Marianna Helen Meyer und Prof. Andreas Wenger gestalten Bühnenbild zur Oper La Critica in Basel; Zweifache Aufführung 2026/2027
Marianna Helen Meyer und Andreas Wenger von der HGK Basel gestalten Bühnenbild zur Oper «La Critica» | FHNW
Marianna Helen Meyer und Prof. Andreas Wenger von der HGK Basel gestalten das Bühnenbild zur Oper «La Critica» von Niccolò Jommelli, die im September 2026 am Basler Festival «Erasmus klingt» und den Schlossfestspielen Ludwigsburg 2027 zu sehen ist.
Marianna Helen Meyer, Dozentin am Institute Digital Communication Environments (IDCE) der HGK Basel, und Prof. Andreas Wenger, Leiter des Bachelor-Studiengangs Innenarchitektur und Szenografie sowie des Masterstudio Scenography der HGK Basel, gestalten das Bühnenbild zur Oper «La Critica» von Niccolò Jommelli, die im September 2026 am Festival «Erasmus klingt» in Basel und an denSchlossfestspielen Ludwigsburg 2027zu sehen sein wird – in Kooperation mit der Schola Cantorum Basiliensis der Hochschule für Musik Basel FHNW und dem Bachelor-Studiengang Mode-Design der HGK Basel.
Die zwischen Spätbarock und Aufklärung komponierte Oper «La Critica» von Niccolò Jommelli wurde 1766 am Hoftheater in Ludwigsburg uraufgeführt und ist ein Stück über Theater auf dem Theater. Genauer: «La Critica» verhandelt eine Opern-Probe auf der Bühne, an der die erste und zweite Primadonna, der Komponist, ein Counter-Tenor und ein absenter Souffleur in eine erotische (Gender-)Verwicklung geraten.
Wie entsteht ein Bühnenbild für eine Oper, die eine Probe zeigt – und doch keine ist? Auf der Internationalen Tagung «Der Bühnendekorationsfundus im Schlosstheater Ludwigsburg» vom 14. bis 16. Mai 2026 auf Schloss Ludwigsburg geben Marianna Helen Meyer und Prof. Andreas Wenger in einem gemeinsamen Vortrag Einblicke in ihren künstlerischen Prozess – von ersten Entwürfen über den Modellbau bis hin zu konkreten szenografischen Entscheidungen – bzw. in die aktuelle Entstehung eines Bühnenbilds zwischen barockem Theater und zeitgenössischem Raum.
Im Zentrum steht die besondere Herausforderung, dass die Oper «La Critica» eine «Probe ohne Probe» darstellt, in der Figuren, Handlung und theatrale Gewissheiten bewusst in der Schwebe bleiben. Wie lässt sich dafür ein Raum entwickeln, der nicht einfach illustriert, sondern Strukturen sichtbar macht – Machtverhältnisse, Hierarchien und die sozialen Rituale des Theaterbetriebs?
Besonders reizvoll ist dabei das Spannungsfeld zwischen den beiden radikal unterschiedlichen Aufführungsorten: der nüchternen, als Konzertraum genutzten Kirche Don Bosco in Basel und dem barocken Hoftheater Ludwigsburg mit seinem historischen Bühnenapparat. Zwischen diesen Polen entsteht ein Bühnenkonzept, das sich nicht nur anpasst, sondern den Dialog zwischen den Räumen selbst zum Teil der Inszenierung macht.
In ihrem Vortrag öffnen Marianna Helen Meyer und Andreas Wenger den Blick auf eine szenografische Praxis, die historische Oper als gegenwärtige Erfahrung neu befragt.
Neben Marianna Helen Meyer und Andreas Wenger wirken an dieser Produktion weitere Personen mit Bezug zur HGK Basel mit: Dr. Martina Papiro, Dozentin für Musikgeschichte an der Hochschule für Musik FHNW und Absolventin des an der HGK Basel angesiedelten Förderprogramms Incubator for Design Cultures, ist als Dramaturgin an der Entwicklung des Bühnenbilds beteiligt. Zudem werden die Kostüme für diese Produktion von Studierenden des Bachelor-Studiengangs Mode-Design des Institute Contemporary Design Practices (ICDP) an der HGK Basel gestaltet.
Marianna Helen Meyer und Andreas Wenger von der HGK Basel gestalten Bühnenbild zur Oper «La Critica»,Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel
29.4.2026 – Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel, Institut Digitale Kommunikations-Umgebungen