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title: "Katholische Kita IN gGmbH erhält erneute Zertifizierung in Region 10 (KTK-Gütesiegel, ISO 9001); Auditoren planen Übernahme des Dokumentationssystems"
sdDatePublished: "2026-04-30T19:01:00Z"
source: "https://www.bistum-eichstaett.de/news-details/news/kita-qualitaet-unser-versprechen/"
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  - "Eichstätt"
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Katholische Kita IN gGmbH erhält erneute Zertifizierung in Region 10 (KTK-Gütesiegel, ISO 9001); Auditoren planen Übernahme des Dokumentationssystems

Bistum Eichstätt: Kita-Qualität unser Versprechen

F: Frau Dick, herzlichen Glückwunsch zum bestandenen Audit! Auf dem offiziellen Foto sieht man Vertreter von fünf Einrichtungen. Was bedeutet dieser Erfolg für die vielen anderen Kitas des Trägers, die diesmal nicht direkt im Prüf-Fokus standen?

A: Vielen Dank - wobei die Glückwünsche viel mehr den Einrichtungen gelten sollten, da diese jeden Tag ihr Bestes geben, um eine hohe Qualität in unseren Einrichtungen sicherzustellen. Die erneute Zertifizierung nach dem KTK-Gütesiegel und der ISO 9001 ist ein starkes Zeichen, dass man sich bei unseren Einrichtungen auf die Qualität verlassen kann. Die Kitas, welche geprüft wurden, stehen also für Qualität, die sich über alle Einrichtungen erstreckt. Das erkennt man auch daran, dass alle unsere Kindergärten und Kinderkrippen jährlich durch unsere Qualitätsbeauftragte geprüft werden -unabhängig von der externen Prüfung.

F: Ein externes Audit ist sehr zeitintensiv und fordert die Teams enorm. Warum hat sich die katholische Kita IN gGmbH dazu entschieden, alle Einrichtungen diesem strengen Qualitätsmanagement-Prozess zu unterziehen?

A: Es ist uns wichtig, dass die gute pädagogische Qualität nicht nur ein Gefühl oder Zufall ist. Durch die Zertifizierung stellen wir sicher, dass sich die Teams mit ihrer pädagogischen Arbeit immer wieder neu auseinandersetzen und Prozesse anpassen, wenn nötig. Wenn man viele Jahre bestimmte Abläufe in einer Einrichtung hat, kann schnell eine Art Betriebsblindheit kommen. Ein Audit verhindert dies, da man sich mit den Handlungsweisen immer wieder auseinandersetzen muss und auch überprüfen, ob es der richtige Weg ist - vor allem für die Kinder. Wir haben eine Verantwortung den Kleinsten unserer Gesellschaft gegenüber, und möchten dieser mit der nötigen Ernsthaftigkeit und Sorgfalt begegnen. Kinder sind unsere Zukunft, und wenn man die Spaltung in unserer Gesellschaft wahr und ernst nimmt, dann ist es wichtig, bereits in der frühkindlichen Bildung Verständnis für z.B. demokratische Prozesse oder auch das gelebte Miteinander zu schaffen.

F: Im Prüfbericht wurde besonders die „Begleitung auf Augenhöhe“ und die Partizipation der Kinder gelobt. Wie sieht das ganz praktisch im Kita-Alltag aus – wie viel „Mitsprache“ haben die Kleinsten bei Ihnen tatsächlich?

A: Jedes Kind hat in unseren Einrichtungen ein Recht auf Mitsprache bei allen Dingen, die die eigene Entwicklung betreffen. Das fängt schon im Krippenalter an bei der Frage: Welche Fachkraft wickelt das Kind? Kinder können bereits in diesem Alter schon sehr genau wahrnehmen, was ihnen gut tut und was nicht. Es benötigt feinfühlige Pädagoginnen, die diese Äußerungen wahrnehmen. Im Kindergartenalter können Entscheidungen zur Raumgestaltung wunderbar mit den Kindern getroffen werden - da diese oft am besten Wissen, was sie brauchen, um angeregt zu werden. Hier gibt es auch ein nettes Beispiel aus einer unserer Einrichtungen: Die Kinder wünschten sich einen Ort für Ruhe und Rückzug. Dieser wird jetzt unter Aufsicht einer PIA-Praktikantin gestaltet, aber mit voller Einbindung der Kinder. Was bedeutet, das Bauteam besteht nur aus Kindern, und diese treffen Entscheidungen und gestalten den Raum. Die Pädagogin ist in diesem Fall nur als Begleitung dabei - die Kompetenz liegt bei den Kindern. In allen unseren Einrichtungen gehören Kinderkonferenzen inzwischen zum Alltag - hier werden Entscheidungen mit den Kindern gemeinsam getroffen, Ideen gesammelt, auch zu ganz alltäglichen Dingen wie: " Regelung für den Gebrauch von Fahrzeugen im Garten".

F: Die Auditoren waren von Ihrem trägereigenen Dokumentationssystem so beeindruckt, dass sie es sogar für andere Einrichtungen übernehmen möchten. Was macht Ihren pädagogischen Ansatz oder Ihre Organisation so innovativ?

A: Ich denke, was uns auszeichnet, ist der Wille, es immer besser zu machen und auch die Bereitschaft, uns überprüfen zu lassen. Wir sind bereit unsere Handlungen und Vorgaben zu reflektieren und haben keine Angst vor Veränderungen. Unser Fokus liegt immer auf den Kindern und deren Entwicklung, und das erstreckt sich auf 40 Einrichtungen. Wir nehmen jede Mitarbeiterin in die Pflicht, sich auf unseren pädagogischen Ansatz einzulassen und ihn umzusetzen. Des Weiteren muss man auch erkennen, dass wir einen gesetzlichen Auftrag haben. Das BayKibiG und auch der BEP sind unsere Vorgabe und unser Auftrag, das setzen wir um - jeden Tag.

F: Wenn wir auf die feierliche Zertifikatsübergabe im Juli blicken: Welches Signal möchten Sie mit dieser Auszeichnung an die Eltern und die Öffentlichkeit in der Region senden?

A: Ziel ist es, den Eltern in der Region 10 zu vermitteln, dass sie mit uns einen starken und verlässlichen Partner in Puncto Bildung, Erziehung und Betreuung ihrer Kinder an der Seite haben. Wir stellen das Kind in den Mittelpunkt und sehen die Zukunft in diesen kleinen Menschen. Bei uns ist jedes Kind mit seiner individuellen Persönlichkeit willkommen und wird angenommen. Dafür stehen wir auch mit unserem Logo: Hier darfst du sein - Glauben, Lieben, Achten.