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title: "MeteoSchweiz veröffentlicht Klimabulletin Winter 2025/2026 Schweiz; bis zu 1 Meter Schnee in Alpen"
sdDatePublished: "2026-04-29T19:46:00Z"
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MeteoSchweiz veröffentlicht Klimabulletin Winter 2025/2026 Schweiz; bis zu 1 Meter Schnee in Alpen

Klima-Newsletter

April 2026

Am Säntis waren die Schneemengen bis Mitte Dezember überdurchschnittlich, danach bis Mitte März im
Bereich des Mittels oder darunter. Mit dem Wintereinbruch Ende März kletterten die Schneemengen
nochmal über die Referenzwerte. Foto: Meteomeldungen/MeteoSchweiz-App.

Guten Tag

Wir freuen uns, Ihnen einen weiteren Klima-Newsletter von MeteoSchweiz zu
präsentieren. Mit diesem Newsletter möchten wir Sie über den Klimazustand in der
Schweiz sowie über Neuerungen bei Produkten und Projekten von MeteoSchweiz
informieren. Der Newsletter bietet Ihnen ausserdem eine Liste aktueller Blogs und
Publikationen und Hinweise auf Veranstaltungen mit Beteiligung von MeteoSchweiz.
Viel Spass beim Lesen wünscht das
Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz

Aktuelles

Abweichung der Monatsmitteltemperatur (°C) in den Monaten Dezember 2025 (D, oben links), Januar (J,
oben rechts) und Februar 2026 (F, unten links) und die Abweichung der saisonalen Mitteltemperatur von der
Referenzperiode 1991-2020 (DJF, unten rechts).

Weitgehend milder Winter 2025/2026, regional viel Neuschnee
im Februar und März

Trotz längerer Hochnebelphasen im
Mittelland im Dezember und im

Nach zwei niederschlagsarmen
Monaten mit Schneemangel gab es im

Januar und einem schweizweit kalten
Jahresstart lagen die
Wintertemperaturen in tieferen Lagen
nördlich der Alpen über dem
Durchschnitt der Referenzperiode
1991-2020. Etwas höher waren die
Abweichungen der saisonalen
Mitteltemperatur entlang dem
Alpennordhang, im Wallis und in
Nord- und Mittelbünden. Dort waren
die Temperaturen im Dezember und
Januar über weite Strecken milder als
im langjährigen Mittel, im Februar
lagen sie landesweit deutlich über der
Referenzperiode 1991-2020. Der
März liess sich temperaturmässig in
drei Abschnitte unterteilen: Das erste
Monatsdrittel war für die Jahreszeit
sehr mild, in der mittleren Phase lagen
die Temperaturen im Bereich der
Referenz, in der letzten Märzwoche
war es dann für die Jahreszeit zu kalt.
Der April 2026 war
überdurchschnittlich warm.
Februar in der Westschweiz, im Wallis
und am Alpennordhang grosse
Neuschneemengen. Die
Lawinengefahr war zeitweise gross bis
sehr gross. Über den gesamten Winter
betrachtet, blieben die
Niederschlagsmengen jedoch mit
Ausnahme der westlichsten Regionen
des Landes unter dem Durchschnitt.
Auch im März wurden verbreitet
unterdurchschnittliche
Niederschlagsmengen verzeichnet.
Am 14. und 15. März gab es noch
einmal grossen Neuschnee-Zuwachs
in den zentralen und südlichen Alpen,
lokal mit bis zu 1 Meter Schnee. Ab
dem 25. März sorgte eine
Nordstaulage am Alpennordhang für
einen Wintereinbruch mit ergiebigen
Schneefällen vom Berner Oberland
über das Goms bis ins Toggenburg.
Der April war sehr niederschlagsarm.
 Klimabulletin Winter 2025/2026
 Klimabulletin März 2026

