Thorsten Glauber fordert Sensibilisierung von Gartenbesitzern in Bayern; Nur tagsüber mähen schützt Igel

Glauber: Wir wollen Gartenbesitzer sensibilisieren

Glauber: Wir wollen Gartenbesitzer sensibilisieren

Mit Beginn der Gartensaison steigt in Bayern der Einsatz von Mährobotern. Für den Igel bedeutet das jedoch eine zunehmende Gefahr.Bayerns Umweltminister Thorsten Glauberbetonte dazu heute in München: “Der Igel steht für unsere Naturheimat. Igel brauchen unseren Schutz. Mähroboter können schwere Verletzungen bei Igeln verursachen. Hier wollen wir gegensteuern. Wir möchten Gartenbesitzer sensibilisieren und aufklären: Mähroboter sind insbesondere nachts eine Gefahr für Igel und andere Tiere. Deshalb gilt: nur tagsüber mähen. Gerade zu Beginn der Gartensaison ist jetzt aktive Aufklärungsarbeit gefragt.”

Das Bayerische Artenschutzzentrum wirbt im Rahmen einer Kampagne für mehr Artenvielfalt im Wohnumfeld und stellt gemeinsam mit der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau den Infoflyer “Igel im Garten” bereit. Zudem weist das Umweltministerium in der Broschüre “Blühpakt Bayern – Gemeinsam für mehr Artenvielfalt” auf Gefährdungen von Kleintieren durch Mähroboter hin. Die Informationen richten sich an die Bevölkerung sowie an Vereine und Gemeinden.

Glauber hat sich zudem mit einem Schreiben an Bundesumweltminister Schneider gewandt und angeregt, auf Bundesebene einen Runden Tisch zu diesem Thema einzuberufen. Ziel ist es, Hersteller und Inverkehrbringer zu Selbstverpflichtungen zum Schutz von Igeln und anderen kleinen Wildtieren zu bewegen – beispielsweise durch technische Lösungen (etwa entsprechende Programmierungen von Mährobotern) oder durch klare Kennzeichnungen (etwa mit Hinweisen auf Verpackungen oder in Gebrauchsanweisungen).

Da Igel nachtaktiv sind und sich bei Gefahr einrollen, sind sie den Geräten schutzlos ausgeliefert. Mähroboter sollen daher nicht nachts oder in der Dämmerung betrieben werden. Einfache Schutzmaßnahmen sind der Betrieb ausschließlich am Tag, das vorherige Prüfen des Gartens sowie das Schaffen von Rückzugsorten wie Hecken und Laubhaufen. Vielen Tieren kann auch dadurch geholfen werden, dass eine Grünfläche nie komplett gemäht wird, sondern bei jeder Mahd Streifen oder Inseln stehen bleiben.

Weiterführende Informationen finden Sie unter:www.stmuv.bayern.de

Beginn der Unternavigation auf der Seite