Reem Alabali Radovan reist zum Weltgesundheitsgipfel nach Nairobi; Kenia Pilotland für neuen integrierten Wirtschaftsansatz
BMZ stärkt Gesundheitskooperation mit Afrika: Entwicklungsministerin Alabali Radovan reist zum Weltgesundheitsgipfel nach Kenia | BMZ
PressemitteilungBMZstärkt Gesundheitskooperation mit Afrika: Entwicklungsministerin Alabali Radovan reist zum Weltgesundheitsgipfel nach Kenia
- April 2026 | Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan reist heute zum regionalen Weltgesundheitsgipfel nach Nairobi. Geplant sind politische Gespräche, insbesondere mit dem kenianischen Präsidenten William Ruto, sowie der Austausch mit deutschen und kenianischen Pharmaunternehmen, die bei der Herstellung von Medikamenten für den afrikanischen Markt kooperieren. Kenia ist ein Pilotland für den neuen integrierten Wirtschaftsansatz, den das Entwicklungsministerium (BMZ) mit seiner aktuellen Reform verfolgt.
Entwicklungsministerin Alabali Radovan: „Die Zusammenarbeit mit Afrika im Gesundheitsbereich ist zentral – für die Menschen vor Ort und für uns. Krankheiten kennen keine Grenzen. Sie zerstören Existenzen, treiben Familien in Armut oder Flucht und nehmen Kindern ihre Zukunft. Deshalb stärken wir mit der Entwicklungszusammenarbeit Gesundheitssysteme und binden gezielt die Wirtschaft ein. Der afrikanische Kontinent ist ein Zukunftsmarkt mit 1,6 Milliarden Menschen. Deutsche und afrikanische Unternehmen arbeiten bereits eng zusammen – diese Kooperation wollen wir weiter ausbauen.“
Der regionale Weltgesundheitsgipfel findet zum zweiten Mal in einem afrikanischen Land statt. Er ergänzt den im Herbst in Berlin stattfindenden Weltgesundheitsgipfel.
DasBMZist im Gesundheitsbereich seit vielen Jahren aktiv und unterstützt beispielsweise die Zusammenarbeit und den Transfer von Know How zwischen deutschen und afrikanischen Firmen. In Kenia kooperieren der deutsche Pharmahersteller Merck und die Firma Universal: Das neu entwickelte Kinderpräparat – Arpraziquantel - gegen die durch Larven in Seen und Flüssen verursachte Bilharziose wird künftig von Universal vor Ort in Kenia produziert. Merck überträgt dafür Technologie undKnow-how. DasBMZunterstützt die Lieferwege in entlegene Regionen, damit Medikamente auch dort ankommen, wo sie am dringendsten benötigt werden. Auch engagiert sich dasBMZbei der Beratung von Firmen, wie diese Qualitätsstandards und Zulassungsbedingungen für den Weltmarkt erreichen.
DasBMZsetzt sich zudem dafür ein, dass Arbeitsplätze und Wertschöpfung vor Ort entstehen. So werden beispielsweise Schulungen für lokale Fachkräfte organisiert, damit diese die Moskitonetze von BASF zur Malariabekämpfung fachgerecht installieren und warten. Gleichzeitig unterstützt dasBMZden Aufbau einer lokalen Pharmaproduktion, das schafft Arbeitsplätze vor Ort und macht Unabhängigkeit von internationalen Lieferketten möglich – eine Notwendigkeit, die zuletzt die Coronapandemie in aller Deutlichkeit gezeigt hat.
Um Infektionskrankheiten schnell und schlagkräftig einzudämmen, hat dasBMZein Team von Experten unter anderem der Charité und des Robert Koch Instituts ins Leben gerufen – die „Schnell Einsetzbare Expert*innengruppe Gesundheit“ (SEEG). Sie ergreift Sofortmaßnahmen wie die Beschaffung von Schutz- und Testmaterialien, startet Aufklärungskampagnen und schult Gesundheitspersonal vor Ort, wie es Symptome früh erkennen und Ausbreitungen kontrollieren kann. Für den Nachweis von Erregern wie Ebola oder MPox werden mobile Labore zur Verfügung gestellt. Auf dem Weltgesundheitsgipfel in Nairobi wird Ministerin Alabali Radovan auch einSEEGTeam treffen.
Die Ministerin im Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern vonStart-upsim I-Hubin Nairobi. — © Amrei Schulz
Straßenszene in Nairobi. — © Amrei Schulz