Task Force PCK Schwedt berät in Sondersitzung über Lieferstopp via Druschba in Schwedt; Mai-Rohölversorgung bis 80 Prozent gesichert
Mit Hochdruck für die PCK | Landesregierung Brandenburg
Mit Hochdruck für die PCK
Task Force berät in Sondersitzung über Konsequenzen ausbleibender Lieferungen über die Druschba-Pipeline
Die Task Force PCK Schwedt hat heute in einer Sondersitzung über Konsequenzen aus der Ankündigung Russlands beraten, ab 1. Mai 2026 kein Öl aus Kasachstan mehr nach Deutschland zu leiten. An der Videokonferenz zur Einordnung der Lage und Abstimmung von notwenigen Schritten zur Gewährung der Versorgungssicherheit nahmen neben Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke und Wirtschaftsministerin Martina Klement auch der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Frank Wetzel, und der Sprecher der Geschäftsführung der PCK Raffinerie GmbH, Ralf Schairer, teil. Neben weiteren Vertretern der Bundesebene waren ebenfalls Vertreter der Kommunalebene und der Gewerkschaft zugeschaltet.
Woidke unterstrich: „Nach der unbefristeten Ausnahmegenehmigung von den amerikanischen Sanktionen konnte sich die PCK seit Jahresbeginn auf ihre wesentlichen und systemrelevanten Aufgaben konzentrieren: Ostdeutschland und Teile Westpolens mitMineralölproduktenzu versorgen, um dieMobilität auf der Straße und in der Luftsicherzustellen. Die jüngsten Ankündigungen aus Russland, bringen schlagartig neue Unruhe ins Unternehmen. Das ist gerade jetzt, in einer Zeit neuer internationaler Konflikte und instabiler Energiemärkte, eine große Herausforderung. Aber: Wir stellen uns auch dieser Aufgabe undarbeitenanLösungen.“
Dazu hat auch die Sondersitzung der Task Force PCK beigetragen. Woidke: „Die Auslastung der PCK ist stabil, eine Rohölversorgung im Mai bis 80 Prozent sowie die Arbeitsplätze sind gesichert. Das lässt unsoptimistisch in die Zukunftblicken.Polenträgt bereits einenbeträchtlichen Teilzur Auslastung der PCK bei. Imengen Schulterschlussmit unseren polnischen Partnern werden wir auch künftig zusammenstehen.“
Klement: „Angesichts der Herausforderungen durch den angekündigten Lieferstopp in der Rohölversorgung der PCK-Raffinerie in Schwedt müssenschnell Alternativengeschaffen werden. Daran arbeiten derzeit alle Beteiligten mit Hochdruck – das wurde auch in der heutigen Sitzung der Task Force deutlich. Einezuverlässige Versorgung der PCKist wichtige Voraussetzung für einestabile Produktionund damit für dieSicherung des Standortesmit seinen Arbeitsplätzen.“
Wetzel: „Der gute Weg den die PCK gegangen ist, muss fortgesetzt werden. Sie istfür die Region wichtigund sie trägt zurVersorgungssicherheit in Deutschlandbei. Die Bundesregierung hat hier daher stets unterstützt - in engem Kontakt mit der Landesregierung und den Akteuren vor Ort. Die Treuhandverwaltung über die deutschen Rosneft-Töchter wurde auf eine neue Rechtsgrundlage gestellt, um für die PCK Stabilität und Planungssicherheit robust zu gewährleisten. Die Bundesregierung flankiert die PCK derzeit engagiert dabei, entfallende Rohöllieferungen überalternative Bezugswegezu ersetzen. Dazu gehören insbesondere Gespräche, wie schnellzusätzliche Lieferungen über Danzigerreicht werden können.“
Schairer: „Unsere Priorität ist einsichererund genehmigungskonformerRaffineriebetriebund damit eine zuverlässige Versorgung der Region mit Kraftstoffen. Wir arbeiten mit unseren Gesellschaftern daran, alleProzessean die veränderte Versorgungssituationanzupassenund zu optimieren. Wir haben in den letzten Jahren mehrfach bewiesen, dass wir als PCK in der Lage sind, uns an veränderte Rahmenbedingungen erfolgreich anzupassen.“
Im vergangenen Jahr hat die PCK 2,15 Millionen Tonnen kasachisches Rohöl verarbeitet. Das entsprach einem Anteil von rund einem Fünftel. Mit 60 Prozent floss der weitaus größte Teil des Rohöls für die PCK über denHafenRostocknach Schwedt, ein weiteres Fünftel kam über denHafenDanzig.
Darüber hinaus setzt Brandenburg weiter auf den Ausbau der Öl-Pipeline von Rostock nach Schwedt. Das ist ein zentraler Baustein für die Auslastung der Raffinerie und die zukünftige Versorgungssicherheit.
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