Produkte und Projekte

Erweiterung Klima CH2025: Ensemble Subselektion

Die Ensemble-Subselektion wurde
entwickelt, um eine praxisorientierte
Auswahl der Klimaensemble-
Mitglieder anzubieten. Dabei werden
drei Mitglieder anhand der Stärke des
Klimaänderungssignals ausgewählt.
Diese Subselektion wurde nun für die
neuen Schweizer Klimaszenarien
Klima CH2025 unter Berücksichtigung
des globalen Erwärmungsniveaus
aktualisiert. Die CH2025 Ensemble

Subselektion steht den Nutzenden ab
sofort in den Applikationen von
MeteoSchweiz zur Verfügung.
 CH2025 Ensemble Subselektion

Erweiterung Klima CH2025: Hydrologische Schweiz

Im Rahmen des Projekts Klima
CH2025 sind zwei neue Datensätze
für die hydrologische Schweiz
verfügbar. Diese Region umfasst die
gesamte politische Schweiz plus jene
Einzugsgebiete ausserhalb, die in die
politische Schweiz entwässern.
Verfügbar sind ein Niederschlags-
Gitterdatensatz (1 km) sowie ein
Datensatz für Partnerstationen für alle
verfügbaren Klimaparameter.
 Weiterführende Informationen

NCCR Clim+

NCCR CLIM+ wird durch innovative
inter- und transdisziplinäre Forschung
Fachwissen aus den Natur- und
Sozialwissenschaften
zusammenführen. Das Projekt wird
sich mit neuen Forschungsfragen zum
gesellschaftlichen Wandel im
Zusammenhang mit dem Klimaschutz
und der gesellschaftlichen Resilienz
befassen, und zwar in Bereichen, die
von Föderalismus und Governance
über Wirtschaft, Ethik und Recht bis
hin zu Klimakommunikation und
Verhaltensänderungen reichen. Das
Projekt wird gemeinsam von der ETH
Zürich und der Universität Bern
geleitet. MeteoSchweiz wird in

verschiedenen Arbeitspaketen
involviert sein und damit die
Zusammenarbeit mit der Wissenschaft
weiter fördern.
 Weiterführende Informationen

Klimadaten für SIA4028

Der Schweizerische Ingenieur- und
Architektenverein SIA stellt Klimadaten
für bauphysikalische, energetische
und gebäudetechnische
Berechnungen zur Verfügung. In
einem Zusammenarbeits-projekt mit
dem BAFU und dem BFE hat
MeteoSchweiz die entsprechende
Daten-grundlage erneuert. Aktuell
führt der SIA eine technische
Vernehmlassung bei interessierten
Parteien durch.
 Klimadaten für SIA4028
 Aktuelle Vernehmlassungen SIA

Nationale und internationale Zusammenarbeit

Erfolgreiches Swiss National GAW/GCOS Symposium 2026

Ende März haben sich die Schweizer
GAW und GCOS Communities
getroffen, um sich während zwei
Tagen über die Fortschritte und die
Zukunft der beiden Klima- und
Atmosphärenbeobachtungsprogramme
auszutauschen. Die wichtigsten
Erkenntnisse und Empfehlungen des
Symposiums werden in einem

Whitepaper veröffentlicht und bilden
den Auftakt für neue wissenschaftliche
Projekte, die im Rahmen von GAW-
CH/GCOS-CH finanziert werden. Das
Whitepaper 2026 und der "Call for
Proposals" werden Ende Mai
veröffentlicht.
 Swiss GAW/GCOS Symposium
2026
 GAW/GCOS Schweiz

Brennpunkt Klima Schweiz

Im Bericht «Brennpunkt Klima
Schweiz» gibt ProClim/SCNAT einen
Überblick über die Klimaentwicklung in
der Schweiz und global, zu
Klimafolgen und
Handlungsmöglichkeiten.
MeteoSchweiz hat zu diesem Bericht
beigetragen. Er stützt sich u.a. auf
Ergebnisse von Klima CH2025.
Teaserbild: Titelseite «Brennpunkt
Klima Schweiz», ProClim/SCNAT,
Swiss Academies Reports, Vol. 21, Nr.
2, 2026.
 Brennpunkt Klima Schweiz

Klimazustand in Europa 2025

Laut dem Europäischen Zentrum für
mittelfristige Wettervorhersagen
(ECMWF) und der Weltorganisation
für Meteorologie (WMO) war 2025
aussergewöhnlich heiss. Das Klima in
Europa erwärmt sich rasant.
MeteoSchweiz hat zwar am Bericht
zum europäischen Klimazustand nicht
mitgeschrieben, war aber am
Begutachtungsprozess beteiligt.

