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title: "Euroraum Nettoersparnis 873 Mrd. € im Jahr 2025; Finanzierungsüberschuss sinkt gegenüber Welt auf 301 Mrd. €"
sdDatePublished: "2026-04-30T08:06:00Z"
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  - "Frankfurt am Main"
  - "Germany"
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Euroraum Nettoersparnis 873 Mrd. € im Jahr 2025; Finanzierungsüberschuss sinkt gegenüber Welt auf 301 Mrd. €

Wirtschaftliche und finanzielle Entwicklungen im Euroraum nach institutionellen Sektoren: viertes Quartal 2025

Europäische Zentralbank
Generaldirektion Statistik
Sonnemannstraße 20, 60314 Frankfurt am Main, Deutschland
Anfrageformular, Internet: www.ecb.europa.eu
Nachdruck nur mit Quellenangabe gestattet.
Übersetzung: Deutsche Bundesbank
Pressemitteilung
28. April 2026
Wirtschaftliche und finanzielle Entwicklungen
im Euroraum nach institutionellen Sektoren:
viertes Quartal 2025

Die Ersparnisbildung (netto) im Euroraum erhöhte sich im Jahr 2025 auf 873 Mrd. €, verglichen
mit 867 Mrd. € im Vierquartalszeitraum bis zum dritten Quartal 2025.

Die Verschuldung der privaten Haushalte im Verhältnis zum Einkommen sank 2025 auf 81,4 %,
verglichen mit 81,7 % ein Jahr zuvor.

Die Verschuldung der nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften im Verhältnis zum BIP (konsolidierte
Messgröße) ging 2025 auf 65,8 % zurück, verglichen mit 67,3 % ein Jahr zuvor.
Gesamtwirtschaft des Euroraums
Die Ersparnisbildung (netto) im Euroraum erhöhte sich im Jahr 2025 auf 873 Mrd. € (dies entspricht
6,9 % des verfügbaren Nettoeinkommens im Euroraum), verglichen mit 867 Mrd. € im
Vierquartalszeitraum bis zum dritten Quartal 2025. Die Nettosachvermögensbildung im Euroraum
stieg auf 602 Mrd. € und entsprach damit 4,8 % des verfügbaren Nettoeinkommens im Euroraum.
Zurückzuführen war dies auf eine höhere Nettosachvermögensbildung des Staates und der privaten
Haushalte. Die Nettosachvermögensbildung der finanziellen sowie der nichtfinanziellen
Kapitalgesellschaften veränderte sich hingegen kaum (siehe Abbildung 1).
Da der Anstieg der Nettosachvermögensbildung die Erhöhung der Ersparnisbildung (netto) mehr als
ausglich, sank der Finanzierungsüberschuss des Euroraums gegenüber der übrigen Welt auf
301 Mrd. € (nach 310 Mrd. €). Der Finanzierungsüberschuss der privaten Haushalte verringerte sich
von 602 Mrd. € auf 585 Mrd. € (4,6 % des verfügbaren Nettoeinkommens). Bei den nichtfinanziellen
Kapitalgesellschaften und bei den finanziellen Kapitalgesellschaften blieb der
Finanzierungsüberschuss mit 62 Mrd. € (0,5 % des verfügbaren Nettoeinkommens) bzw. 116 Mrd. €
(0,9 % des verfügbaren Nettoeinkommens) jeweils im Großen und Ganzen unverändert. Das

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Finanzierungsdefizit des Sektors Staat ging indessen von -468 Mrd. € auf -462 Mrd. € bzw. -3,7 % des
verfügbaren Nettoeinkommens zurück und leistete dementsprechend einen geringeren negativen
Beitrag zum Finanzierungsüberschuss des Euroraums.
Abbildung 1
Sparen, Vermögensbildung und Finanzierungsüberschuss im Euroraum gegenüber der übrigen Welt
(in Mrd. €; gleitende Vierquartalssummen)
Quellen: EZB und Eurostat.
* Sparen (netto) abzüglich der Nettovermögenstransfers gegenüber der übrigen Welt (dies entspricht der transaktionsbedingten Veränderung des Reinvermögens).
Daten zu Sparen, Vermögensbildung und Finanzierungsüberschuss gegenüber der übrigen Welt
Die finanziellen Transaktionen können für Einlagen, Kredite, Schuldverschreibungen, börsennotierte
Aktien und Anteile an Investmentfonds aufgegliedert nach dem Sektor der Gegenpartei dargestellt
werden (siehe Tabelle 1). Im Jahr 2025 entfiel das größte aggregierte Transaktionsvolumen mit Blick
auf diese Finanzinstrumente auf Anlagen der sonstigen MFIs1 in der übrigen Welt (723 Mrd. €) sowie
Interbankengeschäfte – zumeist in Form von Einlagen – zwischen den sonstigen MFIs (652 Mrd. €).
Die Geldvermögensbildung der privaten Haushalte betraf vor allem Transaktionen mit sonstigen MFIs
(286 Mrd. €) – meist in Form von Einlagen – sowie den Nettoerwerb von Investmentfondsanteilen
(214 Mrd. €). Die größte Finanzierungskomponente der nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften entfiel
mit 153 Mrd. € auf sonstige MFIs; sie bestand zum Großteil aus Krediten. Die Finanzierung innerhalb
des eigenen Sektors belief sich indes auf 101 Mrd. €. Die Finanzierung, die der Sektor Staat vom
1„Sonstige MFIs“ umfassen Banken und Geldmarktfonds, aber nicht das Eurosystem.

