DGB und NGG mobilisieren zum Tag der Arbeit am 1. Mai in Hamburg und Hannover; 450 Kundgebungen bundesweit geplant Tag der Arbeit: Ja zu Reformen, nein zur Abrissbirne in der Sozialpolitik - NGG: Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Ja zu Reformen, nein zur Abrissbirne in der Sozialpolitik Unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“ mobilisiert der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) am 1. Mai bundesweit zum Tag der Arbeit. Guido Zeitler, Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), spricht in Hamburg, die stellvertretende NGG-Vorsitzende Claudia Tiedge in Hannover. Beide setzen klare Akzente für gute Arbeitsbedingungen, wirtschaftliche Stabilität und soziale Sicherheit. Im Mittelpunkt der diesjährigen rund 450 Kundgebungen stehen die anhaltenden Angriffe auf Beschäftigtenrechte und den Sozialstaat. Die NGG unterstreicht die Notwendigkeit, den Acht-Stunden-Tag zu sichern, eine verlässliche Rente zu gewährleisten und eine solidarische Krankenversicherung zu stärken statt ungeregelter Arbeitszeiten und steigender Belastungen für die Versicherten und Beschäftigten. „Niemand bestreitet, dass Reformen nötig sind, um unser Land voranzubringen“, sagt Guido Zeitler. „Entscheidend ist das Wie. Massiver Sozialabbau ist keine Antwort auf die aktuellen Herausforderungen. Wer die Abrissbirne an den Sozialstaat legt, gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Stattdessen brauchen wir gezielte Investitionen – in Infrastruktur, Industrie, Bildung, bezahlbaren Wohnraum, Kommunen und Beschäftigung. Die Fakten sind eindeutig: Gemessen an der Wirtschaftsleistung sind die Sozialausgaben stabil und nicht höher als vor zehn Jahren. Auch im europäischen Vergleich liegt Deutschland damit nicht an der Spitze.“ „Nicht die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind das Problem“, sagt Claudia Tiedge, „sondern Profitgier, Managementfehler und politische Fehlentscheidungen.“ Den Forderungen aus Politik und Arbeitgeberlager nach mehr Arbeit und einer wöchentlichen Höchstarbeitszeit statt des Acht-Stunden-Tags entgegnet sie: „Viele reduzieren ihre Arbeitszeit nicht aus Bequemlichkeit, sondern weil Rücken, Knie, Schultern oder die Psyche nicht mehr mitmachen. Das ist kein Lifestyle, sondern der Versuch, gesund zu bleiben und bis zur Rente durchzuhalten.“ Terminhinweis:Guido Zeitler spricht am 1. Mai ab 12 Uhr auf dem Fischmarkt in Hamburg.Claudia Tiedge ab 11 Uhr auf dem Goseriedeplatz in Hannover. Dirk Herzog, NGG-PressesprecherTelefon: 040 380 13 106, Mobil: +49 151 61085042, E-Mail: presse@ngg.net --- Source: https://www.ngg.net/presse/pressemitteilungen/ja-zu-reformen-nein-zur-abrissbirne-in-der-sozialpolitik sdDatePublished: 2026-04-29T07:05:00Z Topics: labour relations, employment legislation, government policy, social security, health, politics and government, human interest Locations: Hamburg, Germany, Region Hannover