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title: "Kantonales Labor Zürich führt Solarienkontrollen in Zürich durch; Minderjähriger Zugang trotz Kontrollen."
sdDatePublished: "2026-04-28T06:06:00Z"
source: "https://www.zh.ch/content/dam/zhweb/bilder-dokumente/organisation/gesundheitsdirektion/kantonales-labor/jahresberichte/jahresbericht_2025_kantonales_labor_zuerich.pdf"
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  - "Zürich"
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Kantonales Labor Zürich führt Solarienkontrollen in Zürich durch; Minderjähriger Zugang trotz Kontrollen.

Jahresbericht 2025

Erfolgs­
rezepte
Erfolgs-
rezepte
Erfolgs-
rezepte
Kanton Zürich
Gesundheitsdirektion
Kantonales Labor Zürich
Jahresbericht 2025

 « Unser Erfolgsrezept:
  Exakt, flexibel  und
 lösungsorientiert ! »
2
Kantonales Labor Zürich      Jahresbericht 2025
1 Editorial

Kochen Sie ebenso gern wie ich? Rezepte geben den
Rahmen vor, doch oft braucht es Flexibilität, wenn
Zutaten fehlen oder Gäste besondere Bedürfnisse
haben. Genau dieses Zusammenspiel aus Vorgaben
und Anpassungsfähigkeit prägt auch die Arbeit des
Kantonalen Labors Zürich.
Das Gericht Chili con Carne fasziniert mich, weil es sich vielfältig variie­
ren lässt. Dieser Spielraum erinnert mich an meine Aufgaben als Kantons­
chemiker.
Bei der Kontrolle von Lebensmitteln und Gebrauchsgegenständen, Chemi­
kalien, Solarien und Tabakprodukten sind die gesetzlichen Grundlagen
unser Rezept. Sie geben vor, was rechtskonform ist und was nicht. Hand­
lungsspielraum haben wir bei den Massnahmen, die wir anordnen. Dabei
beachten wir die Verhältnismässigkeit: Die Massnahmen müssen wirk­
sam, geeignet und lösungsorientiert sein, damit der Sollzustand mög­
lichst schnell wieder erreicht wird.
Flexibilität ist auch gefragt, wenn Prüfverfahren noch fehlen. Dann ent­
wickeln wir in kurzer Zeit neue Methoden und überführen sie in den Rou­
tinebetrieb, wie zuletzt bei den Analysen von per- und polyfluorierten Alkyl­
substanzen (PFAS). Wenn die Ressourcen nicht ausreichen, setzen wir auf
Zusammenarbeit. Deshalb arbeitet Zürich zum Beispiel mit den Ostschwei­
zer Kantonen zusammen, um den Chemikalienvollzug zu koordinieren.
Neben ihren alltäglichen Aufgaben haben meine Kolleginnen und Kollegen
im Labor, in den Inspektoraten, der Administration, der Buchhaltung, der
IT und dem Hausdienst im vergangenen Jahr auch besondere Heraus­
forderungen mit Bravour gemeistert. Dafür danke ich allen ganz herzlich!
Um nochmals darauf zurückzukommen, was mich am Kochen und meiner
Arbeit fasziniert: Entscheidend sind nicht die einzelnen Zutaten, sondern
ihr Zusammenspiel und die Erfahrung bei der Zubereitung.
In diesem Sinne: «En Guete» bei der Lektüre unseres Jahresberichtes!
Dr. Martin Brunner
Kantonschemiker, Leiter Kantonales Labor
Liebe Leserin,
lieber Leser
3
Kantonales Labor Zürich      Jahresbericht 2025
Editorial 1