Informationen zu Extremereignissen in
der Schweiz können über die
Weltorganisation für Meteorologie
WMO in diese Berichte einfliessen.
 European State of the Climate

Blogs
Ausgewählte MeteoSchweiz-Blogs zu Klimathemen.

 Die Schweiz erwärmt sich
nicht überall gleich

Die starke Erwärmung der Schweiz in
den letzten Jahrzehnten ist nicht in allen
Höhenlagen gleich ausgeprägt. Einige
viel genutzte Klimadatensätze bilden
diese Unterschiede ungenügend ab.

 Zum Blogartikel

Das Klima von
Starkniederschlägen in der
Schweiz: Neue Grundlagen
für die Gefahrenprävention

MeteoSchweiz hat neue Karten der
Intensität von sehr seltenen
Starkniederschlägen entwickelt. Die
Karten sind öffentlich zugänglich und
dienen als quantitative Grundlage für
die Gefahrenprävention.

 Zum Blogartikel

«Heute beobachten,
morgen schützen» - wie
Wetter- und Klimadaten
Leben retten können

Heute ist Welttag der Meteorologie.
Ganz nach dem diesjährigen Motto
«Heute beobachten, morgen schützen»
werfen wir einen Blick auf die diversen
Aufgaben von MeteoSchweiz: Welche
Wetter- und Klimadaten beobachtet
werden und warum dies zum Schutz
von Gesellschaft und Umwelt beiträgt.

 Zum Blogartikel

Wann die Schweiz 1, 2 und
3 Grad Erwärmung erreicht
hat

Der Klimawandel schreitet ungebremst
voran. In der Schweiz ist es im
Jahresmittel bereits rund drei Grad
wärmer als in der vorindustriellen Zeit.
Eine neue Darstellung zeigt, wann
welche Erwärmung erreicht wurde.

 Zum Blog-Artikel

Publikationen
Publikationen von oder mit Beteiligung von MeteoSchweiz.

Wie hängen steigende klimabedingte Verdunstungsrisiken und regionale
Dürren zusammen – und was verraten neue Daten über zunehmend
extreme Evapotranspirationsereignisse?
Egli M, Sippel S, Knutti R, Humphrey V (2026) Detecting anthropogenically
induced changes in extreme and seasonal evapotranspiration observations,
Nature Communications, 17(1), 879, https://doi.org/10.1038/s41467-025-67748-
8

Wie verändert der Klimawandel die Häufigkeit, Größe und
Schadwirkung von Hagel in Europa – und was bedeutet das für unsere
Gebäude, Fahrzeuge und Landwirtschaft?
Wilhelm L, Aregger M, Agayar E, Brennan KP, Bresch DN, Calanca P, Cui
R, Feldmann M, Gebhart V, Germann U, Hering A, Portmann R, Schmid T,
Schär C, Schröer K, Schwierz C, Thurnherr I, Velasquez Alvarez PA, Villiger
L, Wernli H, Martius O (2026) Insights from a European hail research project
– a seamless approach from observations and numerical simulations to
impacts in a changing climate, Bulletin of the American Meteorological
Society, https://doi.org/10.22541/au.176918334.41065598/v1

 Weitere Publikationen zu Klimathemen von MeteoSchweiz
 Zum Archiv des Klima-Newsletters

Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz
Operation Center 1 | 8058 Zürich-Flughafen
www.meteoschweiz.ch | kundendienst@meteoschweiz.ch

Anregungen und Verbesserungsvorschläge nehmen wir gerne über die Adresse
kundendienst@meteoschweiz.ch in Empfang.