Fünf VdW-Mitglieder NRW nominiert Deutscher Bauherrenpreis Deutschland; unter 30 Nominierten

Bauherrenpreis: Fünf VdW-Mitglieder nominiert - VdW Rheinland Westfalen

Hohe Qualität zu tragbaren Kosten: Seit nunmehr 40 Jahren zeichnet der Deutsche Bauherrenpreis hervorragende Bauprojekte aus. In diesem Jahr befinden sich fünf Mitgliedsunternehmen und -genossenschaften des VdW Rheinland Westfalen unter den 30 Nominierten, die in einem zweistufigen Verfahren von einer aus verschiedenen Fachrichtungen zusammengesetzten Jury ausgewählt worden sind.

Zu den Nominierten aus den Reihen des VdW Rheinland Westfalen gehören die Spar- und Bauverein eG Dortmund, die DIE EHRENFELDER Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft eG, die Wohnungsgenossenschaft Köln-Sülz eG, die SWB-Service-Wohnungsvermietungs- und baugesellschaft mbH (SWB) und die Wohnungsverein Rheine eG. An der diesjährigen Auslobung hatten sich deutschlandweit 176 Wohnungsbauprojekte beteiligt, die zwischen 2022 und 2025 fertiggestellt wurden.

Der Deutsche Bauherrenpreis ist als wichtigster Preis im Bereich des Wohnungsbaus in Deutschland bekannt. Er wurde von der Arbeitsgruppe KOOPERATION, bestehend aus dem Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW, dem Bund Deutscher Architektinnen und Architekten BDA und dem Deutschen Städtetag ausgelobt und wird vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen und dem Bund Deutscher Landschaftsarchitekt:innen bdla unterstützt.

Die Spar- und Bauverein eG Dortmund wurde mit ihrem Projekt „Wohnen in der Schule“ an der Adlerstraße in Dortmund aufgenommmen, DIE EHRENFELDER mit dem „Langhaus Braunsfeld“ in Köln. „Zukunft Wohnen“ heißt das nominierte Projekt der Wohnungsgenossenschaft Köln-Sülz eG an der Marsiliusstraße, das „Quartier Elisabeth-Seibert-Straße“ in Mülheim an der Ruhr von der SWB und das Projekt „Wohnen am Kirmesplatz“ der Wohnungs-Verein Rheine eG schafften es ebenfalls in die Auswahl.

Der Preis wird am 29. Juni im Rahmen des WohnZukunftsTags des GdW vergeben. Mehr zum Preis gibt es unterdeutscherbauherrenpreis.de.

Auch wenn es mal nicht ums Wohnen geht, strengt sich die sozial orientierte Wohnungswirtschaft beim Klimaschutz an. Und das wurde am 22. April 2026 von der NRW-Landesgesellschaft Energy4Climate honoriert. Ein Verwaltungsgebäude und eine Kita wurden als „Energieeffiziente Nichtwohngebäude in NRW“ ausgezeichnet, weil sie energetisch ambitioniert und dabei wirtschaftlich praktikabel gebaut worden sind. So setzte die Wohnungsgenossenschaft Essen-Nord eG beim Neubau ihres vierstöckigen Verwaltungsgebäudes auf Wärme aus einem Eisspeicher. Eine 80 Kilowatt Peak PV-Anlage deckt jahreszeitabhängig einen Großteil des Strombedarfs. Das energetische Gesamtkonzept löst zwei Herausforderungen gleichzeitig: klimafreundliches Heizen im Winter und zunehmend notwendige Kühlung im Sommer. Außerdem wurde die Kita im Herkenweg in Rheinhausen ausgezeichnet, die von der GEBAG 2024 eröffnet wurde. Mit einem Modulbau in Stahl-Holz-Hybridbauweise im anspruchsvollen KfW-40-Standard wurden mehr als 76 Tonnen Kohlendioxid eingespart.

