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title: "Sam Altman äußerte Besorgnis über automatisierte Accounts auf X; Netz überschwemmt von KI-Inhalten"
sdDatePublished: "2026-04-28T06:20:00Z"
source: "https://www.zukunft-ch.ch/ist-das-internet-schon-tot/"
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Sam Altman äußerte Besorgnis über automatisierte Accounts auf X; Netz überschwemmt von KI-Inhalten

Ist das Internet schon tot? - Stiftung Zukunft CH

Ist das Internet schon tot?

Der CEO von OpenAI sorgt sich um das Monster, das er selbst geschaffen hat: Sam Altman, CEO von OpenAI und Entwickler von ChatGPT,hat sich besorgt über die zunehmende Verbreitung automatisierter Accounts in sozialen Medien geäussert. Die Ironie der Situation ist niemandem entgangen.

Manchmal fragt man sich, ob gewisse Führungskräfte im Silicon Valley ihre Texte überhaupt noch einmal lesen, bevor sie auf „Veröffentlichen“ klicken. Sam Altman, CEO von OpenAI und der Mann hinter dem weltweit meistgenutzten Chatbot, hat nun ein besonders eindrucksvolles Beispiel geliefert.

In einem Beitrag auf X gestand der Mann, dessen Unternehmen mit fast 500 Milliarden Dollar bewertet wird, dass er die Theorie vom „toten Internet“ nie wirklich ernst genommen habe – bevor er zugab, dass er angesichts seines Newsfeeds seine Meinung nun überdenke. Zu viele von künstlicher Intelligenz gesteuerte Accounts, zu viele automatisch generierte Inhalte, eine menschliche Präsenz, die in einem Strom synthetischer Texte immer mehr untergeht.

Die Reaktion der Internetnutzer war prompt, vernichtend und berechtigt.

Die Theorie vom toten Internet oder die Angst vor dem Spiegel

Die „Theorie vom toten Internet“ – wörtlich übersetzt die Theorie des toten Internets – ist eine Idee, die seit einigen Jahren am Rande des Netzes kursiert. Sie besagt, dass der Grossteil der Inhalte, Profile und Interaktionen, denen wir online begegnen, nicht mehr von echten Menschen, sondern von Maschinen, Bots und automatisierten Systemen stammt. Das Internet, wie wir es kannten – ein Raum für Begegnung, Debatte und authentischen Austausch – wäre in Wirklichkeit eine Illusion, die von Algorithmen sorgsam aufrechterhalten wird.

Im Extremfall grenzt die Theorie an Paranoia. Doch sie enthält einen wahren Kern, den niemand ernsthaft ignorieren kann: Das Netz ist tatsächlich von automatisch generierten Inhalten, Fake-Profilen und simulierten Interaktionen überschwemmt. Die Frage ist nicht mehr, ob dieses Phänomen existiert, sondern wie weit verbreitet es ist.

Die Suche nach dem Schuldigen findet sich überall, nur nicht im Spiegel.

Hier erreicht Altmans Eingreifen einen neuen Höhepunkt unbeabsichtigter Unaufrichtigkeit. Der Mann, der ChatGPT – ein Tool, das menschliche Handschrift mit verblüffender Leichtigkeit imitieren und Textmengen produzieren kann, die kein Mensch je verfassen könnte – in die Hände von Hunderten Millionen Nutzern gab, befürchtet nun, das Internet sei mit zu vielen künstlichen Inhalten überschwemmt.

Er erkennt den Widerspruch nicht. Oder besser gesagt: Er will ihn nicht erkennen. Denn wenn man einen Hauptverantwortlichen für diese Entwicklung benennen müsste, stünde Altmans Name ganz oben auf der Liste. Er hat die zugrundeliegenden Technologien nicht erfunden – aber er entschied sich, sie massiv und schnell einzusetzen, ohne die Nebenwirkungen abzuwarten. ChatGPT war der Katalysator für eine ganze Branche, deren Geschäftsmodell genau darauf beruht, menschliche Inhalte durch automatisierte zu ersetzen. Spammer, Klickfarmen und industrielle Desinformationsgeneratoren haben von dieser Beschleunigung profitiert.

Meta, Musk und der Wettlauf nach unten

Altman ist mit diesem Vorhaben nicht allein. Meta versuchte, auf Facebook und Instagram Profile einzusetzen, die vollständig von künstlicher Intelligenz gesteuert wurden und sich als echte Personen ausgaben. Das Experiment wurde – vorerst – gestoppt. Auf X (ehemals Twitter) beteiligt sich Elon Musks hauseigener Chatbot wie jeder andere Nutzer an Unterhaltungen – mit den damit verbundenen, unvermeidlichen Fehltritten.

Das Gesamtbild ist schlüssig: Die grossen Plattformen und KI-Unternehmen haben das Internet aktiv mitgestaltet, dessen Entwicklung ihr Chef nun mit Sorge betrachtet. Die Aufmerksamkeitsökonomie, bis zum Äussersten getrieben, verschlingt letztendlich das, wofür sie ursprünglich gedacht war.

Was uns das über Technologie und ihre Anbieter verrät

Abgesehen von der Anekdote offenbart der Fall Altman etwas Tieferliegendes über die Kultur grosser Technologiekonzerne: Ständiges Vorwärtsstreben, ohne die Konsequenzen zu hinterfragen. Erst implementieren, dann denken – wenn überhaupt. Und wenn die negativen Auswirkungen unübersehbar werden, äussern sie öffentlich ihr Erstaunen, als hätten sie gerade erst entdeckt, dass Feuer brennt.

Für normale Internetnutzer – die nach verlässlichen Informationen, ehrlichen Diskussionen und echtem menschlichen Kontakt suchen – ist der Niedergang real und spürbar. Das Vertrauen in das, was wir lesen, in die Accounts, mit denen wir interagieren, und in die kursierenden Inhalte schwindet täglich ein Stückchen mehr.

Dies ist ebenso sehr ein gesellschaftliches wie ein technologisches Problem. Und es wird nicht durch den besorgten Tweet des CEOs gelöst, der einer der Hauptverantwortlichen dafür ist.

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