Solarien: Kontrollen zeigen
Wirkung
Nachdem bei Beginn der Kon­
trollen im Jahr 2022 in fast allen
Solarien Mängel festgestellt wur­
den, hat sich die Situation mitt­
lerweile deutlich verbessert. Die
Kontrollen sind weiterhin nötig:
Einige Solarienbetreiber deakti­
vierten vorsätzlich die automa­
tische Zutrittskontrolle und er­
möglichten damit den Zugang
für Minderjährige.
Pilze sicher geniessen
Wie jedes Jahr informierte das
Kantonale Labor die Bevölke­
rung darüber, was beim Sam­
meln und Zubereiten von Pilzen
wichtig ist. Nicht vergessen:
Pilze immer kontrollieren lassen!
Rechtzeitig zur Pilzsaison wur­
de ein Video zum Thema Pilze
sammeln veröffentlicht. Darin
erklärt eine Pilzkontrolleurin, wie
man Pilze korrekt sammelt, was
bei der Pilzkontrolle passiert
und wie man die Köstlichkeiten
richtig zubereitet. Das Video
wurde bereits mehr als 5000
Mal angesehen.
Foodtruck-Kontrollen
Im Sommer wurden Lebens­
mittelproben aus 19 mobilen
Foodtrucks kontrolliert. Bei rund
15 Prozent der Proben wurden
Mängel festgestellt. Die betrof­
fenen Betriebe behoben diese
Mängel in der Regel rasch.
See- und Flussbäder im
Fokus
Pro Badesaison werden über
200 Wasserproben erhoben.
Die Resultate zeigen: Der Bade­
spass in den Seebädern ist in
der Regel ungetrübt. Beim Baden
in Flüssen ist jedoch erhöhte
Vorsicht angezeigt.
Bunte Vielfalt
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Kantonales Labor Zürich      Jahresbericht 2025
4
2 Berichte

Seit über zehn Jahren gelten im Kanton
Zürich Werbebeschränkungen für Suchtmittel.
So dürfen in Kinos keine Werbespots für
alkoholische Getränke gezeigt werden. Als
ein Kino einen Werbespot für Bier ausstrahl­
te, sorgte das Kantonale Labor dafür, dass
die gesetzlichen Vorgaben bereits ab der
nächsten Vorstellung eingehalten wurden.
Schnitt !
Keine  Alkoholwerbung 
im Kino
Kantonales Labor Zürich      Jahresbericht 2025
5
Berichte 2

Selbstkontrolle
gilt auch  für uns 
Einheitliche Kontrollen schaffen Vertrauen
Was wir bei den Kontrollen von Betrieben einfordern, gilt selbst­
verständlich auch für uns. Mit einer konsequenten Selbstkon­
trolle stellen wir die Qualität unserer Arbeit sicher. Durch interne
Audits überprüfen wir regelmässig, ob unsere Arbeitsanweisun­
gen und Prozessvorgaben eingehalten werden. Zudem werden
unsere Mitarbeitenden bei Inspektionen regelmässig begleitet,
um einheitliche Kontrollen sicherzustellen. So schaffen wir
Transparenz und Vertrauen in nachvollziehbare, klar definierte
und vergleichbare Kontrollkriterien.
Auch im Labor gelten höchste Standards
Von der Probenahme über die Analyse bis zur Beurteilung der
Ergebnisse sind alle Schritte dokumentiert und rückverfolgbar.
Die Zuverlässigkeit unserer Messergebnisse prüfen wir konti­
nuierlich mit eigenen Referenzproben. Ergänzend nehmen wir
an internationalen Ringversuchen teil und vergleichen uns so
mit anderen Laboratorien.
Neben der internen Qualitätssicherung werden wir zudem im
Rahmen unserer Akkreditierungen von der Schweizerischen
Akkreditierungsstelle (SAS) geprüft. Weitere Informationen dazu
finden Sie auf unserer Website.
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6
2 Berichte

