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title: "Die Linke-Fraktion im Rat der Stadt Köln prüft Museum Selma am Standort Halle 70 Kalk; Kosten sparen, Haus-im-Haus-Konzept möglich"
sdDatePublished: "2026-04-29T12:15:00Z"
source: "https://ratsinformation.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=1094004\u0026type=do"
topics:
  - name: "culture"
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  - name: "library and museum"
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locations:
  - "Köln"
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Die Linke-Fraktion im Rat der Stadt Köln prüft Museum Selma am Standort Halle 70 Kalk; Kosten sparen, Haus-im-Haus-Konzept möglich

Antrag/Anfrage DieLinke

Die Linke.-Fraktion · Postfach 103564 · 50475 Köln

Oberbürgermeister
Torsten Burmester

Rathaus

Rathaus, Spanischer Bau
 50667 Köln
Postanschrift:
Postfach 103564 · 50475 Köln
Tel: 0221/221-27840 · Fax: 0221/221-27841
E-Mail: DieLinke@stadt-koeln.de
Fraktionsvorstand

Eingang beim Amt des Oberbürgermeisters: 29.04.2026
AN/0731/2026
Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates
Gremium
Datum der Sitzung
Rat
12.05.2026

Prüfung Museum Selma in kleinerem Kostenrahmen an den Standort Kalk
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

Die Linke Fraktion im Rat der Stadt Köln bittet Sie, folgenden Antrag auf die
Tagesordnung der Ratssitzung am 12.05.2026 zu setzen.

Beschluss:

1. Der Rat beauftragt die Verwaltung ergänzend zum Ratsbeschluss vom 19.03.2026 in
Kooperation mit der DOMiD gGmbH als Trägerin des Museums Selma zu prüfen,
inwiefern eine Realisierung des Museums Selma am Standort „Halle 70, Dillenburger
Straße“ in Kalk unter Berücksichtigung eines geringeren Kostenrahmens und unter
angepassten Bedingungen möglich ist.

Folgende Anpassungen – auch kombiniert - sollen dabei auf ihre Kostenersparnis hin
geprüft werden, orientiert an der Höhe der Fördermittel:

a) Eine Reduzierung des Raumprogramms bis hin zu einem Umfang, der einer
Reduzierung entspricht, die als Grundlage, für die am 19.03.2026 beschlossene
Prüfung am Standort Neumarkt angenommen wird. Synergieeffekte am Neumarkt,
wie z.B. die gemeinsame Nutzung von Veranstaltungsräumen, können dabei
anteilig angerechnet werden. Analog dazu soll auch der Standort in Kalk auf

Synergiemöglichkeiten geprüft werden.

b) Eine Anpassung der Planung auf ein sogenanntes Haus im Haus-Konzept, bei dem
die Halle 70 lediglich dauerhaft statisch gesichert wird und nicht, wie in der
bisherigen Planung, als klimatisch wirksame Museumshülle, ausgebaut wird.

c) Eine modulare bzw. abschnittsweise Errichtung, die eine spätere Erweiterung
ermöglicht.

2. Darüber hinaus soll die Verwaltung bei Bund und Land auf eine Verlängerung der Frist
für die Leistungsphase 3 hinwirken, die derzeit nur bis Dezember 2026 läuft.

3. Die Verwaltung wird beauftragt, die Ergebnisse der Planung bis einschließlich
Leistungsphase 2 HOAI (Vorplanung inkl. Flächenprogramm und Nutzungskonzept) dem
Rat zur weiteren Entscheidung über die bauliche Realisierung des Museum Selma in Kalk
vorzulegen. Dies kann zeitgleich zum Ergebnis der Prüfung zum KAN erfolgen oder
vorher. Nicht aber später. Die bauliche Realisierung ist abhängig von der Förderfähigkeit
des Museum Selma. Zur besseren Vergleichbarkeit und Überprüfbarkeit der
Berechnungen soll der neuen Kostenschätzung die bisherige Kostenschätzung beigefügt
werden, ebenso wie die Pläne, die dieser zugrunde lagen.

4. Die Verwaltung wird beauftragt, die Bezirksvertretung Kalk, den Ausschuss für Kunst
und Kultur sowie den Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration regelmäßig und
unmittelbar über die aktuellen Entwicklungen in Kenntnis zu setzen.

Begründung:

Auf seiner Sitzung vom 19.3.2026 beschloss der Rat der Stadt Köln, eine Unterbringung
des Museums Selma im Kulturzentrum am Neumarkt (KAN) zu prüfen.
Der Rat beschloss am 19.3.2026 ebenfalls, das Museum Selma an einem Ort im
rechtsrheinischen Köln unterzubringen, der eng mit der Migrationsgeschichte verbunden
ist, sobald die Rahmenbedingungen dies zulassen.

Mittlerweile zeichnet sich ab, dass eine Realisierung des Museums Selma am ursprünglich
angedachten Standort in der Halle 70 auf dem ehemaligen KHD-Areal in Kalk im
Kostenrahmen von 44 Mio. Euro durchaus realistisch erscheint, wenn die
Rahmenbedingungen dort angepasst werden. Darum soll ergänzend zum Ratsbeschluss
vom März auch geprüft werden, ob eine kleinere und preiswertere Variante am
vorgesehenen Standort Kalk in Halle 70 möglich ist.
Die neue Kostenberechnung soll dem Rat bis zu seiner nächsten Sitzung am 03.07.2026
vorgelegt werden. Zur besseren Vergleichbarkeit und Überprüfbarkeit der Berechnungen
soll der neuen Kostenschätzung die bisherige Kostenschätzung beigefügt werden, ebenso
wie die Pläne, die dieser zugrunde lagen.

gez.
Dr. Günter Bell
Geschäftsführer

Fraktion Die Linke