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title: "Wissenschaftsrat empfiehlt Neubau COLM zur Erforschung der Grundlagen des Lebens an der TU Dresden, Campus Tatzberg, Dresden-Johannstadt; 77,2 Mio Euro Fördermittel"
sdDatePublished: "2026-04-29T15:54:00Z"
source: "https://tu-dresden.de/tu-dresden/exzellenz/news/empfehlung-des-wissenschaftsrats-neubau-fuer-die-erforschung-der-grundlagen-des-lebens?set_language=de"
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  - "Germany"
  - "Dresden"
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Wissenschaftsrat empfiehlt Neubau COLM zur Erforschung der Grundlagen des Lebens an der TU Dresden, Campus Tatzberg, Dresden-Johannstadt; 77,2 Mio Euro Fördermittel

Empfehlung des Wissenschaftsrats: Neubau für die Erforschung der Grundlagen des Lebens — TU Dresden — TU Dresden

Empfehlung des Wissenschafts­rats: Neubau für die Erforschung der Grundlagen des Lebens

Querschnitt des COLM-Forschungsneubaus mit Eingangshalle und Gebäudeverbinder. Bauherr ist der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement.

Erste Förderung für TUD-Forschungsbau unter Bund-Länder-Finanzierung für Vorhaben von überregionaler Bedeutung

Modernste Bedingungen für die Spitzenforschung von morgen: Der Wissenschaftsrat hat am 24. April 2026 die Förderung eines Forschungsneubaus für die Technische Universität Dresden (TUD) empfohlen. Für das künftige Center for the Organization of Living Matter (COLM) stehen damit bis zu 77.2 Millionen Euro bereit. Um die physikalischen Grundlagen des Lebens zu verstehen, werden im COLM Forschende aus Physik, Chemie, Biologie, Mathematik, Medizin und Informatik interdisziplinär zusammenarbeiten. Dem Exzellenzcluster Physics of Life bietet der Neubau eine herausragende Forschungsinfrastruktur.

Neben einer offenen und auf den unmittelbaren Austausch angelegten Gebäudestruktur ermöglicht die Förderzusage die Anschaffung mehrerer Großgeräte, darunter ein 2-Photonen-Laserscanning-Mikroskop, mit dem die Forscherinnen und Forscher u. a. die physikalischen Eigenschaften von Zellen beobachten und verändern können, während diese Organe oder Tumore bilden.

Die Gesamtkosten des Bauvorhabens werden – vorbehaltlich der abschließenden Entscheidung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) – je zur Hälfte vom Bund und vom Freistaat Sachsen getragen. Der Bau soll von 2027 bis 2031 errichtet werden.

Jan Gerken, Kanzler der TUD: „Der Forschungsbau COLM steht für gleich mehrere Innovationen: Er schafft einen Ort für Spitzenforschung zur Organisation lebender Materie und setzt mit einem von der rheform GmbH neu entwickelten Raumkonzept für Laborgebäude neue Maßstäbe in Flächeneffizienz und Wirtschaftlichkeit im Betrieb. Zugleich zeigt das Projekt, was durch die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten in kurzer Zeit möglich ist.“

Prof. Otger Campàs,Sprecher des Exzellenzclusters PoL:„Wir freuen uns sehr über diese Förderung. Dies ist ein wichtiger Meilenstein für uns und für Dresden, da sie uns dabei helfen wird, die große Gemeinschaft, die sich mit der Physik des Lebens beschäftigt, zu festigen. Ein eigenes Gebäude spielt eine wesentliche Rolle beim Aufbau einer solchen einheitlichen Gemeinschaft sowie bei der Schaffung einzigartiger Räume, die interdisziplinäre Forschung, Innovation, Zusammenarbeit und Chancen für viele fördern werden.

Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow:„Exzellente Forschung braucht exzellente Bedingungen, sowohl was Forschungsgebäude als auch Ausstattung betrifft. Das erkennt der Wissenschaftsrat mit seiner Entscheidung deutlich an. Erfolgreiche Exzellenzcluster wie Physics of Life an der TU Dresden sind internationale Leuchttürme für die Forschung auf ihrem Gebiet. Sie sind auf beste Rahmenbedingungen angewiesen um im weltweiten Wettbewerb um die besten Köpfe konkurrenzfähig zu sein.“

Der Gebäudekomplex soll am TUD-Campus Tatzberg in Dresden-Johannstadt und damit in unmittelbarer Nachbarschaft zum Medizincampus entstehen. Im jetzt vom Wissenschaftsrat empfohlenen Gebäudeteil sind Arbeitsplätze für insgesamt 138 Personen auf 2.775 m² vorgesehen. Das Raumprogramm mit Open-Space-Laboren und -Büros folgt einem offenen Nutzungskonzept, um den wissenschaftlichen Austausch zu fördern. Die Forschungsflächen sollen funktionsorientiert, nicht personengebunden, vergeben werden.

Über das Exzellenzcluster Physik des Lebens (PoL)

Physics of Life (PoL) ist eines von fünf Exzellenzclustern an der TU Dresden. Ziel von PoL ist es, die physikalischen Gesetze zu identifizieren, die der Organisation des Lebens in Molekülen, Zellen und Geweben zugrunde liegen. In dem Cluster untersuchen Wissenschaftler aus Physik, Biologie und Informatik, wie sich aktive Materie in Zellen und Geweben zu bestimmten Strukturen organisiert und Leben entstehen lässt. PoL wird von der DFG im Rahmen der Exzellenzstrategie gefördert. Es ist eine Kooperation zwischen Wissenschaftlern der TU Dresden und Forschungseinrichtungen des DRESDEN-concept-Netzwerks, wie dem Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG), dem Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme (MPI-PKS), dem Leibniz-Institut für Polymerforschung (IPF) und dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR).

Angesichts der jüngsten Fortschritte und der zunehmenden Nutzung künstlicher Intelligenz in der Grundlagenforschung hat PoL einen neuen Forschungsschwerpunkt eingerichtet: Bio-Datenwissenschaft und physikalisch inspirierte KI. Dieser Forschungsschwerpunkt zielt darauf ab, neuartige rechnergestützte Ansätze zu entwickeln, darunter topologische Datenanalyse, datengesteuerte Modellierung und künstliche Intelligenz, um wesentliche Informationen aus komplexen und hochdimensionalen Datensätzen zu gewinnen. Mehr Informationen:www.physics-of-life.tu-dresden.de

Eindrücke vom Exzellenzcluster Physics of Life

Kontakt:TU DresdenPressestelleTel.: +49 351 463-32398E-Mail: pressestelle@tu-dresden.de

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