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title: "Wacker Chemie Burghausen kündigt Abbau von 1500 Arbeitsplätzen; Region unter tiefgreifendem Umbruch"
sdDatePublished: "2026-04-29T12:26:00Z"
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Wacker Chemie Burghausen kündigt Abbau von 1500 Arbeitsplätzen; Region unter tiefgreifendem Umbruch

Ausgabe 2 / Mai-2026
WWW.KAB-PASSAU.DE
KATHOLISCHE ARBEITNEHMER-BEWEGUNG DIÖZESANVERBAND PASSAU
STAND Punkt
Wirkt in unsere Zeit
hinein: Der Oster-
glaube schenkt Le-
bensmut, Hoffnung
und Gelassenheit.
An Ostern jubelt das Leben. Die Auferste-
hung Jesu bedeutet: Jesus von Nazareth ist
in ein unvergängliches, ewiges Leben bei
Gott eingegangen. Diese Wirklichkeit über-
steigt unsere Sprache; wir nähern uns ihr
durch Bilder, Symbole, Lieder und Feier.
Der Jesuit Alfred Delp sagte: Der Sinn
christlicher Feste ist, dass wir Gottes Ge-
heimnisse an uns geschehen lassen. Wer
sich vom Ostergeheimnis berühren lässt,
beginnt es zu begreifen. Ostern ist daher
lebensnotwendig: Es öffnet den Blick über
das rein Diesseitige hinaus und zeigt, was
menschenwürdiges Leben ausmacht.
Wir bekennen: Unser Leben endet nicht im
Tod, sondern findet seine Vollendung bei
Gott. Auch der Weg Jesu endet nicht am
Kreuz, sondern im Leben Gottes – und wir
sind hineingenommen. Anteil an der Aufer-
stehung heißt: Unser Leben wird von Gott
verwandelt, nicht aus eigener Kraft, son-
dern wie durch die verwandelnde Kraft der
Liebe.
Die Schrift sagt: „Ihr seid mit Christus auf-
erweckt; darum strebt nach dem, was im
Himmel ist“ (Kol 3,1). Ostern lässt uns
ahnen, dass unser Leben mehr ist, als wir
sehen.
Der Schriftsteller François Mauriac antwor-
tete auf die Frage nach der Auferstehung:
Er stelle sich nichts vor, sondern vertraue
darauf, dass Gott überraschen wird.
Für Paulus von Tarsus ist klar: Ohne Aufer-
stehung ist der Glaube sinnlos (vgl. 1 Kor
15). Die verängstigten Jünger wurden zu
mutigen Zeugen – ein Hinweis darauf, dass
etwas Entscheidendes geschehen ist.
Die Sehnsucht nach einem Leben über den
Tod hinaus bleibt im Menschen lebendig.
Augustinus von Hippo formulierte: Unser
Herz ist unruhig, bis es Ruhe findet in Gott.
Ludwig Samereier
KAB-Kreis-Präses
D
er angekündigte Abbau von rund 1500
Arbeitsplätzen bei Wacker Chemie hat
das bayerische Chemiedreieck mit Er-
schrecken erfüllt – und war zentrales Thema
des Burghauser Sozialforums. Klar wurde: Die
Region steht vor einem tiefgreifenden Um-
bruch, dessen Folgen weit über das Unterneh-
men hinausreichen.
Im Bürgersaal diskutierten unter der Modera-
tion von Angelika Görmiller der Werkleiter von
Wacker Burghausen, Dr. Peter von Zumbusch,
Burghausens Bürgermeister Florian Schnei-
der, Günter Zellner von der Gewerkschaft IGB-
CE und Michael Wagner, Diakon und KAB-Lan-
despräses Bayern, vor großem Publikum über
die Zukunft der Chemieregion. Die Botschaf-
ten waren deutlich. Die Diskussion zeigte die
Herausforderungen auf: Steigende Energiekos-
ten, globaler Konkurrenzdruck und die Trans-
formation zur Klimaneutralität setzen den
Standort massiv unter Druck. Der Stellenab-
bau ist dabei mehr als eine unternehmerische
Entscheidung – er trifft die gesamte Region.
Und dennoch: Resignation war nicht die Bot-
schaft des Abends. Das Chemiedreieck ist an
einem großen Wendepunkt. Die Region habe
bereits mehrfach bewiesen, dass sie Wandel
gestalten kann. Jetzt komme es darauf an, die
richtigen Weichen zu stellen – politisch, wirt-
schaftlich und gesellschaftlich. Auch die Be-
gleitung der Kirche ist gefordert.
„Solange das „WIR gehen zusammen“ bestehen
bleibt und alle – auch die Schwachen – in ei-
ne gute Zukunft mitgenommen werden, wird die
Transformation bei Wacker positiv, nicht nur für
das Unternehmen, sondern auch für die Region,
vollzogen werden können.“
Betriebsseelsorger des Bistums Johannes B.
Trum in seinem Statement
Das Fazit des Sozialforums ist klar und zuge-
spitzt: Wenn die Chemie hustet, dann ist die
Region nicht krank – aber sie steht unter ei-
nem enormen Druck wie lange nicht. „Arbeit
ist wichtig – sie gibt Identität. Gehen wir die-
sen Weg gemeinsam. Mit Mut statt Angst.
Mit Vertrauen und mit Zuversicht“, so KAB-Di-
özesansekretärin Monika Wagmann in ihrem
Schlusswort. 
mw n
„Wenn die Chemie hustet“
Burghauser Sozialforum diskutiert über harte Einschnitte
und große Verantwortung
Impressum: Herausgeber: KAB-Diözesanverband

