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title: "OpenAI Bericht belastet Nasdaq in New York; 0,9% Nasdaq-Verlust"
sdDatePublished: "2026-04-29T07:06:00Z"
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OpenAI Bericht belastet Nasdaq in New York; 0,9% Nasdaq-Verlust

Marktkommentar_Aktien_International

Marktkommentar
29. April 2026

Aktien International

Täglicher Marktkommentar aus dem BEKB-Handelsraum

Übersicht
Übersee
Schluss
Veränderung (in %)
Volumen (Mrd.)
Dow Jones Industrial
49'142
- 0.1
S&P 500
7'139
- 0.5
NYSE: 1.20
Nasdaq Composite
24'664
- 0.9
Nasdaq: 7.57
Nikkei 225
59'917
- 1.0
Hang Seng
26'061
+ 1.5
Shanghai Composite
4'103
+ 0.6

Europa
Vortag
Trading Range
Weitere Kurse
DAX
24'018
23'850 – 24'150
USD/CHF 0.7895 EUR/CHF 0.9240
EuroStoxx 50
5'836
5'735 – 5'935
Gold 4'594 USD/Unze
Stoxx 50
5'026
4'940 – 5'100
NY WTI-Rohöl-Future 99.80 USD

New York
Fallende Kurse von Aktien aus dem Umfeld der Künstli-
chen Intelligenz (KI) haben gestern Dienstag die tech-
nologielastige Börse Nasdaq belastet. Für den Aus-
wahlindex Nasdaq 100 ging es um 0,9 % nach unten.
Ein Grund für die Verluste war ein kritischer Zeitungsbe-
richt über das KI-Forschungsunternehmen OpenAI.
Besser hielt sich der Leitindex Dow Jones Industrial
mit einem Minus von 0,1 %. Hier sorgte die starke Quar-
talsbilanz von Coca-Cola für bessere Stimmung. Rü-
ckenwind kam auch von Dow-Schwergewichten wie
Microsoft und Unitedhealth.

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Grundsätzlich übten sich Investoren erneut in Zurückhal-
tung. Zum einen schüren die steigenden Ölpreise we-
gen fehlender Fortschritte im Iran-Krieg die Konjunktur-
und Inflationsängste. Zum anderen steht der Zinsent-
scheid der US-Notenbank bevor. Experten rechnen
nicht mit Änderungen des Zinsniveaus, die Aussagen zu
Inflation und Konjunktur können die Finanzmärkte aber
stark bewegen. Ein kritischer Bericht des "Wall Street
Journal" über OpenAI drückte auf die Kurse der grossen
Tech-Partner des Unternehmens. Der Zeitung zufolge
hat der KI-Entwickler geschäftliche Ziele zuletzt nicht
realisieren können. Daraufhin fielen Oracle um mehr als
vier Prozent und die Papiere des Cloud-Computing-
Anbieters Coreweave um fast sechs Prozent. Auch die
Papiere von Halbleiterherstellern, die grosse Daten- und
Rechenzentren mit ihren Hightech-Komponenten aus-
statten, wurden von dem Bericht in Mitleidenschaft ge-
zogen. So verloren die am Vortag noch auf ein Rekord-
hoch gestiegenen Nvidia-Aktien 1,6 % und AMD 3,4 %.
An die Spitze des Dow Jones Industrial setzten sich die
Papiere von Coca-Cola mit einem Aufschlag von fast
vier Prozent. Der Getränkekonzern hat sich nach dem
ersten Quartal höhere Ziele für das Gesamtjahr gesteckt,
das kam am Markt gut an. United Parcel Service büss-
ten hingegen vier Prozent ein. Die Bank JPMorgan wies
auf schwache Geschäfte des Logistikriesen auf dem
Heimatmarkt hin, auf das Anleger negativ reagieren
dürften. General Motors fielen zunächst um vier Pro-
zent, holten anschliessend die Verluste aber wieder auf
und schlossen 1,3 % fester. Der Autobauer übertraf im
ersten Quartal die Erwartungen und erhöhte die Ge-
schäftsziele für das Gesamtjahr. Aktien von Spotify
brachen um über 12 % ein. Der Streamingdienst legte
einen durchwachsenen Quartalsbericht vor und blieb
auch mit den Zielen für das laufende Quartal teilweise
hinter den Erwartungen zurück.