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des Jahres 2025
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Alles «High» Protein?
Im Rahmen einer gezielten Kam­
pagne zur Untersuchung von
«High Protein» Drinks, Müeslis,
Riegeln und Brotaufstrichen
wurden 80 Prozent der Produk­
te beanstandet. Das zeigt: Oft
sind sie mehr Schein als Sein.
Dunkle Osterhasen:
Genuss oder Risiko?
Schokolade kann Schwerme­
talle enthalten, weil die Kakao­
pflanzen diese aus dem Boden
aufnehmen. Bei allen zehn vom
Kantonalen Labor untersuchten
dunklen Osterhasen lag der Cad­
miumgehalt jedoch unter dem
gesetzlich festgelegten Höchst­
wert.
Mikrobiologische Qualität
von Kaffeegetränken
Kaffeeautomaten, die auch Milch
erhitzen und aufschäumen kön­
nen, müssen besonders sorgfäl­
tig gereinigt werden. Geschieht
dies nicht, leidet die mikrobiolo­
gische Qualität: Fast jede vierte
Probe war mangelhaft.
Frittierölkontrolle –
ganz einfach!
Immer mehr Gastronomiebetrie­
be nutzen einfache Messgeräte,
um die Qualität ihres Frittieröls
selbst zu prüfen. So wird der
Zeitpunkt für den Ölwechsel
nicht verpasst. Das lohnt sich:
Nur 2,5 Prozent von über 2500
geprüften Frittierölproben wur­
den beanstandet.
Qualität im Fokus
Olivenöl in Tischmenagen
Die in Tischmenagen angebote­
nen Öle genügen oft nicht den
Qualitätsanforderungen. Grund
dafür sind meist Mängel bei der
Aufbewahrung. In einigen Fällen
deckten die Kontrollen zudem
Verfälschungen auf.
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Berichte 2

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Listerien im Räucherfisch
Geräucherte Fische können mit
Listerien belastet sein. Diese
Bakterien können bei Risiko­
gruppen zu schweren Infektio­
nen führen. In zwei von fünfzehn
untersuchten Fischproben wur­
den Listerien nachgewiesen.
Mineralöl in Hülsenfrüchten
Das Kantonale Labor Zürich hat
in Hülsenfrüchten Mineralöl­
rückstände entdeckt, darunter
auch bedenkliche aromatische
Mineralölkohlenwasserstoffe
(MOAH). Die betroffenen Pro­
dukte wurden zurückgerufen.
Pestizid-Bilanz 2025
Wie in den Vorjahren sind pflanz­
liche Produkte aus der Schweiz
und der EU weniger belastet als
solche aus anderen Herkunfts­
ländern. Am häufigsten wurden
Gewürze, Reis, importiertes
Gemüse und asiatische Früchte
beanstandet. Bei 18 Produkten
wurden die Pestizidrückstände
als Gesundheitsrisiko eingestuft.
Das Kantonale Labor Zürich wies
dabei häufig alte, in der Schweiz
längst verbotene und beson­
ders giftige Pestizide nach.
Neue Vorgaben für PFAS
und Ochratoxin A
Vollständig oder teilweise fluo­
rierte Stoffe (PFAS) sind in der
Umwelt weit verbreitet, ihre Aus­
wirkungen werden laufend un­
tersucht. Das Kantonale Labor
Zürich hat zusammen mit ande­
ren Kantonen und dem Bundes­
amt für Umwelt BAFU 76 Proben
untersucht und 13 davon bean­
standet.
Für das Schimmelpilzgift Ochra­
toxin A gelten neue Vorgaben
unter anderem für Ölsaaten,
Dattelsirup, Sojabohnen und
Hanfsamen. Unsere Untersu­
chungen zeigten unauffällige
Ergebnisse.
Sicherheit geht vor
Kantonales Labor Zürich      Jahresbericht 2025
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2 Berichte

