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title: "Der Gemeinderat in Salem beschließt ein 3-Säulen-Modell für die Kita-Betreuung ab dem Kita-Jahr 2026/27; Ganztagesbetreuung wird langfristig auf zwei Einrichtungen reduziert."
sdDatePublished: "2026-04-29T12:39:00Z"
source: "https://www.salem-baden.de/fileadmin/Dateien/Dateien/Salem_aktuell_KW17_Kiga-Anmeldeverfahren.pdf"
topics:
  - name: "education policy"
    identifier: "medtop:20001338"
  - name: "child care"
    identifier: "medtop:20001317"
  - name: "local authority"
    identifier: "medtop:20000612"
locations:
  - "Salem"
  - "Bodenseekreis"
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Der Gemeinderat in Salem beschließt ein 3-Säulen-Modell für die Kita-Betreuung ab dem Kita-Jahr 2026/27; Ganztagesbetreuung wird langfristig auf zwei Einrichtungen reduziert.

Einladung_Druck

Es war der Wunsch des Gemeinderates,
im Hinblick auf die Kostenentwicklung
der kommunalen Kindergärten sowie der
daraus resultierenden Gebührenbelas-
tung für die Eltern, das Betreuungsange-
bot zu prüfen. Die Verwaltung hatte bei
der Erstellung der neuen Betreuungs-
struktur Wert auf die Berücksichtigung
der pädagogischen, organisatorischen
und auch der wirtschaftlichen Themati-
ken gelegt. Nun hat der Gemeinderat bei
16 Ja-Stimmen und 5 Stimmenthaltun-
gen den Vorschlägen der Verwaltung zur
Ausgestaltung der Gruppenzuschnitte
zugestimmt.
In der Sitzung am 27.01.2026 wurde be-
schlossen, ein 3-Säulen-Modell einzuführen.
Das bedeutet, dass die bisher sieben unter-
schiedlichen Betreuungsangebote reduziert
werden auf drei Betreuungsangebote: Vor-
mittagsbetreuung, Verlängerte Öﬀnungszei-
ten (VÖ) sowie Ganztagesbetreuung (GT). Auf
dieser Grundlage wurde die Anmeldephase
vorbereitet. Diese endete am 1. März 2026.
Nach der erfolgten Auswertung der Anmel-
dungen auf Grundlage dieser neuen Struktur,
wurde die Ausgestaltung der Platzzahlen und
Gruppenzuschnitte nun konkretisiert.
Es zeigte sich: Im Vergleich zur sehr häuﬁg ge-
buchten Vormittagsbetreuung, wird die
Ganztagesbetreuung nur in geringem Um-
fang gewählt. Um sowohl mit der Anzahl der
belegten Plätze den Gruppengrößen zu ent-
sprechen, aber auch, um das Betreuungsper-
sonal in einem angemessenen Rahmen zu
halten, soll die Ganztagesbetreuung sukzes-
sive in einigen Kindertageseinrichtungen ab-
gebaut werden, sodass langfristig die Ganz-
tagesbetreuung in lediglich zwei Einrichtun-
gen angeboten wird.
So sieht das neue Betreuungskonzept aus
Die Kindergärten Weildorf und Grasbeuren
sind nahezu voll ausgelastet. Die Ganztages-
kinder aus dem Kindergarten Am Lichten-
berg nehmen zukünftig entweder die Betreu-
ungsform VÖ im selben Kindergarten wahr
oder einzelne Kinder wechseln in den Katho-
lischen Kindergarten St. Josef.
Anmeldezahlen für Kindergärten liegen vor
3-Säulen-Modell tritt zum Kita-Jahr 2026/27 in Kraft
Das sagen Räte und Bürgermeister
„Ich ﬁnde es toll, dass die Kindergärten
 Gras -beuren und Weildorf so gut
angenommen werden und auch ausgelas-
tet sind“, sagt Stephan Ziegler (CDU)
entgegen der Befürchtungen, die beiden
kleinsten der Salemer Kindergärten könn-
ten durch die Strukturreform auf der Stre-
cke bleiben.
„Das spricht wirklich für unsere kleinen
 Einrichtungen und hat uns alle
durchatmen lassen“, zeigt sich auch Bür-
germeister Manfred Härle erfreut.
Grundsätzlich für keine „einfache
Geschichte“ hält Henriette Fiedler (FW) die
Umstrukturierung. „Ich sehe nicht viel
Positives und sehr viele Einschränkungen.“
Dass die Gebühren erhöht wurden und
jetzt am Personal gespart werde, hält sie
für den falschen Ansatz.
Für die Eltern als „echt schwierig“ erachtet
Antje Möller (GoL) den Wechsel mancher
Kinder in eine andere Einrichtung im letz-
ten Kindergartenjahr – auch wenn man
den Übergang jetzt schaﬀen müsse.