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Eurosystem erhielt und die vor allem in Form von Schuldverschreibungen erfolgte, sank
auf -343 Mrd. €. Die Finanzierung durch sonstige MFIs und aus der übrigen Welt erhöhte sich
unterdessen auf 391 Mrd. € bzw. 305 Mrd. €.
Tabelle 1
Ausgewählte finanzielle Transaktionen* zwischen den einzelnen Sektoren und mit der übrigen Welt
(in Mrd. €; Vierquartalssummen; 2025)
Quelle: EZB.
* Finanzinstrumente, für die eine Aufschlüsselung nach Sektor der Gegenpartei verfügbar ist: Einlagen, Kredite, Schuldverschreibungen, börsennotierte Aktien sowie
Anteile an Investmentfonds.
Private Haushalte
Die Jahreswachstumsrate der Geldvermögensbildung der privaten Haushalte belief sich im vierten
Quartal 2025 auf 2,6 % und war damit gegenüber dem Vorquartal weitgehend unverändert. Was die
einzelnen Komponenten betrifft, so wurde eine höhere Zuwachsrate bei den Anlagen in
Schuldverschreibungen (3,1 % nach 0,0 %) und bei den Ansprüchen aus Rückstellungen bei
Lebensversicherungen (2,7 % nach 2,3 %) verzeichnet. Das Wachstum der Anlagen in Bargeld und
Einlagen (3,0 % nach 3,2 %) sowie der Anlagen in Anteilsrechten (2,0 % nach 2,6 %) verlangsamte
sich indessen.

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Die privaten Haushalte erwarben per saldo Schuldverschreibungen, und zwar vor allem solche, die
vom Sektor Staat emittiert wurden, während sie von MFIs begebene Schuldverschreibungen
veräußerten. Zudem traten die privaten Haushalte insgesamt als Nettoverkäufer börsennotierter
Aktien auf. Dabei veräußerten sie unter dem Strich entsprechende Papiere nichtfinanzieller
Kapitalgesellschaften und von MFIs und erwarben Papiere aus der übrigen Welt. Die privaten
Haushalte erwarben zudem weiterhin Investmentfondsanteile aus dem Euroraum, und zwar von MFIs
(Geldmarktfonds) wie auch von Investmentfonds ohne Geldmarktfonds begebene Anteile (siehe
nachstehende Tabelle 2 und Tabelle 2.2 im Anhang).
Tabelle 2
Geldvermögensbildung und Finanzierung der privaten Haushalte: wichtigste Positionen
Finanzielle Transaktionen
2024 Q4
2025 Q1
2025 Q2
2025 Q3
2025 Q4
Geldvermögensbildung*
2,3
2,4
2,7
2,6
2,6
   Bargeld und Einlagen
2,9
3,0
3,0
3,2
3,0
   Schuldverschreibungen
8,4
3,1
-0,9
0,0
3,1
   Anteilsrechte**
2,1
2,7
3,0
2,6
2,0
   Ansprüche aus Rückstellungen
      bei Lebensversicherungen
0,7
1,2
2,1
2,3
2,7
   Ansprüche aus Rückstellungen
      bei Alterssicherungssystemen
2,2
2,2
2,5
2,5
2,5
Finanzierung***
1,3
1,6
2,5
2,7
2,6
Kredite
1,3
1,8
2,2
2,5
2,8
Quelle: EZB.
* Die folgenden Positionen sind nicht in der Tabelle ausgewiesen: gewährte Kredite, Prämienüberträge, Rückstellungen für eingetretene Versicherungsfälle und sonstige
Forderungen.
** Einschließlich Investmentfondsanteilen.
*** Die folgenden Positionen sind nicht in der Tabelle ausgewiesen: Verbindlichkeiten aus Finanzderivaten (netto), Ansprüche aus Rückstellungen bei
Alterssicherungssystemen und sonstige Verbindlichkeiten.
Daten zur Geldvermögensbildung und Finanzierung der privaten Haushalte
Abbildung 2 zeigt den Bestand an ausgewählten Forderungen der privaten Haushalte (dunkelblau)
gegenüber den entsprechenden Schuldnersektoren am Ende des Jahres 2025, wobei die von privaten
Haushalten gehaltenen Investmentfondsanteile (15 % des Gesamtbestands) nach den
Schuldnersektoren der zugrunde liegenden Vermögenswerte aufgeschlüsselt sind.2 Das
Geldvermögen der privaten Haushalte resultierte zum Großteil aus Forderungen gegenüber
Finanzintermediären wie MFIs (41 %), Versicherungsgesellschaften (22 %), Pensionseinrichtungen
(11 %) und der übrigen Welt (11 %). Ein geringerer Anteil entfiel auf Forderungen gegenüber
2
Siehe auch EZB, Anwendung des Look-through-Ansatzes bei den Anlagen privater Haushalte in Investmentfondsanteilen (Englisch).

