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title: "SPD-Fraktion Ehrenfeld beantragt Evaluation und Ausweitung des Modellprojekts 'Feierabend-Parken' in Ehrenfeld, Köln; Potenzielle Ausweitung auf weitere Standorte"
sdDatePublished: "2026-04-29T12:15:00Z"
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  - "Köln"
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SPD-Fraktion Ehrenfeld beantragt Evaluation und Ausweitung des Modellprojekts 'Feierabend-Parken' in Ehrenfeld, Köln; Potenzielle Ausweitung auf weitere Standorte

Antrag/Anfrage SPD BV4

SPD-Fraktion
in der Bezirksvertretung Ehrenfeld

SPD-Fraktion Ehrenfeld, Bezirksrathaus Venloer Straße 419 – 421, 50825 Köln
spd-bv4@stadt-koeln.de

Herrn Bezirksbürgermeister
Volker Spelthann

Herrn Oberbürgermeister
Torsten Burmester
Eingang beim Bezirksbürgermeister:
AN/0732/2026
Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates
Gremium
Datum der Sitzung
Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld)
11.05.2026

Antrag der SPD Fraktion: Evaluation und Ausweitung des Modellprojekts „Feierabend-Parken„
im Stadtbezirk Ehrenfeld
Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister,
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

die SPD-Fraktion bittet Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung der Bezirksvertretung
Ehrenfeld am 11.05.2026 zu setzen.

Beschluss

Die BV-Ehrenfeld beauftragt die Verwaltung,
1. eine Evaluation des städtischen Modellprojekts „Feierabend-Parken“ (insbesondere der Standorte
Marienstraße 147–159 in Ehrenfeld und Osterather Straße 26 in Bilderstöckchen) vorzulegen und der
Bezirksvertretung transparent darzustellen.
Dabei sollen insbesondere folgende Aspekte berücksichtigt werden:

Auslastung und tatsächliche Nutzung der Stellplätze

Auswirkungen auf den Parkdruck im umliegenden Quartier

Nutzerstruktur (Anwohnende / sonstige Nutzer)

Wirtschaftlichkeit und organisatorische Umsetzung (z. B. digitales Buchungssystem)

Rückmeldungen von Anwohnenden und Gewerbetreibenden

2. auf Grundlage dieser Evaluation darzustellen,

SPD-Fraktion
in der Bezirksvertretung Ehrenfeld


inwieweit eine Ausweitung des Modells auf weitere geeignete Standorte im Stadtbezirk
Ehrenfeld möglich ist,

welche Akteure – insbesondere im Lebensmitteleinzelhandel sowie bei vergleichbaren
großflächigen Einrichtungen – hierfür grundsätzlich in Frage kommen,

und unter welchen rechtlichen, wirtschaftlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen
eine Umsetzung erfolgen kann.
Dabei sollen insbesondere Standorte mit größeren Parkplatzkapazitäten berücksichtigt werden, z. B.
Filialen des Lebensmitteleinzelhandels im Stadtbezirk Ehrenfeld (u. a. Lidl-, Aldi-, REWE-, Netto- und
Penny-Filialen entlang zentraler Achsen wie Venloer Straße, Subbelrather Straße, Vogelsanger
Straße oder Oskar-Jäger-Straße) sowie großflächige Einzelhandelsstandorte wie das Bauhaus auf der
Weinsbergstraße.
3. zu prüfen, ob das Modell gezielt so ausgestaltet werden kann, dass es vorrangig zur Entlastung des
Parkdrucks für Anwohnende in den Abend- und Nachtstunden („Feierabendparken“) beiträgt.

Begründung
Mit dem Modellprojekt „Feierabend-Parken“ erprobt die Stadt Köln einen innovativen Ansatz zur
Entlastung der innerstädtischen Parksituation, insbesondere in den Abend- und Nachtstunden. Durch
die Mehrfachnutzung bestehender Parkflächen des Lebensmitteleinzelhandels sowie vergleichbarer
Einrichtungen wird zusätzlicher Parkraum geschaffen, ohne neue Flächen zu versiegeln.
Gerade im Stadtbezirk Ehrenfeld, der durch eine hohe Bevölkerungsdichte und zunehmenden
Parkdruck geprägt ist, bietet dieses Konzept ein erhebliches Entlastungspotenzial. Die parallele
Umsetzung verkehrspolitischer Maßnahmen, wie die Umgestaltung von Straßenräumen zugunsten von
mehr Verkehrssicherheit, verstärkt den Bedarf an ergänzenden, pragmatischen Lösungen.
Die bisherigen Erfahrungen aus der Testphase, insbesondere am Standort Marienstraße, sollten
systematisch ausgewertet werden, um eine fundierte Grundlage für weitere Entscheidungen zu
schaffen. Eine evidenzbasierte Weiterentwicklung des Modells ermöglicht es, erfolgreiche Ansätze
gezielt zu skalieren und gleichzeitig mögliche Herausforderungen frühzeitig zu berücksichtigen.
Ziel ist es, bestehende Infrastruktur effizienter zu nutzen und einen Beitrag zu einer ausgewogenen
Mobilitätspolitik zu leisten, die ökologische Ziele mit den Alltagsbedarfen der Menschen im gesamten
Stadtbezirk verbindet.
Hierbei sollen auch Potenziale bei öffentlich zugänglichen Einrichtungen stärker in den Blick
genommen werden.
Mit freundlichen Grüßen

SPD-Fraktion
in der Bezirksvertretung Ehrenfeld

Petra Bossinger

Udo Hanselmann
Fraktionsvorsitzende

Bezirksvertreter