Für Ursula Heﬂer (CDU) – wie auch für
Manfred Härle – ist dieses 3-Säulen-Modell
nicht in Stein gemeißelt.
Überrascht über die geringen Anmelde-
zahlen für den Ganztagsbereich zeigt sich
da gegen Adolf Eblen (CDU). „Da darf man
sich nicht wundern, wenn das Angebot
gekürzt wird.“ Die Frage freilich stelle sich
nach dem „Warum?“. Mittragen könne er
die Entscheidung nur, wenn bei Bedarf
Flexibilität gewährleistet ist.
Auch Arnim Eglauer ist verwundert über
die geringen Belegungszahlen im Ganz-
tagsbereich: „Da hätten wir uns im Vorfeld
manche Aufregung sparen können.“ Was
aber wiederum zeige, dass die Gemeinde
allein mit dem VÖ-Modell im Gegensatz
zur Regelbetreuung mehr biete als vom
KVJS gefordert.
Auf mehr Einsparpotenzial im Personalbe-
bereich hat Stefanie Straßer (FW) gehoﬀt.
Zwar mit leichtem Unbehagen, aber doch
mit der Hoﬀnung, dass daraus etwas Neu-
es erwächst, sieht sie in der künftigen
Struktur durchaus auch Positives.
Durch die akribische Arbeit der Verwal-
tung, die beinah einem Tetris-Spiel glich,
liegt nun ein konkreter Fahrplan vor. Jetzt
gilt es, dieses 3-Säulen-Modell umzusetzen
und sowohl Eltern als auch Kindern ge-
recht zu werden – trotz des ein oder ande-
ren Kindergartenwechesels, der in dieser
Phase nicht vermeidbar sein wird. „Wir
haben noch immer einen Jahr-für-Jahr-
Plan erstellt“, sagt Manfred Härle. „Warum
sollten wir das nicht so beibehalten und
nicht nachjustieren, wenn es der Bedarf
verlangt?“ Nichtsdestotrotz gelte es unter
den ﬁnanziellen Vorzeichen, rechtzeitig auf
schlanke Strukturen zu achten, „damit wir
in allen Bereichen handlungsfähig bleiben
und nicht irgendwann mit dem Rücken zur
Wand stehen.“
Weil es im Kindergarten Kleiner Brühl zum
neuen Kindergartenjahr lediglich drei Neuan-
meldungen für die Ganztagesbetreuung gibt,
wird diesen Kindern ein Platz im Kath. Kinder-
garten St. Josef zur Verfügung gestellt. Zum
Ende des Kindergartenjahres 2026/27 verlas-
sen drei Ganztageskinder den Kindergarten,
und damit würde ab dem Kindergartenjahr
2027/28 lediglich ein Kind die Ganztagesbe-
treuung im Kleinen Brühl in Anspruch neh-
men. Somit wird zum Kindergartenjahr
2027/28 die Ganztagesbetreuung enden, was
bedeutet, dass ab sofort keine Kinder mehr
mit Ganztagesbetreuung aufgenommen
werden.
Da im Kindergarten Am Fohrenbühl zum
neuen Kindergartenjahr ebenfalls lediglich ei-
ne Neuanmeldung für die Ganztagesbetreu-
ung vorliegt, soll für dieses Kind ein Platz im
Kindergarten Am Keltenring vorgehalten
werden. Zum Ende des Kindergartenjahres
2026/27 verlassen zwei Ganztageskinder die
Einrichtung (Schule). Zum Kindergartenjahr
2027/28 sind es neun Kinder mit Ganztages-
betreuung. Deswegen wird auch hier die
Ganztagesbetreuung zum Kindergartenjahr
2029/30 enden. Ab sofort werden auch hier
keine Kinder mit Ganztagesbetreuung aufge-
nommen.
Für den Kindergarten Beuren liegen zum
neuen Kindergartenjahr lediglich zwei Neun-
anmeldungen für die Ganztagesbetreuung
vor. Auch diesen Kindern soll im Kindergarten
Am Keltenring oder im Kath. Kindergarten St.
Josef ein Platz angeboten werden. Zum Ende
des Kindergartenjahres 2026/27 verlassen
sieben Ganztageskinder die Einrichtung
(Schule), was auch hier zur Folge hat, dass
zum Kindergartenjahr 2027/28 die Ganzta-
gesbetreuung im Kindergarten Beuren endet
und ab sofort keine Kinder mit Ganztagesbe-
treuung mehr aufgenommen werden.
