---
title: "US-Studie zu SBIM-Medikamenten in der Schwangerschaft; bis zu 2,33-fache Risikesteigerung bei vier+ Wirkstoffen"
sdDatePublished: "2026-04-29T16:10:00Z"
source: "https://www.aponet.de/artikel/schwangerschaft-studie-gibt-hinweise-auf-erhoehtes-autismus-risiko-durch-bestimmte-medikamente-33122"
topics:
  - name: "health"
    identifier: "medtop:07000000"
  - name: "science and technology"
    identifier: "medtop:13000000"
  - name: "health treatment and procedure"
    identifier: "medtop:20000464"
  - name: "medical research"
    identifier: "medtop:20000737"
  - name: "pregnancy and childbirth"
    identifier: "medtop:20001359"
  - name: "medical condition"
    identifier: "medtop:20000457"
  - name: "prescription drug"
    identifier: "medtop:20000468"
  - name: "public health"
    identifier: "medtop:20001358"
locations:
  - "United States"
---


US-Studie zu SBIM-Medikamenten in der Schwangerschaft; bis zu 2,33-fache Risikesteigerung bei vier+ Wirkstoffen

Schwangerschaft: Studie gibt Hinweise auf erhöhtes Autismus-Risiko durch bestimmte Medikamente | aponet.de

Katrin Faßnacht-Lee | 29.04.2026 12:31 Uhr

Podcast: "gecheckt!"Podcasts: AllergienPodcasts: ApothekePodcasts: ArzneimittelPodcasts: Baby und FamiliePodcasts: DiabetesPodcasts: ErkältungPodcasts: ErnährungPodcasts: FrauengesundheitPodcasts: Gesund lebenPodcasts: Haut & HaarePodcasts: Magen-DarmPodcasts: MännergesundheitPodcasts: MedizinPodcasts: NaturheilkundePodcasts: PsychologiePodcasts: Sport & BewegungPodcasts: ZähnePodcast: Was ist das überhaupt?

Podcast: Was ist das überhaupt?

ApothekePharmazeutische DienstleistungenApothekensucheArzneimittelBeratungGesundheit digitalTipps vom Apotheker

MedizinGesundheitPsycheDiabetesHaut, Zähne & SchönheitKrankheiten A-ZGesundheitstestsWissenstestsChecklisten

ErnährungGesund lebenAbnehmenGenussGesunde RezepteNähr- und Vitalstoffe

Sport & WellnessSport & FitnessWohlfühlen

Jung & AltJugendlicheSeniorenBaby & Familie

Frau & MannFrauengesundheitMännergesundheitSex & Partnerschaft

Das Apotheken MagazinProminente im InterviewArchivApotheken Magazin Diabetes

aponet.de - Das offizielle Gesundheitsportal der deutschen ApothekerInnen

Schwangerschaft: Studie gibt Hinweise auf erhöhtes Autismus-Risiko durch bestimmte Medikamente

Katrin Faßnacht-Lee| 29.04.2026 12:31 Uhr

Eine große US-Studie weist darauf hin, dass bestimmte Arzneimittel während der Schwangerschaft mit einem erhöhten Risiko für Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) beim Kind verbunden sein könnten. Schwangere sollten dennoch nicht leichtfertig Medikamente absetzen.

Um diesen Audio Player anzuzeigen, werden Inhalte von goaudio geladen. Dabei könnten personenbezogene Daten an goaudio übermittelt und Cookies auf Ihrem Gerät gespeichert werden.

Untersucht wurden Medikamente, die die sogenannte Sterolbiosynthese hemmen, abgekürzt SBIMs. Das sind Arzneimittel, die in die Sterol- beziehungsweise Cholesterinherstellung des Körpers eingreifen können. Dazu zählen unter anderem einigeAntidepressiva, Blutdruck- und Cholesterinsenker. Die Ergebnisse basieren auf der Analyse von über 6 Millionen Gesundheitsdaten von Mutter und Kind und wurden im Fachjournal „Molecular Psychiatry“ veröffentlicht.

