halbinsel Höri. Weitere eindrucksvolle Baumgestalten prägen die Gärten und Parks der Region: Im Seeburgpark in Kreuzlingen ist etwa eine prächtige Blutbuche heimliche Trauzeugin vieler Hochzeiten, im Arboretum auf derInsel Mainauragt ein Riesenmammutbaum mit einem Stammumfang von rund zehn Metern stolze 45 Meter in den Himmel und im Konstanzer Pfalzgarten beim Münster zieht ein weiterer riesenhafter Mammutbaum die Blicke auf sich. Der Rosengarten am Untersee in Mammern beherbergt mit einer alten Bergulme eine Seltenheit. Sie ist wegen ihres solitären Standorts von der einst grassierenden Ulmenkrankheit verschont geblieben. Auch in historischen Gartenanlagen wird die Faszination der Bäume sichtbar: Im Arenenberger Park, der mit einem traumhaften Blick über den westlichen Bodensee besticht, gestaltete Kaiser Napoleon III. gemeinsam mit seiner Mutter und Persönlichkeiten wie Fürst Pückler eine einzigartige Gartenwelt mit vielen mittlerweile zu Baumriesen angewachsenen Pflanzungen.
Westlicher Bodensee – Urlaubstipps, Unterkünfte uvm.
Bodensee-Oberschwaben | Baden-Württemberg | Deutschland
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Die teilnehmenden grünen Paradiese befinden sich auf deutscher und Schweizer Seite des Sees und schaffen so grenzenlose Gartenerlebnisse. Sie lassen sich stimmungsvoll auch vom Wasser aus ansteuern: Mit den Kursschiffen der Schweizerischen Schifffahrt Untersee und Rhein geht es etwa von Kreuzlingen und Konstanz durch den Rhein bis nach Schaffhausen. Dort lädt das Kloster Allerheiligen in seinen ruhigen, von historischen Mauern gefassten Klostergarten ein, und auch die blühende Fäsenstaubpromenade schafft mit ihren weiten Ausblicken über Stadt und Rhein kleine Auszeiten. Eine herrliche Aussicht bietet auch der Klostergarten St. Georgen in Stein am Rhein, der mit Blumen- und Heilpflanzenbeeten zum Erkunden einlädt. Im Kanton Schaffhausen eröffnet sich mit dem Orchideen-Schutzgebiet Tannbüel bei Bargen außerdem ein sensibler Naturraum, in dem viele seltene Pflanzenarten heimisch sind.
Inspiration, Begegnung und besondere Momente
Das grenzenlose GartenRendezvous ist aber weit mehr als ein Blick über den Gartenzaun: Zahlreiche Veranstaltungen laden dazu ein, tiefer einzutauchen. Ein Beispiel ist der Radolfzeller Kräutermarkt am 9. Mai, der den Auftakt zu den genussvollen KräuterWochen am westlichen Bodensee bildet. Auch die Lavendeltage in der Syringa-Gärtnerei vom 19. bis 21. Juni sowie verschiedene Führungen, unter anderem im duftenden Heilpflanzengarten von Herbar Floralis in Stockach und im Konstanzer Stiegeler Park, machen die vielfältigen Gartenwelten der Region erlebbar. Besonders anschaulich wird es zudem bei Workshops, etwa beim Binden von Slowflower-Sträußen bei BioToPhilie oder bei den Angeboten von Herbar Floralis.
Übrigens: Die Anlagen des GartenRendezvous lassen sich ideal miteinander verbinden – zu Fuß, per Rad oder bei einer Schifffahrt über den See. In der GartenRendezvous-Broschüre und auf der Website finden Sie zudem erstmals einen Hinweis auf Gärten, die besonders gut mit dem ÖPNV erreichbar sind.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.bodenseewest.eu
Auf ein gutes Blatt setzen: Die Nachhaltigkeitsinitiative am westlichen Bodensee
Die nachhaltige Entwicklung am westlichen Bodensee ist kein Zufall, sondern das Ergebnis des Engagements eines Netzwerks aus über 50 Partnerbetrieben aus den Bereichen Tourismus, Gastronomie, Direktvermarktung, Hotellerie und Freizeit. Im Rahmen der Nachhaltigkeitsinitiative ziehen sie gemeinsam an einem Strang. Voraussetzung für die Teilnahme ist ein anerkannter Nachhaltigkeitsnachweis, wie etwa „Green Sign“, „Bioland“ oder „Gutes vom See“. Die Idee dahinter: Nachhaltigkeit muss ganzheitlich gedacht werden – ökologisch, sozial und wirtschaftlich. Durch Netzwerktreffen, Projekte und Partnerschaften stärkt die Initiative den Zusammenhalt und die regionale Wertschöpfung. Für Gäste und Bewohner der Region werden Partner sowie bereits bestehende Angebote und Initiativen über ein Piktogramm mit einem grünen Blatt transparent kommuniziert.
Im Jahr 2025 startete die Destinationszertifizierung durch „Green Destinations“. Die international anerkannte Zertifizierungsorganisation für nachhaltigen Tourismus begleitet die Region am westlichen Bodensee auf ihrem Weg zu mehr Umwelt- und Sozialverantwortung. Das Ziel ist es, die Zertifizierung im Jahr 2026 erfolgreich abzuschließen.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.bodenseewest.eu
Gartenveranstaltungen 2026 in der westlichen Bodenseeregion
Bis Mitte Oktober 2026, immer sonntags: Schlossparkführungen auf dem Arenenberg, Salenstein
- und 23. Mai, 20. Juni, 4. Juli, 1. und 22. August, 19. September, 3. Oktober 2026: Gartenführung im Mia- und Hermann-Hesse-Haus, Gaienhofen
8., 15. und 22. Mai 2026: Öffentliche Führungen im Stiegeler Park, Konstanz
Mai 2026: 20. Radolfzeller Kräutermarkt, Konzertsegel, Radolfzell am Bodensee
Mai 2026: Schaugartenführung „Wieviel Unkraut verträgt der Garten“ im Schaugarten Ege und Conrad, Moos
Noch bis 10. Mai 2026: Orchideenschau mit über 3000 faszinierenden Orchideen-Schönheiten im Palmenhaus, Insel Mainau
10., 30. und 31. Mai sowie 20., 21., 27., 28. Juni 2026: Offenes Gartencafé im Garten Wilhelm, Öhningen
und 27. Mai, 10. und 24. Juni, 8. und 22. Juli, 26. August, 9. und 23. September 2026: Klostergärten zum Reinschnuppern – 24 Kräuter & 100 Geschichten, Klostergärten Reichenau
bis 7. Juni 2026: Blütenzauber der Bodenseegärten, Gartenfestival in vielen Gärten und Parks des Netzwerks Bodenseegärten
Juni, 26. Juli, 16. August 2026: Gartencafé im Garten Gerard, Öhningen
bis 21. Juni 2026: Lavendeltage im Syringa Duftgarten, Hilzingen-Binningen
Juni und 5. September 2026: Workshop „Slowflower-Sträuße binden“ bei BioToPhilie, Singen-Friedingen
Juni, 23. Juli und 24. September: Führung „GartenRendezvous im Wild- und Freizeitpark“ im Schaugarten des Wild- und Freizeitpark Allensbach
und 12. Juni, 1., 3., 17., 31. Juli, 16. September 2026: Feldführungen bei Herbar Floralis, Stockach-Mahlspüren
bis 6. September 2026: Lange Nacht der Bodenseegärten, Gartenfestival in vielen Gärten und Parks des Netzwerks Bodenseegärten
Quelle: REGIO Konstanz-Bodensee-Hegau e.V. c
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