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nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften (8 %), dem Staat (3 %) und sonstigen Finanzinstituten (2 %),
und zwar vor allem in Form von börsennotierten Aktien und Schuldverschreibungen.
Abbildung 2
Forderungen der privaten Haushalte nach Sektor der Gegenpartei; ausgewählte Finanzinstrumente*
(Bestände am Ende des Berichtszeitraums 2025)
Quellen: EZB und Eurostat.
Anmerkung: Differenzen in den Summen durch Runden der Zahlen.
*Finanzinstrumente, für die eine Aufschlüsselung nach Sektor der Gegenpartei verfügbar ist: Einlagen, Kredite, Schuldverschreibungen, börsennotierte Aktien sowie
Anteile an Investmentfonds. Die Aufschlüsselung nach Sektor der Gegenpartei für Versicherungs-, Alterssicherungs- und Standardgarantie-Systeme (F.6) ist in dieser
Abbildung geschätzt. (Siehe die methodische Erläuterung auf der Website der EZB: Extension of the who-to-whom presentation to insurance and pension assets).
Die Verschuldung der privaten Haushalte im Verhältnis zum Einkommen3 sank im vierten Quartal 2025
auf 81,4 %, verglichen mit 81,7 % im Schlussquartal 2024. Die Verschuldung der privaten Haushalte im
Verhältnis zum BIP verringerte sich im selben Zeitraum ebenfalls, und zwar von 51,1 % auf 50,5 %
(siehe Abbildung 3).
3
Berechnet als Kredite dividiert durch das verfügbare Bruttoeinkommen (bereinigt um die Zunahme betrieblicher
Versorgungsansprüche).

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Abbildung 3
Verschuldungsquote der privaten Haushalte und der nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften
(in % des BIP)
Quellen: EZB und Eurostat.
* Als Verschuldung sind hier die Bestände an Krediten, Schuldverschreibungen, Handelskrediten und Verbindlichkeiten aus Rückstellungen bei Alterssicherungssystemen
zu verstehen.
** Als Verschuldung sind hier die Bestände an Krediten und Schuldverschreibungen ohne Schuldpositionen zwischen nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften zu verstehen.
*** Als Verschuldung sind hier Kreditverbindlichkeiten zu verstehen.
Daten zur Verschuldungsquote der privaten Haushalte und der nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften
Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften
Die Finanzierung der nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften wies im vierten Quartal 2025 wie im
vorangegangenen Quartal eine Jahreswachstumsrate von 1,5 % auf (siehe Tabelle 3). Die
Finanzierung über die Emission von Anteilsrechten nahm wie schon zuvor um 0,7 % zu. Das
Wachstum der Finanzierung über Kredite erhöhte sich von 2,3 % auf 2,6 %, da sich das Wachstum
der von MFIs gewährten Krediten (3,0 % nach 2,8 %, siehe Tabelle 3.2 im Anhang) und der Kredite
von sonstigen Finanzinstituten (4,4 % nach 3,7 %) beschleunigte. Die jährliche Zuwachsrate der von
anderen nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften gewährten Kredite lag weitgehend unverändert bei
2,4 %. Die Finanzierung über die Nettoemission von Schuldverschreibungen erhöhte sich stärker
(3,3 % nach 2,5 %), während jene über Handelskredite weniger stark stieg (3,9 % nach zuvor 4,7 %).
Die Ver