Im Kindergarten Am Keltenring werden
zum neuen Kindergartenjahr 23 Kinder mit
Ganztagesbetreuung betreut, während in
der Krippe Am Keltenring 13 Kinder neu an-
gemeldet sind. Davon sind zwei Anmeldun-
gen für die Ganztagesbetreuung. Damit wer-
den im neuen Kindergartenjahr vier Kinder
mit Ganztagesbetreuung betreut. Aus die-
sem Grund wird die Ganztagsbetreuung wei-
terhin an zwei Tagen angeboten, jedoch
 keine Ganztagesbetreuung an vier Tagen
eingerichtet. Eltern, die eine Ganztagesbe-
treuung an drei oder mehr Tagen benötigen,
werden künftig gebeten, sich an entspre-
chende Tagespﬂegepersonen zu wenden.
Auswirkung auf Personalstellen
Ein Grund für die Strukturänderung im Be-
treuungsangebot war neben der Verlässlich-
keit und der Qualtiätssicherung die Einspa-
rung bei den Personalkosten.
Die Neugestaltung der Platzzahlen und damit
verbunden die teilweise neuen Gruppenzu-
schnitte haben Auswirkung auf das Vorhalten
der Personalstellen. Aktuell benötigt werden
insgesamt 53,16 Personalstellen. Mit den ge-
planten Änderungen zum neuen Kindergar-
tenjahr 2026/27 werden nur noch 50,75 Per-
sonalstellen benötigt. Dies bedeutet ein Ab-
bau von 2,41 Personalstellen. Ab dem
Kindergartenjahr 2027/28 benötigen werden
anhand der vorliegenden Anmeldezahlen
49,7 Personalstellen, was einem weiteren Ab-
bau von 1,05 Personalstellen entspricht.
Unter den jetzigen Rahmenbedingungen
werden demnach insgesamt 3,46 Personal-
stellen abgebaut. Jedoch muss der Personal-
schlüssel bei Veränderungen in den Anmel-
dezahlen oder der Platzvergabe ggfs. wieder
angepasst werden.
Anmeldezahlen zum 1.3.2026 für das neue Kindergartenjahr 2026/27:
94 Vormittagsbetreuung, 54 verlängerte Öﬀnungszeiten, 13 Ganztagsbetreuung
Einrichtung
Betreuungsmodell 2026/2027
Weildorf
7:15 -13:15 Uhr
Grasbeuren
7:15 -13:15 Uhr
Lichtenberg
7:15 - 13:15 Uhr, 7:15 - 14:15 Uhr
Beuren
7:15 - 13:15 Uhr, 7:15 - 14:15 Uhr,
7:15 - 16:15 Uhr an 4 Nachmittagen
Am Keltenring
7:15 - 13:15 Uhr, 7:15 - 14:15 Uhr,
7:15 - 16:15 Uhr an 4 Nachmittagen
Krippe Am Keltenring
7:15 - 14:15 Uhr, 7:15 - 16:15 Uhr
an 2 Nachmittagen (Mo + Mi)
Kleiner Brühl
7:15 - 13:15, 7:15 - 14:15 Uhr,
7:15 - 16:15 Uhr an 4 Nachmittagen
Fohrenbühl
7:15 - 13:15, 7:15 - 14:15 Uhr,
7:15 - 16:15 Uhr an 4 Nachmittagen
Kath. Kindergarten St. Josef
7:00 - 13:00 Uhr, 7:00 - 14:00 Uhr,
7:00 - 16:00 Uhr an 4 Nachmittagen
Krippe St. Josef
7:30 - 13:00 Uhr
Familienforum (Krippe)
7:30 - 12:30 Uhr, 7:00 - 14:00 Uhr
Natur-und Forscherkindergarten
7:35 - 13:30 Uhr
Einrichtung
Betreuungsmodell 2027/2028
Weildorf
7:15 -13:15 Uhr
Grasbeuren
7:15 -13:15 Uhr
Lichtenberg
7:15 - 13:15, 7:15 - 14:15 Uhr
Beuren
7:15 - 13:15, 7:15 - 14:15 Uhr
Am Keltenring
7:15 - 13:15, 7:15 - 14:15 Uhr,
7:15 - 16:15 Uhr an 4 Nachmittagen
Krippe Am Keltenring
7:15 - 14:15 Uhr, 7:15 - 16:15 Uhr
an 2 Nachmittagen (Mo + Mi)
Kleiner Brühl
7:15 - 13:15, 7:15 - 14:15 Uhr
Fohrenbühl
7:15 - 13:15, 7:15 - 14:15 Uhr,
7:15 - 16:15 Uhr an 4 Nachmittagen
Kath. Kindergarten St. Josef
7:00 - 13:00 Uhr, 7:00 - 14:00 Uhr,
7:00 - 16:00 Uhr an 4 Nachmittagen
Krippe St. Josef
7:30 - 13:00 Uhr
Familienforum (Krippe)
7:30 - 12:30 Uhr, 7:00 - 14:00 Uhr
Natur-und Forscherkindergarten
7:35 - 13:30 Uhr
Die Umsetzung in den einzelnen Einrichtungen ist wie folgt vorgesehen: