ETH Zürich priorisiert rund 500 geplante Projekte für Strasse, Schiene und Agglomerationsverkehr in der Schweiz; Mittelfristige Veränderung der Planung erwartet

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Alle Geschichten mit dem Stichwort Mobilität

Ob der Verkehr fliesst, hängt nicht allein von den Strassen ab

Woran liegt es, wenn sich der Verkehr staut? Staus sind eine Folge davon, wie Städte geplant, gebaut und genutzt werden. Das zeigt ein Vergleich von 30 Städten weltweit. Die Ergebnisse könnten mittelfristig die Stadt- und Verkehrsplanung verändern.

«Eine Fokussierung auf Projekte mit hoher Wirksamkeit bringt der Schweiz am meisten»

Nach dem letztjährigen Nein zum Nationalstrassenausbau und finanziellen Schwierigkeiten beim Angebotskonzept Bahn 2035 steht die Schweizer Verkehrspolitik vor grossen Weichenstellungen. Im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt, Energie und Kommunikation (UVEK) hat die ETH Zürich rund 500 geplante Projekte für Strasse, Schiene und Agglomerationsverkehr nach wissenschaftlichen Kriterien priorisiert. Ulrich Weidmann, Professor für Verkehrssysteme, erläutert die wichtigsten Erkenntnisse.

«Die fehlenden Visionen haben die Verkehrspolitik in die Sackgasse geführt»

Städte können ihre Radwegenetze für E-Bikes und Velos deutlich ausbauen – ohne zusätzlichen Stau auf den Strassen. Zu diesem Ergebnis kommt das ETH-Forschungsprojekt E-Bike-City. Projektleiter und Verkehrswissenschaftler Kay Axhausen erläutert die Auswirkungen auf Verkehr, Klima und Kosten.

Wie können wir Elektroautos besteuern, ohne die Mobilitätswende auszubremsen?

Um die Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur zu sichern, will der Bund Elektrofahrzeuge besteuern – doch eine neue Abgabe könnte den Umstieg auf die Elektromobilität verzögern. Alessio Levis erklärt, wie sich das Dilemma der Mobilitätswende lindern lässt.

Unterwegs mit Policy Fellow Regina Witter

Das Verständnis zwischen Wissenschaft und Verwaltung fördern – das ist das Ziel des neuen ETH Policy Fellowships. Regina Witter vom Bundesamt für Raumentwicklung hat als eine der Ersten daran teilgenommen.

Schönheit liegt im Auge des Betrachters – doch wie finden wir einen Konsens, wenn es um ein geteiltes Gut wie die Nachbarschaft geht? Auf einem Stadtspaziergang erklären zwei Architekt:innen der ETH, wie sie ihre Rolle im Spannungsfeld von Verdichtung, Funktionalität und Schönheit wahrnehmen.

Kürzlich wurde im Kanton Zürich das Klimaschutzziel «Netto-Null 2040» beschlossen. Sibylle Wälty plädiert für mehr 10-Minuten-Nachbarschaften, weil sie den Siedlungsraum besser nutzen und dadurch viele Emissionen vermieden werden.

«Wir müssen die Gefühle der Menschen berücksichtigen»

Angesichts des Klimawandels sind nachhaltige Verkehrssysteme gefragt, die dazu beitragen, den Treibhausgas-Ausstoss bis 2050 auf netto null zu senken. Aktuelle Forschungsansätze untersuchen dabei nicht nur die Technologie, sondern auch die Akzeptanz der Menschen, wie Kay Axhausen erläutert.

Was Mikromobilität dem Klima bringt

Bei gemeinsam genutzten E-Trottis und E-Bikes fährt immer auch das Bild der klimaschonenden Mobilitätslösung mit. Nun zeigen ETH-Forscher am Beispiel der Stadt Zürich, dass die geteilte Mikromobilität mehr CO2ausstösst als die Verkehrsmittel, die sie ersetzt.

Verkehrsteilnehmende verändern ihr Verhalten, wenn sie für Kosten ihrer Mobilität aufkommen müssen, die bisher die Allgemeinheit bezahlt. Das zeigt das bisher grösste Pricing-Experiment im Schweizer Agglomerationsverkehr von Forschenden der Universität Basel, der ETH Zürich und der ZHAW.

Attraktive Orte wirken wie grosse Planeten

Forschende der ETH Zürich, des MIT und des Santa Fe Institute haben ein leistungsfähiges und doch überraschend einfaches Gesetz gefunden, das die Anzahl der Besucher an jedem Ort in einer Stadt beschreibt. Dafür verwendeten sie Mobilitätsdaten von Menschen, die in verschiedenen Städten leben.

Campusentwicklung auf dem Hönggerberg findet Zustimmung

Die Umsetzung der Vision für den «ETH Campus Hönggerberg 2040» ist einen entscheidenden Schritt weiter. Der Gemeinderat der Stadt Zürich hat den Planungsgrundlagen der zukünftigen Campusentwicklung mit wenigen Änderungen zugestimmt.

“Es ist ruhig in Singapur, es ist kühler und man kann jetzt bemerkenswerte wissenschaftliche Erkenntnisse gewinnen”, sagt der Direktor des SEC. Denn die Mega-City ist in der Coronakrise ein grosses Forschungslabor.

Wie sich der Campus der Zukunft entwickeln soll

Auf dem Hönggerberg entwickelt die ETH Zürich ihren Campus der Zukunft – heute hat der Stadtrat von Zürich einen weiteren Meilenstein gesetzt, damit dort ein urbaner Campus für Lehre, Forschung und Begegnung entstehen kann.

Die ETH Zürich beabsichtigt, ihre Forschungsaktivitäten in Singapur zu verstärken. Sie will das bestehende Programm «Future Resilient Systems» um fünf Jahre verlängern und im kommenden Jahr ein neues Programm «Future Health Technologies» starten.

Forscher der ETH Zürich entwickelten in einer Kooperation mit Swiss, Nasa und weiteren Partnern eine Eye-Tracking-Software für die Ausbildung von Piloten. Instruktoren können damit das Blickverhalten von Flugschülern im Cockpit auswerten.

Wie das Strassennetz die Verkehrsleistung bestimmt

ETH-Forschende zeigen auf, dass sich die Verkehrskapazität von Städten anhand der Struktur ihres Strassennetzes vorhersagen lässt. Mit diesem Wissen können Stadtplaner künftig quantitativ bestimmen, wie bauliche Eingriffe die Verkehrsleistung beeinflussen.

Eine einzigartige Simulation für die Stadt Zürich zeigt: Fahrerlose Taxis werden den Individualverkehr in Städten nicht verdrängen, sofern auch automatisierte Privatfahrzeuge verfügbar sind. Bisherige Simulationen gingen von einer zu hohen Nachfrage nach automatisierten Taxidiensten aus, weil sie Präferenzen von Nutzern bezüglich Flexibilität, Kosten und Wartezeiten nicht berücksichtigten.

Es ist möglich, Standortdaten von Smartphones zu analysieren, ohne die Privatsphäre der Nutzer zu verletzen. Pieter Fourie erklärt wie.

Autonome Züge kommen – wobei: eigentlich sind sie schon da, sagt Francesco Corman. Nur wird das öffentlich kaum diskutiert, obschon der fahrerlose Schienenverkehr viele Vorteile brächte.

Wenn Kultur und Wissenschaft verschmelzen

Die ETH Zürich archiviert Kulturgüter und macht sie der Öffentlichkeit zugänglich. Gleichzeitig prägt sie die Schweizer Kultur wie kaum eine andere Institution.

Abwarten ist bei Elektroautos die falsche Strategie

Soll man auf Elektrofahrzeuge umsteigen oder besser andere Technologien abwarten? Aktuell stellen Elektroautos die einfachste Möglichkeit dar, den Strassenverkehr CO2-neutral zu gestalten. Sie sind ein unverzichtbarer Schritt hin zu einem sauberen Energiesystem, meint Anthony Patt.

Metropolen sind Treiber des Klimawandels und dessen Leidtragende zugleich. Als Horte der Innovation sind Städte aber auch wandelbar. Die ETH-Klimarunde lädt die Bevölkerung dazu ein, Herausforderungen und Antworten für Städte im Klimawandel zu diskutieren.

Mehr Mobilität – immer mehr Verkehr?

Der schnelle Transport von Personen und Gütern ist ein wachsendes Bedürfnis und wirtschaftliche Notwendigkeit zugleich. Der Preis dafür ist stetig steigender Verkehr. Bei der Frage, wie wir künftig mit diesem Dilemma umgehen, lohnt sich ein Blick in die Vergangenheit.

In 1,513 Sekunden von Null auf Hundert

Der Elektro-Rennwagen «grimsel» hat heute den bisherigen Beschleunigungsweltrekord für Elektroautos gebrochen. In 1,513 Sekunden und innerhalb von weniger als 30 Metern beschleunigte das Fahrzeug von 0 auf 100 km

h. Den Wagen entwickelt und den Rekord aufgestellt haben Studierende der ETH Zürich und der Hochschule Luzern.