Für viele Menschen ist Schmuck mehr als nur
Zierde, er kann aber auch Risiken bergen.
Metallener Schmuck kann Nickel abgeben,
Schwermetalle wie Blei und Cadmium ent­
halten oder eine Verletzungs- und Ver­
schluckungsgefahr darstellen. Die Untersu­
chung von 32 Schmuckstücken wie Ohrringen,
Armbändern und Ketten zeigte, dass der
Grossteil unbedenklich ist. Sechs Produkte
mussten jedoch vom Markt genommen wer­
den. Eine Sendung mit Armreifen aus Indien
wurde vom Zoll entsorgt.
Schmuck oder
 gefährlich  ?
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Kantonales Labor Zürich      Jahresbericht 2025
Berichte 2

Das Jahr in Zahlen
Betriebe und Inspektionen
246
Industrie
112
Inspektionen
107
kein
Risiko
0
Risiko
gross
3
Risiko
erheblich
96
Risiko
klein
5180
Handel
2777
kein
Risiko
4
Risiko
gross
69
Risiko
erheblich
785
Risiko
klein
1849
Inspektionen
9457
Gastronomie
5667
kein
Risiko
17
Risiko
gross
404
Risiko
erheblich
2639
Risiko
klein
5743
Inspektionen
1683
Gewerbe
685
Inspektionen
1191
kein
Risiko
5
Risiko
gross
38
Risiko
erheblich
283
Risiko
klein
«Mehr Betriebe – gezielte Kontrollen»
Im Kanton Zürich ist die Zahl der Betriebe gestiegen. Um die Ressourcen der Lebensmittel­
kontrolle gezielt einzusetzen, ist die Risikobeurteilung der Betriebe zentral. Jeder Betrieb
wird nach einem einheitlichen System bewertet, welches das Intervall bis zur nächsten
Kontrolle festlegt. Betriebe mit erhöhtem Risiko werden häufiger kontrolliert, solche mit gut
funktionierender Selbstkontrolle in grösseren Abständen. So werden die Ressourcen dort
eingesetzt, wo sie für den Schutz der Gesundheit am meisten Wirkung entfalten.
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Kantonales Labor Zürich      Jahresbericht 2025
3 Betriebsstatistik

221
Trinkwasserversorgungen
67
Inspektionen
232
Badeanlagen
63
Inspektionen
1800
Chemikalienbetriebe
114
Inspektionen
118
Solarien
32
Inspektionen
Bei der Statistik für Solarien und Chemikalienbetriebe ist zu beachten, dass diese Betriebe
nicht meldepflichtig sind. Für bestimmte Chemikalienbetriebe, wie zum Beispiel Hersteller,
Importeure, ausgewählte Händler oder Schädlingsbekämpfer, ist es hingegen vorgeschrie­
ben, dem Kantonalen Labor eine Chemikalien-Ansprechperson mitzuteilen. Diese Betriebe
werden in ein risikobasiertes Kontrollschema aufgenommen.
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Kantonales Labor Zürich      Jahresbericht 2025
Betriebsstatistik 3

« Mit  gezielten Kontrollen 
 und Testkäufen  sorgen wir
dafür, dass die Vor­gaben
des Tabakproduktegesetzes
eingehalten werden. »
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Kantonales Labor Zürich      Jahresbericht 2025
4 Interview

