MeteoSchweiz veröffentlicht Klimabulletin Winter 2025/2026 Schweiz; bis zu 1 Meter Schnee in Alpen
Klima-Newsletter
April 2026
Am Säntis waren die Schneemengen bis Mitte Dezember überdurchschnittlich, danach bis Mitte März im Bereich des Mittels oder darunter. Mit dem Wintereinbruch Ende März kletterten die Schneemengen nochmal über die Referenzwerte. Foto: Meteomeldungen/MeteoSchweiz-App.
Guten Tag
Wir freuen uns, Ihnen einen weiteren Klima-Newsletter von MeteoSchweiz zu präsentieren. Mit diesem Newsletter möchten wir Sie über den Klimazustand in der Schweiz sowie über Neuerungen bei Produkten und Projekten von MeteoSchweiz informieren. Der Newsletter bietet Ihnen ausserdem eine Liste aktueller Blogs und Publikationen und Hinweise auf Veranstaltungen mit Beteiligung von MeteoSchweiz. Viel Spass beim Lesen wünscht das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz
Aktuelles
Abweichung der Monatsmitteltemperatur (°C) in den Monaten Dezember 2025 (D, oben links), Januar (J, oben rechts) und Februar 2026 (F, unten links) und die Abweichung der saisonalen Mitteltemperatur von der Referenzperiode 1991-2020 (DJF, unten rechts).
Weitgehend milder Winter 2025/2026, regional viel Neuschnee im Februar und März
Trotz längerer Hochnebelphasen im Mittelland im Dezember und im
Nach zwei niederschlagsarmen Monaten mit Schneemangel gab es im
Januar und einem schweizweit kalten Jahresstart lagen die Wintertemperaturen in tieferen Lagen nördlich der Alpen über dem Durchschnitt der Referenzperiode 1991-2020. Etwas höher waren die Abweichungen der saisonalen Mitteltemperatur entlang dem Alpennordhang, im Wallis und in Nord- und Mittelbünden. Dort waren die Temperaturen im Dezember und Januar über weite Strecken milder als im langjährigen Mittel, im Februar lagen sie landesweit deutlich über der Referenzperiode 1991-2020. Der März liess sich temperaturmässig in drei Abschnitte unterteilen: Das erste Monatsdrittel war für die Jahreszeit sehr mild, in der mittleren Phase lagen die Temperaturen im Bereich der Referenz, in der letzten Märzwoche war es dann für die Jahreszeit zu kalt. Der April 2026 war überdurchschnittlich warm. Februar in der Westschweiz, im Wallis und am Alpennordhang grosse Neuschneemengen. Die Lawinengefahr war zeitweise gross bis sehr gross. Über den gesamten Winter betrachtet, blieben die Niederschlagsmengen jedoch mit Ausnahme der westlichsten Regionen des Landes unter dem Durchschnitt. Auch im März wurden verbreitet unterdurchschnittliche Niederschlagsmengen verzeichnet. Am 14. und 15. März gab es noch einmal grossen Neuschnee-Zuwachs in den zentralen und südlichen Alpen, lokal mit bis zu 1 Meter Schnee. Ab dem 25. März sorgte eine Nordstaulage am Alpennordhang für einen Wintereinbruch mit ergiebigen Schneefällen vom Berner Oberland über das Goms bis ins Toggenburg. Der April war sehr niederschlagsarm. Klimabulletin Winter 2025/2026 Klimabulletin März 2026
Produkte und Projekte
Erweiterung Klima CH2025: Ensemble Subselektion
Die Ensemble-Subselektion wurde entwickelt, um eine praxisorientierte Auswahl der Klimaensemble- Mitglieder anzubieten. Dabei werden drei Mitglieder anhand der Stärke des Klimaänderungssignals ausgewählt. Diese Subselektion wurde nun für die neuen Schweizer Klimaszenarien Klima CH2025 unter Berücksichtigung des globalen Erwärmungsniveaus aktualisiert. Die CH2025 Ensemble
Subselektion steht den Nutzenden ab sofort in den Applikationen von MeteoSchweiz zur Verfügung. CH2025 Ensemble Subselektion
Erweiterung Klima CH2025: Hydrologische Schweiz
Im Rahmen des Projekts Klima CH2025 sind zwei neue Datensätze für die hydrologische Schweiz verfügbar. Diese Region umfasst die gesamte politische Schweiz plus jene Einzugsgebiete ausserhalb, die in die politische Schweiz entwässern. Verfügbar sind ein Niederschlags- Gitterdatensatz (1 km) sowie ein Datensatz für Partnerstationen für alle verfügbaren Klimaparameter. Weiterführende Informationen
NCCR Clim+
NCCR CLIM+ wird durch innovative inter- und transdisziplinäre Forschung Fachwissen aus den Natur- und Sozialwissenschaften zusammenführen. Das Projekt wird sich mit neuen Forschungsfragen zum gesellschaftlichen Wandel im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der gesellschaftlichen Resilienz befassen, und zwar in Bereichen, die von Föderalismus und Governance über Wirtschaft, Ethik und Recht bis hin zu Klimakommunikation und Verhaltensänderungen reichen. Das Projekt wird gemeinsam von der ETH Zürich und der Universität Bern geleitet. MeteoSchweiz wird in
verschiedenen Arbeitspaketen involviert sein und damit die Zusammenarbeit mit der Wissenschaft weiter fördern. Weiterführende Informationen
Klimadaten für SIA4028
