Matthias Metsch Sicherheits- und Notfallkoordinator Universität Leipzig; Neue Handlungsanweisung für besondere Sicherheitslagen wird umgesetzt

Universität Leipzig: Matthias Metsch: „Sicherheitsgefühl der Beschäftigten und Studierenden stärken“

Der Sicherheits- und Notfallkoordinator der Universität stellt sich und seine Aufgaben vor

Matthias Metsch: „Sicherheitsgefühl der Beschäftigten und Studierenden stärken“

Matthias Metsch ist seit Mitte 2025 als Sicherheits- und Notfallkoordinator der Universität Leipzig tätig. In dieser Funktion ist er der zentrale Ansprechpartner für das gesamte Sicherheits- und Notfallmanagement der Alma mater, für Amok-, Bedrohungs- und sonstige Gefahrenlagen. „Ich unterstütze die Einrichtungen der Universität bei der Vorbereitung auf sowie bei der Bewältigung von außergewöhnlichen Sicherheitslagen und besonderen Ereignissen, die über den Regelbetrieb hinausgehen“, sagt er.

Zu Metschs Aufgaben gehören insbesondere das Planen und Weiterentwickeln von übergeordneten Sicherheitskonzepten, das Erstellen und Fortschreiben von spezifischen Notfall- und Einsatzplänen und das Analysieren von Risiko- und Gefährdungssituationen. Wenn diese eintreten, schätzt der erfahrene ehemalige Polizist die Lage ein und gibt – je nach Lage und Standort – professionelle Handlungsanweisungen. Er ist die Schnittstelle zur Polizei, zum Landeskriminalamt und zur städtischen Versammlungs- und Veranstaltungsbehörde – insbesondere im Zusammenhang mit Versammlungen, Veranstaltungen und anderen Situationen mit erhöhtem Sicherheitsbedarf.

Außerdem begleitet Metsch Veranstaltungen, in denen es um Sicherheitsfragen geht. Er koordiniert auch die Zusammenarbeit mit internen und externen Sicherheitsakteur:innen, unterstützt sie bei der Umsetzung behördlicher Empfehlungen. Wenn es um Fragen des Hausrechts, von Hausverboten sowie sonstigen sicherheitsrelevanten Fällen geht, ist er der kompetente Ansprechpartner.

Für Themen des Arbeits-, Umwelt- und Brandschutzes ist weiterhin dieStabsstelle für Umweltschutz und Arbeitssicherheitverantwortlich.

Langjährige Erfahrung bei der Bundespolizei gesammelt

Mitarbeiter der Universität Leipzig ist Metsch seit dem 1. September 2024. „Angefangen habe ich als Gruppenleiter ‚Innerer Dienst‘ im Sachgebiet 43 sowie als Sachbearbeiter Telekommunikation“, berichtet der 36-Jährige. Zuvor war er 14 Jahre bei der Bundespolizei tätig, wo er unter anderem am Flughafen arbeitete und auch wiederholt im Ausland eingesetzt wurde.

Die Stelle als Sicherheits- und Notfallkoordinator wurde im Dezernat Bau und Technik eingerichtet, um sicherheitsrelevante sowie krisen- und notfallbezogene Themen an der Universität Leipzig stärker zu bündeln und organisationsweit weiterzuentwickeln. „Gerade in einer großen und offenen Einrichtung wie der Universität mit ihrem zentralen Campus im Stadtzentrum braucht es klare Zuständigkeiten, abgestimmte Abläufe und belastbare Regelungen für besondere Sicherheitslagen“, erklärt er. Ziel sei es, die Prävention, die Reaktionsfähigkeit und die interne Koordination in solchen Lagen weiter zu verbessern.

Mitarbeitende der Universität Leipzig sollten sich immer dann an ihn wenden, wenn es um Fragen der Sicherheit außerhalb des klassischen Regelbetriebs geht. Dazu gehören insbesondere Bedrohungs- und Gewaltlagen, Fragen zum Hausrecht und zu Hausverboten, Fragen zum Sicherheitsdienst, Veranstaltungen mit erhöhtem Sicherheitsbedarf sowie Hinweise auf sicherheitsrelevante Auffälligkeiten oder Verbesserungsmöglichkeiten in Büros und Arbeitsbereichen.

Auf Anfrage bietet er außerdem Schulungen, Sicherheitsbegehungen und Beratungen vor Ort an, etwa zur sicherheitsfördernden Gestaltung vorhandener Büros, zu Rückzugs- und Handlungsmöglichkeiten in Bedrohungssituationen sowie zum Verhalten in besonderen Sicherheitslagen. Dabei geht es nicht um arbeitsschutzrechtliche Bewertungen oder größere bauliche Veränderungen, sondern um pragmatische, sicherheitsbezogene Hinweise innerhalb der vorhandenen räumlichen Gegebenheiten.

Handlungsanweisung für besondere Sicherheitslagen in Arbeit

Seine Erfahrungen aus der Bundespolizei bringt Matthias Metsch nun in den Aufbau und die Weiterentwicklung der Sicherheitsstrukturen an der Universität Leipzig ein. Dazu gehören unter anderem die Erarbeitung von Konzepten, die Abstimmung interner Prozesse und die Entwicklung klarer Regelungen. „Die neue Handlungsanweisung für besondere Sicherheitslagen enthält Regelungen zu Amok-, Bedrohungs- und sonstigen polizeilichen Gefahrenlagen, zu denen beispielsweise auch Straftaten, Diebstähle, Bombenfunde oder verdächtige Gegenstände zählen. Sie soll künftig als praxisnahe Orientierung dienen“, sagt Metsch.

„Mir ist besonders wichtig, das Sicherheitsgefühl der Beschäftigten und Studierenden zu stärken und praktische Orientierung für besondere Lagen zu geben“, erklärt er. Ein erster konkreter Schritt ist derzeit das Anbringen von Aufklebern mit den Kontaktdaten des Sicherheitsdienstes an zentralen Stellen innerhalb der Universität. So sollen Menschen auf dem Campus im Bedarfsfall schnell erkennen können, an wen sie sich wenden können und welche Handlungsmöglichkeiten bestehen. Das niedrigschwellige Informationsangebot soll dazu beitragen, Sicherheit sichtbarer, bekannter und im Alltag unmittelbar zugänglich zu machen.

Matthias Metsch ist am besten per E-Mail untersicherheit(at)uni-leipzig.deerreichbar. Weitere Informationen zu seinen Aufgaben, Angeboten und Kontaktmöglichkeiten finden Beschäftigte außerdem imIntranet.

Sicherheits- und NotfallmanagementInformationen im Intranet