Asien
Uneinheitlich zeigen sich die Börsen in Ostasien und
Australien heute Mittwoch. Die Vorgaben aus den USA
sind negativ. Dort standen vor allem Technologiewer-
te unter Druck, nachdem das Wall Street Journal berich-
tet hatte, OpenAI habe bei Nutzerzahl und Umsatz die
eigenen Ziele verfehlt. Das hatte Zweifel an der Nach-
haltigkeit der massiven KI-Investitionen geweckt.
Daneben dürften die Anleger wegen der heute Mittwoch
anstehenden Zinsentscheidung der US-Notenbank
zurückhaltend agieren. Überdies stehen nach Börsen-
schluss in den USA Quartalszahlen der Technologie-
schwergewichte Meta Platforms, Alphabet, Amazon
und Microsoft zur Veröffentlichung an. Und nicht zu-
letzt dämpfen übergeordnet weiter der Iran-Krieg und
der drastisch gestiegene Ölpreis die Kauflust der Anle-
ger.
Aktuell notiert das Barrel Brentöl knapp behauptet bei
etwa 111,20 Dollar. Der Ölpreis hat sich bislang wenig
beeindruckt davon gezeigt, dass die Vereinigten Arabi-
schen Emirate (VAE) gestern Dienstag ihren Austritt
aus der Opec erklärten. Die Akteure am Ölmarkt setzen
Beobachtern zufolge aber darauf, dass nun mehr Öl auf
den Markt kommt, da die VAE nicht mehr an die Opec-
Fördermengen gebunden sind. Auf der anderen Seite ist
allerdings die Strasse von Hormus noch immer ge-
schlossen, was den Transport von Öl erschwert.
Die Börse in Tokio ist heute Mittwoch wegen eines Fei-
ertags geschlossen. In Seoul rückt der Kospi um 0,7 %
vor. Am Aktienmarkt in Hongkong gewinnt der Hang-
Seng-Index 1,5 %. In Shanghai notiert der Composite-
Index 0,6 % höher. In Sydney fällt der S&P/ASX-200
um 0,2 %. Die australischen Verbraucherpreise sind im
März aufgrund des Ölpreisschocks um 4,6 (Februar: 3,7)
% gestiegen und lagen damit deutlich über dem Ziel der
Reserve Bank of Australia (RBA) von 2,5 %. Das dürf-
te den Druck auf die RBA erhöhen, bei ihrer nächsten
Sitzung im Mai die dann dritte Zinserhöhung in diesem
Jahr zu beschliessen und lastet auf der Stimmung am
Aktienmarkt.

Europa
Vor wichtigen Quartalsbilanzen aus den USA und der
Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed werden die
europäischen Aktienmärkte heute Mittwoch mit einem
freundlichen Handelsstart erwartet. Für Zurückhal-
tung sorgen könnten jedoch die anhaltend hohen Öl-
preise angesichts der weiterhin stockenden Verhand-
lungen zwischen dem Iran und den USA.
Die Fed wird in einem durch den Iran-Krieg verunsicher-
ten Umfeld ihre Leitzinsen an diesem Mittwoch wohl
zum dritten Mal in Folge nicht verändern. Die Unsi-
cherheit mit Blick auf die weitere Geldpolitik ist gross.
Entscheidend bleibt der Krieg zwischen den USA und
dem Iran. Eine Öffnung der Strasse von Hormus ist
weiterhin nicht in Sicht und eine anhaltende Schliessung
dürfte auch in den USA die Inflation weiter anheizen
und das Wirtschaftswachstum dämpfen. In den Verei-
nigten Staaten dürften die Auswirkungen aber geringer
sein als in anderen Teilen der Welt.
Auf beiden Seiten des Atlantiks nimmt zur Wochenmitte
zudem die Berichtssaison der Unternehmen mächtig
Fahrt auf. In den USA veröffentlichen am Abend nach

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dem Börsenschluss in New York mit Alphabet, Amazon,
Meta und Microsoft gleich vier Unternehmen aus der
Gruppe der Magnificent 7 ihre Quartalszahlen.

Marktnachrichten

T-Mobile US: Gewinnt mehr neue Kunden
Der US-Telekommunikationskonzern T-Mobile US hat im
ersten Quartal mehr neue Kunden hinzugewonnen als
erwartet.
Zu Jahresbeginn ist die Zahl der Vertragskundenkon-
ten - die neben Mobilfunkverträgen auch weitere Tele-
fon-Anschlüsse und Festnetzinternet beinhalten können
- im Jahresvergleich um sechs Prozent auf 217'000
gestiegen. Das teilte der zur Deutschen Telekom gehö-
rende US-Mobilfunkkonzern gestern Dienstagabend
nach US-Börsenschluss in Bellevue mit. Analysten hat-
ten im Schnitt mit deutlich weniger gerechnet.
Für das laufende Jahr zeigt sich der Konzern nun opti-
mistischer. So erwartet das Management um Konzern-
chef Srini Gopalan nun 950'000 bis 1,05 Millionen
neue Vertragskundenkonten, nach zuvor 900'000 bis 1
Million. Auch die Ziele für den Netto-Zahlungsmittelfluss
aus betrieblicher Tätigkeit, den bereinigten freien Zah-
lungsmittelfluss sowie der um Sondereffekte und Lea-
singumsätze bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern
und Abschreibungen (Core Ebitda) wurden angehoben.
Der Umsatz stieg im Quartal um elf Prozent auf 23,1
Milliarden Dollar. Der Serviceumsatz verbesserte sich
dabei ebenfalls um elf Prozent auf 18,8 Milliarden Dollar.
Beim bereinigten operativen Ergebnis (Core Ebitda)
verzeichnete das US-Unternehmen einen Anstieg um
zwölf Prozent auf 9,2 Milliarden Dollar. Unter dem
Strich sank der Gewinn von rund drei Milliarden Dollar
im Vorjahr auf 2,5 Milliarden. Als Grund führte das Un-
ternehmen angefallene Kosten für Zukäufe an.
Anleger zeigten sich erfreut. Im nachbörslichen US-
Handel legten T-Mobile-US-Aktien in einer ersten Reak-
tion um ein Prozent zu.