Neue Fachstelle für Tabakprodukte,
elektronische Zigaretten und Jugendschutz
Seit dem Inkrafttreten des neuen Tabak­
produktegesetzes gelten schweizweit
die gleichen Regeln für die Herstellung
und Vermarktung von Tabakprodukten
und E-Zigaretten. Der Regierungsrat
hat für den Vollzug eine Fachstelle beim
Kantonalen Labor Zürich geschaffen.
Dr. Marita Skarpeli-Liati ist Chemikerin und leitet die
neue Fachstelle für Tabakprodukte. Sie gibt einen Ein­
blick in den Aufbau der Fachstelle und die vielfältigen
Vollzugsaufgaben.
Marita, wie bist du beim Aufbau der Fachstelle
vorgegangen?
Der Zürcher Regierungsrat hat im Juli 2025 beschlos­
sen, dass das Kantonale Labor Zürich für den Vollzug
des neuen Tabakproduktegesetzes zuständig ist. Der
Aufbau der Fachstelle war vielseitig und spannend:
Wir haben Vollzugskonzepte erarbeitet, IT-Systeme
erweitert, neue Arbeitsprozesse eingeführt, ein Team
aufgebaut und Testkäufe in Auftrag gegeben. Ich
schätze die Möglichkeit sehr, einen effizient funktio­
nierenden Vollzug aufbauen zu können.
Was hat sich mit dem neuen Gesetz genau ge­
ändert?
Bisher waren Tabakprodukte im Lebensmittelgesetz
geregelt. In einigen Kantonen galten zusätzlich teils
unterschiedliche Regelungen wie beispielsweise bei
der Altersgrenze für den Verkauf. Mit dem Tabakpro­
duktegesetz gelten neu schweizweit einheitliche Re­
geln. Unternehmen müssen sicherstellen, dass ihre
Produkte keine unerwarteten Gesundheitsrisiken ver­
ursachen. Werbung, Sponsoring und Verkaufsförde­
rung wurden eingeschränkt. Der Bund hat drei Serien
von Warntexten und Warnbildern überarbeitet. Die
Unternehmen müssen künftig alle zwei Jahre eine an­
dere Serie auf den Packungen anbringen. Zudem wur­
de der Jugendschutz gestärkt: Tabakprodukte dürfen
nicht an unter 18-Jährige abgegeben werden. Ausser­
dem gibt es neu eine schweizweite gesetzliche Grund­
lage für Testkäufe.
Was bedeutet dies für die Betriebe?
Wie bei den Lebensmitteln sind die Unternehmen
selbst für die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften
verantwortlich. Sie müssen sicherstellen, dass ihre
Produkte gesetzeskonform vermarktet werden. Das
betrifft unter anderem die Zusammensetzung, Kenn­
zeichnung, Sicherheitsanforderungen, die Werbung und
die Abgabe, also insbesondere den Jugendschutz.
Neu müssen sie beispielsweise auch Notfallmassnah­
men wie einen Rückruf regeln. Zudem müssen Herstel­
ler und Importeure ihre Produkte beim Bund melden.
Wie wird das genau kontrolliert?
Unsere Fachstelle führt Betriebs- und Produktekontrol­
len, Werbekontrollen sowie Testkäufe durch. Betriebs­
kontrollen finden bei den Unternehmen beziehungs­
weise Verkaufsstellen vor Ort statt. Dabei prüfen wir
Herstellungsprozesse, Selbstkontrollkonzepte, Melde­
pflichten und die Werbung. Auch Webshops werden
kontrolliert. Die Produkte werden im Labor auf ihre
Zutaten analysiert und die Kennzeichnung wird über­
prüft. Bei Testkäufen wird mithilfe beauftragter Jugend­
licher kontrolliert, ob Tabakprodukte an Minderjährige
abgegeben werden. In der Stadt Zürich wurden 2023
in 25 Prozent der Fälle Alkohol und Tabak an Jugend­
liche verkauft. Dies zeigt den Handlungsbedarf.
Wie geht es jetzt weiter?
Seit dem 1. November 2025 vollziehen wir effektiv das
Gesetz. Wichtig ist dabei der Austausch insbesonde­
re mit anderen Kantonen, dem Bund und Gemeinden.
Ich freue mich, dass wir dank der neuen Fachstelle
einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Bevölkerung,
insbesondere von Kindern und Jugendlichen, leisten
können.
Neues Tabakproduktegesetz
Seit dem 1. Oktober 2024 gilt das neue
Tabakproduktegesetz. Es regelt die Her­
stellung und Vermarktung von Produkten
wie Zigaretten, Zigarren, Schnupf- und
Kautabak, Tabakerhitzern, Snus, Vapes
und Hanf mit niedrigem THC-Gehalt. Zu­
dem schafft es die gesetzliche Grund­
lage für Testkäufe.
 Dr. Marita Skarpeli-Liati 
 Chemikerin, Leiterin Fachstelle 
 für Tabakprodukte 
13
Kantonales Labor Zürich      Jahresbericht 2025
Interview 4

