Bundesregierung beschließt Herstellerabgabe auf zuckerhaltige Getränke in Deutschland; Potenzial zur Reduktion des Zuckerkonsums bei Kindern

Endlich „Zuckersteuer“ in Sicht - Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V.

Der heutige Kabinettsbeschluss über eine Herstellerabgabe auf zuckerhaltige Getränke ist ein wichtiger Schritt für die Kindergesundheit.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählt zuckergesüßte Getränke zu den wichtigsten Treibern für Adipositas, Typ-2-Diabetes und Karies – Erkrankungen, die junge Menschen ins Erwachsenenalter begleiten werden. Gleichzeitig weisen viele gezielt für Kinder und Jugendliche vermarktete Speisen und Getränke eine ungünstigere Nährstoffzusammensetzung auf als vergleichbare Produkte für Erwachsene. Besonders ins Gewicht fällt der Konsum von Limonaden: Sie gehören zu den Hauptquellen der Zuckeraufnahme bei jungen Menschen. Kinder im Alter von 7 bis 13 Jahren trinken durchschnittlich etwa einen Viertelliter täglich, männliche Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren sogar rund einen halben Liter, hält dasRKIfest.

Fachgesellschaften fordern seit Jahren entschlossenes politisches Handeln. Auch die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) setzt sich bereits seit Jahren für Maßnahmen zur Reduktion des Zucker- und Fettkonsums ein, darunter ausdrücklich auch für eine sogenannte „Zuckersteuer", und hatte schon zu Amtszeiten Julia Klöckners als Bundesernährungsministerin eineStellungnahme zum Themaveröffentlicht.

Weitere Informationen zu den ernährungspolitischen Forderungen der DGKJ finden sich unter:https:

Mit dem aktuellen Beschluss kommt Bewegung in diese Debatte. Die Herstellerabgabe kann ein wichtiger Hebel sein, um den Zuckergehalt in Getränken zu senken und so eine gesündere Auswahl im Makt zu verankern.