Die Wohnungsgesellschaft Werdohl hat die “WärmepumpenChallenge.NRW” gewonnen, welche die Klimaschutzagentur “Energy4Climate” vergangenes Jahr ausgelobt hatte, um standardisierbare Wärmepumpenlösungen im Mehrfamilienhausbestand sichtbar machen und so einen Impuls für die Wärmewende setzen. Eine der drei Auszeichnungen ging nun an das VdW-Mitglied, das alle seine Mehrfamilienhäuser mit 1.447 Wohnungen auf klimaneutrales Heizen umstellt. Das Unternehmen hat dabei eine standardisierte Lösung erarbeitet: Luft-Wärmepumpen werden mit energetischen Sanierungen kombiniert und um Bausteine wie Photovoltaik, ein Heizungsmonitoring und ein Kommunikationskonzept für Bewohnerinnen und Bewohner ergänzt. Bis 2035 möchte das Unternehmen nahezu klimaneutral sein. Geschäftsführer Ingo Wöste erklärt das Vorgehen auf der Webseite von Energy4Climate: “Im Jahr 2030 sollen im Rahmen unserer Wärmepumpenoffensive in allen schon vorher energetisch sanierten Häusern die Gaszentralheizungen gegen neue Luftwärmepumpenanlagen getauscht werden. Weiterhin ist bis zum Jahr 2034 geplant, alle Bestandshäuser bis auf einige nicht dauerhaft erhaltungswürdige Gebäude energetisch komplett zu sanieren und neue Luftwärmepumpenanlagen einzubauen. Gerade beim Austausch des fossilen gegen den erneuerbaren Heizträger sind die Verfahrensschritte in der Regel immer identisch und wurden von uns standardisiert.”

Wo Barrierefreiheit nur 160.000 mehr kostete

Der WSG Wohnungs- und Siedlungs-GmbH aus Düsseldorf ist mit dem Glockenspitz in Krefeld ein Vorzeigeprojekt der Inklusion gelungen, wofür sie 2022 den Bundesteilhabepreis gewonnen hat. Grundlage war barrierefreies Bauen, das gar nicht mal so teuer war, wie WSG-Geschäftsführer Hans-Jörg Schmidt vorrechnet. Der Glockenspitz ist eine vierspurige Einfallstraße in die Krefelder Innenstadt, die am alten Grotenburg-Fußballstadion des KFC Uerdingen vorbeiführt. Zahllose Autos rauschen vorbei. Hier befanden sich noch 90 Wohnungen der WSG Wohnungs- und Siedlungs-GmbH aus den 1950er-Jahren, die nicht mehr zeitgemäß waren. Die WSG, die zu 60 Prozent dem VdK Sozialverband Nordrhein-Westfalen und zu 40 Prozent der VBW Bochum gehört, entschied sich dafür, das Wohnquartier komplett inklusiv zu überplanen. In einem mehrstufigen Entwicklungsverfahren wurde ein modernes und barrierefreies Wohnquartier mit insgesamt sechs Mehrfamilienhäusern errichtet, mit Wohnraum für Singles und Paare, kinderreiche Familien, Menschen mit eingeschränkter Mobilität und moderne Lebensgemeinschaften.

Mit einer umfassenden Modernisierung hat die Wohnungsverein Hagen eG 48 barrierearme Wohnungen geschaffen, die heute für betreutes Wohnen genutzt werden. Das Projekt wurde dafür mit dem Qualitätssiegel Betreutes Wohnen ausgezeichnet. Betreute Wohnformen sind nicht nur in Neubauten umsetzbar. Das beweist die Wohnungsverein Hagen eG an der Knüwenstraße in Hagen. Von 2021 bis 2023 hat die Wohnungsgenossenschaft die Gebäude einer Wohnanlage aus den 1970er-Jahren an die heutigen Anforderungen der Barrierefreiheit, Energieeffizienz und Sicherheit angepasst, ohne dass die Gebäude ihren vertrauten Charakter verloren. Neben schwellenlosen Zugängen und rollstuhlgerechten Bädern wurden Aufzüge nachgerüstet, Türen verbreitert und Beleuchtungssysteme verbessert. Gleichzeitig wurde die Gebäudehülle energetisch ertüchtigt, um sowohl den Klimazielen als auch dem Anspruch der Mieterinnen und Mieter an moderne Standards gerecht zu werden. Ziel des Betreutes-Wohnen-Projekts war es, älteren Menschen ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen – verbunden mit der Sicherheit, bei Bedarf auf Unterstützung zugreifen zu können.

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