Untersuchungen nach
Warenkategorie
«Ob drinnen oder draussen:
Die Badewasserqualität wird kontrolliert!»
Das Kantonale Labor Zürich untersucht jährlich über 1000 Badewasserproben aus mehr als
200 Hallen- und Freibädern sowie aus Flüssen und Seen. Bei allen Proben wird die mikro­
biologische Qualität geprüft, bei Badewasser aus Schwimmbädern zusätzlich chemische
Parameter wie der Chlor- und Harnstoffgehalt. Die Resultate aus den Fluss- und Seebädern
werden regelmässig auf der interaktiven Badewasserkarte aufgeschaltet. Nebst der aktuellen
Badewasserqualität sind dort auch Messwerte aus den vergangenen Jahren und Fotos der
Badestellen zu finden. Wir wünschen viel Spass in der Badi!
21’278 untersuchte Proben
32 Kosmetika
32 Schmuck
33 Spielzeug
61 Getränke
56 Lebensmittel-
kontaktmaterialien
88
Spezial-
lebensmittel
104
Chemikalien
120
Diverse
301
Harn­proben
(von Tieren)
1387
Dusch- und
Badewasser
4481
Tierische
Produkte
2044
Pflanzliche
Produkte
3703
Genussfertige
Speisen
8836
Trinkwasser
14
Kantonales Labor Zürich      Jahresbericht 2025
5 Laborstatistik

Beanstandungsgründe
«Gezielte Analysen bei Risikoprodukten ergeben
höhere Beanstandungsquoten.»
Die Untersuchung von Proben erfolgt risikobasiert. Das bedeutet, dass Produkte, die ein
Risiko für die Gesundheit darstellen könnten, gezielt und häufiger kontrolliert werden. Dabei
kann eine einzige Probe gleichzeitig auf mehrere Parameter untersucht werden. Eine Honig­
probe wird beispielsweise auf Tierarzneimittelrückstände und Pestizide geprüft, während
bei einem Sportriegel die Nährwerte und Zusatzstoffe im Fokus stehen. Insgesamt analy­
sierte das Kantonale Labor Zürich rund 3000 Substanzen. 9,4 Prozent aller Proben waren
zu beanstanden. Aufgrund der gezielten Probenahme sieht die Statistik weit ungünstiger
aus als die tatsächliche Situation auf dem Markt.
Anzahl beanstandete Proben
307
Kennzeichnung
666
Rückstände
929
Mikrobiologie
48
Zusammen-
­setzung
150
Übrige
15
Kantonales Labor Zürich      Jahresbericht 2025
Laborstatistik 5

Kantonales Labor
Kanton Zürich
Das Kantonale Labor – überall
 «Für Sie unterwegs: Kontrollen im ganzen Kanton Zürich
und darüber hinaus!»
Ob eine Lebensmittelkontrolle im Restaurant oder die Prüfung der Badewasserqualität in
einem Schwimmbad – unsere Mitarbeitenden sind im ganzen Kanton für Sie im Einsatz.
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Kantonales Labor Zürich      Jahresbericht 2025
6 Mitarbeitende