Wie könnten die Medikamente den Fetus beeinflussen?

Die untersuchten Wirkstoffe können in den Cholesterinstoffwechsel eingreifen – ein Prozess, der für die Entwicklung des kindlichen Gehirns besonders wichtig ist. Cholesterin spielt eine zentrale Rolle beim Aufbau des Gehirns. Der Fötus beginnt etwa ab der 19.–20. Schwangerschaftswoche selbst mit der Produktion. Störungen in diesem Prozess sind bereits mit schweren Entwicklungsstörungen in Verbindung gebracht worden.

Einnahme von mindestens einem SBIM: 1,47-fach erhöhtes ASS-Risiko

Mit jeder zusätzlichen Medikation steigt das Risiko weiter auf das bis zu 2,33-fache bei vier oder mehr gleichzeitig verschriebenen Wirkstoffen

15 Prozent der Kinder mitASSwaren während derSchwangerschaftdiesen Medikamenten ausgesetzt

Medikamente dieser Gruppe wurden in den USA in den letzten Jahren zunehmend auch in der Schwangerschaft verschrieben: 4,6 Prozent (2014) auf 16,8 Prozent (2023)

Was bedeutet das für Schwangere?

Die Forschenden betonen, dass ihre Ergebnisse nicht darauf hindeuten, dass diese Medikamente für Erwachsene unsicher sind. Gleichzeitig zeigen die Daten, dass in der sensiblen Phase der Schwangerschaft besondere Vorsicht geboten ist.

Wichtig ist dennoch: Medikamente niemals eigenständig absetzen! Viele der untersuchten Wirkstoffe sind notwendig und teilweise lebenswichtig. Stattdessen sollten die individuelle Situation ärztlich besprochen und mögliche Alternativen geprüft werden.

Diese Wirkstoffe wurden in der Studie untersucht

Im Rahmen der Studie wurden folgende 15 Wirkstoffe aus der Gruppe der SBIM berücksichtigt. Die Risikoerhöhung für ASS durch die einzelnen Wirkstoffe unterschied sich in der Studie.

Alle zwei Wochen neu: die aktuelle Liste der zuzahlungsfreien Arzneimittel.

Medikamenten-Name oder Wirkstoff eingeben für mehr Informationen.

Im Fokus diesmal: Wie Extremwetter das Herz belastet, warum mehr Syphilis-Fälle auftreten und was es…

In diesem Lexikon finden Sie umfassende Beschreibungen von etwa 400 Krankheitsbildern

Ich stimme der Datenübermittlung zu und möchte die externen Inhalte laden. Mehr Informationen finden Sie in der

Die Einnahme von Medikamenten besprechen Schwangere immer mit ihrem behandelnden Arzt. Ergänzende Informationen dazu gibt es auch in der Apotheke.

Das könnte Sie auch interessieren

Weniger Grübeln, weniger Schmerz: 7 Tage Meditation verändern das Gehirn deutlich

Frühgeburt: Mit Hebamme ist das Risiko geringer

Liste: Welche Antidepressiva häufig eine Gewichtszunahme auslösen

Autismus-Risiko: Vitamine und Folsäure in der Schwangerschaft sinnvoll

Ernährung mit viel Salz fördert über das Gehirn Bluthochdruck

Frauen empfinden mehr Schmerz als Männer

Krebs: ASS könnte die Zahl der Todesfälle senken

ASS wird als Herzinfarkt-Prophylaxe zu selten eingenommen

Podcast "aponet in 3 Minuten": Die wichtigsten Gesundheits-News diese Woche (24.4.2026)

Mehr Zuzahlung, neue Regeln: Das bringt der neue Gesetzentwurf

Brennende Zunge: Das kann dahinterstecken

Asthma und Husten: Was gegen Hustenreiz hilft

Krankheiten von A - Z

Melden Sie sich jetzt beim aponet.de Newsletter an, um immer auf dem Laufenden zu bleiben.Zur Newsletter-Anmeldung