Der Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein SIA stellt Klimadaten für bauphysikalische, energetische und gebäudetechnische Berechnungen zur Verfügung. In einem Zusammenarbeits-projekt mit dem BAFU und dem BFE hat MeteoSchweiz die entsprechende Daten-grundlage erneuert. Aktuell führt der SIA eine technische Vernehmlassung bei interessierten Parteien durch. Klimadaten für SIA4028 Aktuelle Vernehmlassungen SIA
Nationale und internationale Zusammenarbeit
Erfolgreiches Swiss National GAW/GCOS Symposium 2026
Ende März haben sich die Schweizer GAW und GCOS Communities getroffen, um sich während zwei Tagen über die Fortschritte und die Zukunft der beiden Klima- und Atmosphärenbeobachtungsprogramme auszutauschen. Die wichtigsten Erkenntnisse und Empfehlungen des Symposiums werden in einem
Whitepaper veröffentlicht und bilden den Auftakt für neue wissenschaftliche Projekte, die im Rahmen von GAW- CH/GCOS-CH finanziert werden. Das Whitepaper 2026 und der “Call for Proposals” werden Ende Mai veröffentlicht. Swiss GAW/GCOS Symposium 2026 GAW/GCOS Schweiz
Brennpunkt Klima Schweiz
Im Bericht «Brennpunkt Klima Schweiz» gibt ProClim/SCNAT einen Überblick über die Klimaentwicklung in der Schweiz und global, zu Klimafolgen und Handlungsmöglichkeiten. MeteoSchweiz hat zu diesem Bericht beigetragen. Er stützt sich u.a. auf Ergebnisse von Klima CH2025. Teaserbild: Titelseite «Brennpunkt Klima Schweiz», ProClim/SCNAT, Swiss Academies Reports, Vol. 21, Nr. 2, 2026. Brennpunkt Klima Schweiz
Klimazustand in Europa 2025
Laut dem Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersagen (ECMWF) und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) war 2025 aussergewöhnlich heiss. Das Klima in Europa erwärmt sich rasant. MeteoSchweiz hat zwar am Bericht zum europäischen Klimazustand nicht mitgeschrieben, war aber am Begutachtungsprozess beteiligt.
Informationen zu Extremereignissen in der Schweiz können über die Weltorganisation für Meteorologie WMO in diese Berichte einfliessen. European State of the Climate
Blogs Ausgewählte MeteoSchweiz-Blogs zu Klimathemen.
Die Schweiz erwärmt sich nicht überall gleich
Die starke Erwärmung der Schweiz in den letzten Jahrzehnten ist nicht in allen Höhenlagen gleich ausgeprägt. Einige viel genutzte Klimadatensätze bilden diese Unterschiede ungenügend ab.
Zum Blogartikel
Das Klima von Starkniederschlägen in der Schweiz: Neue Grundlagen für die Gefahrenprävention
MeteoSchweiz hat neue Karten der Intensität von sehr seltenen Starkniederschlägen entwickelt. Die Karten sind öffentlich zugänglich und dienen als quantitative Grundlage für die Gefahrenprävention.
Zum Blogartikel
«Heute beobachten, morgen schützen» - wie Wetter- und Klimadaten Leben retten können
Heute ist Welttag der Meteorologie. Ganz nach dem diesjährigen Motto «Heute beobachten, morgen schützen» werfen wir einen Blick auf die diversen Aufgaben von MeteoSchweiz: Welche Wetter- und Klimadaten beobachtet werden und warum dies zum Schutz von Gesellschaft und Umwelt beiträgt.
Zum Blogartikel
Wann die Schweiz 1, 2 und 3 Grad Erwärmung erreicht hat
Der Klimawandel schreitet ungebremst voran. In der Schweiz ist es im Jahresmittel bereits rund drei Grad wärmer als in der vorindustriellen Zeit. Eine neue Darstellung zeigt, wann welche Erwärmung erreicht wurde.
Zum Blog-Artikel
Publikationen Publikationen von oder mit Beteiligung von MeteoSchweiz.
Wie hängen steigende klimabedingte Verdunstungsrisiken und regionale Dürren zusammen – und was verraten neue Daten über zunehmend extreme Evapotranspirationsereignisse? Egli M, Sippel S, Knutti R, Humphrey V (2026) Detecting anthropogenically induced changes in extreme and seasonal evapotranspiration observations, Nature Communications, 17(1), 879, https://doi.org/10.1038/s41467-025-67748- 8
Wie verändert der Klimawandel die Häufigkeit, Größe und Schadwirkung von Hagel in Europa – und was bedeutet das für unsere Gebäude, Fahrzeuge und Landwirtschaft? Wilhelm L, Aregger M, Agayar E, Brennan KP, Bresch DN, Calanca P, Cui R, Feldmann M, Gebhart V, Germann U, Hering A, Portmann R, Schmid T, Schär C, Schröer K, Schwierz C, Thurnherr I, Velasquez Alvarez PA, Villiger L, Wernli H, Martius O (2026) Insights from a European hail research project – a seamless approach from observations and numerical simulations to impacts in a changing climate, Bulletin of the American Meteorological Society, https://doi.org/10.22541/au.176918334.41065598/v1
Weitere Publikationen zu Klimathemen von MeteoSchweiz Zum Archiv des Klima-Newsletters
Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz Operation Center 1 | 8058 Zürich-Flughafen www.meteoschweiz.ch | kundendienst@meteoschweiz.ch
Anregungen und Verbesserungsvorschläge nehmen wir gerne über die Adresse kundendienst@meteoschweiz.ch in Empfang.