Passau | Redaktion: Monika Wagmann
Foto: Johannes Geigenberger/pnp
Danke, Dieter!
Liebe Freunde in der Betriebsseelsorge und in der KAB und Sie al-
le, die sie Dieter Stuka verbunden waren!
Am Dienstag in der Karwoche haben wir in der Basilika Niederalt-
aich für Dieter das Requiem gefeiert und am Friedhof Abschied ge-
nommen. Es war eine „große“ Beerdigung voller Dank und Wert-
schätzung.
Wie habe ich ihn in Erinnerung? Die großen und weiten Herzen der
Familie Stuka, die in all den Jahren 43 Pflegekinder aufgenommen
und begleitet hat. Das ist ein Herzensding. Dieter liebte es, Diakon
zu sein, und war mit Leidenschaft für die da, die Hilfe brauchen.
Dieter war stolz auf seinen Dienst in der Bundeswehr. Ich denke an
das Jahr 2013, als er beim Jahrhunderthochwasser bis zur Selbstaufopferung den Einsatz
koordinierte. Eine große Liebe war sein Auftrag zur Betriebsseelsorge. Er stand auf Seiten
der Arbeitnehmerschaft und war oft bei Streiks dabei – mit Morgengebet und Andacht.
Danke, Dieter, du warst uns Inspiration und Herausforderung! „Komm, nimm teil an der
Freude deines Herrn!“

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Nr. 2 / Mai-2026 
KAB AKTIV
Termine 2026
DIÖZESANVERBAND
17. - 22.05.2026
Kulturfahrt IGEA MARINA,
Italien
21.05.2026
Online-Vortragsreihe
Kath. Soziallehre/Pflege
04.–05.07.2026
Diözesantag, Niederalteich
KREISVERBAND ALTÖTTING
01.05.2026
Kundgebung Tag der Arbeit
Burghausen
22.05.2026
Kreismaiandacht in Hohenwart
03.06.2026
Patientenverfügung und Vorsorge-
vollmacht
Burgkirchen/Alz
18.07.2026
Kulturfahrt Quellenheiligtümer
KREISVERBAND FREYUNG
01.05.2026
Kundgebung Tag der Arbeit
Freyung
22.05.2026
Kreismaiandacht
Kapelle Jandelsbrunn/Wollaberg
25.06.2026
Betriebserkundung
Knorr Bremse
Aldersbach
17.07.2026
55 Jahre Nationalpark:
„Unser Woid“
Finsterau
KREISVERBAND PASSAU
12.06.2026
Betriebsbesuch Erbersdobler Ziegel
Fürstenzell
KREISVERBAND ROTTAL/INN –
DGF – LANDAU
08.05.2026
Betriebserkundung
Lindner Group Arnstorf
09.05.2026
Auftaktveranstaltung
Frauenforum Rottal/Inn
Eggenfelden/Gern
Stammtischrunden
Groß war das Interesse an den Diskussionsrunden unter der Leitung
von KAB, ver.di und DGB. Auch die Bürgermeisterkandidaten von Burg-
kirchen/Alz und Perach stellten sich den Fragen zur Kommunalpoli-
tik. Breiten Raum nahm eingangs die Motivation zur Kandidatur der
Bürgermeisterbewerber ein. Anschließend ging man auf die Heraus-
forderungen der künftigen Politik ein, erfuhr, welche Ideen, Visionen
und Vorhaben die Kandidaten für ihre Gemeinden haben: politisch,
wirtschaftlich und gesellschaftlich. Es wurde lebhaft diskutiert und
die Bürgerinnen und Bürger stellten viele Fragen. 
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Herzlichen Glückwunsch
Johannes B. Trum, KAB-Diözesanpräses und Betriebsseelsorger des
Bistums Passau, konnte jüngst seinen 60. Geburtstag feiern. Eine
kleine „Geschenkekiste“ mit vielen Dingen zum Genießen wurde ihm
in einer kleinen Feierrunde vom Diözesanverband überreicht. 
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Arbeiten im Einklang mit dem Leben
Ihr jährliches Familienwochenende hat der KAB-OV Röhrnbach mit 60
Teilnehmern im oberbayerischen Teisendorf verbracht. Das Haupt-The-
ma „Arbeitswelt im Wandel“ stand auf dem Plan – in Zeiten von Di-
gitalisierung, Automatisierung und nicht zuletzt dem „Schreckge-
spenst“ KI. Otto Penn und Sonja Fischer-Zoidl aus dem Referat Ehe,
Familie, Kinder im Bistum Passau gaben Einblicke in dieses Gebiet.
Im Austausch, kreativen Impulsen und praktischen Angeboten wur-
de reflektiert, wie Arbeit unser Leben beeinflusst – heute und in Zu-
kunft.
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Ist die Party schon gelaufen?
„Generationenvertrag passé – ist
die Party schon gelaufen?“
Diese Frage stellten sich Nicole
Polleichtner, KAB-Diözesan-
sekretärin in Freyung, und 17
Teilnehmer am Vortragsabend
im Pfarrheim in Hengersberg.
Nach einer Einführung in die
Thematik stellte sich nach einer
ausgiebigen Diskussion heraus,
dass es zum Beispiel eine besse-
re Familienpolitik, ein höheres
Lohnniveau, um private Vorsor-
ge zu ermöglichen, und die Einführung von mehr Betriebsrenten
braucht. Die Erhöhung des Renteneintrittsalters ist kein Allheilmit-
tel. Fazit des Abends: Es muss sich dringend etwas ändern. 
n
Neugierig?
Die ausführlichen Beiträge können auf
der KAB-Website nachgelesen werden.
www.kab-passau.de
Mehr Infos auf unserer Seite
www.kab-passau.de oder unter
www.bildungswerk.kab-passau.de
Foto: OV Röhrnbach
Foto: Silke Rebel
Foto: KAB
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