H
O Na
Na
H
H
für Sie im Einsatz
Die Lebensmittelkontrolle prüft jährlich
rund 9000 Betriebe.
Jährlich werden in über 1500 Restau­
rants, Foodtrucks und Imbissbuden
Frittierölproben erhoben.
Das Inspektorat prüft die Hygiene in
Speisewagen, meistens auf der Stre­
cke Zürich–Winterthur.
Unser Labor ist nationales Referenz­
labor für Tierarzneimittel- und Pestizid­
rückstände in Lebensmitteln sowie für
Materialien mit Lebensmittelkontakt.
Die Abteilung Chemikalien koordiniert
den Vollzug in der ganzen Ostschweiz
und dem Fürstentum Liechtenstein.
Die Badewasserqualität ist bei 90 Pro­
zent der 73 Badestellen in Zürcher
Seen und Flüssen ausgezeichnet.
Unsere Mitarbeitenden arbeiten an
zwei Standorten: 22 in Volketswil, 102
in Zürich.
Sportlich unterwegs: 27 Mitarbeitende
haben an Bike to Work teilgenommen
und fast 11’000 km zurückgelegt.
Im Labor werden pro Jahr rund 20’000
Proben untersucht – nicht nur aus Zü­
rich, sondern aus der ganzen Welt!
Ein Teil unserer Fahrzeugflotte ist neu
elektrisch unterwegs. Die beiden
E-Autos sind schon mehr als 17’000 km
gefahren.
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Wir wirken jedoch auch weit über die Kantonsgrenzen hinaus: Als Referenzlabor sind wir für
die ganze Schweiz tätig und koordinieren den Chemikalienvollzug in der Ostschweiz und im
Fürstentum Liechtenstein. Im Kantonalen Labor Zürich arbeiten 124 Personen, ergänzt durch
fünf Lernende.
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Kantonales Labor Zürich      Jahresbericht 2025
Mitarbeitende 6

Marina Caflisch, Bade- und Duschwas­
serkontrolleurin, gewann zwei Gold­
medaillen bei der Shukokai Karate Welt­
meisterschaft in Finnland. Lebens-
mittelkontrolleurin Jessica Maggetti
hat mit ihren «Swiss Fire Devils» einen
Schweizermeistertitel im Grillieren ge­
holt und überzeugte auch bei der Inter­
kontinentalen Barbecue-Meisterschaft
in Chile. Die Deutsche Gesellschaft für
Fettwissenschaften zeichnete Maurus
Biedermann, Leiter Analytik, mit der
Wilhelm-Normann-Medaille aus. Damit
wurden seine herausragenden Leistun­
gen bei der Untersuchung von Mineral­
ölkohlenwasserstoffen in Lebensmit­
teln gewürdigt.
Nun noch zu unserem finanziellen Er­
gebnis: Die Jahresrechung weist einen
Aufwand von 22.1 Mio CHF und einen
Ertrag von 7.4 Mio CHF aus. Daraus er­
gibt sich ein Saldo von 14.7 Mio CHF.
Ein Rekordjahr für
unsere  Champions ! 
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Kantonales Labor Zürich      Jahresbericht 2025
7 Schon gewusst?

Pensionierungen gehören in jedem Betrieb
zum Alltag. Personalwechsel bergen zwar das
Risiko eines Know-how-Verlusts, bieten einer
Organisation aber auch Chancen. Um diese zu
nutzen, geht das Kantonale Labor Zürich die
Veränderungen frühzeitig an.
So auch bei der Pensionierung des Geschäfts­
leitungsmitglieds Bruno Pacciarelli. Der Be­
reichsleiter Spurenanalytik tritt im Herbst 2026
nach mehr als 40 Jahren beim Kantonalen
Labor Zürich in den Ruhestand. Sein Nach­
folger Robin Kämpf, aktuell Abteilungsleiter
der Tierarzneimittelanalytik, bereitet sich be­
reits auf die Übernahme seiner neuen Aufga­
ben vor. Eine sorgfältige Nachfolgeplanung ist
nicht nur wichtig bei der Geschäftsleitung,
sondern für die gesamte Organisation.
Strukturiertes Wissensmanagement, etwa mit
Wissenslandkarten oder einem gemeinsamen
Übergabezeitraum, stellt sicher, dass Erfah­
rungen und Expertise weitergegeben werden.
So werden Kontinuität und Weiterentwicklung
gleichermassen gewährleistet – ein bewährtes
Erfolgsrezept.
Weiterdenken,
 Weitergeben, 
Weiterentwickeln.
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Kantonales Labor Zürich      Jahresbericht 2025
Ausblick 8

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