BYD: Gewinneinbruch wegen Preisschlacht
Der chinesische Elektroautoriese BYD hat im ersten
Quartal wegen der Rabattschlacht im Heimatmarkt so
wenig Gewinn gemacht wie seit über drei Jahren nicht.
Unter dem Strich rutschte der Überschuss um 55 % auf
4,08 Milliarden chinesische Yuan ab, wie das Unterneh-
men mit Sitz in Shenzen gestern Dienstag mitteilte. Ana-
lysten hatten mit einem Rückgang in dieser Grössenord-
nung gerechnet. Es ist der vierte Rückgang des Quar-
talsgewinns in Folge. Der Umsatz schrumpfte um 12 %
auf 150,2 Milliarden Yuan. Die Aktie fiel in Hongkong um
mehr als zwei Prozent.
Die harte Konkurrenz von Anbietern wie Geely und
Xiaomi sorgt in der Volksrepublik für sinkende Ver-
kaufspreise, BYD muss mehr und mehr Rabatte ein-
räumen. Zudem rutscht der Absatz von Elektroautos in
China derzeit ab, weil die Regierung die Förderung zu-
sammengestrichen hat.
Im ersten Quartal verkaufte BYD rund 700'000 Fahr-
zeuge und damit 30 % weniger als ein Jahr zuvor. Mit
der Flaute in China in den ersten Jahresmonaten verlegt
sich der Anbieter mehr und mehr auf den Export ins
Ausland - im ersten Quartal zogen die Verkäufe aus-
serhalb Chinas um über die Hälfte an.

Visa: Umsatz steigt kräftig
Der US-Zahlungsdienstleister Visa hat im zweiten Quar-
tal dank weiter robuster Verbraucherausgaben mehr
verdient und umgesetzt als von Experten erwartet.
Der Gewinn sei unter dem Strich um 32 % im Vergleich
zum entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 6,0 Milliar-
den Dollar gestiegen, teilte das Unternehmen gestern
Dienstag nach US-Börsenschluss mit. Der Nettoumsatz
legte um 17 % auf 11,2 Milliarden US-Dollar zu. Das war
laut Unternehmen der grösste Anstieg seit 2022.
Die Visa-Aktie gewann im nachbörslichen Handel in einer
ersten Reaktion vier Prozent.

Deutsche Bank: Überrascht mit Gewinnwachstum
Die Deutsche Bank ist mit einem Gewinnanstieg ins Jahr
und in den neuen Strategiehorizont gestartet. Die Bank
übertraf im ersten Quartal trotz einer deutlich erhöh-
ten Risikovorsorge die Erwartungen der Analysten.
Die Wachstumsprognose für das laufende Jahr bestä-
tigte der DAX-Konzern.
Der Vorsteuergewinn legte um 7 % auf 3,04 Milliarden
Euro zu. Analysten hatten in einem vom Unternehmen
selbst veröffentlichten Konsens mit einer Stagnation bei
2,8 Milliarden Euro gerechnet. Nach Steuern verdiente
die Bank 2,17 Milliarden Euro und damit 8 % mehr als
im Vorjahr. Allerdings musste die Bank 519 Millionen
Euro für ausfallgefährdete Kredite zurücklegen - 10 %
mehr als im Vorjahr. Die Erträge stiegen um 2 % auf
8,67 Milliarden Euro. Eine Stagnation im grössten Ge-
schäftsfeld, der Investmentbank, und ein Rückgang im
Unternehmenskundengeschäft wurden
durch einen
Anstieg sowohl im Privatkundengeschäft als auch in der
Vermögensverwaltung ausgeglichen. Die Kosten hatte
die Bank weiterhin im Griff: Die Aufwand-Ertrags-
Relation verbesserte sich auf 58,9 % gegenüber 61,2

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4
% im Vergleichszeitraum. Die Eigenkapitalrendite
erhöhte sich auf 12,7 von 11,9 %.
Die Deutsche Bank hat im November neue Ziele für den
Strategiehorizont bis 2028 ausgegeben. Sie strebt bis
dahin eine Rendite von über 13 % an. Die Erträge sol-
len um mehr als 5 % pro Jahr auf dann 37 Milliarden
Euro zulegen. Die Aufwand-Ertrags-Relation soll auf
unter 60 % sinken. Die Bank will weiter in Wachstum und
Technologie investieren, gleichzeitig 2 Milliarden Euro
einsparen. Für das laufende Jahr erwartet die Bank wei-
terhin Erträge von 33 Milliarden Euro nach 32,1 Milliar-
den im Vorjahr.
Adidas: Ausblick bestätigt
Der Sportartikelhersteller Adidas hat im ersten Quartal
besser abgeschnitten als erwartet und seine Progno-
sen bestätigt.
So stieg der Umsatz um gut 7 % auf rund 6,6 Milliarden
Euro,